21.02.2026 - 17:54 Uhr

Cellomar
20 Rezensionen

Cellomar
Die Illusion von Tabak
Tonkade beginnt für mich überraschend animalisch. Der Auftakt wirkt harzig-würzig, beinahe oudartig, mit einer leicht scharfen, fast urinartigen Facette. Kardamom und Weihrauch verleihen ihm eine dunkle, kantige Präsenz, die im ersten Moment irritiert. Es ist kein gefälliger Einstieg – eher ein Duft, der zunächst Widerstand erzeugt und Aufmerksamkeit fordert.
Diese Oud-Assoziation bleibt jedoch nicht dominant. Schon bald verändert sich das Bild deutlich.
Tonkade erinnert mich nach wenigen Minuten stark an einen Tabakduft – obwohl keine Tabaknote deklariert ist.
Mit fortschreitender Entwicklung treten Vanille und Tonkabohne stärker hervor. Gleichzeitig wirken Weihrauch und Moschus weiter im Hintergrund, ergänzt durch ein kühles Patchouli. Genau diese Kombination scheint die Tabak-Illusion zu erzeugen: eine Mischung aus harziger Trockenheit, sanfter, fast cashmere-artiger Süße und moschusgetragener Struktur.
Es entsteht ein süßlich-rauchiger, runder Tabak-Vibe. Kein Leder, kein aschiger Rauch, keine schwere Zigarrennote – sondern kultivierter, leicht vanilliger Tabak mit feinem Rauchschleier.
Gerade diese Wendung empfinde ich als überraschend, weil ich diesen Eindruck weder in offiziellen Beschreibungen noch in bisherigen Rezensionen wahrgenommen habe. Umso spannender ist es, ihn selbst zu entdecken.
Tonkade ist nicht linear. Er startet dunkel und herausfordernd, zeigt im Herzen eine strukturierte, leicht scharfe Patchouli-Phase und mündet schließlich in einen cremig-süßlichen Drydown mit deutlicher Tabakanmutung. Diese klar wahrnehmbare Transformation verleiht ihm Komplexität und hält ihn über mehrere Stunden hinweg interessant.
Die Sillage ist gut wahrnehmbar, aber kontrolliert – präsent, ohne laut zu sein. Die Haltbarkeit ist sehr solide; auf meiner Haut bleibt er mehrere Stunden deutlich erkennbar und klingt angenehm hautnah aus.
Auch die Präsentation überzeugt: Der Flakon wirkt hochwertig und solide verarbeitet. Der Deckel ist massiv, sitzt fest und vermittelt Qualität. Besonders hervorheben möchte ich den Sprühkopf – einer der besten, die ich bislang getestet habe. Der Sprühnebel ist fein, gleichmäßig und hervorragend dosierbar.
Tonkade fordert im Opening Geduld und Offenheit. Doch wer sich auf die Entwicklung einlässt, entdeckt eine raffinierte Tabak-Illusion, die ohne echte Tabaknote auskommt.
Tonkade ist kein einfacher Duft. Aber genau darin liegt seine Faszination.
Diese Oud-Assoziation bleibt jedoch nicht dominant. Schon bald verändert sich das Bild deutlich.
Tonkade erinnert mich nach wenigen Minuten stark an einen Tabakduft – obwohl keine Tabaknote deklariert ist.
Mit fortschreitender Entwicklung treten Vanille und Tonkabohne stärker hervor. Gleichzeitig wirken Weihrauch und Moschus weiter im Hintergrund, ergänzt durch ein kühles Patchouli. Genau diese Kombination scheint die Tabak-Illusion zu erzeugen: eine Mischung aus harziger Trockenheit, sanfter, fast cashmere-artiger Süße und moschusgetragener Struktur.
Es entsteht ein süßlich-rauchiger, runder Tabak-Vibe. Kein Leder, kein aschiger Rauch, keine schwere Zigarrennote – sondern kultivierter, leicht vanilliger Tabak mit feinem Rauchschleier.
Gerade diese Wendung empfinde ich als überraschend, weil ich diesen Eindruck weder in offiziellen Beschreibungen noch in bisherigen Rezensionen wahrgenommen habe. Umso spannender ist es, ihn selbst zu entdecken.
Tonkade ist nicht linear. Er startet dunkel und herausfordernd, zeigt im Herzen eine strukturierte, leicht scharfe Patchouli-Phase und mündet schließlich in einen cremig-süßlichen Drydown mit deutlicher Tabakanmutung. Diese klar wahrnehmbare Transformation verleiht ihm Komplexität und hält ihn über mehrere Stunden hinweg interessant.
Die Sillage ist gut wahrnehmbar, aber kontrolliert – präsent, ohne laut zu sein. Die Haltbarkeit ist sehr solide; auf meiner Haut bleibt er mehrere Stunden deutlich erkennbar und klingt angenehm hautnah aus.
Auch die Präsentation überzeugt: Der Flakon wirkt hochwertig und solide verarbeitet. Der Deckel ist massiv, sitzt fest und vermittelt Qualität. Besonders hervorheben möchte ich den Sprühkopf – einer der besten, die ich bislang getestet habe. Der Sprühnebel ist fein, gleichmäßig und hervorragend dosierbar.
Tonkade fordert im Opening Geduld und Offenheit. Doch wer sich auf die Entwicklung einlässt, entdeckt eine raffinierte Tabak-Illusion, die ohne echte Tabaknote auskommt.
Tonkade ist kein einfacher Duft. Aber genau darin liegt seine Faszination.
Aktualisiert am 21.02.2026 - 18:02 Uhr



Kopfnote
Tonkabohne
getrocknete Früchte
Kardamom
Neroli
Herznote
Cashmeran
Patchouli
Vanille
Atlaszeder
Basisnote
Hölzer
Moschus
Weihrauch






Theris
Ergoproxy
Smoetn
Amadea70
Rieke2021































