Homeros 2020 Parfum

Homeros (Parfum) von Ensar Oud / Oriscent
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8.8 / 10 63 Bewertungen
Homeros (Parfum) ist ein beliebtes limitiertes Parfum von Ensar Oud / Oriscent für Damen und Herren und erschien im Jahr 2020. Der Duft ist holzig-würzig. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Die Produktion wurde offenbar eingestellt.
Limitierte Edition
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Duftrichtung

Holzig
Würzig
Animalisch
Ledrig
Harzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
Weiße SchmuckzypresseWeiße Schmuckzypresse BibergeilBibergeil ZedernholzZedernholz ZibetZibet AmbraAmbra BergamotteBergamotte
Herznote Herznote
OrangenblüteOrangenblüte JohannisbeereJohannisbeere SafranSafran HolunderblüteHolunderblüte MimoseMimose OsmanthusOsmanthus persische Rosepersische Rose
Basisnote Basisnote
EichenholzEichenholz Papua-OudPapua-Oud Borneo-OudBorneo-Oud weiße Ambraweiße Ambra OudOud PatchouliPatchouli SandelholzSandelholz TabakTabak HirschmoschusHirschmoschus KakaoKakao TolubalsamTolubalsam
Bewertungen
Duft
8.863 Bewertungen
Haltbarkeit
8.962 Bewertungen
Sillage
8.362 Bewertungen
Flakon
8.555 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.637 Bewertungen
Eingetragen von mehreren Usern, letzte Aktualisierung am 21.03.2024.

Rezensionen

2 ausführliche Duftbeschreibungen
4
Preis
9
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
7.5
Duft
Lauser93

557 Rezensionen
Lauser93
Lauser93
3  
Ui und nochmal einer, den ich nicht furchtbar finde :D
Vielen lieben Dank an Nick für die Abfüllung vom Homeros Parfum :-) Das ist tasächlich meine zweite Rezension an diesem Tag eines Duftes aus dem Hause Ensar Oud, den ich nicht als untragbar oder gar schlimm empfinde. Das ist ein echt spannendes Düftchen. Die Haltbarkeit ist mit mehr als 12 Stunden stark und auch die Sillage ist vor allem am Anfang recht mächtig.

Die Kopfnote startet zunächst sehr animalisch dank Bibergeil und einer sich anpirschenden Zibetkatze. Danach duftet es spannenderweise grün, kräuterig und harzig nach Zypressen, Thymian, Heu und grünem Tee. Kurzzeig schwingt hier auch noch eine Zitrik mit. Die Herznote bietet eine gewisse Rauchigkeit, welche recht dunkel, herb und kühl rüber kommt. Dazu gesellt sich ein Hauch von Eukalyptus, Safran als auch Menthol. Die in der Duft Pyramide angegebenen Blumen kann ich höchstens erahnen. Die Basis duftet erdig, holzig, orientalisch sowie ledrig nach Oud mit etwas Tabak. Dazu gesellt sich eine dunkle, klebrige als auch balsamische Süße von Labdanum, Tolubalsam und etwas Kakaobohnen.

Der Duft ist wirklich nicht schlecht gemacht und durchaus spannend. Für meine Gefilde ist das vielleicht dann doch am Ende etwas zu opulent aber einen Testversuch auf jeden Fall wert.
6 Antworten
2
Preis
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8.5
Duft
NuiWhakakore

96 Rezensionen
NuiWhakakore
NuiWhakakore
Top Rezension 29  
Das Ideal?
Mungo schlägt sich durch den Dschungel. Seine Machete ist wie die natürliche Verlängerung seines Arms, das monotone auf und ab der Schläge gleicht seinem Herzschlag. Wenn er aufhört zu schlagen, aufhört sich zu bewegen, wird dann auch sein Herz aufhören zu schlagen? Gedanken, die dem Fieber entspringen. Gedanken, die es zu bannen gilt.

Er ist alleine, als einziger von seiner Expedition übrig. Alle anderen sind weg, tot oder desertiert. Oder vielleicht haben sie sich auch einfach aufgelöst, sind zu Dschungel geworden, zu Erde, zu Lehm. Das erstere ist entschuldbar, es gibt hier viele Möglichkeiten zu sterben. Kleine und große, giftige und hungrige, ein falscher Schritt, der Pfeil eines Eingeborenen und natürlich das Fieber, das früher oder später alle heimsucht. Desertieren allerdings ist nicht entschuldbar, es ist Verrat am König und noch schlimmer, an der Wissenschaft. Und sich einfach aufzulösen? Die Gedanken schweifen schon wieder ab, das Fieber brennt hell.

Aber er ist nah, er fühlt es. Dieser Hügel ist sein Ziel. Die Hinweise der Eingeborenen waren eindeutig, erkauft mit seinem Kompass. Aber er ist am Ziel, er braucht in nicht mehr. Das Dickicht wird lichter, je höher er kommt. Und dann sieht er ihn, dort oben steht er, der heilige Baum. Er ist genau so, wie ihn die Bücher beschreiben, das Ideal eines Baumes. Tief in seinem fiebrigen Hirn ist ihm klar, dass es das Ideal in dieser Welt nicht geben kann, aber hier und jetzt erscheint er ihm so.

Sein Traum ist Wirklichkeit geworden. Er geht auf ihn zu, streckt zaghaft die Hand aus und berührt den Stamm. Seine Hand spürt kaum einen Widerstand, fährt direkt durch das Holz. Morsch, faulig, von Pilzen zerfressen, der Traum wird zum Alptraum. Jetzt erkennt er seinen Irrtum, der Fieberschleier lüftet sich kurz und er sinkt vor dem toten Baum in sich zusammen. In seinem Elend wird ihm nur langsam bewusst, dass ihn ein unbeschreiblicher Duft umgibt. Frisch und würzig, nach trockenem Holz und dem Leder der Tiere.

Und während er hinabsinkt umschließt ihn eine warme Geborgenheit und er kommt zur Ruhe auf einem weichen Bett aus Erde und Blättern. Und er meint Tropfen zu spüren. Wie Regen der auf die Blätter trommelt und auf seine Haut. Es ist wie Musik.

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Homeros ist ein sehr dichter Duft und wie auf der Homepage von Ensar teilweise richtig angemerkt wird, ist es „kein Parfüm, bei dem man die Kopfnoten entfernt, um die Herznote freizulegen“. Teilweise, weil Homeros für mich durchaus eine deutliche Kopfnote und eine Basis hat, nur das dazwischen verschwimmt etwas.

Es startet relativ frisch mit Bergamotte und eher hellem, trockenem Holz. Wobei die Frische eher von den Hölzern kommt, als von der Bergamotte. Von der kommt eher die dunkelgrüne, leicht bittere Schale zu Geltung. Gleichzeitig sind aber auch sofort recht dunkle, harzige, animalische und würzige Noten erkennbar. Etwas leicht cremiges schwingt mit und derbes Leder. Das ist richtig stark und das nicht nur im Sinne von gut (was Geschmackssache ist), sondern im Sinne von präsent, raumfüllend. Es kommen noch florale und fruchtige Noten dazu, die aber absolut untergeordnet sind und die würzig-holzig-harzig-animalische Mischung maximal etwas sanfter machen. In diesem Sinne würde ich auch nicht von einer Herznote sprechen, da der Duft über Stunden so verharrt, lediglich die frischen Noten verabschieden sich.

Erst zur Basis hin tut sich wieder mehr in der Duftentwicklung. Es wird erdig und lehmig, was wohl dem Oud zuzuschreiben ist und teilweise vielleicht auch dem Patch. Patch und Tabak sorgen für ein dunkelgrüne Note. Und in meiner Nase kommt noch mal eine scharf-frische Note an, als würde das Zibet noch mal Gas geben. Die Animalik wird durch einen guten Schuß Moschus ohnehin noch mal deutlicher, wobei der Moschus hier dezent süß, warm und menschelnd nah rüber kommt. Überhaupt empfinde ich die Animalik im gesamten Duftverlauf als sehr ausgeprägt, allerdings niemals zu viel oder gar abweisend.

Homeros ist ein sehr hochwertiges, animalisches Oud, das ich als absolut tragbar empfinde. Ob es in Platons Sinn das Ideal eines Oud-Dufts ist, wage ich nicht zu beurteilen, jedenfalls danke ich Floyd für die Möglichkeit, diesen Duft kennenzulernen.

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Historischer Hinweis und eine Anekdote:

Historie: Die kleine Geschichte ober bezieht sich auf Mungo Park, einem Schottischen Entdecker und Abenteurer, der in seinen Lebzeiten nie in Asien war, sondern sich der Erforschung Afrikas und dort speziell des Verlaufs des Nigers verschrieben hat (unterhaltsam nachzulesen in Wassermusik von T. C. Boyle). Er steht nur stellvertretend für eine mittlerweile ausgestorbene Spezies von Menschen, die sich, völlig ahnungslos auf Gott vertrauend und unbefleckt von Zweifeln an der eigenen Überlegenheit, in aberwitzige Abenteuer gestürzt haben, um die weißen Flecken der Landkarten mit etwas Farbe zu füllen. Das ist heute kaum mehr vorstellbar, auch weil es keine weißen Flecken auf der Karte mehr gibt.

Anekdote: während meines Tests von Homeros kam nach ca. 4 Stunden meine Frau ins Zimmer und meinte, mein Laptop würde heiß laufen, etwas röche so komisch. Kurzzeitig kam beim Test mal ein leichtes Rauchgefühl auf, allerdings so dezent, dass ich es nicht erwähnenswert finde. Tragen dürfte ich den Duft zu Hause also wohl eher nicht, wodurch ich zumindest nicht in die Verlegenheit komme, mir über die Finanzierung Gedanken machen zu müssen...
49 Antworten

Statements

21 kurze Meinungen zum Parfum
Eggi37Eggi37 vor 1 Jahr
8
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8
Duft
Dunkle Nacht wie raues Leder
Biber heult Zitrusmond an
Wal im balsam. Salzmeer raucht bitter-grünen Tabak
Trockenes Kakao-Ufer aus Adlerholz
36 Antworten
FloydFloyd vor 3 Jahren
7
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Ätherisch kühle Zypressennadeln
Leuchten am Himmel zitrusstrahlend
Leder schleicht
Durch rauchenden Lehm
Wenn wir durch Höhlen Ithakas gehn
26 Antworten
JonezJonez vor 11 Monaten
9
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
10
Duft
Zypresse im Zitruswind
Zibetkätzchen mit Lederpfoten
ätherische Blümchen
trocken-rauchige Oud's
salzig-staubige Ambra
im Schatten der Nacht
37 Antworten
SchoeibksrSchoeibksr vor 11 Monaten
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Im balsamisch-süßen Rauch-Rausch
auf dem mit Leder bedeckten Holztisch
schnurrt das Kätzchen ganz leise
mit halboffenen Augen auf Schoki
22 Antworten
ChizzaChizza vor 3 Jahren
8
Flakon
7.5
Duft
Eindrucksvoll rauchig, sehr würzig, florales, trockenes Oud spielt eine wichtige Rolle, staubig-animalisch, orange bemerkbar. Spannend!
13 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Bilder

4 Parfumfotos der Community

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