Ma Nishtana aus dem Hause Prin trägt vor allem die Prin-DNA in sich. Allerdings nicht die von dem Label Prin, wo Herr Lomros seine eher gewagten und eher künstlerischen Düfte vermarktet sondern von seiner tragbaren Linie Parfum Prissana. Häxan ist hier ein gutes Beispiel, welchen ich als äußerst massentauglich empfinde und Ma Nishtana ist nicht anders. Wohlgemerkt: ich sage damit nicht, dass ein Duft schlecht ist weil er massentauglicher konzipiert ist, ich bin da selbst variierend, nicht ambivalent aufgestellt.
Ohne allzu sehr vorweggreifen zu wollen, Ma Nishtana ist extrem wandelbar. Der Duft startet mit einer Badedas-Attitüde, welche durch den Piment zu einer würzig-grünen Melange wird, nicht allzu sehr pfeffrig. Diese Phase hält lange an, ab und an Lugt bereits etwas Getier hindurch. Dieser Grundtenor wandelt sich dann und die zweite und wohl längste Phase von Ma Nishtana beginnt.
Zunächst bemerkt man den Kümmel, wie er da etwas bitter-süßlich etwas flankiert. Ja, er flankiert den Weihrauch, geleitet ihn sinnbildlich durch den Beginn und verabschiedet sich alsbald.
Es bleibt sakraler Weihrauch. Zunächst denke ich an Sancti-Eau dela von Liquides Imaginaires aber da fehlt die zitrische Note, so dass eine Artverwandtschaft bleibt. Einerseits duftet es gehoben, dann doch auch relativ generisch.
Plötzlich dreht der Weihrauch in Richtung der Series 3 von CdG; duftet relativ gleich. Einige sehen Kyoto als Duftzwilling den ich genau wie Ouarzate ausschließen würde, da diese nicht so monothematisch agieren. Ma Nishtana respektive diese Phase von Ma Nishtana tut das aber. Aus dem Gedächtnis heraus würde ich das Prin-Erzeugnis wohl mit Avignon vergleichen.
Insgesamt gut aber nicht herausragend. Subjektiv wird er das auch nicht mehr. Dennoch rieche ich fünf Stunden später keinen Weihrauch mehr. Sukzessive schlich sich eine Art Cremigkeit in den Duft ein, was mich leicht irritierte. Nun dominiert das Sandelholz, Plötzlich zeigt sich auch die Animalik in Form von feinem Wildleder. Eine Art Kakao-Aroma bildet sich auf diese Weise und erinnert an die gutbürgerliche Version von Royal Oud, grob aber sympathisch.
Ma Nishtana ist also eine olfaktorische Komposition, facettenreich und in sich äußerst divergent. Damit auch sehr reizvoll wenngleich ich nicht in Freudentränen ausbreche. Die Reihe ist für Prin-Fans was, denen die Marke Prin zu viel ist.
Da haste mich gut mit getroffen. Die „Haupt“-Prins finde ich wunderschön, aber eher für eine private Duftreise. Dieser hier ist wirklich eher gefällig, dabei m.E. aber nicht langweilig.
sorry an einige Vorkommentoren, aber Ma Nishtana, mit seiner Vielschichtigkeit, ist total anders als Avignon und Kyoto (der passt ja schon gar nicht im Vergleich) und dadurch eine absolute Bereicherung und tolle Ergänzung meiner Rauchschwaden-Sammlung
Mir hat der Duft ausgezeichnet gefallen, und ich fand ihn sowohl sehr tragbar, als auch sehr eigenständig (weder allzu ähnlich zu Kyoto noch zu Avignon, die ich beide auch sehr mag).
Es scheint sich hierbei um eine sehr vielschichtige und dennoch auch spezielle Komposition zu handeln, welche ihre Herkunft sicherlich nicht leugnen kann. Nichts desto trotz wäre ein Test interessant und aufschlussreich!
Ich hätte nach der ersten Zeile (Prin-DNA) abbrechen können, aber habe ic natürlich nicht und wenn Du wiederum von facettenreicher Komposition schreibst und den Vergleich mit Kyoto / Avignon bemühst, bin ich wieder voll dabei.
Facettenreich ist der wirklich. Und auch sehr gut tragbar. Aber für einen Kauf hatte mir damals auch irgendetwas gefehlt. Ich denke er war mir zu ähnlich zu anderen Düften die ich schon kenne seiner Art. Aber grundsätzlich toller Duft!
Eine wirklich toll herausgearbeitete Duftbeschreibung.
Der Ma Nishtana kommt gar nicht mal so verkehrt daher, aber ein potenzieller Kandidat zum Testen ist er wohl nicht für mich.
Natürlich eine Pokalvergabe für den gelungenen Kommi!
Aufgrund deiner ausführlichen Beschreibung glaube ich nicht, dass dieser Duft etwas für mich sein könnte
Rauchig ginge ja noch, aber mit würzig wird mir das zu viel.
Das beschriebene Duftende könnte ich mögen, aber insgesamt ist das Parfüm nicht meins. Deine gute Charakterisierung desselben macht mir das eindringlich klar. Hilfreicher Kommentar!
Schöne Beschreibung. Aber ich mag die Handschrift von Herrn Lomros gar nicht. Das ist mir alles zu wirr zusammengemischt und unharmonisch. Aber das darf man hier eigentlich gar nicht sagen, er wird hier ja hochgelobt *schnellwegduck*
Der Ma Nishtana kommt gar nicht mal so verkehrt daher, aber ein potenzieller Kandidat zum Testen ist er wohl nicht für mich.
Natürlich eine Pokalvergabe für den gelungenen Kommi!
Rauchig ginge ja noch, aber mit würzig wird mir das zu viel.