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Top Rezension
Qualmendes Leder
Ich bin keiner von denen, die alles testen müssen was Tauer so herausbringt. Gleichwohl erkenne ich die Qualität von Düften wie der marokkanischen Wüste an, auch wenn dieser nicht meinem Jagdrevier entstammt und so habe ich Tauer nur am Rande verfolgt. Nun erhielt ich als Resonanz auf meinen letzten Blog auch den Lonestar Memories als Anregung, der könne was sein. Nun denn, dann Vorhang auf:
Die Eröffnung erinnert mich an Cuir Andalou nur ohne die ölige und irgendwo wirklich rohe Note. Von Anfang an duftet es hochwertig und sorgsam erarbeitet aber auf moderatem Niveau. Qualmendes Leder? Ja. Aber: auf äußerst tragbar getrimmt. Was nichts schlechtes bedeutet. Irgendwo ist das hier auch ein zahmerer Burning Barbershop nur sind dieses Mal auch die ledernen Arbeitsschürzen verbrannt.
Doch der Reihe nach: das Leder dominiert den Duft respektive zieht die Fäden. Dabei wird mit der Zistrose nicht gegeizt, welche ich ohnehin mit Tauer aufgrund ihrer prominenten Rolle in der marokkanischen Wüste verbinde. Dieser rauchige Duft, der stammt hier zum einen von der Myrrhe, zum anderen von der Zistrose. Man darf nicht vergessen dass diese wie Labdanum, also harzig duftet. Die Myrrhe selbst sorgt ja eher für einen würzig-warmen Charakter welcher hier auch wahrnehmbar ist. Diese extreme Krautigkeit welche dann in der Melange zu diesem rauchigen Eindruck führt, wird der Muskatellersalbei mit sich führen was auch daran ersichtlich wird, dass dieses Extrem sukzessive verfliegt, die Kopfnoten als Adieu zurufen.
Je weiter Lonestar Memories voranschreitet, umso weniger ähnelt er Cuir Andalou und umso mehr duftet er wie Burning Barbershop nur nicht so intensiv und auch nicht so komplex. Es geht mehr in Richtung stechender Noten mit Qualm untermalt wohingegen der Qualm beim BB eher einem Schleier gleicht. Dennoch übt der Duft als Gesamtwerk eine gewisse Faszination aus, dieses qualmende Leder betört die Sinne.
Von Birkenteer und ähnlichem Rauch sind wir hier weit entfernt. Von intensiven Ledergerüchen ebenfalls. Aber das muss es ja nicht immer sein. Dieser Duft ist hochwertig und kunstvoll gearbeitet so dass ich am Ende trotz der genannten „Kritik“ nicht umhin komme, Lonestar Memories sehr zu schätzen. Tauer hat es hier geschafft, einen qualmenden Rauch interessant und verfeinert aufzuarbeiten so dass er nicht auf die Dauer zu monoton wirkt was mich beispielsweise bei Incendo von La Curie stört.
Die Eröffnung erinnert mich an Cuir Andalou nur ohne die ölige und irgendwo wirklich rohe Note. Von Anfang an duftet es hochwertig und sorgsam erarbeitet aber auf moderatem Niveau. Qualmendes Leder? Ja. Aber: auf äußerst tragbar getrimmt. Was nichts schlechtes bedeutet. Irgendwo ist das hier auch ein zahmerer Burning Barbershop nur sind dieses Mal auch die ledernen Arbeitsschürzen verbrannt.
Doch der Reihe nach: das Leder dominiert den Duft respektive zieht die Fäden. Dabei wird mit der Zistrose nicht gegeizt, welche ich ohnehin mit Tauer aufgrund ihrer prominenten Rolle in der marokkanischen Wüste verbinde. Dieser rauchige Duft, der stammt hier zum einen von der Myrrhe, zum anderen von der Zistrose. Man darf nicht vergessen dass diese wie Labdanum, also harzig duftet. Die Myrrhe selbst sorgt ja eher für einen würzig-warmen Charakter welcher hier auch wahrnehmbar ist. Diese extreme Krautigkeit welche dann in der Melange zu diesem rauchigen Eindruck führt, wird der Muskatellersalbei mit sich führen was auch daran ersichtlich wird, dass dieses Extrem sukzessive verfliegt, die Kopfnoten als Adieu zurufen.
Je weiter Lonestar Memories voranschreitet, umso weniger ähnelt er Cuir Andalou und umso mehr duftet er wie Burning Barbershop nur nicht so intensiv und auch nicht so komplex. Es geht mehr in Richtung stechender Noten mit Qualm untermalt wohingegen der Qualm beim BB eher einem Schleier gleicht. Dennoch übt der Duft als Gesamtwerk eine gewisse Faszination aus, dieses qualmende Leder betört die Sinne.
Von Birkenteer und ähnlichem Rauch sind wir hier weit entfernt. Von intensiven Ledergerüchen ebenfalls. Aber das muss es ja nicht immer sein. Dieser Duft ist hochwertig und kunstvoll gearbeitet so dass ich am Ende trotz der genannten „Kritik“ nicht umhin komme, Lonestar Memories sehr zu schätzen. Tauer hat es hier geschafft, einen qualmenden Rauch interessant und verfeinert aufzuarbeiten so dass er nicht auf die Dauer zu monoton wirkt was mich beispielsweise bei Incendo von La Curie stört.
22 Antworten


Treffen jedoch meist nicht so wirklich meinen Geschmack.
Aber wie immer ein schöner Kommi
Tiptop beschrieben!
Ein schöner Kommentar, wie immer :)