Cuirs Nomades

African Leather 2015 Eau de Parfum

African Leather (Eau de Parfum) von Memo Paris
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Platz 86 in Unisex-Parfums
8.3 / 10 915 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Memo Paris für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2015. Der Duft ist würzig-ledrig. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird noch produziert. Der Name bedeutet „afrikanisches Leder”.
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Duftrichtung

Würzig
Ledrig
Orientalisch
Holzig
Süß

Duftnoten

KardamomKardamom LederLeder KreuzkümmelKreuzkümmel MoschusMoschus PatchouliPatchouli Rosengeranie AbsolueRosengeranie Absolue SafranSafran VetiverVetiver BergamotteBergamotte OudOud

Parfümeur

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Bewertungen
Duft
8.3915 Bewertungen
Haltbarkeit
8.4816 Bewertungen
Sillage
8.0813 Bewertungen
Flakon
8.3784 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.1525 Bewertungen
Eingetragen von Franfan20, letzte Aktualisierung am 25.05.2024.
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion „Cuirs Nomades”.

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Rezensionen

28 ausführliche Duftbeschreibungen
Anosmia

14 Rezensionen
Anosmia
Anosmia
Top Rezension 31  
Leder oder nicht Leder, das ist hier die Frage
Als meine Mutter mir die Flasche andrehte, naja, anempfahl, schwor sie es handle sich hier um einen wild-animalischen superpräsenten ledrigen Kracherduft, der "hier bin ich" jubelt, nein kreischt. Aber: sie hatte ja auch den Leoparden auf der Flasche und das ultra-kitschige, absolut nicht postkoloniale Savannen-Werbefoto gesehen sowie sich die Ingredienzien erzählen lassen.
Ausserdem kannte sie den Namen.

Alle, die dem Duft ganz ohne Interpretationshinweise begegneten klangen eher so: Oh, Gewürze. Ganz schön alkoholisch, ist das vielleicht Rum? Hach, sehr angenehm. Schön. Schöne Creme hast du heute benutzt.
Doch, der ist interessant. Sehr interessant. Aber eher kerlig. Ziemlich herb. Aber, wirklich, der ist gut, der gefällt mir.

Keine Irritation.
kein überschwänglicher Jubel.
Keine Beladonna-Pupillen.

Und kein Mensch verlor je ein Wort über Leder.
Einer meiner Probanden, den ich dann verbal mit der, genau, Nase auf die Ledernote stossen wollte antwortete bloss: "Leder? Faxen!"
Aber vielleicht hat er sich sein Näschen für subtilere Ledernoten auch einfach versaut, jedes Wochenende eingeklemmt zwischen meterweise vollgeschwitztem Leder im derzeit angesagtesten Club der Welt.

Also ein durch und durch beliebter, von unglaublich vielen Leuten als "angenehm" (ist das das neue "nett"?) empfundener Duft mit ebenso angenehm körpernaher Sillage.
Dennoch: Wer angesichts des schicken Flakons denkt: "Oh, ich habe mich schon immer wie eine Wildkatze in Lederstrapsen auf Safari gefühlt, der hier ist meiner!" hängt sich mit einem Blindkauf möglicherweise ein bisschen zu weit aus dem Fenster.

Ich nenne ihn jetzt Kumpel und trage ihn immer wenn ich Männer davon ablenken will, dass ich eine Frau bin.
Das klappt hervorragend.
3 Antworten
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Chizza

336 Rezensionen
Chizza
Chizza
Top Rezension 19  
Alternativtitel: African Spices
Kommen wir zur marokkanischen Wüste von Tauer...okay, okay, das ist sehr überspitzt und im Detail falsch, wobei mich African Leather nicht nur vage an den Tauer erinnert. Worin das begründet liegen kann, dazu möchte ich später kommen.
Allgemein habe ich mich dem Duft aus einem Grund verschrieben, nämlich meiner deutlichen Duft-Obsession: Leder. Ein Glück, dass es nicht immer Leder sein muss denn sonst wäre ich nun enttäuscht. Leder respektive der Lederakkord ist hier eher im Hintergrund wahrzunehmen oder heraus zu raten wie ich später ausführen werde.
Der Beginn wird von vornherein von einem würzig-pfeffrigen Akzent dominiert, unzweifelhaft der Kardamom, welcher hier fein eingearbeitet worden ist. Er wirkt auf mich sehr aromatisch, rein gar nicht balsamisch, bringt aber auch die raue Lieblichkeit einer Wüstenblume mit. Sicherlich wird dieser vom Safran unterstützt, der den Duft hier und da herb-bitter gestaltet. Tatsächlich riecht das wunderbar und lässt sich dem afrikanischen Kontinent aufgrund seiner trockenen Art zuordnen, genauer Nordafrika. Obwohl der Duft dergestalt ist, möchte ich bereits hier sagen, der ist eher was für den Sommer um das volle Flair erreichen zu können, in der Kälte könnte er sich nur halb entfalten.
Nun nimmt man den Duft so wahr und fragt sich, wo bleibt der Lederakkord und woraus setzt sich dieser zusammen? In meinen Augen definitiv Bestandteil ist die Iriswurzel, welche blumige Akzente setzt. Ebenso keimt in mir der Verdacht auf, dass das Veilchenblatt beteiligt ist. Dies würde die pfeffrige und stark krautige Akzentuierung erklären. Nun bin ich kein Experte und leite das alles nur her. Mag gut sein, dass ich Mir dies einbilde. Fakt ist nur: es ist kein Lederduft denn so oder so duftet es nicht nach Leder.

Ansonsten besitzt African Leather eine starke Kreuzkümmelnote und erinnert mich hier eben an Tauer und seine marokkanische Wüste. Wie eine einsam erstrahlende Landschaft am fernen Horizont, wie eine Fata Morgana, ein Hoffnungsschimmer. Wunderbar erblüht das Parfum ab diesem Part, welcher an das Gewürz-Kapitel anschließt. Nun beginnt an diesem Punkt allerdings auch mein Dilemma:
So toll dieser Duft auch ist und so sehr ich ihn für manchen empfehlen kann, African Leather ist für mich mehr als Unisex. Genau wie der Tauer besitzt er diese für mich feminin-blumige Note, diese leicht blumige Süße. Versteht mich bitte nicht falsch: African Leather ist toll und auch wenn ich ihn nun oft mit Tauer verglichen habe, ist er doch mehr, denn in erster Linie und besonders die ersten Stunden ist er ein reiner Gewürzduft. Hier ist er einer der besten, die ich bisher erleben durfte, vielleicht genau so gut wie Route des Epices von Pierre Bourdon trotz deren Unterschiedlichkeit. Dennoch bin ich aufgrund des Ausklangs raus. Das ist nicht abwertend, es ist nur die Feststellung dass solche Düfte an mir nicht passend sind.
Doch was soll’s: meine Frau hat bald Geburtstag und ich zumindest nun eine Idee.
9 Antworten
8
Preis
10
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Smnbkr

8 Rezensionen
Smnbkr
Smnbkr
Hilfreiche Rezension 29  
les histoires des parfums - chapitre 4 - die Katze aus Paris
Teil 4 der Pariser Parfumgeschichten um den mittlerweile 20-jährigen Protagonisten aus Deutschland, der ein Freiwilliges Soziales Jahr in Paris macht und sich dabei die Zeit mit Parfumtouren durch alle Arrondissements vertreibt, führt uns erneut in die Nähe des Jardin des Tuileries.

Nachdem er schon in der Parfums-de-Marly-Boutique seine „Duftmarke“ hinterlassen konnte und es mittlerweile sogar geschafft hat, dass die zwei sehr netten Verkäuferhyänen mit ihm auf Landessprache kommunizieren, weil er so oft und nachdrücklich das Französische bemüht hatte, steuerte er nun die direkt nebenan gelegene MEMO-Boutique an. Schockverliebt von dem wundervoll eingerichteten Lädchen (wirklich wahr, googlet den oder geht hin) und den kunstvoll designten Duftflakons, die er vorfand, bemerkte er die an diesem Tag anwesende Verkäuferhyäne zuerst nicht. Als sie die (ebenso wie alles andere) wunderbare Wendeltreppe aus dem Lager hinaufkam, erschrak er fast ein bisschen. Sie erwies sich jedoch eher als eine Schmusekatze, sprach ihn hyänen-untypisch in sanftem Französisch an, und gab ihm während des gesamten Aufenthaltes die Zeit und den Raum, den er brauchte.

Unser Protagonist war gänzlich unvorbereitet in die Boutique gegangen, und so musste jedes Parfum ausgetestet werden.

So wirklich zusagen wollte ihm zuerst keines. Das „Lalibela Oud“ war ihm zu feminin, die anderen Düfte irgendwie zu farblos. Den „Irish Leather“ sollte er später noch für sich entdecken; an diesem Tag maß er jedoch auch diesem Duft keine größere Bedeutung bei. Am Ende waren tatsächlich nur noch zwei ungetestete Memos übrig: „Marfa“ und, aus irgendeinem Grund, „African Leather“. Diesen hatte er als einzigen Duft schon einmal irgendwo gehört. „Marfa“ gefiel ihm sofort. Sehr deutlicher Tuberose-Akkord, weicher, anschmiegsamer Geruch; nicht zu übersehende (oder überriechende) Parallelen zu „Soleil blanc“ von Tom Ford. Ja, dieser gefiel ihm sehr. Sehr sehr sogar.

Warum er ihn (3 Travel-Atomiser für 90€) nach ungefähr fünf Minuten kaufte, obwohl er nur die Kopfnote kannte, kann ich euch heute nicht mehr beantworten. Er tat es aber. Lief zur Metro mit einem unguten Gefühl. Roch immer wieder am Teststreifen. Und wusste beim Umsteigen im weltbekannten Bahnhofs „Châtelet - les Halles“, dass er einen Fehler gemacht hatte. Er mochte dieses Parfum, ja, durchaus. Aber er wollte so nicht riechen. In diesem Moment etablierte er für sich eine Beschreibung für eine bestimmte Art Parfums: toller Duft, aber nur als Raumduft. Man selbst solle so eher nicht riechen.

Was nun mit dieser neu gewonnenen Gewissheit. Auf jeden Fall nicht die Neuerwerbung auspacken. Das Geld zurück würde er aber auch nicht bekommen. Höchstens einen Gutschein. Oder aber würde er einen Umtausch machen können. Aber wogegen. Ihm gefiel doch kein Duft aus dem Haus. Merde!!!! Der erste Parfum-Fehlkauf. Es erwischt ja jeden Mal, sagte er sich. Wusste aber auch, dass es nicht hätte passieren müssen. Lustlos schaute er sich noch einmal die Pröbchen aus der Einkaufstüte von „Memo“ an, sprühte „African Leather“, den einzigen noch nicht getesteten Duft des Hauses, auf das Handgelenk, und ging niedergeschlagen ins Bett.

Er wachte um 2:40 Uhr auf, da er dringend aufs Örtchen musste. Er ging schnurstracks, und war schon fast wieder in seinem Zimmer, als er die Augen etwas weiter aufmachte. Was riecht denn hier so angenehm? Er schnüffelte an seinem Handgelenk….. und sah die Raubkatze. Graziös, elegant, anmutig. Scharfe Krallen, aber nur, wenn sie muss. Ruhig, jedoch auch tödlich laut, wenn sie muss. Unauffällig im hohen Steppengras, auf der Jagd jedoch unübersehbar schnell und mörderisch. Und ja, ich rede noch immer vom Duft. Vielmehr rede ich vom Dufterlebnis, das der 20-jährige FSJler in dieser Nacht im Westen von Paris hatte.

Am Morgen danach wollte er den Duft noch einmal testen… brauchte er aber gar nicht. Er war immer noch auf dem Handgelenk wahrnehmbar, hatte sich kaum gewandelt, und verschlug ihm noch immer die Sprache. Er machte sich bei nächster Gelegenheit auf, und tauschte den schönen, aber für ihn untragbaren Raumduft gegen ein neues Haustier. Ein gefährliches Haustier. Eine Katze, mit der er auch ausgehen kann. Nein, mit der er ausgehen musst. Die ihren Auslauf braucht. Ihr Territorium, um zu performen. Die wenig zu machen braucht, um sich Respekt zu verschaffen. Ihre bloße Anwesenheit reicht. Die auf der Jagd tödlich zuschlagt. Der keine Beute entkommt.

Merci, Memo, für ein Haustier der Extraklasse. Für einen tierisch guten Begleiter, der nur am Anfang etwas zu sehr die Krallen ausfährt, nur um dann zehn Stunden plus die Wüste dekadent unsicher zu machen.

African Leather

das einzige Raubtier in Paris
5 Antworten
5
Preis
9
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9.5
Duft
Mairuwa

23 Rezensionen
Mairuwa
Mairuwa
Sehr hilfreiche Rezension 25  
Die Exotismusfalle
Aufmerksam geworden durch den Namen, die stilvolle - wenn auch etwas klischeehafte - Aufmachung und nicht zuletzt die Rezensionen in diesem Forum, habe ich nun endlich die Gelegenheit gehabt, "African Leather" von Memo zu testen. Die Besprechungen hatten viel erwarten lassen: ein Duft der polarisiert, dessen Stärke und Eigenheit entweder Enthusiasmus oder Ablehnung hervorruft. In der Regel gehöre ich bei solchen Düften eher zur Gruppe der Enthusiasten. Entsprechend war ich gespannt - und gewarnt. Ich war auf einen animalischen, extrem starken Duft gefasst, rechnete jederzeit damit, von der goldenen Raubkatze auf dem Flakon geradezu angesprungen zu werden. Doch ich wurde überrascht - weder Stall, noch Raubtierkäfig und wahrlich kein dominantes Leder. Statt dessen kräftige, trockene Gewürze, von der leichten Zitrik der Bergamotte erfrischt ohne jemals wirklich frisch zu wirken, eher etwas schwül. Patchouli spielt hier sicher mit und allenfalls im Hintergrund kommt dann auch irgendwann eine Ledernote ins Spiel, die aber sehr sanft und warm ist, niemals stechend. Später werden dann noch dezent süssliche Nuancen wahrnehmbar, die mich fast an Vanille denken lassen, obwohl die vermutlich tatsächlich nicht im Spiel ist. Eine sanfte Moschusbasis, ja. Oud? Da müsste ich lügen. Aber auch dessen unspektakuläre Einbettung spricht sehr für den Duft als ganzen, der komplex, aber sehr abgerundet und verwoben ist und eben niemals laut. Dafür durchaus tragbar.

Mein erster Eindruck: ganz anders als erwartet. Aber viel besser! Die Haltbarkeit zweifellos sehr gut. Die Ausstrahlung nur in der ersten Stunde sehr markant, danach bleibt er wahrnehmbar, ist aber nicht mehr dominant. Kein Duft, der einschüchtern müsste. Tendentiell schon eher maskulin, aber durchaus auch von Frauen tragbar. Für mich am ehesten in den Sommer passend, wenn abends die Hitze nachlässt und man noch lange draußen sitzen kann.

Sicher, der Name ist irreführend: Wer einen markanten Lederduft sucht, der fährt mit "Iberian Leather" aus der gleichen Reihe oder mit "Cuir Intense" von Guerlain besser. Wer Afrika sucht, ist mit "Timbuktu" vielleicht besser beraten. Aber was sind schon Namen! Vielen Rezensionen merkt man an, dass die Nase sich vom Mysterium des Namens hat einnehmen (oder abschrecken) lassen und dann im Duft selbst die Bilder zu finden glaubt, die der Name im Geist evoziert hat. Und warum auch nicht. Parfumnamen, ebenso wie Parfums selbst, sind schließlich genau dazu da: Träume entstehen zu lassen, Bilder heraufzubeschwören. Die Präsentation tut ihr Übriges. Und schließlich: Afrika ist groß und komplex, und irgendwo dort findet sich vermutlich tatsächlich die olfaktorische Inspiration, die in "African Leather" ihren Ausdruck gefunden hat. Und der Duft "African Leather" ist eine ebenso große, komplex schillernde Welt, und irgendwo darin findet sich auch das namensgebende Leder, findet sich Afrika, findet sich auch das goldene Raubtier des Flakons. Es ist mit dem Duft wohl genauso, wie es auch mit Afrika ist: Man sollte nicht versuchen, das einseitige, vorgefertigte Bild seiner Erwartungen bestätigt zu finden, sondern offen bleiben und sich darauf einlassen, dass es noch viel mehr zu entdecken gibt, als man ahnt.
0 Antworten
10
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
N471v3

128 Rezensionen
N471v3
N471v3
Top Rezension 9  
So riecht die afrikanische Savanne! Erwartungshaltung mehr als erfüllt!
Von African Leather hätte ich vor paar Monaten schon fast mal einen Flakon erstanden. Das Produkt hat mir einfach einen Traum vermittelt, ich habe mir erhofft dass es ein interessanter, anziehender und besonderer, süßer Kardamom-Duft ist.
Aber erstens war es ein Tester-Flakon, was ich nicht so mag. Zweitens war ein bisschen die Angst da, dass es dann ein zu dunkel-ledriger Nichen-Duft ist, der für mich dann gar nicht im Alltag tragbar ist.

Jetzt, viele Monate später, konnte ich endlich eine Probe ergattern! Danke an dieser Stelle dem netten "Winter18" dafür!! (:

Ich hatte das Gefühl den Inhalt dieses wundervollen Testers (das bedruckte Faltpapier alleine ist eine Augenweide...) muss ich gleich auf meine Haut applizieren. Kein Papierstreifchen-Sicherheitstest also. ;P

Und ja, ich war wirklich sehr angenehm überrascht! :)

Es offenbart sich in der Tat ein sehr guter und angenehmer Duft, der mich sofort an die Savanne erinnert. Ok, zugegebenermaßen,- nein ich war noch nicht dort. Aber das olfaktorische Bild das mir gemalt wird, symbolisiert die Elemente so schön.
Die Eröffnung ist durch den Kardamom schön angewürzt, was mir sehr gut gefällt. Dadurch dass es kein Pfeffer oder dergleichen ist jedoch nicht zu scharf, und so bettet es sich schön in das Gesamtgefüge ein. Das Gesamtgefüge ist für mich ein samtig-süßlicher Teppich, mit einer geschmeidigen aber zugleich leicht rauen, wilden Attitude. Ich stell's mir so vor, wie wenn man eine Giraffe streichelt und ihr Fell etwas borstig ist, und gezeichnet vom staubigen Alltag im tropischen Wüstenland.
Safran, Oud und Patchouli erweitern das Gefüge um eine Kakao-artige, staubig-weiche Puderwolke, in der alles gut zusammen passt und mit einander interagiert.

African Leather erinnert auch mich sehr stark an die Tauer-Düfte mit dem komplizierten Namen (Bla Bla Desert Marocain). Die finde ich jedoch etwas glatter und nicht ganz so interessant zu riechen, wobei African Leather den reizenden Kardamom leider immer mehr zurück schraubt, und sich den Tauern dann fast zu viel annähert,- wenns nach mir geht hät's ruhig mehr Bergamotte und Kardamom sein dürfen. Was, ich will ja nur La Nuit de L'Homme als Niche nachbauen?? Neiiiiiin ich doch nicht... ':D (Ok, erwischt...)
Und ja, durch Bergamotte, Kardamom, Vetiver hat das Teil ganz leichte LNDL-Momente. Vielleicht der beste Nichen Approach an das Thema LNDL bisher, wobei es echt kein Klon oder so davon sein will... also so ähnlich ist es dann nicht.

Für mich hat es auch kurze Momente der Reminiszenz an Kenzo Jungle, aber nicht dass es irgendwie ähnliche Noten hat, sondern eher dass es was ähnliches ausdrückt, ein ähnliches Flaire verbreitet.

Alles in allem ein toller Duft, vom Preis her schenkt es sich mit Tauer nicht viel, und beide sind recht teuer (ca. 235 / 100ml).

Dafür dass ein Flakon bei mir einzieht wird es vermutlich vorerst nicht reichen, da ich vorerst 1,5ml zum Genießen habe, aber kann sein dass ich irgendwann nicht widerstehen kann. Auf jeden Fall ein schönes Produkt, mit viel Liebe zum Detail, in den geruchlichen Nuancen sowie der liebevollen Präsentation.

Unbedingte N471v3-Testempfehlung!
6 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

230 kurze Meinungen zum Parfum
Danny264Danny264 vor 2 Monaten
9
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Kümmel u. Kardamom
sanft grün-würzige Oase
Kamelleder zum trocknen
im Safran-Sand-Wind
Moschuswölkchen
So rochs wohl im Film
Wüstenrose
71 Antworten
Sweetsmell75Sweetsmell75 vor 2 Jahren
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
7
Duft
Ätherisch-grünes Britzeln
zwischen Holz & Gewürzen
in der trockenen Steppe...
Duschgelbrise am Lederwams!
Definitiv ist das Männerzeugs :)
20 Antworten
BastianBastian vor 3 Jahren
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Leder im Hintergrund dezent
Bergamotte/ Vetiver toll eingearbeitet
Feinwürzig
Finde bisher der beste Memo!
Gefällt mir!
*Kaufkandidat*
20 Antworten
Medianus76Medianus76 vor 3 Jahren
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
So golden der Horizont
staubiger Savanne
wirbeln würzig die Winde
der Wüste erzählen
unter flirrender Sonne
von Zeiten anmutender Schönheit
20 Antworten
JonezJonez vor 1 Jahr
7
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Afrikas orientalisch angehauchte Steppe
streife durch die Kardamom-
und Kreuzkümmelbüsche
die Wildlederjacke unterm Arm
in Richtung Sonne
28 Antworten
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