
NeonNoir
7 Rezensionen

NeonNoir
Sehr hilfreiche Rezension
9
Evolution? Hybridisierung? Oder einfach die Verlinkung zweier Welten?
Ein Duft, welcher im ersten Moment schwer zu greifen ist.
Die Evolution findet und geht eben manchmal ihre ganz eigenen Wege.
Verbindet dieser Duft doch teils hochwertige natürliche Inhaltsstoffe alter Tradition mit synthetischen Hilfsstoffen aus neuzeitlicher Moderne.
Und genau das war wohl auch die Intension des Parfümeurs, Jahrzehnte der Erfahrungen in Verwendung und Benutzung unterschiedlichster Ingredienzien, möglichst sinnvoll miteinander zu vereinen.
Entstanden ist ein Duft, welcher irgendwie Etwas aus beiden Welten mitbringt und in seiner offenbarenden Erscheinungsform wohl gleichermaßen abschrecken, als auch begeistern kann.
Bereits zu Beginn verströmt der Duft eine kraftvolle Aura aus vorrangig trockener Wärme mit leichter Würze. Zedernholz ist hier präsent und verbindet sich mitsamt trockenholzigen, eher hell wirkend, leicht süßlichem Oud und weichem Harzbalsam, zu einer beinahe ätherisch anmutenden Verbindung. Laut MGO kommt hier unter anderem ein 40 Jahre altes kambodschanisches Oud zum Einsatz. "Dreckige" oder gar animalische Noten seitens Oud, sucht man hier definitiv vergebens. Ja, ein fast schon "sauberes" Oud. Eher subtil schwingt im Hintergrund eine schwach rosige Note mit. Sehr weich und unaufdringlich mit vielleicht minimaler Fruchtsüße.
Im weiteren Verlauf offenbart sich ein gedämmter, leicht pfeffriger Rauch, bis hin zu stellenweise erdigen und sogar grünen Facetten. Innerhalb der Holznoten ist auch eine Prise Sandelholz zu erkennen, welche den Duft etwas rundet und den harzigen Balsam cremiger werden lässt. Außerdem ist eine trockene, cumarinartige Note erkennbar, ja vielleicht sogar etwas Vanille, ohne den Duft wirklich süß werden zu lassen. Ein feinheller Hauch aus sanften Blüten gibt zusätzlich etwas Weichheit, ohne dabei floral abzudriften.
Aber natürlich ist auch die eingangs erwähnte synthetische Präsenz, bestehend aus Sylvamber-Staub und Ambroxschleiern nicht zu verbergen. Je nach persönlicher Tagesform tritt dieser "Anteil" mehr oder weniger stark in den Fokus und für mich völlig tolerabel und meiner Meinung nach gut und sinnvoll eingebunden, ohne zu schroff hervorzustechen. Dennoch könnte es hier und da, durchaus die ein oder andere "Naturnase" überfordern.
Zeitgleich sind aber auch die schemenhaften Umrisse eines Moschustiers, im dichten Nebelschleier erkennbar. Zwar zeigt es sich vorerst nicht immer klar, dennoch kann man seine Anwesenheit regelrecht spüren. Irgendwo trabt es stets an der Seite umher. Verteilt bedächtig seine erdende Ruhe, schnauft mit lauwarmen Atem und trägt in seinen Hufabdrücken, die feinwürzigen Aromen aus den Himalaya-Gebirgszügen. Im späteren DD lichtet sich der "Synthesenebel" mehr und mehr und ein süßlich-animalischer Moschus wird immer greifbarer. Wunderschön!
Mithilfe dieser tragenden Rolle, der synthetischen Helferlein, ist es dem Duft jedoch auch möglich, seine Projektion und Sillage deutlich zu intensivieren, wohingegen vergleichbare Duftkreationen relativ schnell körpernah werden können. Alles hat eben seinen Preis...
Insgesamt handelt es sich also um einen hell-projizierenden Duft mit süßharziger Balsamnote im Mittelpunkt, leicht würzig und cremig-weich abgestimmt, sowie trockenholzig umhüllt.
So kontrovers der Duft für mache auch sein mag. So speziell und einzigartig ist er eben auch in dem was er ist und darstellen möchte. Evolution kennt sichtlich keine Grenzen und lässt sich nicht ohne Weiteres aufhalten. Manchmal ist dafür auch etwas Mut und Risikobereitschaft erforderlich. Und genau das hat MGO hier definitiv bewiesen und somit seinen spannenden, nicht unwesentlichen Beitrag, zur Evolutionsgeschichte unserer Duftwelt, geleistet.
Die Evolution findet und geht eben manchmal ihre ganz eigenen Wege.
Verbindet dieser Duft doch teils hochwertige natürliche Inhaltsstoffe alter Tradition mit synthetischen Hilfsstoffen aus neuzeitlicher Moderne.
Und genau das war wohl auch die Intension des Parfümeurs, Jahrzehnte der Erfahrungen in Verwendung und Benutzung unterschiedlichster Ingredienzien, möglichst sinnvoll miteinander zu vereinen.
Entstanden ist ein Duft, welcher irgendwie Etwas aus beiden Welten mitbringt und in seiner offenbarenden Erscheinungsform wohl gleichermaßen abschrecken, als auch begeistern kann.
Bereits zu Beginn verströmt der Duft eine kraftvolle Aura aus vorrangig trockener Wärme mit leichter Würze. Zedernholz ist hier präsent und verbindet sich mitsamt trockenholzigen, eher hell wirkend, leicht süßlichem Oud und weichem Harzbalsam, zu einer beinahe ätherisch anmutenden Verbindung. Laut MGO kommt hier unter anderem ein 40 Jahre altes kambodschanisches Oud zum Einsatz. "Dreckige" oder gar animalische Noten seitens Oud, sucht man hier definitiv vergebens. Ja, ein fast schon "sauberes" Oud. Eher subtil schwingt im Hintergrund eine schwach rosige Note mit. Sehr weich und unaufdringlich mit vielleicht minimaler Fruchtsüße.
Im weiteren Verlauf offenbart sich ein gedämmter, leicht pfeffriger Rauch, bis hin zu stellenweise erdigen und sogar grünen Facetten. Innerhalb der Holznoten ist auch eine Prise Sandelholz zu erkennen, welche den Duft etwas rundet und den harzigen Balsam cremiger werden lässt. Außerdem ist eine trockene, cumarinartige Note erkennbar, ja vielleicht sogar etwas Vanille, ohne den Duft wirklich süß werden zu lassen. Ein feinheller Hauch aus sanften Blüten gibt zusätzlich etwas Weichheit, ohne dabei floral abzudriften.
Aber natürlich ist auch die eingangs erwähnte synthetische Präsenz, bestehend aus Sylvamber-Staub und Ambroxschleiern nicht zu verbergen. Je nach persönlicher Tagesform tritt dieser "Anteil" mehr oder weniger stark in den Fokus und für mich völlig tolerabel und meiner Meinung nach gut und sinnvoll eingebunden, ohne zu schroff hervorzustechen. Dennoch könnte es hier und da, durchaus die ein oder andere "Naturnase" überfordern.
Zeitgleich sind aber auch die schemenhaften Umrisse eines Moschustiers, im dichten Nebelschleier erkennbar. Zwar zeigt es sich vorerst nicht immer klar, dennoch kann man seine Anwesenheit regelrecht spüren. Irgendwo trabt es stets an der Seite umher. Verteilt bedächtig seine erdende Ruhe, schnauft mit lauwarmen Atem und trägt in seinen Hufabdrücken, die feinwürzigen Aromen aus den Himalaya-Gebirgszügen. Im späteren DD lichtet sich der "Synthesenebel" mehr und mehr und ein süßlich-animalischer Moschus wird immer greifbarer. Wunderschön!
Mithilfe dieser tragenden Rolle, der synthetischen Helferlein, ist es dem Duft jedoch auch möglich, seine Projektion und Sillage deutlich zu intensivieren, wohingegen vergleichbare Duftkreationen relativ schnell körpernah werden können. Alles hat eben seinen Preis...
Insgesamt handelt es sich also um einen hell-projizierenden Duft mit süßharziger Balsamnote im Mittelpunkt, leicht würzig und cremig-weich abgestimmt, sowie trockenholzig umhüllt.
So kontrovers der Duft für mache auch sein mag. So speziell und einzigartig ist er eben auch in dem was er ist und darstellen möchte. Evolution kennt sichtlich keine Grenzen und lässt sich nicht ohne Weiteres aufhalten. Manchmal ist dafür auch etwas Mut und Risikobereitschaft erforderlich. Und genau das hat MGO hier definitiv bewiesen und somit seinen spannenden, nicht unwesentlichen Beitrag, zur Evolutionsgeschichte unserer Duftwelt, geleistet.
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