Neuschöpfung oder Nachschöpfung? Diors Serie Les Dioriginals am Beispiel von Diorella
Unkommentierte Düfte No. 197
Dass Dior eine Serie mit "Dioriginals" wagt, Neukompositionen alter und neuerer Klassiker des Hauses, ist schon an sich verdienstvoll. Während die Entwicklung der letzten Jahre von immer neuen Nischendüften mit zweifelhaftem Preis-Leistungs-Verhältnis, einem stetigen Output der immer gleichen Designer- oder Drogeriemarken sowie einem gewissen Niedergang klassischer Parfumhäuser (z.B. Guerlain und Caron, um nur zwei jüngst viel diskutierte Beispiele zu nennen) geprägt war, pflegten Chanel und Dior neben ihren mal besseren, mal schwächeren Massenprodukten wie Coco Mademoiselle / Miss und Bleu / Sauvage nach wie vor ihre alten Klassiker und boten dabei in jüngerer Zeit wieder gute Ergebnisse, wohl auch wegen besserer Substitute bzw. Low-Atranol-Qualitäten bei Eichenmoos ( Eau Sauvage Eau de Toilette , Antaeus Eau de Toilette , Pour Monsieur Eau de Toilette) Dazu gehörten m.E. auch die nun neu als Dioriginals aufgelegten Diorella (1972) Eau de Toilette , Dioressence (1969) Eau de Toilette, Diorama (1949) sowie Eau Fraîche (1953).
Warum also Neuinterpretationen von Francis Kurkdjian, der nicht unbedingt als Parfumeur der klassischen Moderne, eher schon der Postmoderne bekannt ist? So ganz erschließt sich dieser Schritt nicht, denn wäre dabei etwas herausgekommen wie jüngst bei Guerlains L'Heure Bleue (2026), das mit der gesamten Tradition und allen zwischenzeitlich sachte reformulierten Varianten des Duftes bricht und einen kompletten Neuanfang wagt, der einem nicht gefallen muss, der polarisiert, der aber auch von Kenner:innen klassischer Düfte positive Kritik erhielt (vgl. z.B. die Rezension von Seerose), dann wäre die Erklärung schnell bei der Hand: neue Käuferschichten erschließen und idealerweise alte nicht völlig verschrecken. Hier jedoch wurde ein anderer Weg gewählt.
Dior hat - trotz der Verpflichtung eines eher der Avantgarde sowie der Mainstream-Nische zugewandten Parfumeurs - die Aura der alten Diors (soweit ich sie bisher testen konnte) so stark erhalten, dass man sich nur wundern oder freuen kann. Wer Klassiker wegen ihrer spezifischen Textur (insbesondere Chypre) liebt, wird hier noch abgeholt und zwar so, dass die Ähnlichkeit entweder sehr hoch ist (so z.B. bei Eau Fraîche (2026), das nun aber länger als 15 Minuten hält); - möglicherweise etwas weniger überzeugend bei Dioressence (2026), das m.E. schlanker, aber würziger geworden ist; - die Aura dekonstruktiv nachbildend bei Diorissimo (2026), dabei aber heller, leichter, etwas moderner; - gleichzeitig artifiziell und ähnlich bei Diorella (2026), so dass auf dem Duftstreifen nach ca. 15 Minuten kaum ein Unterschied erkennbar ist, auch wenn er insbesondere anfangs kantiger, härter, fast metallisch wirkt, was Kurkdjians Spiel mit silbrigen Düften bei MFK nahe kommt.
Dabei war Diorella m.E. noch nie ein ganz klassischer Chypre, denn Cumin / Kreuzkümmel sorgt für die rustikale, etwas schweißige Note, Bergamotte, der auch in der aktuellen Variante enthalten sein dürfte, forciert den Chypre-Auftaktakkord, Jasmin und Veilchen (2026) bzw. grüne Noten (1972) bilden die klassische Herznote, Persicol / Pfirsich den nostalgischen Akzent (vgl. Mitsouko Eau de Toilette) und Eichenmoos mit Low-Altranol-Qualität oder ein Eichenmoos-Derivat die Basisnote. Was ich allerdings, wie bereits erwähnt, wahrnehme, ist eine härtere, kantigere Struktur des Duftes und so kann ich auch den Einwand von Turandot verstehen, der Duft zeige zu deutlich Kurkdjians Handschrift, verdiene aber weitere Tests, um ihm gerecht zu werden. So sollte man es handhaben.
Um also die Frage zu klären, ob man sich mit den neuen Varianten, den Les Dioriginals, anfreunden kann, empfehle ich selbst zu testen und nicht blind zu bestellen. Offenbar werden sie - trotz einer strukturellen Ähnlichkeit und fast gleicher Aura bei gewissem Abstand - auf der Haut durchaus unterschiedlich wahrgenommen. Insbesondere für Liebhaber:innen der alten Versionen kann der eine oder andere der Dioriginals so auch enttäuschend sein. Bei all diesen Einwänden scheinen mir die Neuschöpfung resp. Nachschöpfungen "Les Dioriginals" schon allein deshalb verdienstvoll, weil eine solche gewagte und damit ausnahmsweise mal positive Retraditionalisierung bei den aktuellen Entwicklungen in der Parfumindustrie nicht mehr zu erwarten war.
Sehr differenziert faire Rezension , die mich hoffentlich so manche Dior Neukomposition unvoreingenommener bewerten lässt . So wie Gold werde ich mir viel Zeit fürs Testen nehmen :)
Es wäre toll, wenn mittels dieser Neuauflagen die schönen Dior-Klassiker auch einem jüngeren Publikum nähergebracht werden könnten. Alte Meckertanten wie ich stoßen sich an dem Claim der Firma, hier jetzt wieder ganz nahe an den Ur-Versionen zu sein, was eben nicht stimmt und schon aus produktionstechnischer Sicht nicht funktionieren kann, weil die Palette der Aromachemicals ja heute eine völlig andere ist als z.B. 1972. Von diesem Einwand mal abgesehen finde ich es ebenfalls verdienstvoll, dass Dior sein Erbe pflegt und diese Serie herausgebracht hat, so dass die Düfte quasi wiederbelebt und jetzt in aller Munde und allen Nasen 👃 zu sein scheinen. "Dioressence" hat für mich mit dem Vintage nicht mehr viel zu tun, ist aber dennoch ein schöner Duft.
Diorissimo ist nach wie vor hübsch. Und Diorella habe ich noch nicht gerochen. Da Diorella mein absolutes Lieblingsparfum von Dior ist, habe ich eine hochemotionale Beziehung zu dem Duft. Ich werde mir für den Test viel Zeit nehmen.
Das sehe ich ganz genauso und diese Neuinterpretationen sind schon zwiespältig. Wenn es um einen meiner Lieblingsdüfte (wie seinerzeit Eau Sauvage) ginge, wäre ich genauso skeptisch wie Du. 😊
Sehr fair und äußerst gut recherchiert vorgestellt!
Den urpsrünglichen Duft von 1972 habe ich recht grün und blumig in Erinnerung, es ist aber schon eine Weile her, dass ich den bewußt gerochen habe.
Ich freue mich richtig, diese neue Serie mal zu testen, zumal ja Dior endlich eine Richtung einschlägt, welche die tragenden Säulen des Hauses respektiert und wiederbelebt.
Und Kreuzkümmel sagt mir ja eh zu.
Gruß vom Waldrand!
Der wird dir sogar ganz bestimmt gefallen, da bin ich mir fast sicher. Bei Gelegenheit kommt was! Gruß vom Rhein! Danke auch für dein Lob: Freue mich, das es fair rübergekommen ist.
Ich liebe das originale Diorella und ich mag auch Kurkdjians Handschrift. Also ein Test-Muss. Danke für die wohüberlegte und wie immer kenntnisreiche Einordnung.
Dann bin ich gespannt auf dein Urteil, weil ich gar nicht mal so ein Experte in Bezug auf den Duft bin, sondern vor allem mit älteren Versionen verglichen habe, ohne den Duft schon Jahre getragen zu haben.
Kreuzkümmel, Pfirsich, Veilchen 🏃🏼♀️
Hier muss ich leider passen.
Deine informativen Ausführungen habe ich trotzdem sehr gerne gelesen. Wie ich unten entdeckt habe, versteckt sich Cumin auch in den Vorgängern. Das wäre mir eine Erklärung, für mein "gestörtes" Verhältnis zu diesen - eigentlich schön, aber ....
Ja, das habe ich jedenfalls immer so wahrgenommen und habe die Cumin-Dosis auch noch mal mit einer älteren Version verglichen. Das muss man wirklich mögen.
Danke für ‚the bigger picture'! Ich finde diese Diorella Version für 2026 und das dazu bei Dior für äußerst gelungen! Frage mich aber auch zunehmend, ob es sich hier vielleicht nicht um ein geschickt kommuniziertes Repackaging handelt. Der Großteil der Düfte war bereits in der von Demachy umgesetzten Reihe ‚Les Créations de Monsieur Dior' dabei. Die weiteren Düfte, vormals in ikonischen, aber unzeitgemäß individuellen Flakons (Jules, Dune, Dolce Vita), da einzureihen, hat sicherlich auch finanzielle und logistische Gründe. Im Vergleich zu meiner alten, im gleichen Flakon mit Ch. Dior Schrift, sehe ich die neue Version weniger hesperidisch herb und von Beginn an einen Tick floral ausstaffierter und Cumin würziger (Femme '89?!).
Ich will da gar nichts ausschließen, da kannst Du durchaus recht haben, aber ich bin auch selbst nicht kompetent genug, das genau zu beurteilen, weil ich nicht alle Versionen so genau verfolg habe. Danke gerade deshalb auch nochmal für deine genaue Differenzierung im Vergleich!
Wie immer eine interessante, sachkundig recherchierte Rezension. Zu dem Duft selbst kann ich nichts hinzufügen, da ich ihn nie gerochen habe. Danke für Deine Erwähnung in Bezug auf meine Rezension. Ja, ich wundere mich auch, wie sehr ich den neuen Duft mag. Zu Anfang hier hätte Ich den verrissen, so sehr ekelte ich mich vor Calone z. B. Eine Überlegung ist, dass sich mit der Vertiefung, mehr Wissen über Parfüms mein positives Wahrnehmungsspektrum zum Teil enorm erweitert hat. Und ich schätze und lege Wert darauf, dass wir ehrlich und ernsthaft dazu stehen, was wir wahrnehmen. Und so wie Du, Turandot und viele von mir ebenfalls geschätzte UserInnen hier gleichfalls damit umgehen.
Eine ganz wunderbare, fundierte und besonnene Rezension mit Tiefgang. Hab ich mit Vergnügen gelesen! Ich habe noch die „normale“ Version des Duftes, die ich manchmal gerne trage, die neue werde ich aber sicher mal zum Vergleich ranziehen. Auf die neue Version von Jules kann man natürlich auch gespannt sein, vielleicht knöpfst du sie dir ja auch noch vor…🤗
Eine mehr als lesenswerte Auseinandersetzung mit den Diorschen Neuauflagen. Das alte Diorella liebe ich sehr, ein herrlich frisch-grüner und freundlicher Chypre. Kreuzkümmel war da meines Wissens nie drin, daher frage ich mich jetzt, was der in der Neuauflage zu suchen hat 🤔
Genauso wie Costus im neuen Diorling. Bei Gelegenheit werde ich mir auch ein Bild machen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, daß sie im direkten Vergleich eigentlich nur verlieren können.
Wie immer sehr sehr gern gelesen 🏆
Ich bin auch sehr überrascht von den so sehr an den Originalen orientierten Wiederauflagen und kann es mir nicht erklären, weil es so gegen aktuelle Entwicklungen gekämmt ist. Begrüßen tue ich es auf jeden Fall, aber ich kann die wirtschaftlichen Gründe dahinter noch nicht nachvollziehen. Vielleicht ist es auch eine Rückbesinnung des Hauses, gegen den Trend zu agieren, wie sie es ja v.a. in den 80ern mit einigen Düften (Jules, Fahrenheit, Dune) getan haben. Evtl. ist es auch einfach nur ein Prestigeprojekt von Kurkdjian. Oder er wollte endlich mal Düfte für Dior machen, die bei den Kritikern gut ankommen ;)) Wie dem auch sei, vielen Dank jedenfalls für die sehr lesenswerte Auseinandersetzung mit der Reihe. Und ich hab' mich besonders gefreut, dass du mal wieder eine Rezi verfasst hast!
@Gold: Da kann durchaus was dran sein mit dem Heranführen des jüngeren Publikum an die Klassiker, allerdings stellt sich mir die Frage, ob es damit gelingt, denn sie scheinen sich zumindest nicht zu weit von den Originalen entfernt zu haben und werden dann evtl. als etwas oldschoolig, weil auch sehr ungewohnt, empfunden. Aber es erleichtert sicher den Erstkontakt, weil neu, und evtl. erinnern sie sich in ein paar Jahren daran, weil sie in ihrer Entwicklung nun solche Düfte mehr schätzen. Und bei der Preispolitik gebe ich dir recht. Die ist klasse - auch in Hinblick auf das jüngere Publikum, aber auch generell!
@Parma: Gute Frage!!! Zum Beispiel "Diorissimo". Die noch bis vor kurzem erhältliche Version finde ich sehr schön. Ebenso "Diorella". Bin bei Flakon Nr.12.
Ich sehe es positiv, dass durch diese Neuauflagen dieser Klassiker auch Jüngere dazu anregen könnten, die Düfte zu testen. Ansonsten ist der Preis fast stabil geblieben, die Flakons etwas verändert und einheitlicher (spart Kosten für den Konzern), die Kappen sind aus billigem Kunststoff. Bei den aktuellen Preisen mancher Nischendüfte denken außerdem viele, dass 149€ für einen Dior-Klassiker ja fast ein Schnäppchen sind...Das Marketing ist hyperclever. Bin gespannt, wie lange der Hype anhält.
@Intersport: Das halte ich für plausibel. LVMH tendiert ja auch immer wieder dazu (z.B. Guerlain-Herrenlinie, Givenchy-Herrenlinie und andere). So sehr ich eine Wiederauflage eingestellter Düfte schätze, bleibt ein zwiespältiges Gefühl zurück, da die meisten nicht eingestellt waren meines Wissens: War es qualitativ notwendig? Steht vielleicht doch nur das Schaffen eines neuen Kaufanreizes dahinter? (was wirtschaftlich verständlich ist, mit dem ich aber nicht sympathisiere). Was ist also der Mehrwert für den Verbraucher?
@Parma@Yatagan Ich frage mich ja zunehmend, ob es sich hier nicht um ein sehr geschickt kommuniziertes Repackaging handelt, wo der Wert der Restaurierung als nobles Anliegen vermittelt wird und nicht als die alltäglichen Reformulationsroutinen, die sowieso immer wieder passieren. Bei LVMH ist immer auch ein wirtschaftlicher Gedanke dabei, und 12 Düfte in einem einheitlichen Flakon und einer einheitlichen Verpackung anzubieten, bietet sich da nur an.
@Yatagan: Das hatte ich mir auch erst gedacht, aber es gab ja bis zum Wechsel die reformulierten Versionen. Manche stehen noch in den Läden. Waren die denn sehr anders? Evtl. hat es auch mit Kosteneinsparungen bei den Flakons zu tun. Jetzt gibt es eine Form für alle, was sicher günstiger ist.
Danke dir ☺️ und spannend, dass du auch ein wenig am Rätseln bist, was sich hinter dieser doch sehr umfangreichen Lancierung verbirgt. Vielleicht ist es aber auch so, dass die Gruppe der Klassikliebhaber:innen gar nicht so klein ist - auch in Frankreich, wo Parfumkultur und -stil nochmal anders gelebt werden.
Kurkdjian ist seit 2021 Perfume Creation Director von Dior. Und gerade wegen seiner zeitgenössischen Handschrift dürfte die Wahl auf ihn gefallen sein, um die Klassiker nicht einfach museal auf dem Stand von 1960 zu konservieren, sondern sie in die Gegenwart zu übersetzen – auch im Hinblick auf die, wie du schon sagtest, veränderte Rohstofflandschaft von heute.
Die Textur deines Textes ist wieder ganz formidable, lieber Andreas.
Danke dir! ☺️ Der Verweis auf die Rohstofflandschaft scheint mir nochmal - nicht nur in Bezug aufs Eichenmoos - ein ganz wichtiger Hinweis: Da ist der Hund begraben. Danke auch dafür!
Es ist ja nicht so das Herr Kurkdjian nichts kann. Er hat ja schon einige gute Düfte geschaffen, nur für mein Empfinden halt in den letzten Jahren nicht mehr. Ich bleibe wie immer offen und erwarte mal nichts. Dann ist die Überraschung meist groß. Danke für den informativen Kommentar.
Ich bin mal gespannt, was bei einer Re-Schöpfung von Eau Sauvage herauskommt. Da kommt es mir nämlich nicht so sehr auf Eichenmoos an, sondern mehr auf gekonnten Umgang mit Basilikum und Hedion. In dieser Hinsicht haben mich die aktuellen Batches leider durchweg enttäuscht. Aus einer Ikone wurde immer mehr ein Allerwelts-Wässerchen 😔.
Schön von dir zu lesen! Man könnte vielleicht sagen, dass Eau Sauvage doch schon den Prozess der Neuschöpfungen durchlaufen hat. Ich fand, dass er jüngst wieder besser ist, aber die alte Version aus unserer Jugend ist unerreicht. 😊
Schöne Einordnung von Dir. Neutrales Testen ist natürlich schwierig wenn man die Originale noch kennt. Wäre interessant zu wissen, wie sie beim jüngerem Publikum ankommen.
Danke für Deine tolle und hilfreiche Einordnung und Beschreibung! Ich kann ja einigen der Arbeiten Kurkdjians sehr viel abgewinnen und bin jetzt extrem gespannt auf meinen Test der Reihe!
Mir haben die bisher getesteten Dioriginals gut bis sehr gut gefallen. Hier fokussiert sich ein Haus mal bewusst auf feine Düfte mit gewissem Retro-Faktor und eben nicht, wie so viele andere, fast ausschließlich auf Haltbarkeit und Sillage. Chapeau Dior, Chapeau Monsieur Kurkdjian.
Oh, wie mutig, die 'Neuen' zu testen! Und es scheint ja tatsächlich etwas Schönes dabei heraus gekommen zu sein. Als ich von der '26er Edition las, hatte ich die Befürchtung, dass es wie bei Guerlain/Caron wieder im Einheitsflakons unter den alten Namen ein bis zur Unkenntlichkeit verdünnter Murks wird. Vor lauter Schreck hab ich mir eine Urversion Diorella von Roudnitska besorgt. Alt, grün und etwas kratzbürstig passt besser zu mir!
Danke für den aufschlußreichen Artikel!
Endlich mal wieder eine Rezension von dir 🙏. Wir sind einer Meinung, dass hier größtenteils gute Arbeit geleistet wurde, und endlich mal von der Zeitgeist-Haudrauf-Synthetik Abstand genommen wurde. Trotzdem sollte man vor Kauf immer selbst testen, gerade, wer einen Liebling bei den Alten hatte, tut sich schwerer.
Diesen Duft habe ich noch nicht getestet, dafür aber u.A. Dune und Dolce Vita, die ich als Vorgängermodelle noch in meiner Sammlung habe. Ich kann nur sagen, dass die neuen Versionen für mein Empfinden sehr gut gelungen sind und auch ich anfangs voreingenommen war gegenüber Francis Kurkdjian.
Aber er hat einen sehr guten Job gemacht und nun muß ich dank deiner Rezension auch noch unbedingt Diorella testen. 😉
Sehr schön von einer erfolgreichen Retraditionalisierung zu lesen, speziell von Hr. Kurkdjian, den ich hier auch nicht unbedingt an erster Stelle für den Job gesehen hätte. Klingt auf jeden Fall testenswerter als L'Heure Bleue, den ich ausgesprochen grausam finde...
Diorella > Dior 2026 ist in deiner Sammlung gelandet. 😊
Habe hier Hoffnung,dass mir der eine oder andere der Les Dioriginals Reihe munden könnte.
Ich steh ja Kurkdjians Handschrift auch oftmals skektisch gegenüber.
Wie schon erwähnt : Frischer Wind kann angestaubte Klassiker neu beleben.
Zumal man hier nicht auf "Verstärker" zu setzen scheint.
Wie bei L'Heure Bleue 26.
Und JA - ordentlich testen und tragen ist - sowieso - Pflicht!
Schön,mal wieder eine - wie immer - fundierte - Rezension von dir zu lesen.
Diorissimo ist nach wie vor hübsch. Und Diorella habe ich noch nicht gerochen. Da Diorella mein absolutes Lieblingsparfum von Dior ist, habe ich eine hochemotionale Beziehung zu dem Duft. Ich werde mir für den Test viel Zeit nehmen.
Den urpsrünglichen Duft von 1972 habe ich recht grün und blumig in Erinnerung, es ist aber schon eine Weile her, dass ich den bewußt gerochen habe.
Ich freue mich richtig, diese neue Serie mal zu testen, zumal ja Dior endlich eine Richtung einschlägt, welche die tragenden Säulen des Hauses respektiert und wiederbelebt.
Und Kreuzkümmel sagt mir ja eh zu.
Gruß vom Waldrand!
Hier muss ich leider passen.
Deine informativen Ausführungen habe ich trotzdem sehr gerne gelesen. Wie ich unten entdeckt habe, versteckt sich Cumin auch in den Vorgängern. Das wäre mir eine Erklärung, für mein "gestörtes" Verhältnis zu diesen - eigentlich schön, aber ....
Genauso wie Costus im neuen Diorling. Bei Gelegenheit werde ich mir auch ein Bild machen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, daß sie im direkten Vergleich eigentlich nur verlieren können.
Wie immer sehr sehr gern gelesen 🏆
Ich sehe es positiv, dass durch diese Neuauflagen dieser Klassiker auch Jüngere dazu anregen könnten, die Düfte zu testen. Ansonsten ist der Preis fast stabil geblieben, die Flakons etwas verändert und einheitlicher (spart Kosten für den Konzern), die Kappen sind aus billigem Kunststoff. Bei den aktuellen Preisen mancher Nischendüfte denken außerdem viele, dass 149€ für einen Dior-Klassiker ja fast ein Schnäppchen sind...Das Marketing ist hyperclever. Bin gespannt, wie lange der Hype anhält.
Die Textur deines Textes ist wieder ganz formidable, lieber Andreas.
Danke für den aufschlußreichen Artikel!
Aber er hat einen sehr guten Job gemacht und nun muß ich dank deiner Rezension auch noch unbedingt Diorella testen. 😉
Habe hier Hoffnung,dass mir der eine oder andere der Les Dioriginals Reihe munden könnte.
Ich steh ja Kurkdjians Handschrift auch oftmals skektisch gegenüber.
Wie schon erwähnt : Frischer Wind kann angestaubte Klassiker neu beleben.
Zumal man hier nicht auf "Verstärker" zu setzen scheint.
Wie bei L'Heure Bleue 26.
Und JA - ordentlich testen und tragen ist - sowieso - Pflicht!
Schön,mal wieder eine - wie immer - fundierte - Rezension von dir zu lesen.