Als kleiner Fan des
Club Black Eau de Toilette war die Neugier auf die EDP-Version natürlich groß.
Ist es nur eine leichte Variation des Originals oder ein komplett neuer Duft?
Hier ist meine Einschätzung.
Das Opening ist dem EDT sehr ähnlich: eine herrlich vertraute, süße, leicht cremige und pudrige Vanille, die auch schon den Vorgänger so beliebt gemacht hat.
Doch die Entwicklung ist überraschend.
Ziemlich schnell wird der Duft würzig und harzig.
Für meine Nase kommt Elemiharz und fast gleichzeitig Myrrhe sehr prominent zum Vorschein.
Dadurch wird der Duft orientalisch, was ihn deutlich vom EDT abhebt.
Im weiteren Verlauf bleiben die Kopfnoten zwar erhalten, aber der Duft wird zusätzlich sehr holzig.
Auch das ist ein markanter Unterschied zum EDT.
Gegen Ende wird die Vanille zwar wieder präsenter, bleibt aber leider von den dominanten Myrrhe- und Holznoten begleitet.
Während das EDT etwas süßer ist, wirkt das EDP durch die Holzigkeit maskuliner und reifer.
Persönlich bevorzuge ich das EDT, da es für meine Nase einfach angenehmer ist.
Wer aber holzige und harzige Noten mit einer leichteren Süße mag, wird das EDP schätzen.
Die Performance ist ähnlich wie beim EDT.
Die Haltbarkeit ist exzellent, die Sillage empfinde ich als moderat, kein Screamer, aber auch kein laues Lüftchen.
Während ich das EDT als unisex betrachten würde, ist das EDP für mich eher ein reiner Männerduft (M80%/20%W).
Fazit:
Das EDP konnte mich leider nicht überzeugen.
Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, doch die starke Dominanz der Myrrhe und der holzigen Noten hat mich enttäuscht.
Letztlich bevorzuge ich die sanftere, vanilligere Seite des Originals.