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Estrella de la Mañana 2024

7.3 206 Bewertungen
Ein Parfum von Une Nuit Nomade für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2024. Der Duft ist rauchig-würzig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert. Das Parfum ist laut Hersteller vegan.
Aussprache Vergleich Vegan
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Duftrichtung

Rauchig
Würzig
Harzig
Holzig
Ledrig

Duftnoten

BirkeBirke BenzoeBenzoe KakaoKakao VanilleVanille

Parfümeur

Bewertungen
Duft 7.3
206 Bewertungen
010
Haltbarkeit 8.4
164 Bewertungen
010
Sillage 7.9
165 Bewertungen
010
Flakon 8.3
163 Bewertungen
010
Preis-Leistung 6.7
122 Bewertungen
010
Eingetragen von mehreren Usern, aktualisiert am 22.10.2026
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion Collection Legends.

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Rezensionen

7 ausführliche Duftbeschreibungen
Raidn

8 Rezensionen
Raidn
Raidn
Top Rezension 17
Lagerfeuer in Perfektion
In der Regel assoziiere ich Rauchnoten immer sofort mit dem kalten, abgestandenen Rauch von einem Aschenbecher, dessen Leerung längst überfällig ist. Oder aber mit dem dringenden Bedürfnis schleunigst duschen zu gehen, weil der Grillmeister leider eher stümperhaft mit Kohle oder Holzfeuer umgegangen ist.

Estrella de la Mañana ist eine grandiose Ausnahme: Die rauchigen Noten sind perfekt mit den holzigen und harzigen Anteilen verwoben, so dass eine angenehme natürliche Komposition entsteht, die an perfekt gelagertes Feuerholz erinnert. Und genau in dem Moment, in dem man denkt, dass der Rauch jetzt doch überhand nehmen könnte, wird mit einer warmen, weiche Süße von Vanille und Kakao gekontert. Gleichzeitig verhindern die holzig-harzig-rauchigen Anteile aber, dass der Duft zu künstlich-süß gerät. Obwohl sich deutliche Assoziationen an gebrannte Mandeln und geröstete Maronen in meine Vorstellung schleichen, handelt es sich hier keinesfalls um einen "Weihnachtsduft", dazu fehlen die typischen Gewürze und die Tonkabohne/Mandeln.

Für mich ist Estrella de la Mañana
- perfekt für knackig-kalte Wintertage, an denen man am liebsten in seinem Schal versinken möchte
- die mit großem Abstand schönere, harmonischere Alternative zu By the Fireplace
- ein absolut sophisticated, edler Kuschelduft
- qualitativ extrem gut gemacht

Der Preis ist eine ordentliche Nummer. Flakon, Duft, Haltbarkeit und Strahkraft sind es aber auch. Hier stimmt für mich das Preis-Leistungsverhältnis absolut.

1 Antwort
10Duft 9Haltbarkeit 9Sillage
Philipp0601

14 Rezensionen
Philipp0601
Philipp0601
Top Rezension 16
Meisterwerk
Diese Kreation testet Grenzen aus. Ein dunkler und gewagter Duft, der aber sehr warm und rauchig riecht! Erst schlägt er Dir ins Gesicht, aber du willst die Wange wieder hinhalten. Der Duft beginnt sehr stark rauchig und maskulin und enthüllt dann eine schöne, rohe, bittere Kakaonote, die ewig auf der Haut anhält. Der Kakao ist wunderschön gemacht und harmoniert perfekt mit dem Rauch. Vanille spielt hier auch eine wichtige Rolle, ist aber weder zu süß, noch will Sie in den Vordergrund. Der Dry-Down ist unglaublich. Man fühlt sich wie im Traum. Dünenlandschaften aus dunklem Kakao. Du sitzt mit deiner Familie am Lagerfeuer. Papa raucht ne Pfeife, ich rieche meine Lederjacke und ganz zart das frische Vanillegebäck das neben dem Rosenstrauß liegt. Die Kinder machen Stockbrot und werfen frisches Birkenholz ins Feuer. Gebrannte Mandeln liegen neben dem Glas mit edlem Rum.

Man riecht wirklich alles! So raffiniert gemacht!

Wunderschöne(r) Flakon und Verpackung/ Präsentation.

Wird mein Winterliebling!
Aktualisiert am 14.11.2024, 06:15 Uhr
0 Antworten
10Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Jorge06

10 Rezensionen
Jorge06
Jorge06
Hilfreiche Rezension 9
Nazuki
Die Marke Une Nuit Nomade ist eine der interessantesten im bezahlbaren Nischenbereich. Ich hatte die Freude durch beide Testersets fast alle der Düfte ausgiebig testen zu können. Während mir bei weitem nicht alle gefallen haben sind es in ihrer Gesamtheit mit die interessantesten und einzigartigsten Nischendüfte im bezahlbaren Bereich, zumindest die Eau de Parfums. Jedes erzählt seine eigene Geschichte, manche haben fast keinen Anwendungsbereich sondern vermitteln nur ein Gefühl. Die Extraits setzen in dieser Hinsicht noch mal einen drauf.
Dieser hier ist von allen mein absoluter Favorit.
Sofort beim ersten riechen habe ich eine ganz klare Assoziation.
Nazuki - Das süße georgische Brot das mir meine Mutter bei jedem Sommerurlaub dort an einem der Stände am Straßenrand gekauft hat. Der Geruch ist unverwechselbar, frisch aus dem Steinofen, etwas rauchig, süßlich und warm. Manchmal sprühe ich den Duft auf das beigelegte Testkärtchen und lasse es in meinem Zimmer liegen um für ein paar Tage diesen Geruch genießen zu können.
Zu tragen ist er schwierig, Freunde von mir bezeichneten ihn als morbide, als ich ihn an Halloween getragen habe, verkleidet als Viktor aus Corpse Bride. Denn auch das gehört zum Duft, auf der Haut wird er rauchiger, die süßen Töne verblassen und der Duft bekommt eine noch tiefere Ernsthaftigkeit, die Gelegenheit zu der ich ihn getragen habe war perfekt, zu meinem eigenen Charakter passt er jedoch nicht. Ich begnügen mich damit ihn ab und zu für eine süße Kindheitserinnerung auf Stoff oder Papier zu sprühen.
Einen Tester muss man haben, einfach um ihn einmal erlebt zu haben, für die volle Größe muss man ein anderer Typ Mensch sein als ich es bin. Die eher schwache Bewertung kommt wohl daher, dass viele diese Assoziationen nicht haben und der Duft eher ein Kunstwerk als ein Verkaufsknaller sein soll.
Aktualisiert am 16.12.2025, 16:15 Uhr
1 Antwort
Mairuwa

91 Rezensionen
Mairuwa
Mairuwa
10
Interludium für Prinzessin Tzacopontziza
Ein evokativer Name: Estrella de la Manana, der Morgenstern also, gleichzeitig der Abendstern (beliebtes Beispiel für Referenzidentität), die Venus, Aphrodite, die Schaumgeborene. Der Weg vom Himmel zum Mythos ist in der Tat nicht weit – im klassischen Altertum nicht und auch nicht in dem Kontext, in dem wir uns hier bewegen: Mexiko.

Hier heißt die Venus Tzacopontziza und ist die Tochter von Tenitzli, dem König der Tachihuiin, eines indigenen mexikanischen Volkes. Ihr Name bedeutet übersetzt scheinbar so etwas wie „Gerechter Strahl des Anfangs“ – wenn man will also tatsächlich Morgenstern, in spanischen Versionen zumindest wahlweise übersetzt mit „Lucero del Alba“ oder eben „Estrella de la Mañana“, je nachdem ob ein poetischer oder eher sachlicher Klang erwünscht ist. In jedem Fall war die Prinzessin natürlich wunderschön, und weil ihr Vater es nicht ertragen hätte, sie mit einem sterblichen Mann vermählt zu sehen, wurde Tzacopontziza zur Priesterin der Göttin Tonoacayohua, geweiht, der Göttin der Ernte. Sie auch nur anzusehen, wurde nach dem Willen des Vaters mit dem Tode bestraft. Aber wie das so ist, verliebte sie sich dann doch, nämlich in den Prinzen Zkatan-Oxga (was so viel heißt wie „Junger Hirsch“ – weil er ein geschickter Jäger war). Sie wollte mit ihrem Liebhaber fliehen, doch die beiden wurden von den Priestern eingefangen und Zkatan-Oxga getötet. Aus Liebe folgte Tzacopontziza ihrem Prinzen in den Tod und aus dem Blut der beiden wuchs zunächst ein Baum und kurz darauf eine Pflanze mit sternförmigen Blüten, die den Baum eng umrankte - die Vanille-Orchidee.

Tatsächlich gelten die Tachihuiin als das erste Volk, das die Vanille kultiviert hat. Die Pflanze - zunächst schlicht Xanat oder „Blume“ genannt - galt ihnen als heilig und, dem Mythos entsprechend, als Symbol für ewige Liebe. Der Duft der Vanilleschoten hatte entsprechend eine rituelle Bedeutung.

Soweit der Mythos. Und der Duft? Im Auftakt hat man hier alles zugleich: Vanille, ja, vor allem aber beißenden Rauch. Das ganze Drama von Tötung und Wiedergeburt, Chaos und unsterblicher Schönheit. Dann nimmt sich die Vanille allerdings bald zurück und gibt einer immer noch rauchigen, aber sehr aromatischen Kräuterwürzigkeit Raum, die für mich in der Mitte der Duftentwicklung starke Anklänge an Interlude Man hat, mit seiner geballten Ladung Oregano. Oregano oder vergleichbare trockene, mediterrane Gewürze sind hier allerdings offensichtlich nicht verbaut. Die Parfumo-Datenbank listet sogar lediglich Vanille, Birke, Kakao und Benzoe, wobei Birkenessenz oder Birkenteer hier neben der Vanille sicher zentral ist und für die starke Rauchigkeit verantwortlich ist. Bei der Trockenwürzigkeit mag aber auch die Zistrose eine Rolle spielen, die, obwohl ebenfalls nicht gelistet, laut Parfümeur Jérôme Di Marino eine wichtige Rolle im Duftaufbau spiele: ein Cistus-Absolue sei für Amber-Weihrauchakzente in der Basis verantwortlich. Zistrose kann aber auch eine harzig-krautige, leicht medizinische Schärfe haben, die im Zusammenspiel mit dem Rauch vielleicht diese trocken heiße mediterrane Würzigkeit erzeugt – ein beinahe verbrannt-krautiger Aspekt, der hier irgendwann sogar in Richtung verbrannten Gummis dreht.

Der „Interlude“-Eindruck bleibt ein Zwischenspiel, wenn auch ein ausführliches. Schließlich wird der Duft deutlich sanfter, die Vanille setzt sich nach dem Fegefeuer schließlich wieder zunehmend durch, bleibt aber unsüß und immer noch deutlich rauchig. Dazu gesellt sich nun verhalten auch eine herbe schokoladige Note. Das ist kein trockener Kakao-Staub, sondern dunkle, bittere Schmelzschokolade. Benzoe kann ja durchaus schokoladige Facetten haben. Und vermutlich dürfte sie hier auch allgemein eine wichtige Rolle dabei spielen, die Gegensätze von schroffen Rauchnoten und lieblicher Vanille harmonisch zu verbinden.

Die Vereinigung der Liebenden über den Tod hinaus. Insgesamt scheint mir die Botschaft des Mythos hier durchaus plausibel umgesetzt. Dramaturgisch choreografisch wirkt das sehr schön, auch wenn die starke Rauchigkeit des Birkenteers fast eher an eine rituelle Opferung im Feuer denken lässt, während der Tod im Mythos ja ein blutiger war. Tatsächlich wird die Geschichte von Tzacopontziza und Zkatan-Oxga hier in sehr freier, poetischer Form aufgegriffen: Der Prinz heißt in der Nacherzählung bei Une Nuit Nomade nicht nur „Junger Hirsch“, sondern er hat tatsächlich ein Geweih. Und es ist auch tatsächlich vom „Rauch des Opferfeuers“ die Rede, „in dem die Seelen der beiden Liebenden miteinander verschmelzen“. Während sich der Hirsch olfaktorisch nicht abbildet, ist das Verschmelzen der Liebenden - das Verschmelzen der lieblichen Vanillenote mit der harschen Leder-Rauchnote zu einer bitter-süßen Einheit - schon eher schlüssig. Und im Duft ist das, vor allem für mich, der ich Gourmand-Düften eigentlich eher skeptisch gegenüberstehe, durch das Fehlen jeglicher Süße durchaus überzeugend. Wenn Vanille, dann so: rauchig, dunkel, tief. So flächendeckend, wie man heutzutage künstlichen Vanillearomen ausgesetzt ist, vergisst man manchmal, dass diese Schote ursprünglich völlig zurecht Göttern und Herrschern vorbehalten war.

Als einziger Minuspunkt in Sachen Dramaturgie wäre vielleicht zu bemängeln, dass der Sieg der Vanille, die Wiedergeburt der Prinzessin, sehr spät im Duftverlauf geschieht - zu einem Zeitpunkt, da der Duft sich schon ziemlich abgeschwächt hat. Man muss gewissermaßen, um das Happy End mitzubekommen, schon geduldig dranbleiben und sehr lange genau hinriechen. Aber das ist ist ja auch wiederum ein Plus: Der Duft verlangt Aufmerksamkeit. Und das über Stunden, denn die Haltbarkeit ist sehr gut.
Aktualisiert am 09.09.2026, 02:38 Uhr
17 Antworten
8Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Dennis1104

1263 Rezensionen
Dennis1104
Dennis1104
5
Er ist einfallsreich und zeigt verschiedene Facetten. Gefällt mir.
Estrella de la Mañana ist ein wirklich schöner und vor allem einfallsreicher Duft der nicht wie jeder andere riecht. Ich finde die Entwicklung auch irgendwie total interessant und zusagend.
Richtig schönes Ding!

Der Duft startet für mich merklich süßlich mit sogar cremigen Einschlägen. Irgendwie hat es für mich sogar was von einer Art spezieller Sonnencreme. Das habe ich in diesem Fall bisher so noch nie gehört, aber mein persönliches Empfinden ist da einfach so.

Relativ fix gewinnt der Duft dann an Ecken und Kanten. Er entwickelt rauchige Züge. Die Süße trifft etwas zurück, geht aber nicht komplett weg. Es baut sich auch direkt eine gewisse Würze auf. Dieser beschriebene Eindruck bleibt für mich dann relativ lange bestehen, bis plötzlich eine richtig tolle Kakao Note hervor tritt, ebenso wie diese tolle Vanille.

Gegen Ende wird es dann merklich harziger. Es duftet dann harzig-süßlich. Der Duft behält aber definitiv auch seine Würze etwas bei. Die rauchige Komponente nehme ich dann gegen Ende nicht mehr war. Während des Verlaufs empfand ich die rauchige Facette aber als merklich spürbar. Das wird nicht jedem Gefallen, aber mir hat es sehr getaugt.

Haltbarkeit und Sillage sind wirklich gut. Da kann man nicht meckern.
Ich finde die Brand Une Nuit Nomade sowieso in allen Belangen immer ganz cool.
Zudem kann man den Duft durchaus auch Unisex tragen.
0 Antworten
2 weitere Rezensionen

Statements

63 kurze Meinungen zum Parfum
Früher Stern
Aus Birkenhaaren
Wie Silberrauchfäden
Die Karamell überspannen
Von Kaba-Vanillbären
Harzen aus Siam
45 35
35 Antworten
vor 1 Jahr
Puh, hier ist's klebrig, nougatartig süß. Fühle mich als hätte ich viel zu viel Nutella pur gelöffelt. ***
29 47
47 Antworten
Sehr dunkler, fast bitterer Kakao und in die Jahre gekommenes Leder hüllen sich hier nicht in Schweigen, sondern in Rauch. Und das +
26 45
45 Antworten
Dunkler, trockener Kakao wärmt
Benzoe erdet mit Harzigkeit
Vanille zügelt das Bittere
Birken(weih-)rauch verbindet
Mystisch, geheimnisvoll
19 14
14 Antworten
dunkler Kakaostaub weht über
süße Harze und Lederrauch
aus Teer geboren
steige hinab
der Teufel liebt Vanille
19 15
15 Antworten
58 weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.

Bilder

2 Parfumfotos der Community

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