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Messe de Minuit 1994 Eau de Toilette

7.3 / 10 291 Bewertungen
Ein Parfum von Etro für Damen und Herren, erschienen im Jahr 1994. Der Duft ist rauchig-würzig. Die Produktion wurde offenbar eingestellt. Der Name bedeutet „Christmette, Mitternachtsmesse”.
Vergleich
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Duftrichtung

Rauchig
Würzig
Harzig
Holzig
Zitrus

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
OrangeOrange ZitroneZitrone BergamotteBergamotte
Herznote Herznote
WeihrauchWeihrauch Ceylon-ZimtCeylon-Zimt PatchouliPatchouli Zitronen-PetitgrainZitronen-Petitgrain RoseRose
Basisnote Basisnote
MyrrheMyrrhe LabdanumLabdanum MoschusMoschus

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.3291 Bewertungen
Haltbarkeit
7.4224 Bewertungen
Sillage
6.7214 Bewertungen
Flakon
7.5204 Bewertungen
Preis-Leistung
7.142 Bewertungen
Eingetragen von Kankuro · letzte Aktualisierung am 31.12.2025.
Quellenbasiert & geprüft

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Rezensionen

26 ausführliche Duftbeschreibungen
7Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Meggi

1018 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 31  
Sakrale Sanierung
„Mein lieber Camerlengo, ich weiß nicht, ich weiß nicht… Glauben Sie wirklich, dass das alles klug ist?“

„Aber was sollen wir denn tun, Heiliger Vater? Das Geld wird knapp, wir müssen neue Einnahmequellen erschließen. Immerhin hat nicht allein der Aufruf an unsere Schäfchen spannende Impulse gebracht, wie etwa die medienwirksame Vermarktung eines Vatikan-Awards für die ‚Rückständigste öffentliche Äußerung des Jahres‘. Nein, wir dürfen auch den Kardinälen attestieren, dass sie Euch viele originelle Ideen vorgelegt haben! Hier zum Beispiel: Wir bieten die Kuppel des Petersdoms als Werbefläche an. Wenn es uns gelingt, die Marken ‚Fiat‘ und ‚Lux‘ dafür als Kunden zu gewinnen, fällt das überhaupt nicht soooo doof auf, das läuft schon fast unter Ökumene.“

„Ausgeschlossen. Tabakwerbung, wahlweise die olle Uriella - ich bitte Sie! Ein bisschen weniger ‚originell‘ darf es durchaus sein. Und wo wir just beim Thema ‚reichlich originell‘ sind: Warum nennen Sie den Gedanken, in der Sixtinischen Kapelle ein Bordell zu eröffnen, nicht gleich ‚epochal‘. Der Begriff träfe es ja tatsächlich ganz gut. Diesen… diesen… diesen Award kriegt der Vorschlag jedenfalls nicht - und das gebe ich Ihnen gerne sogar ‚ex cathedra‘.“

„Verstanden. Wie wäre es damit: Der Petersdom wird zu einem vierstöckigen Indoor-Golfplatz ausgebaut.“

„Ha. Ha. Ha. Und statt des letzten Lochs stellen wir den Heiligen Gral auf?“

„Na, dann machen wir eben sowas Ähnliches wie die Sache mit dem Jugend-Treff…“

„Mooooment! Fangen Sie nicht wieder von diesem Konzept ‚Pellegrino-Party‘ in der Chiesa di San Pellegrino an! Hatten wir das nicht vorige Woche besprochen? Also - diese alte Kirche zu einem Jugend-Treff umzuweihen, in dem aus moralischen Gründen… nun, vielleicht nicht gerade bloß das gleichnamige Wasser, aber wenigstens nur Orangen- und Zitronen-Limo ausgeschenkt wird? Das hatte ich sofort abgelehnt!“

„Gewiss, Eure Heiligkeit, bitte lasst mich doch zu Ende reden! Jetzt kam nämlich auf den letzten Drücker von einer Internet-Community aus Deutschland noch die Anregung rein, ein entsprechendes Parfüm zu schaffen.“

„Ein Parfüm? Und was zum…ist eine ‚Internet-Community‘?“

„Das ist eine Art Gemeinde, die per Telefonleitung betet. Und die meinten, wir könnten aus der Moralische-Kirchenparty-Nummer zumindest einen Duft kreieren: Heller Weihrauch, Wachs, eine Spur Krypta-Muffigkeit und jede Menge Orangen- und Zitronen-Gepritzel. Später erscheinen ein paar wärmere Rauchnoten und etwas dunkles Holz. Sie wissen schon, wenn es auf Mitternacht zugeht und die Jugendlichen es sich…äh…kuschelig….“

„Ist ja gut, ist ja gut! Veranlassen Sie das in Gottes Namen. Nur reichen Sie bitte metaphorisch bis abends neben aller Gemütlichkeit außerdem zwangsweise eine Limo nach der anderen, die Kinderchen sollen schließlich nicht auf allzu dumme Ideen kommen…. Tja, ob wir so die Heilige Mutter Kirche saniert kriegen?“
17 Antworten
9Duft 7.5Haltbarkeit 7.5Sillage
Inger

112 Rezensionen
Inger
Inger
Top Rezension 26  
Die Verbindung von der Erde in den Himmel
Mein Mann und ich machen gerne Bergtouren. Er ist ein "Bergfex", für mich als "Flachländerin" war das anfangs schon eine Herausforderung.

Gut ausgerüstet geht es los. Die Wiesen sind grün, ein Bächlein rauscht. Schon bald wird der Weg steiler und beschwerlicher.
Wir lassen den Wald hinter uns, es geht bergauf. Ein paar verkrüppelte Bäume und Sträucher trotzen dem Wind, Gras und viele Blümchen versuchen sich noch zu behaupten.
Auf dieser Höhe gibt es oft eine Almhütte, ein Almhaus, gut verankert im Boden, oft in eine Mulde geschmiegt.
Nach einer kurzen Rast geht es weiter. Der Weg ist steinig, oft liegt Geröll, manchmal auch Schnee. Gemsen kommen dahergesprungen, um neugierig zu schauen, wer sie in ihrer Ruhe stört, um sich dann leichtfüßig wieder in die "Tiefe zu stürzen".
Endlich sind wir am Ziel, am Gipfel angelangt, beim Gipfelkreuz.
Der kalte Sturm pfeift uns um die Ohren, oft sind wir eingemummelt, nur kleine Sehschlitze für die Augen bleiben frei. Glück und Erleichterung machen sich breit. Die Anstrengung hat sich gelohnt. Geschafft, am Ziel!

Hier fühle ich mich dem Himmel so nahe. Vier Fünftel des Ganzen sind Himmel. Ich scheine ein Teil davon zu sein. Die Welt liegt klein zu meinen Füßen. Die Sorgen des Alltags werden winzig und unbedeutend. Ehrfürchtig werde ich und klein.

Genauso empfinde ich Messe de Minuit.

Der liebliche, zitronige, fast sanfte Beginn, dann der Übergang ins "schwierigere" Gelände. Es wird rauer, rauchiger, Fuß vor Fuß, das Tempo ist gemächlich. Die Myrrhe trägt die Last, verbindet sich mit den anderen Duftnoten, um dann dem Ende zu - kurz vor dem Ziel - Patchouli die Hand zu reichen. Angelangt am Gipfel, die Erleichterung. Der Moschus mild und fein, läßt das Herz in der Brust schneller schlagen.

Messe de Minuit entdecke ich immer wieder gerne, besonders in der kalten Jahreszeit.
Aber ich muß keine Berge erklimmen, keine Gipfelkreuze stürmen - nein, auch im Alltag, wenn ich erfolgreich bin oder auch nicht, wenn ich klein, zerbrechlich, angreifbar - weil menschlich bin - wenn ich spüre, es muß etwas (All)-Mächtiges geben, eine Verbindung von der Erde in den Himmel.
11 Antworten
9.5Duft 9Haltbarkeit 9Sillage
Centifolias

21 Rezensionen
Centifolias
Centifolias
Top Rezension 21  
Besuch im Museum
Fur mich einer der besten Düfte überhaupt. Ich las hier Assoziationen mit Kirchen, eine mit dem Erklimmen eines Berges, alles wunderbar beschrieben und treffend.
Ich hatte eine Zeit, in der es mir sehr schlecht ging. In dieser Zeit fand ich Ruhe und Trost nicht etwa in einer Kirche (wobei ich sehr gläubig bin) sondern in unserem Museum der alten Meister.
Ich wohne ganz in der Nähe einer grossen Stadt und dieses Museum hat einige der berühmtesten Gemälde der Welt in seinen Hallen. Die alten Meister haben es mir angetan. Dort findet man bei jedem Besuch und jeder weiteren Betrachtung neue Details. In eine andere Zeit versetzt, konnte ich dort über Stunden abschalten.
Aber was mich am meisten beruhigte, war der Geruch dort. Nein, nicht muffig, nicht nach Antiquariaten, sondern eine kühle Frische, ein Hauch eines unbeschreiblichen Geruchs, alt aber doch nicht altbacken, leicht und doch schwer. Kalt und doch mit einer sanftem Wärme. Ich atmete diesen speziellen Geruch immer tief ein, so sehr erdete er mich.
Messe de minuit kannte ich zu meinem Bedauern damals noch nicht.
Aber als ich es dann kennenlernte, wusste ich sofort, dieses Parfum gleicht dem Duft aus dem Museum.
Diese kühle Frische, die man zu Beginn riecht, ganz leicht zitrisch, dann die Tiefe, alt und neu, leicht und schwer gleichzeitig. Viele Facetten, wie all die Bilder für die Augen, immer andere neue Details, die die Nase erreichen.
Man kann ihn nicht wirklich beschreiben. Ich aber weiß, dass mit Messe de minuit mein Vertrauen da ist, Vertrauen darauf, dass es zwischen Himmel und Erde etwas gibt, eine Kraft, eine Macht, allgegenwärtig. In uns und bei uns. Ich möchte diesen Duft nicht mehr missen. Er ist nicht gefällig, man trägt ihn nicht, um zu beeindrucken, um auszulösen: "Was riecht denn hier so gut"? Nein, man trägt ihn für sich. Körpernah, geerdet, sicher und gefestigt im Glauben.
Das ist Messe de minuit.
Bei meinem nächsten Besuch im Museum werde ich ihn tragen. Er wird sich dort zur Vollkommenheit mit der Luft der hohen Räume verbinden.
5 Antworten
8.5Duft 7Haltbarkeit 7Sillage
Parma

279 Rezensionen
Parma
Parma
Top Rezension 19  
Zeitleuchten
Bittersüßlich-ätherische Balsamigkeit. Beruhigend. Sinnlich. Anregend. Elegant. Kirche und Säkulares.

Ein Duft ohne Zeit.

Anfangs sanftes, seidiges, minimal rauchiges Olibanum. Durchzogen von dichter, bitterzitrischer Frische (v.a. Petitgrain). Die in einem Statement unten assoziierte Pfarrhaustoilette ist nicht ganz abwegig. Myhrre - für mich Hauptbestandteil dieses Dufts - kann bitter-säuerliche, muffig-pilzhafte Eigenschaften haben. Etwas Menschelndes ist auf jeden Fall dabei. Angelehnt an traditionelle Herrendüfte der 50er bis 70er-Jahre, die „schwitziges“ Cumin bzw. Gewürznelke beinhalteten (wie z.B. ‚Eau d‘Hermes‘ in hoher Dosierung oder ‚Eau Sauvage‘ in geringer). Aber in unkonventioneller Form. Darin eingewoben: Zimt. Zurückhaltend, warm, zart süßwürzig. Im Herzen mit filigraner, leicht säuerlicher Blumigkeit. Und schließlich eine anißig-(lakritzige), herbsüßlich-balsamische Myhrre, die dem Eau de Toilette ihren Stempel aufdrückt und in die Unendlichkeit trägt.

Eine mit Etro-typisch leichter Dissonanz abgestimmte Ambivalenz aus Weichem, Herbem, Süßlich-, Säuerlich- und Sprödem. Nicht zu viel. Nicht zu wenig. An manchen Tagen wunderbar, an manchen der oben beschriebene Ort. Ein tiefer, kühlwarmer Duft. Komplex und gleichzeitig schlank. Leicht sperrig. Individuell.

Fest stehend und in die Zukunft blickend.

Wie im Geiste der Christmette: Frieden schließend mit dem Gestern und Heute. In stiller Hoffnung auf ein besseres Morgen.
{Rezensierte Version: 2019. Die letzte Version des mittlerweile eingestellten Dufts.}
29 Antworten
Schellack

3 Rezensionen
Schellack
Schellack
Top Rezension 16  
Bei wenigen Parfums krachen die Meinungen hier dermaßen aufeinander wie bei Etros "Messe"... Sehr unterhaltsam!!
Spiegelt durchaus wieder, was uns dazu schon untergekommen ist.
Mein erster Gedanke, als meine Gattin den Duft anprobierte, war: "Riecht wie ein erstklassiger, reifer Bordeaux, der leider einen Hauch Korken hat", also schon etwas von höchster Klasse, wie La Mission Haut-Brion 1989 oder so, aber eben mit Beiton. Oder vielleicht - der Herr Pfarrer hat eine Leidenschaft für große Weine und gönnt sich so ein Gläschen gerne in der Sakristei. Merkwürdig ist die Note aber nur bei Wein, ansonsten ist "Messe" für uns durchaus der elegante, etwas schwerere Duft für den großen Auftritt, spitzenverbrämtes Abendkleid etc. - aber natürlich keinesfalls in der zeitlichen oder örtlichen Nähe einer Weinprobe... und auch sonst vorsichtig zu dosieren. Noch dazu, wo man ihn nicht mehr bekommt.
Also bei Schellacks dann und wann gerne gerochen, und unsere Freunde haben wir damit auch noch nicht zu erschrecken vermocht.
Andererseits: vor Jahren war meine Gattin auf der Suche nach einem (weiteren) weihrauchlastigen Parfum. Wir betreten eine kleine, feine Parfumerie in der Hauptstadt. Ein sehr kompetenter und höflicher Herr bedient uns. Sie trägt ihren Wunsch vor, ich will mich nützlich machen und werfe ein "Also vielleicht intensiverer Weihrauch als das Messe de Minuit". Plötzlich - wir sind um ein Haar erschrocken :-) - kippt der freundliche Verkäufer auf Schnappatmung (und von Hochdeutsch in Dialekt): "Messe de Minuit? Des halt i net aus. Net amal in d'Gruft derffns ma des nachschütten!!" Nun, glücklicherweise beruhigte er sich schnell wieder, und wir verließen schließlich zufrieden das Geschäft mit einem Flacon Full Incense von Montal.
Meine Gattin schätzt letzteres nach wie vor sehr, auch das "Messe" wird weiter gerne verwendet.

Aber die Demonstration der starken Emotionen, die ein Parfum auslösen kann, war schon eindrucksvoll!
5 Antworten
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Statements

57 kurze Meinungen zum Parfum
34
31
Silbergraue
Weihrauchfäden
spinnen bittere
Zitrusnetze
Im Zimtlicht
werden Harze wachsweich
Bedecken Rosenblätter
den staubigen Altar...
31 Antworten
34
41
Zwischen Myrrhe und Weihrauch
trage ich heimlich
eine Rose am Herzen.
Wo Schatten sind,
gibt's immer Licht.
41 Antworten
31
40
Sakral-andächtiger Weihrauch-Würzduft, der eher ernsthaft daherkommt. Ich habe das Bild einer verwunschenen Kapelle tief in einem....
40 Antworten
25
19
Fröhlich pfeifend- den Fahrradkorb voll
Zitronen, Zimt und Myrrhe- düst Don Camillo zur Messe.
Mehr Partisan als Pfaffe
19 Antworten
23
16
Altes Gewölbe aus kaltem Stein
Strahlen aus Staub
Mondlichtschein
Klamme Matratze
Novizenkammer
Von zitrischem Wehrauch und Myrrhe schwanger
16 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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