Deutsch: „nimmermehr”

Nevermore

(2014)
Nevermore von Frapin
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Nevermore (Frapin)
Nevermore (Frapin)
Nevermore (Frapin)
6.8 / 10     49 BewertungenBewertungenBewertungen
Nevermore ist ein Parfum von Frapin für Damen und Herren und erschien im Jahr 2014. Der Duft ist würzig-blumig. Es wird noch produziert.

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Duftnoten

Kopfnote KopfnoteAldehyde, Floralozone, schwarzer Pfeffer, Muskat
Herznote HerznoteZentifolie, Damaszener-Rose
Basisnote BasisnoteAmber, Atlaszeder, Safran

Bewertungen

Duft

6.8 (49 Bewertungen)

Haltbarkeit

7.9 (41 Bewertungen)

Sillage

7.3 (44 Bewertungen)

Flakon

7.9 (48 Bewertungen)
Eingetragen von WRoth, letzte Aktualisierung am 10.01.2017
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Kommentare

Flakon 9.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    16 Auszeichnungen
Der Morgenstern
Oh,du brutales Geschöpfe, was bist du nur für eine Schönheit.
So schwer,so wuchtig,so passiv-aggressiv schön.
Da ist er,...mein Morgenstern,eine zu Duft gewordene Nahkampfwaffe.
Eine schwerer Rosenkopf aus Eisen,verziert mit Dornen und einer massiven Eisenkette zum halten und schwingen.Ein duftendes Spielzeug für die bösen Jungs und Mädchen unter uns.
Nevermore,wo du hinschlägst wächst kein Gras mehr,sondern düstere,schwarze und dornige Rosen.
Ein Duft für moderne Gladiatoren und Ritter,oder für sexy Amazonen und Walküren.
Einer der düsterstem Rosendüfte mit denen ich mich jeh anlegte,...er hat mich besiegt und nieder gestreckt.
Eine meiner schönsten Niederlagen,....zugegeben!

Dabei fängt er so harmlos an.
Ein Auftakt aus Aldehyden leicht nuanciert mit eine fast schon unscheinbaren leichten Rosenblatt und etwas Muskat.
Augen und Nasen scheinlich,...harmlos.
Doch nach kurzer Zeit beginnt Nevermore sich aufzurüsten.
Ein Sturm zieht auf,ein Sturm aus Pfeffer,...schwarzer,grober Pfeffer.
Äußerst roh und scharf würzig.
Und dann kommt sie,die schwarze,düsteren Rose,erst alleine und dann mit ihren ganzen Heer.
Eine Armada aus kriegerischen,dunklen Rosen umschlingen einen und fahren ihre Dornen aus,die Luft verfärbt sich schwarz-rot und die Zeit scheint still zu stehen.

Zu guter letzt holt sie aus zum Gnadenstoße.
Sie schwingt den Rosen-Morgenstern zum finalen Schlag.
Aber nicht alleine.
Amber,Zeder und Safran halten das schwere Rosen-Zepter mit ihr,
jetzt ist es wahrlich schwer genug und mächtig.
Der Duft kreist über meinen Kopf wie ein Damokles-Schwert.
Ja,Königin Nevermore,du hast mich besiegt,und ich liege vor dir.
Ehre wem Ehre gebührt!

Fazit der Niederlage
Nimmermehr,werde ich einen anderen Rosenduft tragen wollen.
Nimmermehr,werde ich dich vergessen.
Nimmermehr,werde ich dir die Treue abschwören.
Nimmermehr,werde ich dich aufgeben.
Nevermore
Der bislang dunkelste und kriegerischste Rosenduft den ich jemals roch.
Düster,ungezügelte und leidenschaftlich.
Du bist der Rosenstern,und das Ende meiner Suche.
Ziehen wir in die Schlacht,...Nevermore!
13 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.5/10
Hilfreicher Kommentar    9 Auszeichnungen
Die Männerrose
Jetzt zur Jahreswechsel Stille , melancholisch, schwacher Wille,
gefangen in der finstren Robe -
wie mein Herze wilde schlägt, absurd die Neugier kaum erträgt.
In der Hand, die edle Probe -
sie allein – nichts weiter mehr.

Von der Ferne hör ich Klänge, die sich wandeln in Gesänge:
„Öffne mich, du sturer Mann!“ -
nun, wie könnt ich widerstehen, will ich doch den Inhalt sehen,
Sinnlichkeit, Geruch, was dann? -
Flüchtigkeit und sonst nichts mehr?

Rose, die bekannte Art, umschmeichelt meine Nase zart,
raubt ein wenig mir die Sinne -
wuchtig fügt sich Holz mit ein, lässt die Rose nicht allein,
doch bleibt sie oben, auf der Zinne.
Dornenspitzen - sonst nichts mehr?

Nebelschwaden quellen auf, formen rau den Lebenslauf,
hauchen Cognac in die Luft -
tief in meine Nüstern ein. Oh düstrer Engel, lass es sein!
Ich bin verfallen deinem Duft -
rieche dich und sonst nichts mehr.

Vieles dacht ich über Rosen, lies mich nie davon liebkosen,
wehrte eisern Blumen ab -
Blüten sind nur was für Damen, unterstützen deren Dramen.
Einst vielleicht auf meinem Grab -
welke Rosen und sonst nichts mehr.

Nun sticht metallisch streng hervor und steigt säuerlich empor,
Hab ich die Rose gar verletzt? -
Nein, sie will mich nur verwarnen, lässt sich festlich dann umgarnen
mit Weihrauch scheint sie zart benetzt -
herrscht Friede jetzt - und sonst nichts mehr?

Geh weg! Ich will mich jetzt besinnen, einen neuen Kampf beginnen!
Die Rose darf mir nicht gefallen -
mein Seelenheil muss ich erretten, ich darf mich nie in Rosen betten.
Gefährlich stets die Fäuste ballen -
erliegen will ich nimmermehr!

Ach, wie kläglich, mein Versuch, endet hart in diesem Bruch.
Geliebte Zeder, warum du? -
Wo Zeder ist, will ich stets sein, drum lass die Rose, Rose sein!
Bitte stimme mir jetzt zu -
sage stets das Nimmermehr!

Schwarze Rose, Seelenpein! Quäle mich nicht so gemein!
Komm, verstecke dich nicht mehr -
im Rücken meiner Freunde treu - oder bist du etwa scheu?
Fürchtest du mich gar so sehr?
Ach Rose, dufte nimmermehr!

Du bist und wirkst als Geist der Geister, strebst am Ende doch zum Meister,
kommst mit aller Kraft zurück -
schwarze Blüte, dunkle Macht, ich erlieg' dir nicht heut' Nacht!
Du besudelst nicht mein Glück!
Verzweifeln will ich nimmermehr!

Süßer, als ein Elfentraum, entwickelt sich der Träume Schaum,
mit weiblicher Verführungskraft -
zärtlich, sanft umschmeichelnd, behutsam meine Sinne streichelnd,
so steht die Rose voll im Saft -
Gegenwehr? Wohl nimmermehr.

Ich liege sanft in meinen Kissen, nein, ich sollt es besser wissen!
Mit einem Lächeln auf den Lippen -
Rosenduft, versteck dich nicht! Bringst mir Sonne, bringst mir Licht!
Meine Stimmung muss jetzt Kippen.
Will dich missen - nimmermehr.

Lange bleibst du in meiner Kluft, bindest Portwein und Zedernduft.
Wir sind nun eine nette Runde -
dumm war es, dich einst abzulehnen, bald muss ich mich wohl nach dir sehnen,
denn schnell vergeht die letzte Stunde.
Vergeht und kommt wohl nimmermehr.

Das neue Jahr pocht an mein Tor, ich öffne, trete stolz hervor.
Überwunden ist mein Rosenhass.
Nun lieb ich, was ich als Mann verachtet, ja, du hast mich sanft entmachtet
Ich stoße an und sag' mit Maß:
Rosen veracht ich nimmermehr!
3 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    5 Auszeichnungen
Rose eisgekühlt
Frapin hat bei mir mit Sicherheit eine der höchsten Durchschnittsbewertungen als Marke. Ich mag einfach diese alkoholisch-edlen Untertöne unter raffinierten Kompositionen - und L'Humanisten ist für den Sommer sowieso eine feste Hausnummer. Umso gespannter war ich auf den neuen Nevermore, ein weiterer männlicher Rosenduft. Das reichte eigentlich schon um mich heiss zu machen. Immermehr oder Nimmermehr?

Nevermore ist ein kompliziertes Biest. Ok, das ist was hart, aber er ist schon nicht so leicht zu erfassen, eine einzigartige Rose. Defintiv auch ein polarisierender Duft - ein paar Herzen wird er voll & ganz erobern, viele wird er kalt lassen, ein paar finden sich in der Mitte (wie ich). Menthol, Pfeffer, Rosen, kühle Blumen (Geranium?) - das sind für mich hier die Charaktermacher. Eine Eisprinzessin von einer Rose - wirklich düster & edel. Ich weiß gar nicht ob ich so einen edlen schwarzen Anzug im Schrank habe & so ein exklusives Restaurant kenne, wo Nevermore reinpassen würde. Wunderschön ohne Zweifel, aber mindestens genauso schwer zu tragen. Egal ob als Mann oder Frau. Daher erobert er mich nicht vollends. Aber ein Schmuckstück ist er, in allen Belangen!

Flakon: einfach ein edler Tropfen
Sillage: schon stark, aber edel stark
Haltbarkeit: reicht an die 9 Stunden heran.

Fazit: fein, unterkühlt, cool, gothic - diese Rose hat es in sich & erinnert mich an den Kultklassiker The Crow mit Brandon Lee!
1 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    20 Auszeichnungen
Die Flaschenpost
(Im Original "M.S. Found In A Bottle") ist eine Kurzgeschichte E. A. Poes, dem Anreger zu diesem Duft, wie man dem schönen Kommentar von M3000 entnehmen kann. Durch diesen Kommentar landete der Duft auf meiner Merkliste, etwas später wurde ein Restflakon hier verlost und ein weiterer Zufall spielte bzw. spülte diesen Flakon dann mir in die Hände. Da ja sozusagen jede Nachricht ihren Empfänger "sucht" und schließlich findet, bin ich jetzt aufgefordert, diese schöne Flaschenpost zu öffnen und zu lesen.
Ein Konzeptduft? Ein Themenparfüm? Ein literarischer Titel, um intellektualistische Feingeister anzusprechen, die einfach nicht mehr mit "Radical Sport XS" oder "Crash 134 Extreme" hinter dem Ofen hervorzulocken sind und deshalb nach anspruchsvolleren "Bildungsparfums" suchen?
Ein Duft ist kein Text.
Aber die Assoziationen, die sich in der Fantasie aneinanderreihen, können durchaus textartig werden.

„Is all that we see or seem
But a dream within a dream?“

Natürlich habe ich dem Duft gegenüber eine positive Erwartungshaltung, ich kenne die Geschichte schon und meine Wahrnehmung ist von vornherein durch dieses Vorwissen beeinflusst, da gibt es kein Zurück mehr. Die Frage wäre, ob ich das alles "herausriechen" könnte, wüsste ich nichts von der ganzen Thematik? Ich würde sagen, nein.
Aber etwas kann ich sogleich feststellen, und zwar, dass der Duft, bedenkt man, dass er im letzten Jahr erschien, deutlich älter riecht. Viel älter sogar, tatsächlich wie aus einer anderen Zeit. Ich meine das hier durchaus positiv.
Auch diese metallische Rose kann ich nur nochmals bestätigen, die Kühle erinnert mich aber nicht so sehr an Nebel, als eher an den Geruch von Nebelmaschinen, der eine ganz leichte, metallische Säuerlichkeit aufweist. Ein Bühneneffekt also...
Es würde nichts ändern, aber wie gern wüsste ich, ob Poe jemals einen Duft benutzt hat, außer vielleicht bei einem Besuch beim Barbier. Hat er nach der Rasur (der Schnurrbart musste ja gepflegt werden...) ein leichtes Rosen- oder Lavendelwasser aufgelegt? Oder hat er dann bloß nach Kernseife gerochen?
"Die seltenen Besucher in Poes bescheidenem Heim berichten von einem Fläschchen Lavendelwasser der Marke Fincker&Hobbes, das stets auf seinem kleinen Waschtisch stand." Ist natürlich nur von mir ausgedacht, aber wie großartig wäre es, darüber etwas zu wissen!
Jedenfalls ist dieser Rosenduft untrennbar in herbes Gewürz eingebettet, bildet damit eine vollkommene Synthese, kombiniert mit einer eben metallischen, säuerlichen Note - aber so, dass hier bei mir Assoziationen an einen alten Duft (vielleicht tatsächlich der Duft eines dunkel-romantischen Dichters) erzeugt werden.
Im weiteren Verlauf wird der Duft holziger, aber auch die herberen Gewürztöne treten mehr in den Vordergrund und diese Kombi erinnert mich weniger an einen Rotweinkorken, sondern eher an Holzfass, und zwar von Innen. (Allerdings habe ich das erst einmal in meinem Leben gerochen, da war ein Obstbrand drin...) Hah! Holzfass von innen... saure Rosen, dunkle Würzigkeit (Cognac? Der Pfeffer dient eher dazu, eine gewisse alkoholische Spitze zu suggerieren) - wirklich ein eigentümliches Gebräu, aber es hält alles zusammen, nichts fällt auseinander, das "Bild" bleibt intakt.
Zurück zur Frage. Wüsste ich nichts von drei Rosen, dem kalten Januarmorgen, dem Cognac und dem Gedicht, dann hätte ich beim Riechen von „Nevermore“ gedacht, das riecht nach dunklem Salon und schwerem Brokat, gealterten Rosen und schwarzen Gehröcken. Dass da Alkohol eine Rolle spielt, kann man auch vermuten. Poe selbst hat ja Alkohol so schlecht vertragen, dass er wahrscheinlich schon vom Parfumgeruch schwer angeschlagen worden wäre.
Also sollte man sich seinen dunklen Mantel anziehen, einen Hut aufsetzen und ein Stück durch den Nebel wandern. Die Mitmenschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln dürften angenehm irritiert werden. Zwei, höchstens drei Sprüher genügen für ausreichende Präsenz. Man kann sich auch zuhause hinsetzen, Poe lesen und einen Cognac trinken. Die Rose wird noch lange im dunkelroten Samt der schweren Vorhänge haften.
Zum Wohl!
7 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 5.0/10
Frapin - Nevermore
Nevermore beginnt als A*Men-Kopie. Allerdings ist das Duftbild hier wesentlich zurückhaltender, ruhiger und unangestrengt. Dennoch versprüht auch Nevermore diesen synthetischen Anti-Charme, auch wenn dieser hier nicht solch ein beißendes Potential projiziert wie A*Men. Dieses eben dargestellte Duftbild hat für etwa 3h Bestand bis sich (endlich) das Rosenthema in den Mittelpunkt rück. Hier wird das Duftbild endlich sanfter, wachsiger und runder. Diese tatsächlich recht angenehme Dufttextur bleibt leider nur für etwa eine Stunde auf der Haut und wechselt seine Stellung für eine anschließende eher bittere Würzigkeit (Safran). Insgesamt ist Nevermore ein gut durchdachter Duft, welche mir jedoch insgesamt mit zu vielen Komponenten aufwartet, welche ich persönlich zu bitter und anstregend empfinde. Nevermore ist m. E. nach zu eigenwillig und abstrakt. Weiterhin ist das Duftbild auch eher zurückhaltend wenn auch recht langanhaltend. Wäre die Damaszener-Rose mit etwas Rauchigkeit und Pfeffer gesprickt, würde mir dies für ein Tolles Dufterlebnis bereits ausreichen. Nevermore habe ich einmal getestet und einen weiteren Versuch braucht es subjektiv "nevermore".

Sillage: moderat Haltbarkeit: 10h Projektion: ( )

Weitere Frapin-Düfte in meinem Blog: http://www.parfumo.de/Benutzer/RisingScent/Blog/Eintrag/4_Frapin_Parfums_Eine_bersicht
3 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    14 Auszeichnungen
Stachelige Rose in kaltem Nebel
Frapin Nevermore baut atmosphärisch auf zweierlei auf:
- Erstens auf dem Gedicht "The Raven / Der Rabe" von Edgar Allan Poe, in dem der Rabe wiederholt "Nevermore / Nimmermehr" ausspricht.
- Zweitens auf der Erscheinung des Toasters: Jahrzehntelang erschien am Geburtstag Poes eine mysteriöse Gestalt an dessen Grabstein, trank Cognac auf des Dichters Wohl und legte drei Rosen sowie die angebrochene Flasche Cognac am Grab ab.

Zum Duft:
Ein kräftiger, dichtgewebter Kopf von Pfeffer, dunkel-floralen Noten legt die Nase frei. Keine Frische, schon gar nichts Zitrisches hier. Ungewöhnlich. Bald wird Platz für das umwerfende Herz des Parfums:
"Da auf einmal füllten Düfte, dünkt' mich, weihrauchgleich die Lüfte" (aus Der Rabe) - Die Pyramide enthält zwar keinen Weihrauch, und doch hat FN etwas Rauchiges, metallisch-Nebliges. Eine maskuline, kratzige Duftschicht, die die drei Rosen umhüllt und kühl einbindet. Die Rosen! Was ist hier los? Gewöhnlich mag ich Rosenduft in Handcremes usw. überhaupt nicht. Aber hier werden ihr die Stacheln gelassen, sie bleibt stolz und erhaben. Das macht diese widersprüchliche Kombination so besonders.
Sehr spät in der Basis beruhigt sich das Geflecht und konzentriert sich auf eine mildere Rose, eingewoben von würziger Zeder und breitem Amber/Safran-Teppich. Und auf diesem Teppich liegt, das habe ich erst spät begriffen, dieser Korken aus der Flasche eines reifen Rotweins. Grossartig.

Ich habe noch immer nicht abschliessend verstanden, warum mich Nevermore so gepackt hat. Das war aber der eigentliche Grund, ihn zu kaufen (immerhin mein erstes Parfum höherer Preisklasse) - diese unerklärliche Faszination! Bei anderen Parfums höre ich irgendwann auf zu denken und weiss: Der soll es sein. Bei FN hat sich während der Proben eher stetig eine "Ich gehöre zu Dir, wehr' Dich nicht länger"-Stimmung aufgebaut. Immer wieder wehte eine robust-zarte Wolke um meine Nase und ich ertappte mich dabei, wie ich häufiger als bei allen anderen Düften an meinem Unterarm roch. Und dann wehrte ich mich Nimmermehr.

Wann tragen? Das muss ich mir erst noch erarbeiten. Trotz eher starker Sillage sehe ich ihn eher tagsüber als abends im Ausgang. Und wenn, dann kein Clubbing-Duft, im Restaurant fühlt er sich wohler. Ich denke, dieser Duft will bemerkt werden und nicht andere übertönen. Er hält lang! Gerade die Kombination "Mann trägt Rose" ist sicher gewöhnungsbedürftig. Zumindest für mich als Träger, aber wahrscheinlich auch für das Umfeld. Und doch zeigt seine innere Kantigkeit mehr ins Maskuline, an einer Frau könnte er spröde wirken. Ich lasse mich aber von Trägerinnen und Kommentatorinnen gern eines Besseren belehren.

Noch ein paar Worte zum Drumherum:
Der kompakte Flakon mit Holzdeckel liegt schwer (365g!) und satt in der Hand, ein tolles Gefühl. Und er kam aus einer eleganten Schachtel mit Prägung und Magnetverschluss. Frapin Nevermore ist ein insgesamt hochwertiges Erlebnis.
5 Antworten

Statements

Can777 vor 45 Tagen
Nevermore!Der Morgenstern unter den Rosendüften.Männlich,heavy,hard.Gepfefferte Rose mit Dornen aus Amber,Muskat und Safran.Böser Junge!+7
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
5 Antworten
Tiara vor 11 Monaten
Geht nicht, gibts nicht.....etwas in diesem Duft entwickelt sich sehr eindeutig zu dem Geruch von ......Pisse :(+3
Flakon 6.0
Sillage 6.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 0.5
2 Antworten
Rotkehlchen vor 14 Monaten
Huch, diese Rose ist mir aber zu kratzbürstig! Sind das die Aldehyde? Ich überlasse Nevermore gerne den harten Kerlen;-)+3
Jensemann vor 11 Monaten
Beginnt als ein langweiliges Rosenwässerchen, was man schon oft gerochen hat! Später wird die Rose aufgrund Pfeffer tiefdüster! Nice!
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
Pluto vor 16 Monaten
Leider gar nicht meins, streng, wie schales Bier, erinnert mich an Immortal Beloved, wieso? Und Gummiabrieb wie bei Carbone..
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 5.0

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