
Galdra
4 Rezensionen

Galdra
Hilfreiche Rezension
5
Versöhnt
Jahrelang habe ich mich mit einem Neroli-Trauma herumgeschlagen und wie es so oft ist, liegt der Auslöser dafür in der Kindheit. Die Schuldige ist auch schnell ausgemacht, nämlich meine Großmutter mütterlicherseits. (Sorry, Oma!) Sie war eine strenge Frau, die keinerlei Schnickschnack duldete und Raffinesse nicht kannte. Zwei Düfte waren jedoch auf ihrer Kommode stets zu finden: Tosca (Winter!) und 4711 (Sommer!). Insbesondere letzteres galt ihr als eine Art Allheilmittel und so kam es, dass ich als erstgeborene Enkelin und somit einziges potentielles Opfer auch gerne mal damit besprenkelt wurde (zur Erfrischung!). Ich hab's gehasst, ihr aber aus diplomatischen Gründen (Familienfrieden!) nie gesagt. Neroli sollte fortan für mich ein Störfaktor bleiben, der mir viele ansonsten schöne Düfte vermieste.
Bis vor kurzem zumindest.
L'Artisan Parfumeur hat mit Histoire d'Orangers Extrême geschafft, woran viele vorher gescheitert sind: Ich fühle mich mit Neroli versöhnt. Das will wirklich etwas heißen, denn in diesem Duft dreht sich – wenig überraschend – alles um das Duo aus Neroli und Orangenblüte. Doch diese beiden Hauptdarsteller werden vortrefflich ergänzt durch zarten Weihrauch und einen hellen Moschus. Außerdem nehme ich auch eine ambrierte Note wahr. Ein insgesamt stimmiges Ensemble, das in zurückhaltender Dosierung gut in den (Hoch-)Sommer passt, aber auch an kühleren Herbsttagen sicherlich schmeichelt.
Einen Vergleich zur nicht-extremen Originalversion kann ich leider nicht ziehen. Jedoch würde ich allen ein Probeschnuppern empfehlen, die warme, süße und cremige Düfte mit zurückhaltender Würze mögen.
Haltbarkeit und Sillage sind schlichtweg bombastisch, weshalb ich hier jeder und jedem zur maßvollen Dosierung raten würde.
Bis vor kurzem zumindest.
L'Artisan Parfumeur hat mit Histoire d'Orangers Extrême geschafft, woran viele vorher gescheitert sind: Ich fühle mich mit Neroli versöhnt. Das will wirklich etwas heißen, denn in diesem Duft dreht sich – wenig überraschend – alles um das Duo aus Neroli und Orangenblüte. Doch diese beiden Hauptdarsteller werden vortrefflich ergänzt durch zarten Weihrauch und einen hellen Moschus. Außerdem nehme ich auch eine ambrierte Note wahr. Ein insgesamt stimmiges Ensemble, das in zurückhaltender Dosierung gut in den (Hoch-)Sommer passt, aber auch an kühleren Herbsttagen sicherlich schmeichelt.
Einen Vergleich zur nicht-extremen Originalversion kann ich leider nicht ziehen. Jedoch würde ich allen ein Probeschnuppern empfehlen, die warme, süße und cremige Düfte mit zurückhaltender Würze mögen.
Haltbarkeit und Sillage sind schlichtweg bombastisch, weshalb ich hier jeder und jedem zur maßvollen Dosierung raten würde.
Aktualisiert am 21.06.2025, 14:44 Uhr



Moschus
Neroli Absolue
Orangenblüte
Weihrauch
Zedernholz
rosa Pfeffer
hdm25
DANA17





































