Burning Ben von Strangers Parfumerie
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7.8 / 10 70 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Strangers Parfumerie für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2018. Der Duft ist rauchig-würzig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.
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Duftrichtung

Rauchig
Würzig
Harzig
Holzig
Ledrig

Duftnoten

CognacCognac EspressoEspresso AmberAmber BienenwachsBienenwachs dunkle Schokoladedunkle Schokolade HaselnussHaselnuss Heu AbsolueHeu Absolue JavanolJavanol PatchouliPatchouli TabakTabak BibergeilBibergeil KirscheKirsche LabdanumLabdanum LederLeder PimentPiment TeerTeer verbrannter Gummiverbrannter Gummi PflaumePflaume SafranSafran WeihrauchWeihrauch

Parfümeur

Bewertungen
Duft
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Haltbarkeit
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Sillage
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Flakon
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Preis-Leistungs-Verhältnis
6.719 Bewertungen
Eingetragen von PanicRoom, letzte Aktualisierung am 18.03.2024.

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Rezensionen

3 ausführliche Duftbeschreibungen
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100 Rezensionen
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3  
Das Beste der Familienfeiern der 90er, 2000er und von heute…
Burning Ben war eine verdammt liebe Zugabe hier aus dem Souk. Der Künstler hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen durch Bat (2020) und Sloth , etwas geschwächt durch Rhinoceros (2020) , weil ich dessen Vorgänger so liebe.
Jene Neuinterpretation hat in meiner Nase aber genau das Störende, das auch der hier zu behandelnde Duft mit sich bringt. Eine glühend heiße Schärfe zum Auftakt. Beim Ben ist sie kurz, beim Rhino zerstörerisch.

Burning Ben startet auf meiner Haut mit schrillen Noten. Sie erinnern mich an die schmutzigen Aschenbecher auf den Familienfeiern in dubiosen, verrauchten Vereinshäusern in meiner Kindheit in den 90ern. Sie erinnern mich aber auch an die grenzenlosen Duftschwaden von Haarspray und Rasierwasser ebenjener Familienfeiern in meiner Jugend in den 2000ern.
Der Auftakt macht mir also schon mal olfaktorisch, wie auch historisch schwer zu schaffen. Zumal ich eine starke Abneigung gegen meine Familie habe. Zu oft wurde ich ungefragt abgeschlabbert und gedrückt und bei Wangenküsschen habe ich bis heute weder Lust, noch Ahnung, was, wie und wieso überhaupt.
Und dann ist da meine Tante aus Schlesien, die wir in meiner Kindheit besuchten. Im Hochsommer. Auf einem Bauernhof. Und diese Frau mit ihren bestimmt 100 Kilo Körpermasse und in ihrer geblümten Schürze greift mich, hebt mich hoch und ich habe heute noch ein Trauma von so viel weiblicher Oberweite.

Okay. Der opulente Auftakt dieses Parfums ist überstanden. Nachhaltig geprägt zwar aber dennoch. Danach wird es nicht unbedingt erfreulicher für mich. Die penetrante Kosmetikwolke wandelt sich in eine irgendwie nicht so recht rund werden wollende Melange aus dunkler Schokolade, verbranntem Kaffee und der abgeranzten (Kunst?)Ledercouch in der Rockerkneipe, deren Anziehungskraft selbst ich nie verstanden habe.

Mit viel Wohlwollen nehme ich auch noch etwas leicht nussiges wahr. Aber die restlichen Noten gehen einfach unter.
Wer den neuen Rhinoceros mag, ist hier sicher gut bedient. Ich werde hier nicht so recht warm… schade.
1 Antwort
8
Sillage
8
Haltbarkeit
3
Duft
SchatzSucher

107 Rezensionen
SchatzSucher
SchatzSucher
Top Rezension 31  
Soll ich oder soll ich nicht...
Einen Veriss schreiben, meine ich.
Ach was soll's, sage mir aber hinterher bitte keiner, ich hätte ihn/sie nicht gewarnt.
Denn ich möchte niemandem, dem dieser Duft gefällt, zu nahe treten. Aber wer mich kennt, weiß auch um meine Aufrichtigkeit bei Gefallen und Nichtgefallen.
Beim Burning Ben ist es leider mal wieder die zweite Option.

In dem wunderbaren und sehr informativen Kommentar von Maggy4u erfährt man die Geschichte, die hinter der Entwicklung des Duftes steckt.
Dafür gibt es definitiv meine größte Anerkennung.
Ich hätte nach dem Lesen der Duftpyramide, die eigentlich eine Aneinanderreihung von Fragmenten ist und nach einigem Kommentaren und Statements von Leuten, auf deren Urteil ich vertraue, gewarnt sein müssen. Dieser Duft ist nix für mich!
Steck deine Nase nicht da rein, du verbrennst sie dir! Das passierte dann tatsächlich im wahrsten Sinne.

Ich blende die Geschichte, die hinter diesem Duft steht, jetzt mal völlig aus und erfinde meine eigene dazu, künstlerische Freiheit.

Ich sehe einen Raum vor mir, doch dieser Raum ist nicht gemütlich und behaglich. In diesem Raum wütete vor kurzem noch eine Feuersbrunst und es sind nur noch qualmende Trümmer und Überreste da. Der Rauch beißt in Augen und Nase, verzieht sich nur langsam und zögerlich. Die ehemals schöne Einrichtung ist in Mitleidenschaft gezogen, das edle Holz verkohlt und rabenschwarz, der gemütliche Ledersessel nur noch ein häßliches Gerüst mit einigen herabhängenden Fetzen, Reste einer Mahlzeit sind noch vage zu erkennen und verbreiten zusätzlich einen unangenehmen Geruch.
Es hat auch noch den Anschein, als hätte es der Besitzer nicht rechtzeitig geschafft, sich in Sicherheit zu bringen. Und das Haustier ebenfalls nicht.
Doch aus Anstand und Pietät möchte ich darauf nicht näher eingehen.
Ich möchte diese düstere und verqualmte Atmosphäre schnell wieder verlassen.

Ich empfinde Burning Ben als laut, aufdringlich, unangenehm und für mich untragbar.
Die angegebenen Duftbausteine erscheinen mir sehr überladen und so kommt mir der Duft auch vor. Ein Haufen Zutaten, die nicht recht zueinanderpassen wollen und damit es nicht so auffällt, hat man das Ganze noch mit einer riesigen Menge Rauch überzogen.
Eine Kaffeenote schält sich noch aus allem heraus, doch stand dieser Kaffee ewig auf der Warmhalteplatte und ist mittlerweile zu einer teerartigen Substanz zusammengezogen. So einen Kaffee bekam ich mal morgens um 3:00 in einer schummerigen Bar serviert...

Ich frage mich, wo soll bzw. kann man das tragen? Doch eigentlich nur, wenn man mal einen Tag hat, an dem einem alles und jeder auf die Nerven geht und man signalisieren möchte "Laßt mich bloß alle in Ruhe! Sonst gibt es Konfro!"
Eine Konfrontation ist Burning Ben auf jeden Fall für mich.
Ich war eigentlich gar nicht aktiv auf der Suche nach Düften der Marke Strangers.
Doch waren Proben von Burning Ben und einigen anderen Bestandteil eines kleinen Wanderpakets und somit wurde fleißig getestet.
3 weitere Düfte gefielen mir genauso wenig und einer ist nicht schlecht.

Wie ich schon bei Pryn Parfum festgestellt habe, sagt mir die Handschrift von Prin Lomros nicht zu. Ich verstehe diese Düfte nicht und sie erschließen sich mir auch nicht.
Das ist mir zu komplex und zu viel. Ich bin wohl auch zu einfach gestrickt, wer weiß.
Burning Ben erinnert mich in seiner düsteren Machart an die Not Perfumes. An welchen Duft aus der Serie genau, vermag ich jetzt nicht zu sagen. Die habe ich schon wieder aus dem Gedächtnis gestrichen ;-)

Wie schon so oft sage ich mir, wenn mir ein Duft nicht gefällt, dann bleibt umso mehr übrig für diejenigen, die den Duft mögen.
So ist es auch hier, allen, die Burning Ben mögen, wünsche ich viel Freude damit!
Ich habe Freude an anderen Düften.

Das Wanderpaket wird demnächst weiterwandern, es sind noch andere Düfte dabei, auf die ich auch gespannt bin.
Ich sehe mich einmal mehr darin bestätigt, daß mir gewisse Duftrichtungen eben nicht zusagen.
Zu guter Letzt, nach einer gründlichen Dekontamination, ähm Waschung, kann ich wieder gut gelaunt sagen:
Nun nehmt mir den Verriss nicht krumm
Doch wer nicht testet, der bleibt dumm
Es stinkt nicht mehr, nun bin ich froh
Der Duft nervte mich sowiesoh
24 Antworten
9
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9.5
Duft
Maggy4u

293 Rezensionen
Maggy4u
Maggy4u
Top Rezension 21  
Burn, Ben... Burn
Burning Ben ist eine Hommage an eine Figur (Ben) aus dem Film des südkoreanischen Regisseurs Lee Chang-dong, „Burning“. Er versucht mit dem Film das Geheimnis der Welt anzusprechen. Etwas, das ganz offensichtlich schief läuft, aber keiner kann sagen, was. Es geht ihm darum, die Wut der heutigen Jugend - ohne Perspektiven, apathisch – darzustellen. Eine Jugend, die nach einem Schuldigen für ihre Not sucht.

Obwohl der Film nicht direkt ins LGBTIQ-Genre fällt, widmete Prin wohl einen der schönsten Düfte seiner Collection diesem Film, rund um eine Dreiecks-Beziehung. Und vor allem der Figur Ben. Ben selbst ist reich, gut aussehend und eben der Archetyp eines Gewinners. Er paßt also so gar nicht in die im Film portraitierte Verzweiflung der Jugend. Ist vielleicht eher der Grund oder auch der Schuldige, der die Mittellosen, noch ärmer und machtloser wirken läßt. Während er sich nimmt, was er möchte.

Aber nun erst einmal der Reihenfolge nach.

Die Geschichte entspinnt sich rund um Hae-mi, einer verträumten, junge Frau, die mit ihrem hart ersparten Geld nach Afrika aufbricht, um den Sinn ihres Lebens zu finden. Zuvor hat sie Jong-su, einen Jungen aus ihrer alten Schule (und ihrem Heimatort), der sich durch Gelegenheitsjobs über Wasser hält, durch Zufall wiedergetroffen und die beiden verbringen Zeit miteinander. Es kommt auch zu mehr. Als sie Jong-su bittet während ihrer Abwesenheit (und Sinnsuche) in Afrika auf ihre Katze zu achten, willigt er ein. Die Katze bekommt er aber die folgenden Wochen nie zu Gesicht und glaubt irgendwann auch nicht mehr daran, dass sie überhaupt existiert.

Als Jong-su dann nach Wochen Hae-mi am Flughafen abholt, stellt diese ihm Ben vor, den sie in Afrika kennengelernt hat. Fortan verbringen alle drei häufiger Zeit miteinander und Jong-su kann im Grunde nur zusehen, wie Hae-mi mehr und mehr Ben verfällt. Eines Abends, beim gemeinsamen Essen, erklärt Hae-mi unter Tränen, welche riesige Angst vorm Sterben sie hat. Sie möchte lieber einfach verschwinden, sich in Rauch auflösen, als hätte es sie nie gegeben. Sie nie existiert. Dieser sehr offene und emotionale Moment und ihre Tränen werden von Ben nur mit Unverständnis für die Verzweiflung, Zerrissenheit und Lebensängste „der anderen“ quittiert. Er, Ben, habe noch nie geweint.

Bei einem anderen Treffen, unter Rauschmitteln, gesteht Jong-su, Ben nicht nur, dass er Hae-mi liebe, sondern erzählt ihm vom Verlust seiner Mutter und davon, wie sein Vater ihn zwang alle Sachen und Andenken nach ihrem Tod zu verbrennen. Dieses Stichwort nutzt Ben, um von seinem „Hobby“ zu berichten: verlassene Gewächshäuser abzubrennen. Das völlige Fehlen von Empathie bei Ben trägt nun noch mehr zu Verzweiflung und zum Feindbild bei Jong-su bei.

Nach einem verstöhrenden Anruf von Hae-mi, bei dem nur Schritte und Schreie zu hören sind, glaubt nun Jong-su vollends, dass Ben seiner Lieber (Hae-mi) nach dem Leben trachtet. Nach diesem Anruf ist Hae-mi spurlos verschwunden. Er observiert sämtliche Gewächshäuser und auch Ben, um ihn bei der Tat zu stellen. Als er eines Tages dabei von Ben ertappt und verwirrender Weise in seine Wohnung eingeladen wird, kommt ihm eine Katze entgegen, die auf den gleichen Rufnamen, wie Hae-mis Katze (, die er nie gesehen hatte), hört. Zudem findet er, unter vielen Uhren und Armbändern, auch Dinge bei Ben, die Hae-mi gehörten.

Im Gespräch erwähnt Ben, dass er sich auch wundere, wie Hae-mi einfach so verschwinden konnte. Wie, als habe sie sich, in Rauch aufgelöst. (Ja, fast die gleichen Worte…)

Jong-su lockt Ben daraufhin aus der Stadt. Tötet ihn und übergießt ihn mit Benzin, um ihn anschließend zu verbrennen. Hae-mi bleibt spurlos verschwunden.

Das ist Burning Ben.

Der Duft riecht nach Rauch und herrlichem Kaffee. Er riecht nach wundervollen, edlen Autositzen (Bens Porsche). Er riecht nach teurem Cognac. Schlicht, aber teuer. Wohlhabend, aber erstaunlich wenig protzig.

Riecht nach dem Sein und dem Ende von Ben.

Mit seinem hübschen, perfekten Gesicht und dem Mangel, die Welt als mehr, als nur eine Spielwiese seiner Gelüste zu sehen.
10 Antworten

Statements

31 kurze Meinungen zum Parfum
MrtangiersMrtangiers vor 3 Monaten
9
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Hinterhofkneipe in Bangkok
überall kalte Aschenbecher
Stammgäste kippen Rum
am Tresen kocht Prin in Lederjacke Kaffee*
45 Antworten
SchalkerinSchalkerin vor 2 Jahren
7
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Nur raus aus der qualmenden Hütte
Den pechschwarzen Kaffe mit Haselnusssirup
in der Hand, Pulle Cognac unterm Arm
brenndende Lederjacke, weg
54 Antworten
FloydFloyd vor 3 Jahren
7
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Patchoko
Ruft der Maroni-Mann
Facht die Teermaschine an
Mit Cognac, Heu und Kaffeebohnen
Lässt die Lederjacke brennen
Für dunkle Röstaromen
20 Antworten
ChizzaChizza vor 3 Jahren
8
Flakon
7.5
Duft
Wer gerösteten Espresso zusammen mit warmer-verbrannter Lederjacke mag, der ist hier richtig. Nussig, leichte Cognac-Süße und Kirsche...
14 Antworten
Can777Can777 vor 5 Jahren
8
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Er saß noch noch immer auf dem Stuhl als das Zimmer lichterloh brannte.Der Cognac schmeckte köstlich bei dieser Temperatur.Lächelnd ging er!
8 Antworten
Weitere Statements

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So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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