Tropic of Capricorn von Olympic Orchids Artisan Perfumes
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8.0 / 10 62 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Olympic Orchids Artisan Perfumes für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2013. Der Duft ist animalisch-fruchtig. Es wird noch produziert. Der Name bedeutet „Wendekreis des Steinbocks”.
Vergleich
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Duftrichtung

Animalisch
Fruchtig
Blumig
Holzig
Süß

Duftnoten

HyraceumHyraceum MangoMango TuberoseTuberose AmbraAmbra FrangipaniFrangipani MagnolieMagnolie OsmanthusOsmanthus Bourbon-VanilleBourbon-Vanille JasminJasmin neukaledonisches Sandelholzneukaledonisches Sandelholz BenzoeBenzoe Maile

Parfümeur

Bewertungen
Duft
8.062 Bewertungen
Haltbarkeit
8.049 Bewertungen
Sillage
7.249 Bewertungen
Flakon
6.653 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.519 Bewertungen
Eingetragen von Apicius, letzte Aktualisierung am 14.07.2025.

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Rezensionen

4 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Marieposa

89 Rezensionen
Marieposa
Marieposa
Top Rezension 43  
Am Wendekreis des Steinbocks
„Und jetzt verschwinde und lass dich hier so schnell nicht mehr blicken, du schäbige Klippenratte!“, polterte der Steinbock schnaubend, als er mit preschenden Hufen aus vollem Galopp abbremste und unmittelbar vor dem Eingang seiner Höhle zum Stehen kam.
Ich rollte mit den Augen. Das kleine braune Nagetier war längst hinter die Felsen gewuselt. Außerdem wusste ich genau, dass es nur wenig Sinn hatte, etwas zu sagen, wenn er in dieser Laune war.
„Da muss sich ja keiner wundern, wenn die Mangos faulig werden! Und du brauchst hier gar nicht so zu tun, als hättest du nichts bemerkt. Da liegen schon wieder diese Kötel vor der Haustür, außerdem hat jemand in den Mulch gepieselt.“
Hätte ich nicht geahnt, was als Nächstes kommen würde, hätte mir das irre Leuchten in seinen gelben Augen beinahe Angst einjagen können. Doch so unterdrücke ich ein spöttisches Lächeln und sagte so ernst wie möglich: „Ist schon gut. Ich sehe gleich nach, ob die Mangos angeknabbert sind“, machte aber keine Anstalten aufzustehen, sondern lehnte den Kopf seelenruhig an den Berg aus Tuberosen.
Der Steinbock erhob sich auf die Hinterhufe, griff nach einem Besen, der am Höhleneingang lehnte, und begann, mit manischer Besessenheit zu fegen, während ich aus dem Augenwinkel beobachtete, wie sich ein plüschiges Gesichtchen mit Knopfaugen und schwarz glänzender Schnauze hinter den in der prallen Sonne zu einem Turm aufgeschichteten Mangos hervorschob.
Vielleicht wurde der Schliefer langsam, aber sicher wirklich ein bisschen unverschämt.
Ich seufzte und fügte eine Handvoll angewelkte Tuberosenblüten zu einem Strauß zusammen. Dann machte ich ein paar verwegene Schritte auf den Steinbock zu, nahm ihm den Besen aus der Hand und presste zwei Finger mit sanftem Druck auf diese Stelle zwischen seinen Augen. Seine Nüstern begannen sanft zu zittern und er reckte die ledrigen Lippen nach den Tuberosen, die ich ein wenig mit dem Besenstiel gequetscht hatte.
„Weißt du, wenn sich die Nacht über den Urwald senkt und die Flughunde in den Frangipanibäumen singen, wird all das hier keine so große Rolle mehr spielen.“
Meine Worte verfehlten ihre Wirkung nicht und der Steinbock knuffte mich leicht, als er versuchte, seinen Kopf mit den mahlenden Kiefern in meine Armbeuge zu schmiegen. Ich dagegen tastete unvermittelt nach meinem Ohr, um zu überprüfen, ob die rote Champakablüte darüber noch an Ort und Stelle saß.
„Wenn du willst, darfst du Henry zu mir sagen“, nuschelte der Steinbock verlegen. Und ich seufzte ein zweites Mal.
Du bist echt schräg, Henry, dachte ich, aber ich mag dich.

**

Dr. Ellen Covey ist Neurobiologin und hat eine Professur am psychologischen Institut der University of Washington inne, außerdem hat sie sich der professionellen Zucht von Orchideen verschrieben und stellt in Handarbeit unter dem Motto „extraordinary perfumes for extraordinary people“ Düfte aus größtenteils natürlichen Rohstoffen her, was meiner Meinung nach bei aller Vielseitigkeit ihres Spektrums eigentlich nichts anderes ist, als die logisch konsequente Verbindung ihrer Interessensgebiete.
Außergewöhnlich sind Ellen Covey Düfte, die ich bisher kennenlernen durfte, übrigens durch die Bank – und Tropic of Capricorn bildet da als Fruity-Floral der besonderen Art keine Ausnahme: Eine schwüle Mischung aus Tuberose, Frangipani und Champaka setzt neue Standards für die Bezeichnung „indolisch“, während überreife Mango und Hyraceum recht unverklärt für tropische Akzente sorgen.
Meine Liebe zu matschiger Mango und versteinerten Klippschlieferköteln ist normalerweise etwas unterentwickelt, aber zusammen mit der Wucht der Blüten entfaltet sich hier eine völlig surreale, aber schier unwiderstehliche Mischung, der ich mich nicht entziehen kann und will. Im Verlauf wird der Duft milder, aber nicht unbedingt zahmer. Osmanthus steuert ledrige Facetten bei und sorgt dafür, dass sich die animalischen Noten über den Verlauf potenzieren, bevor der Duft in einer köstlichen Sandel-Benzoe-Basis ausklingt.
Tropic of Capricorn ist kein Leisetreter und polarisiert heftig, weshalb sich sparsame Dosierung empfiehlt. Die Haltbarkeit ist nicht nur für einen Naturduft überdurchschnittlich.
34 Antworten
9
Duft
Amadea70

102 Rezensionen
Amadea70
Amadea70
Top Rezension 15  
Henry Miller's Straße ohne Teer
Bei der Recherche über den Namen des Dufts bin ich auf Henry Miller gestossen. Ein Typ, der viel rumgekommen ist, bekannt in der New Age Bewegung, interssiert an Nietzsche, orientierte sich in seiner Lebensweise an Buddha und Laotse, schrieb, malte und spielte auch Klavier. Eines seiner literarischen Werke hat den Namen Wendekreis des Steinbocks und enthielt teilweise autobiografische Passagen. Ich hab es mir grad bestellt, denn der Mann wusste zu leben, war fünfmal verheiratet, liebte das Leben, Essen und Sex. Alles Dinge, die Menschen antreiben und über die sie reden.........und er ist Steinbock.

Den Duft hätte er vielleicht nicht getragen, aber ich glaube, er hätte mal geschnuppert, weil er neugierig war. Weil er zu leben liebte, ein Genussmensch war und offen für alles Neue. Tropic of Capricorn ist nicht für jeden was, für manche schwer schön zu finden, wenn sie beim Start des Dufts schon kapitulieren, weil sie sagen äh, der riecht irgdenwie nach Kacke, ist ja total moderig, wer will so riechen oder sowas tragen wollen.........
TOC startet süß und fäkal. Hyrax ist das Exkrement des Klippschliefers oder Klippdachses (Procavia capensis) - danke Regina! Daher kommt wohl diese fäkale Note zu Beginn. Die Frucht zusammen mit fauligem Wasser von Blumen tut sein übriges und man braucht ein bisschen Geduld bis sich die volle Schönheit des Duftes entfaltet. Denn irgendwann steht man in einem Meer voller blühender Tuberosen, narkotisch, einnehmend und sehr sexy. Man will über den herfallen, der so verdammt verführerisch riecht.

Angefixt vom lieben Peter mit Top Shelf, über ein paar Tropfen Acaciosa in einem Tauschpaket, Black Tar, Bouquet de Palmyre, The Decay of the Angel, bin ich nun im Wendekreis des Steinbocks gelandet, den mir die liebe Regina geschenkt hat. Eine aufregende Reise, die der Nase viel abverlangt hat und meinen Dufthorizont wieder erweitert hat.

9 Antworten
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Chizza

359 Rezensionen
Chizza
Chizza
Top Rezension 33  
Tuberose in herb
Der Wendekreis des Steinbocks oder auch der südliche Wendekreis ist ein interessanter Name für ein Parfum. Die Länder, welche entweder ganz im Wendekreis des Steinbocks oder aber teilweise darin liegen, sind logischerweise eher südlich anzutreffen. Afrikanische Staaten zählen genau so wie Australien und Neuseeland dazu, ebenso Teile von Südamerika. Ohne auf die Noten zu schauen, empfinde ich die Namensgebung als passend denn wann immer ich an diesen Duft denke, so fallen mir tatsächlich tropische Süßspeisen ein, die ebenso aus Südamerika o.ä. Stammen könnten. Ich habe mir die Inhalte selbstredend im Nachgang angesehen, nicht alle, aber wenn ich neukaledonisches Sandelholz lese, dann erahne ich, dass hier mit Sinn und Verstand ausgewählt worden ist. Zur Erinnerung: Neukaledonien liegt bei Australien.

Jetzt habe ich wenig Ahnung, wie einzelne Blüten in Kombination riechen, das ist nicht mein Beritt. Ich nehme die knallige und vollmundige Tuberose wahr, welche für mich etwas gehemmt und dadurch verträglicher weilt. Mir kommt es so vor als würde sich die Frangipani in den Vordergrund drängen welche da als intensiv, fruchtig und cremig gilt. Ein bisschen muss ich an Pfirsichfruchtmilch denken. Dies hebt den betörenden Duft der Tuberose auf eine andere Ebene, für mich ein Stück weit eher für Männer tragbar. Hier spielt auch die Mango rein.

Jetzt schwingt tatsächlich Animalik mit was man nicht direkt mitbekommen mag. Eine wilde, tierische Note liegt unter dem Blütenwerk. Hyraceum, gerne als Ersatz für Moschus genutzt, löst dies olfaktorisch aus. Floral geht es nun mehr Richtung Jasmin, es wird gediegener. Benzoe, ich tippe auf Sumatra-Benzoe, steuert eine gewisse Pudrigkeit bei ohne aber feminin zu werden. Der Jasmin wirkt eher krautig denn süß. Dennoch kommt Tropic of Capricorn nicht gänzlich ohne aus, die Vanille mischt sich mit hinein, recht sinnlich und betörend aber nicht in der Hauptrolle. Sie bleibt bis zum Schluss.

Je weiter die Zeit voranschreitet umso deutlicher wird die Animalik ohne aber dominierend zu werden. Klasse gemacht! Gezähmtes Tier wenn einem nach nicht zu viel Tier ist quasi.
Im weiteren Verlauf wechseln sich die Inhalte immer mal wieder ab, mal ist die Tuberose obenauf, mal andere Bestandteile aber immerzu vom Hyraceum angehaucht. Wirklich gelungen, der Einsatz der Vanille trägt auch dazu bei. Sandelholz kann ich nicht einzeln ausmachen, wird wohl in der Tuberose aufgehen.

Ich kenne mich mit Düften wie diesem kaum aus aber ich vermute fast, dass das ein für Männer, die sonst keine floralen Düfte schätzen, wirklich tragbarer Duft ist, da es eher herb-fruchtig zugeht. Die Ingredienzen mögen teils exotischer sein, sind aber austariert. Partiell fühle ich mich für Sekunden an Jungle Jezebel erinnert aber eher im Grundtenor denn auf den Duft selbst bezogen.
23 Antworten
5
Flakon
5
Sillage
10
Haltbarkeit
7
Duft
Kats

1 Rezension
Kats
Kats
Top Rezension 10  
Rosinen, Tropen, Bullenstall
Ich mag animalische Noten und "Tropic of Capricorn" ist einer der wenigen Düfte, in denen Hyraceum verwendet wird. Schon allein das machte mich neugierig. Auf der Website von Olympic Orchids Artisan Perfumes wird das Parfum als eine impression einer Nacht in den Tropen beschrieben:

"The perfume creates the aura of a still, humid tropical night redolent with the scent of exuberant, blooming life, quick death, and the almost immediate rebirth that springs out of the dead flowers, something sensed at a level below conscious thought."

Animalisch, tropisch-schwül und übrigens zu 100% aus natürlichen Ingredienzien bestehend, das klang alles sehr aufregend. Also bestellte ich mir einen 4 ml Flakon und wartete gespannt.

Das Paket kam liebevoll verpackt und mit einer persönlichen Notiz von Ellen Covey an, das fand ich sehr nett. Natürlich folgte auch gleich der erste Test: Vorsichtig einen Tropfen auf ein Handgelenk gegeben und mit dem anderen verrieben.

Der erste Eindruck ist fruchtig. Dabei hat er aber nichts gemein mit dem fruchtig-frischen Aroma, welches in Düften mittlerweile so häufig ist. Nein, dunkel, überladen und schwer ist der Auftakt dieses Parfums. Interessanterweise war meine erste Assotiation nicht feuchtes, fast schon überreifes Obst sondern etwas ganz anderes: Ich war eindeutig an die trockene Süße von Trockenobst erinnert. Rosinen, getrocknete Bananenscheiben. Eben die Sorte, die man auch in Müsli findet.

Nach kurzer Zeit taucht dann auch die animalische Note auf. Und die muss man mögen. Dunkel und warm, aber eben auch eindeutig an Puma- oder auch Bullenstall erinnernd, ist sie sicher nicht für jedermann. Ich bin eigenartig fasziniert aber auch abgestoßen. Ich bin keinesfalls angeekelt, jedoch nicht sicher, ob ich so richen möchte.

Tropic of Capricorn ist faszinierend und sehr außergewöhnlich. Mit dem Tropen-Klische von sonnigen Stränden und Pina Colada hat er tatsächlich nichts zu tun. Tropic of Capricorn ist dunkel, animalisch und überladen, fast schon drückend. Wie ich bereits erwähnte nehme ich den Duft aber eher trocken als feucht und schwül da, weshalb ich die Müsli-Assoziation auch im weiteren Duftverlauf nicht verliere.

Die Haltbarkeit des Duftes ist sehr gut, auch nach einigen Stunden ist er noch deutlich wahrzunehmen. Er ist aber relativ gut abwaschbar. Die Silage bleibt dabei aber eher körpernah, was bei so einem drückend-überladenen Duft auch gut ist.

Ob ich den Duft behalten und wirklich tragen möchte, dass weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich aber eher nicht.
2 Antworten

Statements

20 kurze Meinungen zum Parfum
SeejungfrauSeejungfrau vor 4 Jahren
7
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Hast da südlich ne Fruchtfliege?
[Beton-Dschungel-Mango-Nacht]
Nö,Blühwahnköttel[Tuberose,errötend]
Ach so![Sinne vibrieren.Adern pulsieren]
33 Antworten
FloydFloyd vor 5 Jahren
7
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Im Sud von gärenden Früchten
Modern Blüten am Fels
Steinbock flüstert Geschichten
Schläft der Schliefer im Holz
9 Antworten
ShakingShaking vor 5 Jahren
7
Flakon
6
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Percy Fawcett - 10.6.1925
Haben uns hoffnungslos verirrt; nichts zu essen, nur Früchte; überall Blumen..
Augen im Unterholz...
Sie kommen...
11 Antworten
ChizzaChizza vor 5 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Erinnert mich in seiner quietschigen Blümelei stark an Jungle Jezebel; an Tuberose wurde nicht gespart. Auf schräge Weise gut!
11 Antworten
NeonNoirNeonNoir vor 6 Monaten
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Im schwülen Dickicht
exotischer Urwälder
reifen Mangos saftig
an herb-dunklen Holzästen,
erhellend umgeben von
narkotischer Blütenpracht.
23 Antworten
Weitere Statements

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