Maître Parfumeur et Gantier

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Maître Parfumeur et Gantier ist nicht nur ein Parfumhaus, sondern hat auch eine eigene Kollektion edler Handschuhe (franz. gants). Die Verbindung dieser beiden Kunsthandwerke... Weiterlesen
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Wissenswertes

Maître Parfumeur et Gantier ist nicht nur ein Parfumhaus, sondern hat auch eine eigene Kollektion edler Handschuhe (franz. gants). Die Verbindung dieser beiden Kunsthandwerke kann als Brücke in die Vergangenheit angesehen werden, zu den Wurzeln der heutigen Parfümeurskunst: Handschuhe wurden ursprünglich parfümiert, um den Gerbgeruch zu überdecken.

Über Karl VIII (französischer König des 15. Jhdt.), ist überliefert, dass er mit Veilchen parfümierte Handschuhe erhielt. Urkunden des 17. Jhdt. dokumentieren den Handel von mit aromatischen Ölen, Moschus, Amber und Zibet parfümierten Handschuhen durch Pariser „gantiers parfumeurs“. Auch das Parfumhaus Rancé 1795 hatte bereits zwei Jahrhunderte lang parfümierte Handschuhe für die französische Aristokratie in Grasse hergestellt, bevor es sich auf Parfums konzentrierte und Hoflieferant Napoleons wurde.

Im frühen 17. Jhdt. vergab der französische König den Titel „Maître Gantier Parfumeur“ an diejenigen, die die Tradition des Parfümierens von Handschuhen in Vollendung beherrschten. Dieser Tradition verpflichtet sieht sich Maître Parfumeur et Gantier.

Gegründet wurde das Haus im Jahre 1989 von Jean Laporte, der mit L’ Artisan Parfumeur 1976 gewissermaßen die Nische „erfand“: L’ Artisan Parfumeur war die erste international erfolgreiche Parfummarke, die bewusst und betont abseits der großen Labels eigene, explizit künstlerische Wege ging und das Firmenprofil darauf aufbaute.

Jean-Paul Millet Lage übernahm das Label vom Gründer Jean Laporte... und auch dessen Handwerk: er war 4 Jahre lang zunächst Lehrling, danach Co-Kreateur. Millet Lage erlernte die Parfümerie nach seiner vormaligen Banker-Karriere bis zu dem Punkt, wo er eigene Visionen verfolgen wollte. Als Jean Laporte 1997 das Label verließ, übernahm er es als alleiniger Chef voll Idealismus und Engagement. Sein eigener künstlerischer Weg ist von dem geprägt, was er von seinem Lehrer lernte: konsequente und individuelle olfaktorische Kunst ohne Rücksicht auf den Markt oder kurzlebige Trends – und unter Rückbesinnung auf das französische Kunsthandwerk der Parfümerie.
Recherchiert und verfasst von RoninRonin