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Mikaylas Blog
vor 10 Monaten - 04.11.2024
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Maßgeschneiderte Parfums aus der Maschine

Maßgeschneiderte Parfums aus der Maschine

Stell dir vor, dein individuelles Parfum wird nicht mehr von einem Parfumeur, sondern von einer Maschine kreiert. In der Wiener Parfümerie Cosmotheca ist dies bereits Realität.

Die Revolution der Künstlichen Intelligenz macht vor kaum etwas halt – auch nicht vor der Welt der Düfte. Selbst Bereiche, die einst nur den erfahrensten Parfumeuren vorbehalten waren, werden nun von KI durchdrungen. In der Wiener Parfümerie Cosmotheca in der Wollzeile 17 wird mithilfe von Künstlicher Intelligenz individuelle Parfumherstellung neu gedacht. Der „Duft-Roboter“ der Firma Algorithmic Perfumery nutzt persönliche Daten, um schnell und präzise maßgeschneiderte Duftkreationen zu entwickeln - ohne die Hilfe menschlicher Parfumeure.

KI-Revolution: Wenn die Grenzen zwischen Mensch und Maschine immer weiter verschwimmen
Die Macht der Algorithmen: KI revolutioniert immer mehr Lebensbereiche

Wie funktioniert der „Duft-Roboter“?

Damit die KI ein Parfum kreieren kann, müssen die Kunden zunächst einen Fragebogen auf ihrem Smartphone ausfüllen. Dieser zielt weniger auf klassische Duftvorlieben ab, sondern konzentriert sich auf persönliche Eigenschaften und Charakterzüge. So werden auch ungewöhnlichere und abstraktere Fragen gestellt, etwa welche Farbe die eigene Persönlichkeit am besten widerspiegelt oder in welchem Umfeld man aufgewachsen ist.

Um nun anhand der Daten ein maßgeschneidertes Parfum zu erstellen, arbeiten drei Systeme der KI in Hand: Das erste System ist für die Komposition verantwortlich und verwendet 46 Duftbausteine (Akkorde), die aus fünf bis acht Inhaltsstoffen bestehen. Durch maschinelles Lernen versteht das System, wie diese Akkorde zu neuen Duftkompositionen kombiniert werden können und erkennt, welche Kombinationen harmonisch sind. Das zweite System analysiert die Kundendaten und erstellt ein individuelles Profil, während das dritte System dieses Profil verwendet, um in Kombination mit der Maschine einen einzigartigen Duft zu mischen.

Für 45 Euro erhält der Kunde dann drei unterschiedliche Düfte, die jeweils auf seine Persönlichkeit abgestimmt sind. Jedes Parfum ist mit einem individuellen Code versehen, so dass der Favorit jederzeit nachbestellt oder angepasst werden kann. So lernt die Maschine ständig dazu und verfeinert die Kreation immer weiter nach den persönlichen Vorlieben.

Aik Sargsian, Gründer von Cosmotheca, sieht in dieser KI-Technologie eine bahnbrechende Innovation. In einem Artikel von Heute beschreibt er sie als einen „absoluten Gamechanger“, der die Parfumindustrie auf den Kopf stellen könnte.

Unser Ziel ist es, dass die Persönlichkeit des Kunden im Mittelpunkt steht. Anstatt sich nach den Düften der gängigen Luxusmarken zu richten, kann man bei uns seinem Charakter einen individuellen Geruch verleihen.

Aik Sargsian (Quelle: heute.at)

Parfumkreation per Smartphone: Der persönlicher Duft beginnt mit einem Fragebogen
Parfumkreation per Smartphone: Der persönlicher Duft beginnt mit einem Fragebogen
Algorithmen steuern den gesamten Kreationsprozess, von der Analyse der Kundenprofile bis hin zur finalen Duftmischung
Algorithmen steuern den gesamten Kreationsprozess, von der Analyse der Kundenprofile bis hin zur finalen Duftmischung
Die Maschine nutzt 46 unterschiedliche Duftakkorde, bestehend aus einer Kombination von jeweils fünf bis acht ausgewählten Inhaltsstoffen
Die Maschine nutzt 46 unterschiedliche Duftakkorde, bestehend aus einer Kombination von jeweils fünf bis acht ausgewählten Inhaltsstoffen 
Am Ende erhält der Kunde drei individuell kreierte Düfte, abgestimmt auf seine persönlichen Vorlieben
Am Ende erhält der Kunde drei individuell kreierte Düfte, abgestimmt auf seine persönlichen Vorlieben

Algorithmic Perfumery: Wer steckt dahinter?

Hinter der Technologie steht das niederländische Unternehmen EveryHuman: Algorithmic Perfumery, das von Frederik Duerinck gegründet wurde. Die Idee kam ihm bereits 2017, als er gemeinsam mit International Flavor and Fragrances an einer Kunstausstellung in New York arbeitete. Thema der Ausstellung war die Zukunft des multisensorischen Designs und die Frage, wie die Parfumerie neu gedacht und verändert werden kann.

Während der Arbeit an einem Ausstellungsstück, bei dem ein Musiker computergenerierte Klänge einsetzte und ein Parfumeur den kreativen Prozess steuerte, fragte er sich: Was wäre, wenn man mit Hilfe der Technik maßgeschneiderte Düfte kreieren könnte - und die Menschen dabei sogar live zuschauen könnten? Noch während der Ausstellung begann er darüber nachzudenken, wie viel Geld er für sein Projekt benötigen würde. Kurz darauf kündigte er seinen Job und präsentierte Algorithmic Perfumery im Jahr 2018 in den USA.

Frederik Duerinck, Gründer von Algorithmic Perfumery
Frederik Duerinck - der Gründer von Algorithmic Perfumery

Neben der Parfümerie in Wien ist der „Duft-Roboter“ der Firma bereits an mehreren anderen Standorten zu finden, unter anderem im Living Lab in Breda, dem Hauptsitz des Unternehmens in den Niederlanden. Auch im Museum of the Future in Dubai und in London auf der berühmten Oxford Street - hier in Kooperation mit The Fragrance Shop - ist die Technologie vertreten.

Während viele die Innovation begrüßen, gibt es auch kritische Stimmen, die befürchten, dass KI das Handwerk der Parfumherstellung entmenschlichen könnte. Frederik Duerinck glaubt jedoch an das große Potenzial dieser Technologie. In einem Interview mit dem Center for Data Innovation erklärt er: 

Bei der „Algorithmic Perfumery“ geht es darum, Menschen zu befähigen, einzigartige Düfte zu kreieren, die eine tiefe Wirkung haben. Ich finde es faszinierend, dass KI uns helfen kann, Dinge zu kreieren, die echte emotionale Reaktionen hervorrufen, und uns als Spezies herausfordert, zu hinterfragen, was es bedeutet, emotional berührt zu werden.

Frederik Duerinck 

Duerinck ist davon überzeugt, dass jeder Mensch intuitiv weiß, welcher Duft am besten zu ihm passt. Deshalb sieht er seine Mission darin, die Kunst der Parfumherstellung für jedermann zugänglich zu machen und den Menschen die Möglichkeit zu geben, selbst kreativ zu werden und zu experimentieren.

Der „Duft-Roboter“ in Dubai
Der „Duft-Roboter“ im „Museum of the Future“ in Dubai

KI-Einsatz in der Parfumbranche: Ein globaler Trend

In der Welt der Düfte ist der Einfluss der Künstlichen Intelligenz längst spürbar. Große Player wie Symrise, Firmenich und IFF setzen seit Jahren auf intelligente Technologien, um ihre Parfumeure bei der Entwicklung neuer, bahnbrechender Duftkreationen zu unterstützen.

Symrise nahm eine Vorreiterrolle ein, als das Unternehmen gemeinsam mit IBM Research das KI-System Philyra auf den Markt brachte: Philyra analysiert umfangreiche Daten bestehender Duftformeln, Inhaltsstoffe und Markttrends, um innovative und marktorientierte Duftkombinationen vorzuschlagen. 2019 nutzte der Parfumeur David Apel die Technologie, um für das brasilianische Label O Boticário die Düfte „Egeo ON Me“ und „Egeo ON You“ zu kreieren - ein Beispiel dafür, wie Technologie und Kunst in der Parfumerie immer mehr verschmelzen.

„Egeo ON Me' von O Boticário, ein von KI entwickeltes Parfum
„Egeo ON Me" von O Boticário, ein von KI entwickeltes Parfum

Im Jahr 2022 wurde eine neue Version von Philyra herausgebracht, die stärker auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Diese kann Düfte mit nachhaltigeren Inhaltsstoffen kreieren oder bestehende Rezepturen umweltfreundlicher gestalten - was in Zeiten von Rohstoffknappheit und steigendem Umweltbewusstsein Gold wert ist. Bislang wurde KI also in erster Linie zur Unterstützung der Parfumeure eingesetzt, nicht um sie zu ersetzen.

Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, wie KI bei der Parfumentwicklung eingesetzt wird, kann ich euch diesen Beitrag auf Parfumo empfehlen. 

Bedroht KI die traditionelle Parfumkunst?

Der Einsatz von KI in der Parfumerie bringt viele Vorteile mit sich. Prozesse, die früher Monate oder Jahre dauerten, können heute in wenigen Stunden oder Tagen umgesetzt werden. Dank neuester Technologien können Unternehmen nicht nur schnell auf Trends reagieren, sondern auch aus über 3.500 Rohstoffen präzise Duftkompositionen kreieren - eine Fähigkeit, die traditionell den rund 2.000 Parfumeuren weltweit vorbehalten war.

Das Herzstück der Parfumeurkunst: Handwerklich erstellte Duftessenzen auf Blotterstreifen
Das Herzstück der Parfumeurkunst: Duftessenzen auf Blotterstreifen

Doch eine zentrale Frage bleibt: Parfumeure schöpfen aus einem reichen Fundus an Erinnerungen, Intuition und jahrzehntelanger Erfahrung, um Düfte zu kreieren, die Menschen tief berühren können. Mit ihrer Leidenschaft schaffen sie die unsichtbare Verbindung zwischen Duft und Gefühl. Maschinen mögen zwar mit unzähligen Daten und Algorithmen arbeiten, doch können sie wirklich das feine Gespür und die emotionale Tiefe eines Parfumeurs ersetzen, der mit Hingabe an einem Duft arbeitet?

Was denkst du? Ist der „Duft-Roboter“ ein revolutionärer Schritt oder eher eine Gefahr für das traditionelle Handwerk? Würdest du dir ein Parfum von einer KI kreieren lassen?

Bildquellen: Von Ayala Sender from Vancouver, BC, Canada, Canada - Scent Strips, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3091084; https://pixabay.com

81 Antworten
BsecomBsecom vor 9 Monaten
naja, ob das mal so toll wird...
SchnieringoSchnieringo vor 10 Monaten
Was KI alles ermöglicht ist echt erschreckend und beeindruckend zugleich
LeonsLeons vor 10 Monaten
Entsetzliche Entwicklung, ganz furchtbar.
DenisbombaDenisbomba vor 10 Monaten
1
Sehr Interessanter Artikel!
EvilLyn79EvilLyn79 vor 10 Monaten
2
Der Artikel liest sich wirklich interessant, danke dafür!
Ich würde jedoch wahrscheinlich Abstand dazu nehmen und es nicht ausprobieren. Warum? Weil meine Duftentscheidung schon immer von vielen Faktoren abhängt. Stimmung, Geldbeutel ( :D ) Jahreszeit etc. und ich würde mich ehrlich gesagt nicht auf so eine künstliche Intelligenz verlassen, mir einen Duft zu kreieren, der genau in dem Moment einfach auch passt wie die Faust auf´s Auge. Da bleib ich doch lieber dabei, in eine Parfumerie zu gehen, zu schnüffeln, eine Weile rauszugehen, nochmal zu schnüffeln und mich dann zu entscheiden. Oder auch nicht.
ChnokfirChnokfir vor 10 Monaten
13
Mir würde es für den Anfang schon mal reichen, könnte die KI aus den bestehenden, verfügbaren Rohstoffen alte, vom Markt genommene oder reformulierte Düfte wieder 1:1 nachbauen.
WalkerWalker vor 10 Monaten
3
Klingt nach einem netten Experiment / Späßchen, würd ich mir aus Neugier tatsächlich gerne mal anschauen!
Fände es aber cooler wenn das nicht nur ein „KI“ Roboter wäre (Anführungszeichen deshalb weil KI in diesem Kontext einfach nur heißt finde den Mittelwert und das Ergebnis einfach nur die generischste Antwort mit der höchsten Wahrscheinlichkeit ist),
sondern da auch ein bisschen Zufall und Unvorhersehbarkeit mit reinprogrammiert worden wäre. So als „Charakter“ Faktor ☺️
ElAttarineElAttarine vor 10 Monaten
6
Ich weiß nicht, ob ich möchte, dass Unternehmen "schnell auf Trends reagieren" bzw. immer noch schneller...
FranzuschekFranzuschek vor 10 Monaten
9
Also ich war gerade in dem Gschäftl und hab das getestet. Ist ganz witzig. Zuerst muß man so einen Persönlichkeitstest ausfüllen und seine Präferenzen an Düften angeben. Innerhalb von 5 Minuten füllen dann Roboterarme 3 Düfte a 5ml ab. Kosten dafür sind 45€ und man kann noch 2 der Düfte nachträglich modifizieren. Die Düfte find ich tatsächlich tragbar bis interessant. Nur werde ich weiterhin unseren geliebten Parfumeuren treu bleiben. Die Recherche, die Suche, die Flakons, das Warten auf einen Duft und ähnliche Faktoren ergeben einfach eine wertvollere Verbindung und so eine KI Maschine kann mir dieses Duftabenteuer nicht ersetzen.
Also eine nette Alternative mit Unterhaltungswert. Der Shop hat aber auch sehr gute andere Produkte wie Seifen von Santa Maria und Floid...
GauletteGaulette vor 10 Monaten
1
Wie ist denn das Resultat auf der Haut? Dass es gut riecht, glaube ich gerne. Aber: ich finde es immer spannend herauszufinden, welches parfum tatsächlich so mit meiner Haut verschmilzt, dass ich mich damit dann irgendwie vollkommen und wohl fühle. Ich weiss nicht, wie ich es anders beschreiben soll.
PreciousPrecious vor 10 Monaten
2
Jenseits aller berechtigten KI Kritik/Skepsis, mag das ganz spaßig und spannend sein.
Aber diese Düfte werden niemals so anerkannt sein wie legendäre oder angesagte Luxusmarken. Die meisten Menschen orientieren sich an Werbung und möchten einen bekannten, berühmten Duft erwerben, weil sie sich damit geschmacklich auf der sicheren Seite fühlen. Ihnen steht gar nicht der Sinn nach maßgeschneiderten individuellen Parfüms.
SeejungfrauSeejungfrau vor 10 Monaten
1
Innerhalb von 5 Minuten,okay. Danke für den Livetest. 😊
ClaudiaTimoClaudiaTimo vor 10 Monaten
Wo kann man sowas bestellen?
FranzuschekFranzuschek vor 10 Monaten
1
Über die Homepage von
everyhuman.com
Locke83Locke83 vor 10 Monaten
Muss ich dann leider testen 😎.
TargaryenAyTargaryenAy vor 10 Monaten
2
Habe mir auch 3 davon im Museum Of Future Dubai mischen lassen, wirklich faszinierend und die Düfte sind auch mega.
Die nutzen dort die selbe Maschine
JayJacobsJayJacobs vor 10 Monaten
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Der Mensch schafft sich selbst ab 😄 vielleicht ist es besser so, aber darüber kann man philosophieren.
FranzuschekFranzuschek vor 10 Monaten
1
na da werde ich Heute mal hinfahren....
FraujuliaFraujulia vor 10 Monaten
3
Würde ich definitiv ausprobieren, wenn ich mal nach Wien kommen sollte. Ob es funktioniert, Seele hat etc. , darüber kann ich mir erst ein Urteil bilden, nachdem ich es ausprobiert habe.
Apropos Seele: Wo ist denn die Seele in Düften wie Erba Pura, um nur ein willkürlich ausgewähltes Beispiel zu nennen? Klar, die alten Chanels, Guerlains Patous etc. haben sie, die große Mehrheit der heute verkauften Parfums riechen einfach nur mehr oder weniger gut.
PoesiefannyPoesiefanny vor 10 Monaten
Ja, das ist eben der Unterschied. Hat ein Meister Sinn für ein Gesamtkunstwerk oder nicht ?
In Tibet gibt es Mönchkloster, in denen nur alte Mönche kochen dürfen, weil sie mit Liebe kochen. Das finde ich sehr aufschlussreich.
DUSTomDUSTom vor 10 Monaten
4
Alles verliert seine Seele…, nun auch die Parfumherstellung.
DanielBuettnDanielBuettn vor 10 Monaten
4
Der Artikel ist super geschrieben. Hut ab. Mir ist nicht langweilig geworden. Und ich lese überhaupt nicht gerne Bücher. In den Kommentaren siehst Du schön wie das Thema «K.I.» polarisiert. Die Meinungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Wir würden wahrscheinlich alle erschrecken, wenn wir erfahren, dass unser Stamm-Parfumhaus künstliche Intelligenz bei seiner Kreation eingesetzt hat und unser Lieblings-Parfumeur nur noch seinen Namen für das Marketing hergegeben hat. Ich bin gespannt was die Zukunft bringt und überlege mir das mal auszuprobieren mit den € 45,- für drei persönliche Düfte.
ScorpioScorpio vor 10 Monaten
2
OK. Könntest du mir bitte einen Duft kreieren, der dem meiner geliebten Berlin von Joop ähnelt? Bisher hat KEIN Dupe-Haus das auch nur annähernd erreicht, egal ob im günstigen oder hochpreisigen Bereich. Muss ja höchste Dufkunst sein
FraujuliaFraujulia vor 10 Monaten
1
und falls ja, könntest du mir eine Abfüllung machen 😄?
GandixGandix vor 10 Monaten
5
So wie beschrieben, und 3 Düfte zur Auswahl für 45 €?
Definitiv nicht. Das kann nur Aromachemicals sein. Mir würde zudem Seele, Feingefühl und menschliche Kreativität, Intuition fehlen. Zudem befürchte ich, würde der Markt noch mehr überflutet mit Düften, die man irgendwie schon kennt. Eine Maschine kann ja nur darauf aufbauen, was schon vorhanden ist. Ansonsten muss ein Mensch sie füttern. Was mir hingegen gefallen würde, wenn man es nutzt, um längst nicht mehr erhältliche Vintagedüfte originalgetreu nachzubauen. Aber ach... Geht ja nicht... Is ja dreiviertel verboten...
JonasWJonasW vor 10 Monaten
1
@Seejungfrau 5ml jeweils.
SeejungfrauSeejungfrau vor 10 Monaten
1
Wieviel ml sollen das eigentlich sein pro 15€ Bespoken Duft?
Sammler86Sammler86 vor 10 Monaten
4
Ist KI nicht schon seit mehreren Jahren bei mehreren Dufthäusern im Einsatz bei der Entwicklung neuer Düfte?
Ich denke das wird für den Massenmarkt der unausweichliche neue Standard. Die Nische wird am Ende wieder die menschlich kreierte Ware sein, die manuell nur in geringer Stückzahl produziert werden kann. Das spricht dann diejenigen an, die Wert auf das individuelle, kreative, künstlerische legen und wird preislich in einer anderen Liga spielen müssen.
SeejungfrauSeejungfrau vor 10 Monaten
4
https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/insight-innovation-parfuem-per-ki-geht-in-serienproduktion-wie-der-computer-das-riechen-lernt/28398446.html
https://www.symrise.com/de/newsroom/artikel/mit-kuenstlicher-intelligenz-ki-duft-neuland-betreten-ibm-research-und-symrise-entwickeln-gemeinsa/
AbscheBoAbscheBo vor 10 Monaten
6
Ich finde, man muss hier zwischen dem Instrument, der "Duftorgel", als Synthese-Roboter und dem Komponieren eines Parfums (in Analogie zu einem Musikstück) unterscheiden. Die darstellte Technik stellt zunächst mal das Instrument und wer will kann die KI als Komponisten benutzen oder eben selber komponieren. Das finde ich daran interessant. Man braucht doch gar nicht das KI-Interface um auf der Orgel zu spielen. Ich denke eher in der Richtung: "Liebe Synthesemaschine, Ich liebe meinen Habit Rouge, aber statt Jasmin wünsche ich mir Iris und statt Patchouli lieber eine weiche Tabaknote. Erstelle mir auf dieser Basis 3 Parfumvorschläge."
FraujuliaFraujulia vor 10 Monaten
Hätte ich sowas in der Stadt, ich glaube, ich würde da große Teile meiner Freizeit verbringen 😄
AbscheBoAbscheBo vor 10 Monaten
Es hindert einen keiner daran, auf Basis der ersten 3 Ergebnisse weiter zu verfeinern. Und meine Frage war ja nur ein Beispiel. Jeder hat seine persönliche Ausgangslage. So nahe war der mündige Verbraucher noch nie an einem maßgeschneiderten eigenen Duft. Was könnte man da Rezepte tauschen und untereinander vergleichen. Jeder sein eigener Kreativer, sein eigener Parfumeur. Und die KI liefert dazu die Basics der Branche, zum boosten und fixieren, zum mazerieren etc. und klar, die Akkorde. Der Parfüm-Baukasten für jeden. Leben nach eigener statt fremder Kreativität. Endlich wirklich einzigartige Düfte, denn die Ausgangsstoffe sind ja prinzipiell nicht limitiert. Kann man auch ein superteures Oud anbieten etc.
Naoh22Naoh22 vor 10 Monaten
Da wärs dann wesentlich interessanter, wenn Vorschläge rauskommen, die man weiter modifiziert usw.
Aktuell schmeißt das leider ein paar Listen an Ingredienzen aus, nachdem es ziemlich beliebige Fragen und einen halben Persönlichkeitstest vermischt hat. KI als Unterstützung in Kreativprozessen, um Ideen zu generieren die man dann ausbaut und verfeinert, da ist Potenzial.
XyzXyzXyzXyz vor 10 Monaten
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Hm. Auf Jeden finde ich jeglichen Einsatz von KI in sämtlichen künstlerischen und kunsthandwerklichen Bereichen schonmal äußerst bedenklich, vorsichtig gesagt. Allerdings ist das maßgeschneiderte Parfüm via KI technisch gesehen nicht ganz so weit weg von dem oberen Stockwerk des Sensoria in Holzminden, wo man sich in der Etage über dem Duftmuseum ein individuelles Duftwässerchen zusammenbrauen (lassen) kann.
Ein Fazit: Für Spielchen und solche Gimmicks ist das Prinzip ganz ok. Aber in tatsächlich künstlerischen bzw kunsthandwerklichen Bereichen - von Tätowieren über Literatur bis hin zur Parfümkunst - hat KI nichts verloren, und gehört gesetzlich eingeschränkt. Sonst kann die Menschheit von von Bio-Lebensformen stammender Kunst bald nur noch träumen.
Schlimm genug, dass die Überentwicklung der Technik sowas wie Deepfakes möglich gemacht hat, da muss man das nicht noch in solchen Bereichen auf die Spitze treiben.
XyzXyzXyzXyz vor 10 Monaten
1
Es war nie die Rede von dem/der Künstler:in, nur vom unersetzlichen Menschheitsschatz Kunst. Versteh mich recht, viele Künste h a s s e ich regelrecht: Viele Musikrichtungen, moderne Malerei… Aber ich würde sie jederzeit mit Klauen&Zähnen verteidigen, weil.
AbscheBoAbscheBo vor 10 Monaten
Hmm, warum soll der Beruf Künstler eine Sonderstellung unter allen Berufen haben?
Sam62Sam62 vor 10 Monaten
4
Das wäre interessant, wenn KI die Komposition eines Duftes erkennen und diesen durch kleine Veränderung nach den Wünschen des Kunden personalisieren könnte :))
UntermWertUntermWert vor 10 Monaten
12
Erinnert ein wenig an Zeitschriften-Horoskope und -Psychotests. Für vieles gibt es mittlerweile Apps…. Vielleicht bin ich schon zu alt oder lehne mich zu weit aus dem Fenster, wenn ich vermute, dass vieles zwar funktioniert, m.E. den menschlichen Kontakt aber nicht ersetzt. Hinzu kommen Erfahrung, Persönlichkeit und interaktionelle Besonderheiten. Die kann man vielleicht simulieren, aber ich glaube, dass die Authentizität auf der Strecke bleibt und dass man das auch „merkt“. Leider entwickelt sich vieles in diese Richtung.
Ich zitiere Jochen Malmsheimer:
„Früher war nicht alles besser. Aber früher war vieles gut - und das wäre es auch heute noch, hätte man die Finger davon gelassen.“ (Das Wurstbrot)
CypriolCypriol vor 10 Monaten
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Es hat schonmal nicht funktioniert und wird auch dieses Mal ein Flopp. Maschinen können rechnen aber nicht fühlen. Das ist ein reines Marketing Programm.
1Marvelous1Marvelous vor 10 Monaten
Neugierig wäre ich auf jeden Fall und würde das auch gern ausprobieren was KI für mich errechnet. Ich denke aber auch das man die Meister der Parfum Kunst nicht weglassen kann erst die geben dem Ganzen doch die Seele. Ich sehe das selbst in meinem Arbeitsumfeld, KI ist nützlich aber man erkennt selbst da schon dessen Handschrift und die Persönlichkeit die ein Mensch in die Arbeit rein steckt fehlt. Für den Twist und weitere Entwicklung - KI - ja / als Ersatz zur großen Kunst - nein.
Spannendes Thema.
AbscheBoAbscheBo vor 10 Monaten
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Das ist ja cool. Ein Synthese- Roboter. Da schlägt mein Chemiker-Herz höher. Der Weg zum individuellen Duft, so offen wie nie zuvor. Ich plane sowas zur Zeit mit einem menschlichen Parfumeur. Aber die KI-Variante interessiert mich auch. Das werde ich bestimmt verfolgen.
PoesiefannyPoesiefanny vor 10 Monaten
3
Die KI bedroht leider die gesamte Kunst. Was nutzt es noch, wenn jemand besonders gut malen, komponieren, schreiben oder Parfum kreiren kann, wenn die Maschine es mindestens ebenso gut macht ? Wozu in die Schule gehen, wenn Dein PC für Dich Deine perfekte Abiarbeit schreibt? Er kann dann auch gleich Dein restliches Leben lang für Dich einspringen ... ich finde das ungemein deprimierend, wie der Mensch sich selbst ersetzt. Sogar Stimmen können perfekt imitiert werden, so daß man vermutlich auch darauf hereinfällt. Pfui Teufel. - Das Einzige, was ich gut in der KI finde, sind perfekte OPs und tolle Prothesen sowie andere Hilfen in der Medizin für diejenigen, die das unbedingt brauchen. Da ist diese Erfindung zu etwas nütze.
Fresh21Fresh21 vor 10 Monaten
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Ich sehe auch Nachteile der KI, bin aber auf der anderen Seite offen für die ein oder andere Anwendung. Auf lange Sicht gebe ich dir aber Recht. Die KI wird derartig unser Leben durchwirken, dass wir es später kaum mehr bewusst wahrnehmen und meinen, nur noch die Vorteile zu genießen - genau wie wir Unmengen asiatischer Billigprodukte kauf(t)en, ohne jahrzehntelang ausreichend die Folgen zu bedenken.
PoesiefannyPoesiefanny vor 10 Monaten
Dann kann die Maschine aber doch auch nur Emotionen simulieren ... magst Du jemanden, der Dir Emotionen vorspielt ? Außer im Theater natürlich, da gehört das ja auch hin ;-) Da kommen wir zum philosophischen Begriff der Seele ...
Eric03Eric03 vor 10 Monaten
1
Du hast wahrscheinlich mit allem recht, andererseits kann man sich auch vorstellen, dass wenn die KI alles macht, menschliche Kunst noch begehrter wird!
Klar eine KI kann es auch machen, aber die Gefühle, Gedanken und Ideen die ein Mensch da einfließen lässt wird eine KI wenn überhaupt erst schaffen wenn sie so etwas wie Emotionen entwickeln kann…
DasarDasar vor 10 Monaten
1
Vielen Dank für die Vorstellung. Ich bin gespannt was da ankommt. Bisher hat mich KI in vielen Bereichen positiv überrascht!!
ParfumineParfumine vor 10 Monaten
3
Das wird sich bestimmt weiter entwickeln. Eine Rückentwicklung in Technologien gibt es nicht. Mich treibt nur die Frage um, wieviel davon braucht die Menschheit und wieviel davon ist gut und nützlich. Aber das kann man auf viele Bereiche ausweiten. Ich möchte bitte weiterhin menschliche Parfumeure. Die KI kann sie unterstützen, aber am Ende des Tages möchte ich keinen reinen Roboterduft.
TaurusTaurus vor 10 Monaten
Es gab noch vor einigen Jahren eine Art System in einigen wenigen Parfümerien, bei dem man seine Lieblingsfarbe u. ä. Vorlieben angeben konnte um ein Parfüm zu erstellen. Die Fragen waren sehr begrenzt sowie die zur Verfügung stehenden Duftnoten, wobei es einmal eine Version gab, die Parfums direkt in der Parfümerie erstellte oder eine erweiterte Version, die das Ergebnis verschickt hat.
War wohl nicht gerade sehr erfolgreich und beruhte auf ein Programm und nicht auf eine KI. Aber mit der KI für Düfte werden spannende Zeiten eingeläutet, genau wie in Foto, Film und Musik, wenn es um die eigentlich kreativen Prozesse geht. Mal schauen, wie sich das noch weiter entwickelt.
ParfumineParfumine vor 10 Monaten
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Danke @KerstinKerko, für den Link. Ich hab's aus Neugier auch mal ausprobiert.
Ist ziemlicher Quark rausgekommen, der meilenweit von meinen Duftvorlieben entfernt ist.
Duftmischung 1 ist dominiert von Bergamotte, der Roboter meint, ich möge Chypre. Das Gegenteil ist der Fall. 🫤
Duftmischung 2 ist sehr holzig, mag ich auch nicht. 🙄
Duftmischung 3 ist tuberosenlastig, na danke. Wozu habe ich angegeben, daß es nicht blumig sein soll... 😶
Mein persönliches Fazit: Braucht kein Mensch. Die Fragen, die da teilweise gestellt wurden, haben meiner Meinung nach oft nichts mit meinen Duftvorlieben zu tun. Ich lese gern, o.k., und was hat das mit meinen Duftvorlieben zu tun? 🤔 Und stimmt, man kann nur Rose und Oud ausschließen. Völlig unausgereift, diese Abfrage. Da reizt es mich gar nicht, an den Ergebnissen zu schnuppern.
ChocolococoChocolococo vor 10 Monaten
Deinen Erfahrungsbericht finde ich sehr hilfreich, danke 🙂!
FuliduFulidu vor 10 Monaten
2
Sehr spannend, habe das Set mal geordert (Versand nach DE kostet allerdings 8 €). Werde berichten, sobald die Düfte angekommen sind :)
DuftessenzDuftessenz vor 10 Monaten
5
KI ist leider kein Segen. Schon die Entwickler der KI äußern sich mittlerweile negativ und warnen davor. Zu diesem speziellen Thema, ist das keine Option für mich. Natürlich wird es zur Gefahr für das traditionelle Handwerk und nicht nur in dieser Sparte.
Elisa1000Elisa1000 vor 10 Monaten
8
Eine neue Datensammelkrake...
"Für die Personalisierung Ihres Parfüms verwenden wir die von Ihnen bereitgestellten Informationen zu Alter, Geschlecht, Stadt, Beruf und einer Vielzahl persönlicher Vorlieben und Eigenschaften zu Lebensstil, Geschmack, Mode, Kulinarik, Sport usw.,"
GandixGandix vor 10 Monaten
2
Wie Düfte nach Sternzeichen... Da steht bei mir immer genau so Zeug, was ich gar nicht mag 😅
SeejungfrauSeejungfrau vor 10 Monaten
6
"Für 45 Euro erhält der Kunde dann drei unterschiedliche Düfte, die jeweils auf seine Persönlichkeit abgestimmt sind."
Drei "Bespoken" für 45€ plus Informationen über meine Interessen,Beruf,Lebensstil?😅😆 NEIN.
Keine Fragen über bevorzugte Duftpräferenzen : irgendwie spooky.
Auszug Impressum : https://www.everyhuman.com/nl/de/privacy-notice
"Für die algorithmischen Parfümdienste sammeln wir Informationen über Alter, Geschlecht, Stadt, Beruf und eine breite Palette von persönlichen Lebensstil, Geschmack, Mode, Koch, Sport usw. Vorlieben und Eigenschaften."
Elisa1000Elisa1000 vor 10 Monaten
Dankeschön für den interessanten Bericht!
KerstinKerkoKerstinKerko vor 10 Monaten
4
Sooo... ich habe die Abfrage mal getestet. Erstes Manko aus meiner Sicht: bei den Lieblingsbeschäftigungen sind meine schon garnicht dabei...
Am Ende wurden mir 3 "Duftkreationen" vorgeschlagen und die Zusammensetzung kann man sich gleich anschauen... ach herrje... 😂🙈 In allen Dreien hat die KI weißen Moschus gekippt - mag ich nicht! Und in zweien zusätzlich noch meinen Endgegner Vanille...
Das lass ich lieber sein... 😂
Elisa1000Elisa1000 vor 10 Monaten
4
So I kann die K nicht sein, wenn sie nicht weiß, dass KerstinKerko-Profile Moschus und Vanille nicht mögen... 😂
Fresh21Fresh21 vor 10 Monaten
1
Danke dir
KerstinKerkoKerstinKerko vor 10 Monaten
1
Ich werde da mit den "Schiebereglern" mal noch ein bisschen spielen... vielleicht bekomme ich den Moschus und die Vanille mit irgendeinem Regler weg... 😂
KerstinKerkoKerstinKerko vor 10 Monaten
1
Nur Rose + Oud wurde gezielt abgefragt... 😂🤔
KerstinKerkoKerstinKerko vor 10 Monaten
2
Also nach Lieblingsparfums wurde nicht gefragt.
Es wurde abgefragt, ob der Duft frisch, süß, holzig e.t.c. sein soll. Aber spezielle Duftnoten ausschließen konnte man nicht.
Den "Test" kann man online machen und dauert 5-10 Minuten. Allerdings muss man sich mit Name + Email registrieren.
Hier der Link:
https://www.everyhuman.com/nl/de/locations/breda-living-lab
Fresh21Fresh21 vor 10 Monaten
1
Interessant... danke fürs antesten und teilen. Wurde denn nicht abgefragt, welche deine (z.B. 5) aktuellen Lieblingsdüfte und/oder präferierten Duftnoten sind? Wobei letzteres vielleicht nur was für Parfumos/Kenner wäre und nicht vorausgesetzt werden kann 😁
Fresh21Fresh21 vor 10 Monaten
2
Och, so als Ergänzung fänd ich das ganz ok. Habe eine recht einseitige Duftvorliebe und stehe auf wenig Komplexität und lineare Duftverläufe, was für eine KI wohl kein größeres Problem sein dürfte. Würde mich zumindest mal interessieren, was dabei rauskommt, doch wahrscheinlich wäre es mit den drei Parfums dann auch vorbei😁. Zudem haben für mich auch ein paar Düfte etwas sehr Vertrautes, wie eine Seele, und deren Ursprung möchte ich mir nur in einem Parfumeur ausmalen... unerheblich ob das heute noch so ist oder nicht;)
MartialScentMartialScent vor 10 Monaten
1
Es gibt solche und solche Düfte. Was ich glaube was eine KI mit Sicherheit gut umsetzen kann sind Düfte die einfach nur gut riechen aber keine Seele habe. Wäre für mich z.B das meiste was man im üblichen Designer Bereich findet.
Was eine KI aber niemals umsetzten können wird sind Erinnerungen, denn gerade die Parfüms welche an einen besonderen Moment in unserem Gedächtnis geknüpft sind, habe meist den größten nachhaltigen Eindruck. Solange Maschinen noch nicht unser Gedächtnis auslesen können, und selbst wenn Sie es könnten, glaube ich nicht das Sie ohne die Fähigkeit Emotionen zu fühlen den entscheidenden Unterschied verstehen würden.
KerstinKerkoKerstinKerko vor 10 Monaten
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Einerseits finde ich es gruselig, was KI heute schon kann und leistet. Andererseits sehe ich in der KI auch große Chancen. Es ist ja immer die Frage, wie man das einsetzt... 🤷🏼‍♀️
Ich finde das Konzept auf jeden Fall zumindest "interessant" und ich glaube, ich würde das tatsächlich mal ausprobieren... Ich bin ja nun nicht "einfach" durch das, was ich alles nicht mag... ob die KI das hin bekommt?
Wenn ich bei Parfümerie-Seiten e.t.c. die Profile ausgefüllt habe, kam selten ein brauchbarer Vorschlag dabei raus.
Die Neugier und der Spaß wären mir glaube ich 45,- € wert.
Und man kann hinterher ja auch einzelne Noten ändern lassen, wenn es gut, aber noch nicht perfekt war.
Warum nicht probieren? 🤷🏼‍♀️
Nose3uddyNose3uddy vor 10 Monaten
3
Uiuiui, KI... nach Parfumo.de Logik ist das ja seelenlos. Farben werden aber z.B. seit Jahren von Robotern gemischt. Es ist auch witzig, dass aktuell bei vielen Leuten das Interesse für Düfte, Bilder und Musik auf 0 sinkt, sobald sie mitbekommen, dass KI im Spiel sei. Bei Chatbots und Software hingegen wird KI begrüsst. In fünf bis zehn Jahren ist KI sowas von normal wie heute Sensoren, die das Licht einschalten oder die Kochplatte temperieren. Don't Panic :-)
UntermWertUntermWert vor 10 Monaten
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Naja, wie überall im Leben macht es schon einen Unterschied, ob pragmatische Abläufe automatisiert werden oder eben kreative Prozesse.
SummerNightsSummerNights vor 10 Monaten
1
Grauenhaft, Maschine ersetzt Mensch. Mit A.I kann man mich triggern...ich bin ein Kind der 90er, ich brauche A.I nicht...auch nicht in meinem Parfüm. Ich möchte in einem Duft die "Handschrift" eines Chris Maurice, oder Jaques Belletrud oder Quentin Bisch oder Olivier Pescheux...
FlummiesDuftFlummiesDuft vor 10 Monaten
Einen Schritt können Parfumeure der KI immer voraus sein: Bei der Nutzung eines neuen Duftstoffes. Die KI variiert ihre vorgegebenen Duftstoffe bzw. Akkorde, kann aber keine neuen kreieren.
Das bedeutet aber auch, dass sich der Parfumeur nicht nur von Symrise & Co. beliefern lassen darf.
FlummiesDuftFlummiesDuft vor 10 Monaten
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Wer sich einmal mit KI-generierten Bildern befasst hat, hat einen Eindruck davon, was die KI zu leisten imstande ist. Auch in der Musik weiß die KI, was beim Menschen harmonisch und interessant ankommt. Ich behaupte: Düfte sind da weitaus einfacher, als Bilder (in denen man Fehler sofort erkennt).
Ich finde das total spannend, denn irgenwo werden sich Menschen (auch Parfumeure) immer in gewissen (gewohnten) Bahnen bewegen. Möglicherweise bringt die KI neuen Wind in die Kreation von Düften. Wie oft hat man auf Parfumo schon die Beschwerde gelesen, dass kaum wirklich "Neues" auf den Markt kommt?
Ich will damit nicht behaupten, dass das Konzept bereits funktioniert. Aber ein Entwicklungsschritt ist getan.
Und ich denke nicht, dass Parfumeure um ihrer Job bangen müssen. Manche kaufen bei Ikea maschinelle Massenware, andere gehen zum Tischler. Das wird auch so bleiben.
AlliageAlliage vor 10 Monaten
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Düfte sind da einfacher? Ich glaube, wenn das mit den Düften so einfach wäre, wären nicht so viele hier auf Parfumo. Da wird doch hauptsächlich jeder glücklichmachende Duftakzent gefeiert??? Und da geht es meistens sogar nur um Nuancen. So empfinde ich es jedenfalls
SeejungfrauSeejungfrau vor 10 Monaten
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Das meiste was in Europas Parfümerien zu bekommen ist duftet sowieso schon wie KI generiert.[siehe Marketing]
Das Tool spart eine Menge Arbeit.Dürfte sich in Zukunft durchsetzen.Ob nun ein Mensch an der Karussellbase dreht oder eine Maschine macht kaum noch Unterschied.
Probieren würde ich schonmal,einfach aus Interesse.Mal ehrlich - wer glaubt noch an traditionelle Herstellung im mittelpreisigen Nischen - Segment?
MrtangiersMrtangiers vor 10 Monaten
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Kann ich dir nur zustimmen. Allerdings glaube ich, dass immer noch mehr als genug Leute sich einen Parfümeur im Nischensegment vorstellen wie noch im 19.Jh.
Da wird im Marketing immer noch viel Handarbeit und Kunsthandwerk verkauft, drinnen ist aber Massenware die von der KI nicht mehr zu unterscheiden sind.
SummerNightsSummerNights vor 10 Monaten
Auf jeden Fall werden die Ingredients minderwertiger und die Preise aber parallel dazu teurer. Ich glaube die beste Zeit für Parfüm ist vorbei. 2010-2020 war so die geile Phase...
BizzlBizzl vor 10 Monaten
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Betrachte ich meine Lieblingsdüfte, hätte ich mir die meisten wohl nie geholt, müsste ich sie im Vorhinein beschreiben.
Duftprofile im Vorfeld festlegen zu müssen, erachte ich als eher schwierig. Ich will mich durchriechen und von den Düften, die ich nicht auf dem Schirm habe überrascht werden. Daher käme dieses Konzept hier für mich weniger in Frage
Naoh22Naoh22 vor 10 Monaten
Liest sich jetzt so, als solle man sich durch eine Reihe von 45€-Experimenten durchprobieren, damit eine KI versuchen kann rauszufinden was einem gefallen könnte. Wenn man dafür jetzt die gesamte Parfümindustrie abschaffen würde, hätte das vielleicht einen Sinn. So geh ich doch lieber in den Laden und finde einfach so raus, was mir gefällt. Oder gehe für das gleiche Geld durch sehr viele Proben.
Naoh22Naoh22 vor 10 Monaten
@FlummiesDuft nur funktioniert halt eine KI so nicht, die hat ja keine Ausgangsdaten über mich, die belastbar stark mit meinen Vorlieben korrelieren. Genau dieser Ansatz, dass man ja von der Allgemeinheit auf die einzelne Person schließen will, ist ja vollkommen sinnlos. Das Teil bräuchte ja Massendaten über mich und das geht nur indem ich viele Varianten bekomme und dann sagen kann, welche mir gefallen. Und das ist teuer. Daher sehe ich da keinen Vorteil gegenüber dem einfachen Durchprobieren in Geschäften.
FlummiesDuftFlummiesDuft vor 10 Monaten
Ich denke, das ist anders zu verstehen. Man bekommt 3 Düfte, die bereits passen sollten. Wenn man dann einen Duft (der 3) nachbestellt, bekommt das System dieses Feedback, was am besten gefallen hat - und lernt dadurch weiter. Nicht speziell für dich, sondern generell.
PollitaPollita vor 10 Monaten
2
Das kann ich mir nicht vorstellen, dass der Roboter Düfte nach meinem Geschmack kreieren könnte. So oft, wie mir nach dem Ausfüllen von Fragebögen Düfte vorgeschlagen werden, die ich so gar nicht mag. Kann aber auch daran liegen, dass ich da sehr picky bin (Stichwort Huhn :)). Bei einem breiter gefächerten Duftgeschmack kann so etwas vielleicht wirklich funktionieren.
AlliageAlliage vor 10 Monaten
10
Gruselig. Maßgeschneidert muss ja auch nicht unbedingt gefallen ... was weiß schon die KI, welcher Duftstoff mich in welcher Lebenslage wie triggert? Das weiß ich doch selber oft nicht🙈😄 Ich bin da raus und probiere fleißig weiter...

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