Au Coeur du Désert

(2016)
Au Coeur du Désert von Tauer Perfumes
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9.2 / 10     91 BewertungenBewertungenBewertungen
Au Coeur du Désert ist ein neues Parfum von Tauer Perfumes für Damen und Herren und erschien im Jahr 2016. Der Duft ist holzig-orientalisch. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird noch produziert. Der Name bedeutet „Im Herzen der Wüste”.

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Parfümeur

Andy Tauer

Duftnoten

holzige Noten, Patchouli, Ambra, balsamische Noten

Bewertungen

Duft

9.2 (91 Bewertungen)

Haltbarkeit

9.1 (88 Bewertungen)

Sillage

8.4 (87 Bewertungen)

Flakon

8.1 (81 Bewertungen)
Eingetragen von OPomone, letzte Aktualisierung am 29.04.2017
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Kommentare

Flakon 6.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 9.5/10
Erstklassiger Kommentar    14 Auszeichnungen
I´m in the mood for Tauer:-)
Ja, er ist verdammt orientalisch, dieser umwerfene Duft und man könnte ihn effektiv so verbildlichen: Nordafrika, trockene Hitze, gewürzschwanger - aus der Ferne Rauch von süßem Holz - betörend, flirrend, verwirrend. --

Tauer -- noch nie gehört und bisher auf meiner Suche nach Nischen über´s Stöbern, u.a. auch in Parfumo, überhaupt drauf gestoßen. Nur wegen der hier so begeisterten Bewertungen bestellte ich mir die Probenphiole - immer suchend, ob sich nicht doch noch eine olfaktorische Offenbarung auftut. Sooo lange habe ich geschnüffelt und getestet, verworfen und abgetan, dabei auch wunderbare Düfte kennengelernt, aber einen Duft wie "diesen" habe ich ernsthaft in etlichen parfum-affinen Jährchen noch nicht wahrgenommen und er hatte mich sofort !
Was für ein anderes Parfum! - I´m enchanted!

Faszination und Tauermania pur! Ein ganz feiner Orientale, außergewöhnlich, mystisch-rauchig-zart, sofort präsent, der - wie man so schön sagt - "eröffnet" mit, man staune, denn in seiner Zusammensetzung eigentlich nicht zu vermuten, leicht zitrisch, süß-würziger Komponente, die nach einer kleinen Weile in etwas feines rauchiges übergeht und dabei tiefgründiger wird - fast ein "sakraler" Duft.

Der Duft:
Die Geruchswahrnehmung trägt mich eine Weile nach der Eröffnung überraschenderweise auch in eine grosse ehrwürdige alte Kathedrale :-) Sitzend und staunend eröffnet sich mir die Geruchsaura von weihrauchgetränktem altem Gemäuer, altem Holz - Gerüche lange vergangener Messen (obwohl in den Bestandteilen Weihrauch nicht vorhanden ist)
und dieses Empfinden wird begleitet von einem einfallenden, hellen Lichtstrahl aus dem Seitenschiff - eben dieser zitrischen Note, die wunderschön einhergeht und den Duft sehr sinnlich macht. Keine Ahnung, welche der Ingredienzen mir diese Wahrnehmung suggerieren.
Dies alles eine ganz und gar subjektive Assoziation, was sonst !

Ich agiere hier als "absolut beginner" bezüglich der Beschreibung eines Duftes, wie generell auch auf Parfumo und kann, bevor meine Nase sukzessive bis zur Reifeprüfung gelangt, nur von einem sehr überdurchschnittlichem, sehr besonderem, wirklich hochwertigem, seinen Preis wertem Artefakt sprechen.

Sillage/Haltbarkeit:
Man sollte mit der Verwendung eher geizen; der Duftschweif ist doch immens! Man braucht nur zwei, drei Sprühstöße, um den Duft an sich selbst intensiv und lange wahrzunehmen und Andere ausreichend partizipieren zu lassen:-) Er umhüllt und begleitet mich danach 10/12 Stunden mit einer faszinierenden Aura, wird körpernah und reicht noch als Betthupferl. Allerdings kein Duft für Introvertierte.

Fazit:
Dieses Parfum umgibt den Benutzer mit einer noblen, mysteriös-exquisiten Aura, bleibt immer auch etwas hell, ja wird fast pudrig, wie ich meine, trotz der rauchigen Note. Ist m/w - tauglich. Im Verlauf ein schöner weicher, wenn auch zum Anfang intensiv anklopfender Orientale.
Das einzige Manko wäre für mich der eher etwas grobe, nichts sagende Flakon, der m.E. gar nicht zum Duft passt.
Das aber ist Geschmackssache. - War auf meiner Wunschliste - befindet sich jetzt auch in meiner Obhut.
6 Antworten
Flakon 9.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 9.5/10
Sehr hilfreicher Kommentar    9 Auszeichnungen
The House of Ash
Es war nicht immer leicht. Eigentlich war es das nie. Du hast die Wüsten schon so oft durchquert, dass Sie irgendwie Deine Heimat wurden. Wo andere nur heißen Sand sehen, siehst Du eine Bestimmung. Lange hast Du gesucht. Zu lange. Und als selbst Du Dich verloren fühltest und ganz gewiss Dein Ende nahte. Bist Du angekommen. Wurdest aufgenommen. Von Ash. Er hatte Dich schon lange beobachtet und endlich als würdig empfunden. Als Du all Deinen Stolz ablegtest und bereit warst eins mit der Wüste zu werden. Dich der Wüste schenktest - Machte auch er Dir das größte Geschenk. Empfing Dich in seinem Haus. Im Zentrum des Sandes. Im Herz der Wüste.

Die Schlichtheit und Opulenz von Au Coeur du Désert machen es zu einem einzigartigen Meisterwerk, voll Sehnsucht und Erfahrung. Es ist ein Gefühl von Heimkommen in einem Duft. Ein Geschenk in sanftem Holz und ambriertem Gold. Erhabene Rauchigkeit und Wärme, die tief unter die Haut geht und Dich der Wüste schenkt.
6 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 7.0/10
Erstklassiger Kommentar    19 Auszeichnungen
Bitte bewahren Sie Ruhe!
Die Düfte von Andy Tauer fand ich stets hochspannend und innovativ, konnte sie aber lange nicht so richtig in mein Herz schließen. Das betrifft zum Beispiel Incense Rosé. Das galt (und gilt) auch für das berühmte und von vielen förmlich vergötterte L´Air du Désert Marocain. Vor Jahren gab ich der No. 2 als Duft-Neuling einmal 70% und erntete dafür zum Teil Häme und Kritik. Gern hätte ich ihm 75% gegeben, das war seinerzeit auf parfumo aber nicht möglich - und hätte den Braten auch nicht mehr fett gemacht. Vor lauter Irritation und Verwirrung (und eigener Parfum-Rückgratlosigkeit) sowie nach vielen weiteren Tests löschte ich schließlich den Kommentar zu LDDM. Was folgte, war eine Tauer-Pause. Heute würde ich der No. 2 übrigens 80% geben. Meine Meinung hat sich da im Laufe der Zeit nicht wesentlich verändert. Ein gutes und individuelles Parfum war und ist die No. 2 für meinen Geschmack. Es packt mich halt nur nicht.

Mit dem exaltierten und wie ich finde doch bestens tragbarem Orange Star von Andy Tauer wurde (fast) alles anders (nachdem mich Lys du Désert allerdings von Anfang an ziemlich beeindruckt hat; daher vermutlich auch die Verunsicherung, warum es mit der No.2 nicht so recht klappen wollte). Und die Rose aus Kandahar setzte noch mal einen oben drauf in einer bestimmten Weise - sozusagen unter dem Blickwinkel "Damenparfum" (geht aber natürlich auch für Herren). Was für ein Rosenduft! Für mich jedenfalls alles absolute Ausnahmeparfums. Und als schließlich das komplexe und nach dem Aufsprühen minütlich besser werdende Lonestar Memories mich dann nach diversen Anläufen in seinen Bann zog, da wurde ich dann wohl endgültig auch zu einem Fan von Andy Tauer und seinen Parfums. Nur mit der No. 2 wollte und will es nicht so recht klappen. Umso gespannter war ich natürlich vor diesem Hintergrund auf Au Coeur du Désert.

Wie verhält es sich nun mit ACDD, das bei den Bewertungen unglaublich abräumt? Was für eine Flughöhe! Die volle Punktzahl am laufenden Band. Eine Lobeshymne nach der anderen. Mein bescheidener Ratschlag: Bitte bewahren Sie Ruhe! Denn: Im Grunde ist es sich doch wie bei der No. 2. Bloß mit einer etwas anderen Akzentuierung. Wer LDDM verehrt (und besitzt), braucht ACDD meines Erachtens jedenfalls nicht. Beide Düfte sind vergleichsweise geschlossene Systeme, die man im Ganzen annehmen muss. Ganz anders als Lonestar Memories zum Beispiel, in dem man lesen kann wie in einem offenen Buch, das sich windet und dreht und sich häutet ... L´Air du Désert Marocain hat eben im direkten Vergleich zu Au Coeur eine ordentliche Portion Maschinenöl im Gepäck - und es trägt die Handschrift Andy Tauers durch und durch. Au Coeur ist da softer und schmeichelnder. Damit ist es kompatibler, keine Frage. Möglicherweise ist es für einige auch tragbarer und alltagstauglicher. Nach dem Aufsprühen meine ich sogar kurz eine grüne, eine krautige Note zu erkennen. Der Rest ist relativ klar: Balsamische Holztöne und merklich Ambra. Sehr kuschelig. Sehr rund. Damit ist ACDD im Ganzen betrachtet ein Stückchen braver und glatter als der "Urahn". Als Extrait verfügt ACDD über eine wahrlich phänomenale Haltbarkeit, übersteht die Nacht und eine Dusche. Naturgemäß fällt die Abstrahlung für ein Extrait nicht allzu üppig aus. Das ist jedoch Jammern auf höchstem Niveau.

Ich halte ACDD (wie auch in gewisser Weise LDDM) für eine Art geschlossene Gesellschaft. Man gehört dazu oder nicht. Eine besonders vielschichtige Duftentwicklung wird man hier nicht vorfinden. Orange Star und Lonestar Memories sind in dieser Hinsicht wahre Abenteuerrreisen. Ob es hier ein Extrait des populären Verkaufsschlagers L´Air du Désert gebraucht hat, für das man ordentlich in die Tasche greifen muss? Ich weiß es nicht. Der neue Aspekt nimmt dem Duft ein wenig von seinem Charme, seiner ureigenen Persönlichkeit. Man könnte das böse Wort "angepasst" verwenden. Der Ansatz erschließt sich mir jedenfalls nicht so richtig, scheint aber den Nerv voll zu treffen. Insofern gibt der Erfolg dem Duft Recht. Ich empfehle trotz allem im Zweifel das "Original". Nicht, weil früher alles besser war, sondern weil L´Air du Désert ungeschliffener, ursprünglicher ist. Und im direkten Vergleich mit Au Coeur den schöneren, den reizvolleren Duftverlauf zeigt.
9 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
12 Auszeichnungen
Er ist.
Er hat nicht nur seine äußere Qualität und Intensität. Nein. Er hat sogar eine gewisse Mentalität. Die Mentalität der großen Duftphilosophie. Die des klaren Denkens und aufmerksamen Fühlens. Aber er hat keine bestimmte Gesinnung. Keine Ideologie. Nichts Eingerahmtes, Festes und Aufgefasstes an sich und für sich. In seiner Mentalität ist er nicht frei von seiner Freiheit. Er ist frei zu ihr. Nicht determiniert. Er ist nicht zu etwas prädestiniert und präformiert. Dies ist negiert! Er ist bejahend autark. Er ist autonom in sich und nach außen. In seinen Denk- und Handlungsakten. Er verantwortet das freie Selbstdenken. Er ist intelligent und intelligibel.

Diese lebendige Ingeniösität, die in der Lage ist, sich ohne Schablonen, Muster und Klischees selbst zu organisieren, zu realisieren und schlussendlich zu zelebrieren, ist farblos koloriert. Sie hat den Mut, eine eigene und v.a. wohlbegründete Meinung leise zu haben und diese freimütig zu artikulieren; sie gebietet die Pietät, bzgl. des Anderen mildtätig und rücksichtsvoll zu sein. Sie ist das Einzuschließende. Sie gewährleistet die Freiheit, die der Vergessenheit anheimgefallen ist. Sie ist das Antlitz ästhetischer Intelligenz, die in sich in optima forma ist.

Diese delikat nuancierte, ingeniöse Selbstständigkeit macht ihn/sie zu dem, was er/sie zu es macht.
Es ist das Reziproke; es ist eine freie, reife und selbstgesetzgebende Autonomie, die im Bewusstsein der verschiedenen Seinsformen nach dem Einklang der Mehrklänge trachtet.

Es genügt sich selbst.

Ein sehr intelligenter Duft!
3 Antworten
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    14 Auszeichnungen
Reduce to the max
Neugierig gemacht von den extrem guten Bewertungen hier habe ich recht spontan nach zwei Minuten Proberiechen zugegriffen und mir "Au Coeur du Désert" gegönnt. Ich dachte, als Liebhaber von "L'Air du Désert Marocain" kann ich da nicht viel verkehrt machen und ich wurde nicht enttäuscht - ganz im Gegenteil.

"Au Coeur du Désert" wirkt gewissermaßen wie eine reduzierte Variante von "L'Air du Désert Marocain", die Verwandschaft der beiden Düfte ist in der Tat nicht zu überriechen. Andy Tauer hat es geschafft, die höheren Töne von No. 2 zu dämpfen, so dass sie nur kurz in der Kopfnote anklingen; als Ausgleich wurde dafür aber der Bass voll aufgedreht. Gottlob ist das aber kein dumpf wummernder Bass eines tiefergelegten 3er BMWs; er ist vielmehr filigran, klar aufgelöst, aber dennoch wuchtig. Konkret heißt das: Kein Koriander, weniger Zistrose, dafür Ambra, Ambra und noch mehr Ambra. FabianO hat das schon sehr treffend - und viel besser, als ich es könnte - beschrieben; die Ambra ist der Star, der Rest hat sich ihr unterzuordnen. Das macht den Duft nicht übermäßig komplex, aber genau das tut ihm ehrlichgesagt extrem gut.
"L'Air du Désert Marocain" war für mich immer etwas zu untragbar, gerade wegen der hellen Töne, die die ganze Zeit recht dominant sind. Mir fehlte immer die Gelegenheit für No. 2, auch wenn ich ihn sehr mag; als Büroduft taugte er mir nicht so sehr und auch als Ausgehduft ist er in meinen Augen zu herausfordernd. "Au Coeur du Désert" ist da im Vergleich viel ruhiger, wundervoll balsamisch, geschmeidig, warm und dennoch sehr würzig, weswegen er für mich auch bspw. als Büroduft funktioniert.

Insofern muss ich mich den Lobeshymnen hier anschließen; der Duft ist unfassbar gut gelungen und haut mich geradezu weg. Andy Tauer hat es in der Tat geschafft, "L'Air du Désert Marocain" auf das Wesentliche zu reduzieren und das perfekt in Szene zu setzen - da gibt es für mich nur etwas an der Lautstärke zu mäkeln: Die Sillage hätte etwas lauter ausfallen dürfen.

Den Namen "Au Coeur du Désert" darf man daher auch gern als Anspielung auf "L'Air du Désert Marocain" verstehen; man befindet sich mit dem Duft sozusagen im wunderbaren Herzen von No. 2.
5 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    15 Auszeichnungen
Die Wüste lebt
Wer schon einmal in der Wüste war, der weiss, dass dieser Ort mitnichten ist, was sein Name impliziert - nämlich öde, leer, eintönig oder gar böse oder hässlich. Im Gegenteil!
Wüste ist nicht einfach nur Sand, schon gar nicht nur sandfarbener Sand - man sollte es kaum glauben, wie viele Farbnuancen Sand haben kann. Ausserdem gibt es ja nicht nur Sandwüsten, es gibt auch steinige Wüsten und Wüsten mit diversen ganz speziellen Gewächsen, die sich dort wohlfühlen und schon immer da waren. Abgestorbene Holzreste, vertrocknete Büsche, Hexenkugeln die der sanfte Wind über den Boden kullern lässt. Und da ist der Himmel...dieser grossartige Himmel in der Wüste, der sich über die schier endlose Landschaft spannt. Das Licht ist ein ganz spezielles, es gibt den Farben eine unglaubliche Tiefe und Ausdruckskraft. Der warme Wind streichelt den Besucher und trägt diesen Duft, den es so nur hier zu riechen gibt, mit sich. Der Geist kommt zur Ruhe, die Seele freut sich.
Der Sternenhimmel nachts in der Wüste ist etwas vom Wunderbarsten überhaupt. Es gibt nicht mehr viele Orte auf der Welt, an denen man die Sterne so hell und klar sehen kann. Was für ein grandioses Schauspiel. Das ist dann einer der Momente, wo man sich als Mensch mal wieder seiner eigenen Unwichtigkeit bewusst wird, angesichts des grossen Ganzen. Und wenn man ganz viel Glück hat, dann erlebt man einen kurzen Augenblick der Einheit...mit sich und dem Universum. Alles ist gut!

"Du bist eben doch ein Wüstenbewohner* (*Insider:)) und deshalb sollst du ihn haben" sagt mein Liebster vor 2 Tagen und drückt mir seine Tauerdose mit "Au coeur du désert" in die Hände. "Er passt einfach zu dir, es ist dein Duft." Wer würde da schon widersprechen?

Der Auftakt ist grandios. Eine intensive Wolke herb-würzig-harziger Geruch kommt mir entgegen. Ich meine, kurzzeitig etwas Zitrisches wahrzunehmen, auch herb-süsse Noten schwingen mit. Nicht süss-süss, nein, eher dunkel-süss. Angenehm warm und sehr balsamisch. Es mischt sich immer mehr Holz dazu. Wunderschönes Holz, unheimlich warm und sanft. Und es wird immer trockener. Die intensiven Gewürze und Harze des Auftakts treten langsam in den Hintergrund und machen Platz für diesen faszinierenden Wüstenwind, der über den warmen Sand fliesst und diesen einzigartigen Duft transportiert- ich kann es wirklich nicht anders beschreiben. Dieser Duft lebt, er vibriert, er ändert seine Richtung, er kommt und geht, immer wieder steigen mir sanfte Schwaden in die Nase. Er fasziniert mich. Sehr!!!
Für mich verschmelzen alle Komponenten dieses Duftes absolut meisterhaft zu einem grandiosen Gesamtkunstwerk. Nichts, aber auch gar nichts, was mich irgendwie stört. Für meine Nase und mein Empfinden Perfektion. Dem Himmel schon ziemlich nahe - wie damals, des Nachts in der Wüste.
9 Antworten
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 10.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    8 Auszeichnungen
herz im sand
das ist mehr als ein parfum... es ist eine geheimnisvolle reise
zuerst staub, sand,--wie kann ein duft denn sand suggerieren???-- herbe würzigkeit
nach wenigen minuten schimmert blütenduft durch den sand.staubige rose, vielleicht immortelle, etwas thymian.
hölzer, von der sonne geröstet
wenn der herbe duftbeginn verklungen ist, bleiben würzig-kräuterige töne auf der haut.

lange
eine reise durch die stille,
fordernd und beruhigend zugleich

die würzigkeit ist ebenso subtil wie eindringlich.
ein tauer eben.
und ein großartiger.

für abenteurer und unangepasste.

die haltbarkeit ist länger als 12stunden
Flakon 10.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    14 Auszeichnungen
Unbeschreiblich schön, reich und vielfältig
Meine Freundin wies mich darauf hin, dass in direkter (!) Nachbarschaft zu mir ein Parfumeur seine Kreationen erstellen würde, also in Zürich, in der Schweiz. Nun bin ich kein Schweizer, allerdings machte mich allein schon die Tatsache sehr neugierig, dass mehrere "Nischen-Parfums" praktisch nur 10 Minuten Fussweg entfernt von mir hergestellt würden. Natürlich stöberte ich in Folge hier auf diesen, als auch in anderen Seiten im Internet, las mir viel zu dieser Parfum-Essenz (!) durch und beschloss kurzerhand, diesen Duft zu erwerben. Nach Abschicken der Bestellung begann das Warten. Nur selten bin ich ungeduldig, wenn ich auf etwas warte, von dem ich mir viel verspreche, hier erschienen mir die veranschlagten drei bis vier Tage Lieferzeit viel zu lang! Aber es sollte anders kommen: Noch nicht einmal 24 Stunden nach Abschicken der Bestellung klingelte ein sehr freundlicher, älterer Herr an meiner Tür, der sich als Partner von Herrn Tauer ausgab. Er hatte bemerkt, dass ich ganz in der Nähe wohne und brachte das Paket nicht zur Post, sondern direkt zu mir! Aber damit nicht genug: In dem Paket befanden sich noch zwei Seifen aus Herrn Tauers Produktion (noch nicht getestet) und eine von ihm selbst handsignierte Dankeskarte, die ein Firmen-bezogenes Sujet aufweist. Er wünschte mir viel Freude mit jenem Duft, der in einer sehr geschmackvoll gestalteten Blechdose ausgeliefert wird, zusätzlich in sehr schönem Papier verpackt und einem Schmuckband aus Stoff (und eben nicht Plastik!) verschlossen. Und was habe ich für eine Freude an jenem Duft!

Ein unglaublich vielfältiger, sehr reichhaltiger und abwechslungsreicher Duft, ausschliesslich zusammengesetzt aus einzelnen Noten, die den ganzen Reichtum der orientalischen Duftwelt repräsentieren und wie ich sie immer mal wieder selbst kennen lernen durfte. Sehr zurückhaltend, feinfühlig und vorsichtig aufeinander abgestimmt entfalten sich verschiedenste Gewürze, getragen von einer ebenso sehr sanft daher kommenden, alle Grundnoten einzeln fördernden Ambra-Note. Da ist absolut nichts "Männer-Schweissiges" wahr zu nehmen, nichts, was den Riechnerv erst einmal für Stunden vollkommen lahm legt, das ganze Gegenteil ist der Fall. Ohne auch nur einen Hauch von "Süss" zu transportieren, spielt dieser Duft ganz behutsam mit dem Wahrnehmungsorgan Nase, lädt regelrecht dazu ein, entdeckt und kennen gelernt zu werden. Obwohl er auf seine Art durchaus als "exotisch" einzustufen ist, wirkt er mitnichten fremd in der gewohnten Geruchswelt, vielmehr bereichernd, nicht ergänzend, schon gar nicht "alternativ". Die Noten wechseln sich untereinander immer wieder ganz behutsam ab, kommen bekannt, vertraut und sehr warm vor, auch wenn man sie einzeln für sich genommen noch nie gerochen hat. Ab und an unterstreichen minimalistische ätherisch anmutende Tendenzen dieses faszinierende Zusammenspiel der einzelnen Noten. Bildhaft gesprochen wirkt dieser Duft auf mich, als würden die alten Seiden- und Gewürzstrassen aus Vorderasien wieder zu neuem Leben erweckt und die "alte Welt" mit etwas vollkommen neuem bereichert werden, was von sich allein aus schon als "sehr wertvoll und kostbar" erscheint, da hätte der ausgesprochen schön gestaltete (leider nicht ganz makellose) Glasflakon gar nicht mehr notwendig sein müssen. Nicht ganz makelloser Flakon: Leider ist das wunderschön dunkelblaue Glas recht wellig, bei Weitem nicht so glatt, wie man es von anderen Flakons her kennt, die in einer vergleichbaren Preiskategorie liegen, aber schliesslich trägt man einen Duft mit sich - nicht einen Flakon, insofern ist das ein für mich vollauf nebensächlicher Makel.

Man merkt, dass da jemand viel Aufmerksamkeit aufgewendet hat, um diesen Duft zu erschaffen, der seinen Preis allemal wert ist! Auch wenn sein Grunderscheinungsbild die Verwendung in der eher kalten Jahreszeit nahe legt, so sehe ich aufgrund seines zurückhaltenden und sanften Auftretens keinerlei Grund dafür, warum man ihn nicht in den anderen Jahreszeiten ebenso verwenden kann und auch sollte, ebenso sehe ich keinerlei Beschränkungen, in welchem Rahmen man ihn verwenden kann und in welchem nicht.

Wirklich, ein Meisterwerk!
5 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    31 Auszeichnungen
Kontemplatives Prachtstück - Zelebration der Ambra
Da hat er mal wieder einen rausgehauen, der Tauer. Die Faszination hier bezüglich "Au Coeur de Désert" sprengt ja gegenwärtig jede Skala, 9.4 Punkte ist schon ne Hausmarke bei fast 50 Stimmen.

Ich verdanke dem Herrn ja schon mal meinen Lieblingsrosenduft "Rose de Kandahar", der für mich Referenz für alle übrigen orientalischen Rosendüfte ist und wohl auch recht stabil bleibt, so großartig ist er.

Dieser nun - sei es rasch ausgesprochen - kommt auch und zurecht auf die vorderen Plätze. Aber - und da rätsele ich noch herum - in welcher Kategorie?

`Warmer Wüstenwind, verglommene Hitze des Tages´. Das liest man unten öfter und ich füge mich gerne in dieses Gedankenspiel ein. Orientalisch ist der Duft in seiner Grundstilistik also auf jeden Fall.

Allerdings in recht ungewohnter - erfreulich ungewohnter- Art. Ich geb´s zu (und man weiß es ja auch), ich bin diese ganzen Safran-Rosen-Oud-Geschichten extrem leid und hab sie übersatt - welcher namhafte Parfumeur hat es damit in den letzten 5 Jahren nicht auf die Spitze getrieben?
Dass gerade Amouage als DIE Orientmarke gegenwärtig Richtung europäischen/globalen Stils strebt und mit Traditionen bricht (oder schlicht und einfach alle guten Ideen vorerst verbraten hat?), könnte ein Beleg für Einsicht sein.

Man kann es aber auch anders aufziehen und wie Tauer mit mehr Reduktion arbeiten und alles Heischende und Laute und Blendende und Pompöse rauslassen und sich auf die dunkleren Ur-Grundaromen einschießen - und dann gelingt vielleicht wirklich mal wieder eine Orientüberraschung, die gerade dadurch überrascht, dass sie eigentlich konservativ "back to the roots" geht, was scheinbar aber schon länger keiner so gemacht hat.

Richtig zentral, richtig edel, richtig wertvoll liegt hier beim Wüstenduft Ambra vor. Das Aroma scheint mir gefühlt 2/3 des Duftes zu prägen und zu erfüllen. Warm und sinnlich im Grundton, dabei grundlegend trocken ausgerichtet.
Erfreulich frei von den überschwänglichen Blumenölarrangements oder den zuckrig-trockenobstigen Sättigungsgrundlagen oder den kathedralenrauchverhangenen Wuchtbrummen der Gegenwart.

Verdammt fein sind hier - wie auch bei "Rose de Kandahar" - die Rohmaterialen sowie die handwerkliche Qualität der Komposition, die den erhöhten Preis (50 ml- 165 Euro) vollkommen rechtfertigen. Das Ambra ist gemütlich, behaglich, äußerst fein in seiner Holzigkeit, die sehr balsamisch und extrem rund geraten ist. Eine ganz leichte Mineralität ist hintergründig von Anfang an vorhanden, die man bei Ambra immer wieder feststellt und die auch nicht wundert, wenn man bedenkt, dass die Klumpen jahrlang im Meer herumschwammen.

Durch Patchouli, welches nach etwa einer Stunde etwas mehr durchschimmert, gewinnt der Tauerduft im Verlauf noch einen leicht erdigen, herbschokoladigen Touch, der allerdings wirklich nur schmückendes Beiwerk ist und der Star-Ambra nie die Schau stiehlt.

Über viele, viele Stunden - auch das typisch Tauerniveau - darf man sich hier über einen duchaus geheimnisvoll orientalischen, sehr sinnlichen, trotz seiner Holzigkeit und grundlegenden Trockenheit behaglichen Duft freuen, der wirklich - und da schließt sich der Kreis zu den unteren Kommentaren - gut ein nächtliches Wüstenleben abbildet, in dem die schrillen, lauten und geruchlich auch schon mal kakophon überreizenden Märkte in den arabischen Städten geschlossen haben und das Kontemplative zu seinem Recht kommt.
13 Antworten
Flakon 6.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    47 Auszeichnungen
Die Krähen in meinem wüsten Herzen
....haben sich mal wieder großzügig ein saftiges Stück herausgepickt und durch diesen Duft ersetzt. Aber das habe ich nicht nur gerne geduldet, sondern irgendwie auch erfleht. Au Coeur du Desert versetzt auch in eine Art Halbschlaf und Parallelwelt der Finsternis, wirkt wie ein Relaxans auf das gesamte System. Leicht überdosiert vermag es jedoch (vielleicht gerade deswegen) alle Konvenienzen eines Parfumoherzens aufs Trefflichste zu gewähren. Der Duft ist dunkel, warm, bitter, süß, aromatisch, und reflektiert alle Schattierungen des Wüstensandes zur nachmittäglichen Stunde, in welcher die Glut des Tages sich in einen dunkelblauen Schoß bettet und der Horizont Farben von tiefem Orange, herrlichem Violett und bluttriefendem Rot aufzeigt.

Wo No. 2 zu staubig-heiß und mitunter sperrig wird, dass man die Impressionen einer ausgedörrten Kehle nicht los wird, ist der neueste Wüstenduft aus dem Hause Tauer bedeutend samtiger, der Duftkörper aufgepolstert und nicht mit herkömmlichen Maßstäben zu ermessen, fährt die dürstende Kehle runter wie Marsala nach dem Genuss von mit Pflaumen gefüllter Zartbitterschokolade. Fast erreicht dieser märchenhafte Akkord die Grenze zum Rotwein/Schokoladengourmand. Der Großteil des Duftes ist beheimatet in diesem drückenden, von Wüstensand und Sonne durchzogenen Nachmittag, der andere Teil hat die laue Nacht, aber nicht den Anteil, wo die Temperaturen in die Minusgrade abfallen, so kann es in manchen Wüstenregionen auch passieren.

Au Coeur du Desert widerfährt einfach und nimmt ein mit dieser Faszination, ob man das nun will oder nicht und bleibt gleich mehrere Tage. Und auch wenn man sich sicher ist alles bewusst zu steuern, so schwingt hier unbezweifelbar eine Aura mit. Wenn Charisma einen eigenen Duft hat, dann diesen hier, er betört gekonnt das wüste und ruhelose Herz eines Jägers. Meine ganze Bewunderung gilt hier der puren Kraft an Vereinigung von Können und Geist.
Dieser ätherische Geist einer Mischung aus erwärmtem Holz, Pflanzensaft und süßem Ambra, gedörrtem Patchouli, der vielen anderen komplexen Noten und Sand darf mich sehr gerne in meinem irdenen Gefängnis weiter mit Marsala und Zartbitterschokolade bewirten und diabolisch zuzwinkern, wenn er wieder ein paar Krähen losjagt.
30 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 9.5/10
Erstklassiger Kommentar    36 Auszeichnungen
Wüstengöttin
Nachdem ich ein eingefleischter Fan von der No. 2 von Tauer bin, habe ich mir natürlich sofort auch dieses neue Goldschätzchen geholt. Die Erwartungen waren riesig, denn schon allein beim Anblick der Duftkomponente geriet ich ins Schwitzen. Schon der Gedanke an einen Wüstenduft, lässt das Herz mächtig gegen die Haut knallen - ich fahr so ziemlich auf Düfte ab, die etwas sandiges, knarziges in sich tragen. Düfte, die die Sahara und andere Wüsten dieser Welt repräsentieren - den Gedanken im Kopf schaffen, diesen tief verankern, als wäre man wirklich da!

Eins vorab - er fängt für mich gleich an wie der Tauer No. 2. Wenn auch leicht rauer und etwas fordernder. Ich dachte mir aber nichts dabei und wartete noch ab. Den ein und dasselbe vermutete ich vom Tauer sicher nicht.
Feuchte Erdtöne, Sandkörner die in jede Zelle kriechen - leicht kratzig im Kehlkopf. Ich mache mich schon bereit dafür, mich von einer immensen Kraft des Wüstenwindes davon tragen zu lassen.

Au Couer du Desert ist meines Erachtens nach die Wüstengöttin, unter den Düften. Erst knallt sie mir die feuchte Erde unter die Füße, umringt mich mit rauen Gewürzen und lässt mich regelrecht, von Sandkörnern umzingeln. Dann aber kommt diese goldige Seite - Dieses feinfühlige Harzige, was sich mir umschmeichelnd um den Hals wirft. Wärmende Kraft, die sich mit Sand verbindet, ein tobender Wind, der trocken und ab und an auch heiß um die Ohren fegt. Tiefe Sinnlichkeit, gepaart mit einer opulenten Macht aus Harz und Sand. Holzige Fäden zieren den Duft von innen aus. Es ist ein natürlicher Duft, der nicht steif und stramm wirkt, sondern eher wohl geformt - gummiartig. Eine perfekte Verbindung. Der Duft wird von Minute zu Minute immer wärmer, doch die Sandkörner wirbeln noch immer auf der warmen Haut umher. Der Puls rast und ich spüre so richtig, wie sehr ich nach diesem Duft giere, wie ein hungriger Aasgeier, der tagelang nichts zu fressen hatte.

Er zieht einen mächtigen Schleier hinter sich her - lässt müde Nasen, wieder ganz lustvoll aufschrecken. "Der hat ja eine Macht!" - sagte erst vor kurzem mein Kollege, der an mir vorbeiging. Mit riesigen Augen starrte er mich an, tappte von einem Fuß auf den anderen und ich sah es ihm an, wie angetan er war, von dieser Opulenz, die ihn wie ein Wüstenwind umzingelt und umschwärmt hatte. Ich konnte mir gedanklich seinen Herzschlag ausmalen! Die Luft fehlte ihm spürbar und es folgte die Fragen aller Fragen: "Woher hast du den Duft? Den muss ich auch haben!"

Die Wüstengöttin hat mich locker einen Tag im Griff, wobei die Sandkörner doch leicht abflachen und ein wohltuender Schleier auf der Haut verbleibt. Harz wird nur mehr leicht von der Wüstensonne durchbrochen, ist aber bis zum Schluss sehr hervorhebend. Die Sillage und die Haltbarkeit fressen wohlmöglich die Dunkelheit auf und nehmen sie der Wüste für immer weg - so dass sie immer goldig, harzig und heiß in unsere Gedanken einzieht.

Sie formten mich zu Sandkörnern,
ließen mich weit fortragen.
Doch ich kam wieder und nahm ihnen den Atem.
Den Saft zum Leben.
Denn ich sickerte mich in die Körper ein,
ließ das Gold durch ihre Venen fließen.
Verstummte ihren Herzschlag,
ließ sie in der Hitze verdursten.

Ich, die Wüstengöttin
Die Allmächtige!
12 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    30 Auszeichnungen
Die Überraschung - Keine extreme Version der Wüstenluft sondern eine schöne Variante
Als einer der vielen Fans von Tauer's "No. 02 - L'Air du Désert Marocain" wurde ich ganz aufgeregt, als über Twitter erst eine Andeutung eines neuen Tauer-Duftes kam und dann von der Pitti Fragranze das Bild des Neulings "Au Coeur Du Desert", offenbar einer Extraktversion seines Klassikers.
Geht das überhaupt? Schliesslich ist die Wüstenluft alles andere als zurückhaltend wenn man sie aufsprüht und lange halten tut sie auch. Ich fand sie immer weich und harmonisch und nicht aggressiv trotz der Kraft, aber sie ist schon präsent. Und das dann noch in stärker? No way...

Voller Neugier landete dann "Au Coeur Du Desert" als Blind Buy im elektronischen Warenkorb und die bekannten Bruchsaler Duftliebhaber verschickten das Elixir noch am gleichen Tag der Bestellung, passend als Selbstgeschenk zum Wochenende.

Und dann landeten das Original und der Nachzügler beide auf dem Handgelenk, einer Links einer Rechts. Zuerst das bekannte... Wusch!!! Eine Duftorgie liegt in der Luft. Es raucht und würzt wie man es so kennt. Dann den Neuling in zitternder Erwartung auf das andere Handgelenk. Muss ich gleich den Notarzt rufen? Wird er zu stark sein? Werde ich mehrere Tage danach riechen? Und es passiert...Nichts. Also jedenfalls im Vergleich zur Erwartung.

Das ist mal eine Überraschung. Nein, das Extrait ist nicht einfach stärker. Es bringt andere Facetten. Unverkennbar die Abstammung, aber es ist nicht einfach nur "Mehr". Direkt nach dem Aufsprühen ist er im Gegensatz zum Original fast schon zurückhaltend und nicht "in your face". Der florale Anteil ist anfänglich deutlich erkennbarer, auch die Zistrose ist wie im Original sehr klar vorhanden.
Den Duft muss man eigentlich nicht sehr beschreiben, denn er ist sehr nahe am Original. Mir kommt er weniger würzig vor und mehr floral, die weiche Basis ist ebenfalls viel präsenter. Ich meine sogar einen Hauch Süsse herauszuriechen. Direkt auf der Haut ist er dann doch nach einiger Zeit interessanterweise stärker als die No.2, aber er bleibt weich und fast schon zurückhaltend.

Fazit: Es ist eine sehr spannende Variante der "No. 02 - L'Air du Désert Marocain" geworden, die eigene Akzente setzt. Weicher und floraler, aber nicht weniger präsent. Das gefällt mir sehr gut.

Nachtrag: Nach ca. 20 Stunden ist er immer noch leicht riechbar, das Original hat aufgegeben.
15 Antworten

Statements

Achilles vor 117 Tagen
Unfassbar, wie schön der ist.Unglaublich faszinierende trockene Sand- und goldene Ambertöne,die Wüste zur blauen Stunde, die Glut verglimmt+26
Flakon 6.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
14 Antworten
Verbena vor 107 Tagen
Eine uralte Welt tief im Süden. Heiß flirrende, geheimnisvoll funkelnde Fata Morgana. Lebendige Mythen vergraben unter glühendem Wüstensand.+20
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 10.0
6 Antworten
Yatagan vor 112 Tagen
Das Wüstenherz schlägt nicht nur mit dem Schmierstoff Ambra. Da ist auch Weihrauch, Harze, vielleicht sogar Myrrhe. Oriental postmodern.+20
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.5
8 Antworten
Parfumista16 vor 168 Tagen
Ähnelt sehr dem "L'air du Désert Marocain",aber viel schöner, sanfter, anschmiegsamer, wenig würziger & definitiv um einiges besser. Mag ich+17
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Scentist vor 7 Monaten
Weichere Version von L'air! Mehr Vanille, weniger Kanten, sehr gute Haltbarkeit und Sillage. Wer No. 2 besitzt muss nicht zu Diesem greifen.+17
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 8.5
ParfumAholic vor 159 Tagen
Wie eine Oase bei untergehender Sonne: warmer, goldgelber Amber, feinstholzige Noten und leicht würziges Patch liegen in der Wüsten-Luft.+14
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 8.5
1 Antwort
Sweetsmell75 vor 6 Monaten
"Im Herzen der Wüste" ist weicher, anschmiegsamer u. besser tragbar. Eine Schönheit gewiß...in der Basis genau wie L'Air du Désert Marocain+12
Flakon 7.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.0
3 Antworten
Seejungfrau vor 15 Tagen
Das Murmeltier hat Muskatnüsse
tief im nassen Sand vergraben-
Kühle Brise/Sternenhimmel/feuchte Erde
balsamisch-trockene Aura/wehende Wipfel+11
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.5
10 Antworten
Skubi73 vor 156 Tagen
Beide Varianten muss man nicht haben, zu groß die Ähnlichkeit. Diese Variante hier etwas erwachsener, ambrierter, dunkler, satter, weicher.+10
Flakon 6.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
Audacerio vor 49 Tagen
Herr Tauer hat sich mit Au Coeur du Désert ein Denkmal gesetzt.+9
Flakon 6.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 10.0
1 Antwort
JoHannes vor 2 Tagen
Warmer, hölzerner, strahlender Amber ... tolles Handwerk und Kunst! Aber für mich (wie alle anderen Düfte von Andy Tauer) leider untragbar.+8
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 8.0
5 Antworten
Dimo vor 24 Tagen
Was Taklamakan ist für den Kaiser, das ist Der für den Pharao. Der König der Wüste. Ein Volltreffer, aber was für einen!+8
Flakon 4.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.5
Andi136 vor 64 Tagen
Entwarnung an alle No. 2 Besitzer! Ein Kauf lohnt erst wenn das "Original" leer ist.
Wunderschöner, geglätteter, süßerer No 2.+8
1 Antwort
Ergoproxy vor 69 Tagen
Die Pyramide kommt hin, außer dass ich noch Weihrauch rieche. Ein ruhiger Amber-Weihrauchduft mit einem Gerüst aus trockenem Holz. Gelungen+8
Sillage 7.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
3 Antworten
Pepper81 vor 86 Tagen
Was ist das nur für ein Hammer Duft! Warm/trocken, holzig, leicht süßlich, anziehend, umwerfend! Wow, hat mich echt überrascht!+8
Flakon 8.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 10.0
2 Antworten
Modal vor 45 Tagen
"Herr K., Sie riechen heute nach Anspitzer!"
"Hm, stimmt´s, hab heut zwei Stück gefrühstückt!"
Ein stoischer Gentleman unter der Gattersäge.+7
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
Sirchelios vor 77 Tagen
---> The Fragrance of Dreams!+7
Flakon 8.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
DaveGahan101 vor 163 Tagen
Beides wunderbare Düfte, min. unterschiedliche Facetten, kann keine Empfehlung aussprechen, muss man selber testen,am besten beide parallel!+7
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
Jumi vor 84 Tagen
Im Herz der Wüste brennen grosse Feuer.Ihr Rauch vom Wüstenwind weit getragen zieht jeden Wanderer an wie ein Magnet. Geheimer Zufluchtsort.+6
Flakon 10.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
5 Antworten
Dannyboy vor 7 Monaten
Man darf sich schon fragen, warum Herr Tauer sich zunehmend auf die erste Phase seines Schaffens zurückbesinnt... Keine Konkurrenz für No. 2.+6
Smellie13 vor 14 Tagen
Die Nonne legt ihr sakrales Gewand ab und schummelt sich in die gemischte finnische Sauna *huch, erröt"+5
6 Antworten
Cafenoir vor 86 Tagen
Erst etwas spröde, öffnet sich das Herz bald in all seiner warmen,tiefen,balsamischen Schönheit. Die Luft flirrender, rauchiger. Ebenbürtig.+5
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
2 Antworten
Loewenrose vor 2 Tagen
Trockener, heißer Sand, in den sich ganz langsam von der Sonne erwärmtes Holz mischt. Einzigartig.+4
Uwki vor 10 Tagen
"Der englische Patient" auf dem Holzbett,
Balsam für seine Wunden - Etwas Rauch gegen Ungeziefer-
Atmen fällt schwer - Hustensaft enthalten!+4
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 6.0
Jazzbob vor 58 Tagen
Löst leider bei mir ebenso wie L'Air du Désert Marocain etwas Übelkeit aus. Handwerklich ist er aber sehr gut gemacht.+4
Duft 7.5
1 Antwort
RR1 vor 33 Tagen
WOW! Er ist elegant, einzigartig, verführerisch und macht süchtig. Das Holz, Patchouli und Ambra sind sehr zu riechen, balsam im Hintergrund+3
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.5

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