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8.2 / 10 22 Bewertungen
Ein beliebtes limitiertes Parfum von Widian für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2015. Der Duft ist würzig-orientalisch. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Die Produktion wurde offenbar eingestellt.
Vergleich Limitiert
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Duftrichtung

Würzig
Orientalisch
Holzig
Harzig
Animalisch

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
KaschmirKaschmir OudOud
Herznote Herznote
KaschmirKaschmir OudOud ZederZeder
Basisnote Basisnote
weißer Moschusweißer Moschus AmberAmber

Parfümeur

Bewertungen
Duft
8.222 Bewertungen
Haltbarkeit
8.519 Bewertungen
Sillage
8.220 Bewertungen
Flakon
8.945 Bewertungen
Eingetragen von ExUser · letzte Aktualisierung am 15.10.2025.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Es wurden 600 Exemplare hergestellt.
Das Parfum war Teil der Kollektion Limited Collection.

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Womit der Duft vergleichbar ist

Rezensionen

3 ausführliche Duftbeschreibungen
10Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Ergreifend

529 Rezensionen
Ergreifend
Ergreifend
Sehr hilfreiche Rezension 17  
So, als hätte der Teufel der Lust, die Vorhänge unserer Seelen zugezogen.

Taube Dunkelheit, welche unsere beiden Körper fest im Griff hält.
Leicht weht der Wind durch die Sanddünen.
Ich spüre deinen kalten Atem.
Du wirkst hektisch - leicht erregt.
Schweißperlen glänzen auf deiner Stirn.
Ich kann dich ganz gut verstehen.
Mein Herz pocht im Takt, mit deinem..
Völlig atemlos wirken wir.

Durchgebrannt durch die heiße Wüste.
Hand in Hand dahingestampft.
Die Fußsohlen heißgelaufen - auf dem heißen Sand.
Erst als die Nacht und die Kälte hineinbrachen, erholten wir uns langsam.
Über uns der klare Himme - leise hört man den Wind flöten.
Sandig warm ist es noch, wobei die Dunkelheit alles zu verschlucken mag.
Unsere Haut ist völlig weich. Cremige Nuancen ziehen sich durch die dunke Wüstenlandschaft.
Fließend unsere Träume dahin, erstreckt von einer zarten, würzigen Note, welche ziemlich in uns dampft.
Ich fasse nach deinen seidigen Händen, die mir die Wärme geben, die ich grad so dringend brauch.
Zitternd drücken wir uns aneinander - ein starker, seidiger Umhang fällt über unsere Schultern.

Dieses Spiel aus warm und kalt, lässt uns immer wieder auf Hochtouren laufen.
Den Wind haben wir direkt im Genick - das Sandige ist in jeder Pore unseres Körpers drin.
Es geht drunter und drüber. Der Wind rollt wie eine massive Welle durch die Wüste.
Ein Hauch von leblosen Tier hascht durch die Dunkelheit. Wir meinten, wir haben uns geirrt.
Doch es kommt immer wieder und immer stärker. Bis es sich dann in Raum und Zeit verliert.
Kräftige, cremige Holznoten werden in den Boden gestampft. Es wird alles aufgewirbelt, bis es in einer Staubdecke, in den schwarzen Himmel gezogen wird.
Hauchfeine, seidige Nuancen runden dies alles ab - mit der Zeit stark von würzigen Komponenten umringt.
Alles schön goldig, leuchtend ineinander geflochten - stark harzig, schimmernd mit der Zeit.
Tiefe Leidenschaft macht sich in unseren Herzen breit - wir beide wissen ganz genau, dass wir diesen Stoff fürs Leben brauchen.

Auch in die Augen ist eine tiefe Dunkelheit eingefallen.
So, als hätte der Teufel der Lust, die Vorhänge unserer Seelen zugezogen.
Nicht, um uns vor dieser massiven Welle zu schützen.
Nein, vielmehr will er uns mit unseren Sinnen auf Trab halten.

Und dass schaft er auch! Und wie.
Wenn man diesen hervorragenden würzigen, warm und kalten Orientalen auflegt, so laufen die Sinne auf Hochtouren. Man kommt mit den Gefühlen kaum hinterher. Ein irres Zeug, welches wie reines Skorpiongift in die Haut zieht. Nervös macht. Schweißperlen inklusive. Heiß und warm. Umringt von sandigen Nuancen, welche dann in kräftige Würzigkeit abtauchen. Krass!

Haltbarkeit und Sillage sind nicht nur Schattenfresser, sie fressen sich scheinbar selbst auf. O.o
Der Flakon, ganz Widian like eine Augenweide. Kein Kitsch, wie man es vorerst vermuten mag.
Da steckt viel Kraft drinnen!
Wieder einmal ein ganz großer Griff in die Orientkiste.
Ich bin hin und weg. Vollkommen ergriffen.
Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis sich der Duft von mir absetzt.
So, als würde etwas in mir sich nicht dazu bereit zu erklären, endlich los zu lassen.

Und der Vorhang geht erst dann auf, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Haut streifen.
Da ist der Teufel der Lust, schon längst schlafen gegangen.
8 Antworten
8.5Duft 8Sillage
Terra

646 Rezensionen
Terra
Terra
Top Rezension 0  
XerJoff`sches Oud im Maßanzug
puh, der Auftakt von Limited Collection - VII hat mich ein wenig überrannt. Ich trage in letzter Zeit selten animalische Ouddüfte und ist man nicht daran gewöhnt, wirkt alles um ein Vielfaches dramatischer. Echtes Oud löst immer irgendwas bei mir aus. Ein weiches Oud wirkt ordnend und erdend, irgendwie meditativ. Ein animalisches Oud bringt erstmal Unruhe, mein Magen fängt an zu grummeln und zwischen Solarplexus und Stammhirn entsteht eine seltsame Trennung. Kopf und Bauchgefühl arbeiten scheinbar eher unabhängig, während bei einem weichen Oud alles vereint wird.

Limited Collection - VII wird allerdings immer weicher, ohne süß zu sein. Er harmonisiert mit fortschreitender Entwicklung mein Innerstes zumindest ein klein wenig und schafft auch rein olfaktorisch eine gut passende Vereinigung von Verwirrung, Abwendung und Schönheit, Synergie.

Im Auftakt roch das alles für mich nach Zafar. Eine holziges Schweißoud. Im Verlauf fühle ich mich an Al-Khatt erinnert. Was hier als Kaschmir bezeichnet wird, ist ganz sicher Cashmeran. Hinzu kommen leicht blumige und ätherische Noten, die ich nicht genau zuordnen kann.

Limited Collection - VII bleibt weiterhin animalisch, durch die Weichheit des "Kaschmir", durch die ätherischen und leicht blumigen Facetten aber weniger barsch, sondern eher ein nicht ganz jugendfreier Schleier, der sich auf die Haut legt.

Das animalische Oudthema wurde hier nicht ausgebremst, sondern sinnvoll interpretiert und harmonisiert. Das wirkt elegant und gut tragbar, falls man sich überhaupt mit jener Richtung anfreunden kann.

Die Düfte der Black Collection von Aj Arabia liegen bei 235€/50ml, über den Preis von der Limited Collection finde ich keine Angabe. Ein Preisknaller ist der Duft somit nicht, liegt aber scheinbar im ähnlichen Bereich wie Al Kimiya und XerJoff. Er geht in eine olfaktorisch ähnliche Richtung, erscheint mir eleganter als die harten Geschütze von diesen Labels, ebenso wirkt die Sillage weniger brutal. An die Zartheit und Perfektion von beispielsweise Tempest oder Fars (der angeblich sowieso kein echtes Oud enthält), kommt er meinem Empfinden nach jedoch nicht heran.
2 Antworten
10Duft 9Haltbarkeit 7Sillage
Cravache

64 Rezensionen
Cravache
Cravache
Top Rezension 0  
Die ganze Pracht und Leidenschaft des Orients – Das bessere (Roja-)Aoud?
Um die Antwort vorwegzunehmen: Ja! AJ Arabia VII ist eine leidenschaftliche Ode an das Aoud. AJ Arabia VII ist majestätisch, geradezu beflügelnd, lässt mich in olfaktorischer Euphorie und verzückter Träumerei über Wolken und Dünen schreiten.

AJ Arabia VII ist für mich authentischer, orientalischer, arabischer, formvollendeter und „aoud-iger“ als die Aoud-Düfte von Roja. AJ Arabia VII ist die leidenschaftliche, begeisternde, berauschende Pracht der arabischen Duftkultur. Faszinierend und glanzvoll wie ein Märchen aus 1001 Nacht, berührend wie der am nachtblauen Himmel stehende Halbmond über einer mächtigen Sanddüne.

Nummer VII ist von hinreißender und unbeschreiblicher Schönheit. Die Zeit steht still, Wärme umhüllt einen. Der pure Orient. Wer sich für arabische Aoud-Düfte interessiert, der dürfte nur allzu leicht in leidenschaftlicher Liebe seine olfaktorische Seele an AJ Arabia VII verlieren. Zudem ist AJ Arabia VII auch wesentlich budgetfreundlicher als die Roja-Düfte.

Wem Rojas Aoud-Düfte zu plakativ perfekt, zu wenig berührend, zu glatt in ihrer makellosen Schönheit, zu sehr in ihre eigene Ästhetik versunken sind, für den ist AJ Arabia VII eine Testempfehlung. AJ Arabia VII ist eine arabisch-opulente Kombination von hellem Zedernholz, wundervoll flirrendem Aoud und weichem, sanftem Cashmeran. In der warmen, umhüllenden und sinnlichen Basisnote wird Nummer VII durch Amber und weißen Moschus weicher und pudriger.

AJ Arabia ist für mich die ornamentlose Opulenz und der Purismus der arabischen Parfumerie durch minimalistische Verwendung hochwertigster Komponenten. Die orientalische Üppigkeit der Linearität. AJ Arabia VII steht für die (hier noch vertretbare) zeitgenössische Dekadenz und traditionelle Mystik Arabiens zugleich. Der pure Orient, die olfaktorische Seele der arabischen Welt.

AJ Arabia wurde 2014 von Al Jaberi in Abu Dhabi (VAE) gegründet. Al Jaberi, der sein Handwerk als Parfümeur in Paris erlernt hat, verbindet die Tradition der französischen Parfumerie mit der arabischen. Die fünf bisher erschienen Parfums der AJ Arabia Black Collection (Nummer I bis V) sind denn auch mehr der europäischen Parfumerie verpflichtet als der arabischen, wenngleich sie die arabischen Wurzeln des Schöpfers nicht verleugnen.

Während hochpreisige Düfte aus dem arabischen Raum sich in der Regel ganz oder weitgehend an der Parfumtradition des Okzidents orientieren (z.B. Amouage, Black Collection von AJ Arabia), sind die preisgünstigen (und in aller Regel auch die mittelpreisigen) Düfte aus dieser Region leider meist keine olfaktorische Offenbarung.

Ganz anders die Gold Collection von AJ Arabia. Die Nummer VII orientiert sich konsequent am Kunsthandwerk der arabischen Parfumerie, ohne Kompromisse hinsichtlich Qualität einzugehen. Für europäische Nasen bei der ersten Begegnung zweifelsohne ungewohnt, fremd, überraschend, zugleich faszinierend und aufregend. Lässt man sich auf AJ Arabia VII ein – und damit auf die traditionellen olfaktorischen Schätze des Orients, lässt man sich von der Nummer VII verführen, so wird man mit einer wundervollen Horizonterweiterung in den Orient (zur Wiege unserer abendländischen (Duft-)Kultur) belohnt.

Die Verpackung und der Flakon sind mit arabischen Ornamenten versehen. Auch Blattgold darf auf dem Flakon nicht fehlen. Die Ornamente nehmen Bezug zur prunkvollen Scheich Zayid Moschee in Abu Dhabi. Scheich Zayid war der erste Präsident der 1971 gegründeten Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

Die limitierte Edition AJ Arabia VII (bis anhin einziger Duft der Gold Collection) wurde zum Anlass des 43. Nationalfeiertages der VAE veröffentlicht. Die Nummer VII ist nicht zufällig ein Aoud-Duft. Das Parfum ist eine Hommage an die Liebe der einheimischen Bevölkerung zu Aoud. Der Name „VII“ steht für die 7 Emirate, die sich am 2. Dezember 1971 zu den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammengeschlossen haben.

AJ Arabia VII eröffnet mit einer ätherischen, beinahe luftigen Aoud-Note, die einige zitrisch-frische Aspekte hat. Die Aoud-Note wirkt majestätisch, geradezu beflügelnd, einen in Euphorie über Wolken und Dünen wandeln lassend.

Rasch wird die Aoud-Note dichter und minimal edel-muffig. Es bleibt aber zunächst ein eher helleres Aoud, sommerlich warm, an sehr edles Holz erinnernd. Im zunehmenden Verlauf nimmt die Aoud-Note einen leicht trocken-erdigen Touch an. Das Aoud lässt einen an den warmen, trockenen Boden einer sommerlichen Kuhweide und an das von der Sonne gewärmte dunkle, aromatisch riechende Holz eines alten Stalles denken. Lediglich eine Nuance animalisch. Nicht fäkal, nicht herb, nicht medizinisch, aber reizend, ein Kribbeln verursachend – wie eine intime Berührung.

Das Aoud geht eine Symbiose mit dem erwähnten Zedernholz ein. Eine ruhige, harmonische Balance zwischen leicht braunem, animalischem Aoud und frisch-grünem, hellem Zedernholz, das sogar eine leise helle Harznote aufweist. Die Zeder ist erhaben und stolz. Keine brachiale Zeder, sondern eine aromatische, helle, leicht grünliche Libanonzeder. Nicht faseriges Holz, sondern ganz feines, glattpoliertes. Ein sanfter Riese mit majestätischer Krone. Faszinierend wie eine 200jährige riesige Libanonzeder, die man ob ihrer Pracht und der Ruhe, die sie ausstrahlt, stundenlang in ihrem Schatten liegend betrachten möchte.

Cashmeran umhüllt und rundet den holzigen Duft harmonisch ab. Das Cashmeran riecht nach hellen Hölzern, gleichzeitig gibt es der Nummer VII etwas Weiches und Kuschliges. Ein harmonisches Gegengewicht zur betont arabischen Aoud-Note.

Zur Basis hin wird Nummer VII sinnlicher, pudriger und weicher. Geradezu kuschelig und umarmend. Eine warme und unklebrige Harznote sowie weißer Moschus lassen die Aoud-Note langsam ausklingen. Der weiße Moschus ist weich und kuschlig wie ein riesiges Daunenkissen. Zugleich hat der Moschus eine natürliche animalische Facette, sodass man sich fragt, ob es (wie in der arabischen Parfumerie noch immer verbreitet) echter Moschus ist. Ähnlich schönen, weichen, warmen, kuschligen, anregenden Moschus habe ich bis anhin nur in den Hind-Düften gerochen, die in Dubai der lokalen Kundschaft feilgeboten werden.

Sicherlich, AJ Arabia VII ist kein komplexer Duft. Nummer VII zelebriert, ganz im traditionellen Kunsthandwerk der arabischen Parfumerie verhaftet, die unbefangene Schönheit und Ästhetik des Linearen. Wie alle echten arabischen Parfums ist auch die Nummer VII in Bezug auf die Anzahl Duftnoten im Parfum schlank, auf den Punkt komponiert, sich auf das Wesentliche beziehend.

AJ Arabia VII ist weniger makellos perfekt, weniger glatt, weniger velvety als (Amber) Aoud von Roja, dafür eindeutig arabischer und mit mehr Kontur im Charakter des Aouds. Nummer VII ist mehr Scheich, während (Amber) Aoud von Roja ein europäischer olfaktorischer Schönling ist, der seine Perfektion selbst gerne betont.

AJ Arabia VII ist für mich DAS Aoud-Parfum Arabiens. Ich bin verliebt, sehr verliebt, berauscht.
10 Antworten

Statements

6 kurze Meinungen zum Parfum
29
18
Majestätisch
Beflügelnd
Olfaktorische Euphorie
Verzückte Träumerei
Leidenschaft
Über den Wolken und Dünen
Das bessere (Roja-)Aoud
18 Antworten
5
1
Sehr holzig rauchig muffiger Oud Start
Wird im Verlauf sanfter, leicht süß-pudrig aber im ganzen belanglos
Für den absoluten Holzliebhaber
1 Antwort
vor 5 Jahren
4
4
Oh Tragödie, da ist mal wieder mein persönlicher Duftbaustein des Grauens drin.
(Noch rauszufinden.)
Und doch ahne ich die Klasse dahinter !
4 Antworten
vor 7 Jahren
4
2
Popey hat statt Spinat Oud verzehrt. Strahlt vor Protzigkeit, männlich, tierisch. Nackt u. nur mit kurzem Kaschmirschal bedeckt. rrrrr...
2 Antworten
2
Im Herzen - markantes animalisches Oud (mit Ecken und Kanten), drumherum - Cashmeran, der das Ganze stark (und sehr angenehm) mäßigt.
0 Antworten
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