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7.7 / 10 314 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Maison Crivelli für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2020. Der Duft ist grün-holzig. Es wird noch produziert.
Aussprache Vergleich
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Duftrichtung

Grün
Holzig
Würzig
Frisch
Pudrig

Duftnoten

PapyrusPapyrus SandelholzSandelholz schwarzer Pfefferschwarzer Pfeffer Tabak AbsolueTabak Absolue Tonkabohne AbsolueTonkabohne Absolue KorianderKoriander LederLeder

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.7314 Bewertungen
Haltbarkeit
7.3270 Bewertungen
Sillage
6.8274 Bewertungen
Flakon
7.6250 Bewertungen
Preis-Leistung
6.5198 Bewertungen
Eingetragen von M3000 · letzte Aktualisierung am 01.02.2026.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion Expériences Olfactives.

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Rezensionen

7 ausführliche Duftbeschreibungen
7Duft 7Haltbarkeit 5Sillage
Jingle

16 Rezensionen
Jingle
Jingle
Top Rezension 18  
Fenster auf im Arbeitszimmer
Als großer Fan grüner Düfte auch mit einer konzeptig-synthetischen Ausrichtung war der Papyrus Moléculaire ein klarer Testkandidat für mich. Als ich dann einen kleinen Hype darum zu verspüren glaubte, musste ich natürlich ran! Will ja nicht die letzte sei, die ihn entdeckt.

Papyrus Moléculaire startet grün-gewürzig mit dezenter Pfeffrigkeit, der Koriander meldet sich zuvorderst, das Karottengrün, und ich habe fast einen kampfer-/eukalyptusartigen Eindruck. Der Duft ist herb - toll! - und nicht süß. Ein klassisch grüner Auftakt, gut gemacht, aber auch nichts Neues.
Schon schnell ist das Elemi und Holzigkeit zu riechen, Gras, hier Rasen, und dann leicht bittere Blätter.
Eine gewisse Lebendigkeit ist dabei, über den Tabak, vermute ich, aber sehr dezent. Tonka dagegen müsste ich mir selbst schon stark suggerieren, um es zu riechen.
Herz- und Basis haben dann eine angenehme Harzlastigeit, sehr schön, wirklich, für die es sich fast lohnen würde, aber wegen der wenig originellen Kopfnoten ist, das sage ich gleich direkt, Papyrus Moléculaire kein Kaufkandidat für mich.
Der Papiereindruck, trockene Iris sind angenehm umsetzt, es handelt sich hier deswegen auch nicht um einen naturalistischen Naturduft. Die erwähnte Druckerpapier-/Tonerassoziation kann ich verstehen, ebenso die Safranassoziation, der ja oft auch etwas Papieriges hat.

In Bildern geschildert: Wir haben es hier mit einem Arbeits-/Schreibzimmer einer Autorin zu tun, die die Fenster weit öffnet hin zum Garten, kultivierter Garten wohlgemerkt, geharkt, begärtnert, ohne wuchernde Wilnis. Ein modernes Arbeitszimmer ohne ledergebundene Schinken im Tropenholzregal, sondern mit einem sleeken Notebook, dem Laserdrucker und der obligatorischen Wasserkaraffe. Vielleicht der augenzwinkernde Gedanke nur daran, wie man ein Pfeifchen rauchen könnte im Studierzimmer. Aber man raucht heutzutage nicht mehr.

Spezialanmerkung: Da ich weiß, dass das für manche hier ein Spezialinteresse ist, sei es erwähnt: Durch den grünen Start und die Harzigkeit im Drydown ist ein warm-kalter, aber auch ein saftig-trockener Duft gelungen.

In ähnliche Richtungen gehen meiner Meinung nach Maison Margielas (untitled), den ich gar nicht mal so dolle finde, Comme des Garçons Serpentine (den ich schätze wegen seiner Asphaltnote), Eau d'Italie - Jardin du Poète (Garten as Garten can), Eau de Fleurs - Capucine von Chloé (auch wunderbar grün), oder, für mich neu entdeckt und als großartig befunden, Carthusias Essence of the Park. Wenn ich diese besitze und trage, brauche ich den Papyrus Moléculaire nicht.

Also ingesamt hatte ich mir ein bisschen mehr davon versprochen. Papyrus Moléculaire ist für mich wenig spektakulär und auch nicht aufregender als die Kombi Zeder, Iris + was Grün-Frisches. Wenn die Inspiration Zigarillo rauchende Frauen waren - näääh, das ist hier nicht abgebildet.

Wir kriegen keine Poesie getippt, da im Autorenzimmer, sondern eine Pressemitteilung für den Brotjob; wohlgelaunte Betriebsamkeit aber ist da, man ist so ziemlich zufrieden im Homeoffice.
6 Antworten
9Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Fandaengo

76 Rezensionen
Fandaengo
Fandaengo
Top Rezension 14  
Oh was trägst Du denn heute ...
... war das erste erstaunliche Kompliment meines Bruders, ein großgewachsener Naturbursche und absoluter Duft-Muffel (zumindest was von außen aufgetragene Düfte anbelangt).

Papyrus startet frisch mit einer unverkennbaren Papyrusnote - sehr angenehm und niemals "muffig". Leicht gewürzt und sehr fein abgestimmt durch schwarzen Pfeffer und Koriander. In der weiteren Entwicklung und speziell im Drydown bekommen die süßlich-bittere Tonkabohne und der süßlich-blumige Tabak ihren Platz. Die Ledernote kann ich nicht wahrnehmen.

Die Sillage ist raumfüllend und über einen überdurchschnittlich langen Zeitraum deutlich wahrnehmbar - aber nie kantig eher unterschwellig bestimmend.

Ein glücklichmachender Duft für die Frühjahrs- und Sommerzeit. Ab der dunklen, herbstlichen Zeit - zumindest sobald der Golden Summer zuneige geht - ist der frische-grüne Duft falsch platziert.

Er passt zu vielen Anlässen wie Büro, Freizeit und Sport. Ich würde ihn nicht zu "lauten" Abendveranstaltungen tragen, wo eine gewisse Eleganz und Duftlautstärke gefordert sind. Für mich ein perfekter Naturbursche - eben wie mein Bruder.
0 Antworten
8Duft 4Haltbarkeit 4Sillage
Annenas

25 Rezensionen
Annenas
Annenas
7  
In der ägyptischen Grabkammer
Papyrus ist hier wörtlich zu verstehen, mit allen Assoziationen zu ägyptischer Papierherstellung, Hieroglyphen, Wüstensand und geheimnisvoller Grabkammer. PM öffnet leicht muffig, feucht und mit unverkennbarer Papyrusnote. Leicht gewürzt durch Pfeffer und Koriander legt sich der Duft fast schon ölig auf die Haut und bleibt auch genau da: hautnah. Sillage ist kaum vorhanden, aber das stört eigentlich gar nicht, denn wer diesen Geruch gerne an sich hat, wird völlig glücklich damit sein, ihn für sich selbst zu haben.
Ich nehme ihn als feucht war, leicht muffiges Papyrus, erdig und doch irgendwo noch mit pudrigen, staubigen Untertönen. Wir sind hier nicht in einer lichten, hellen Bibliothek, die gar nach Moschus und Druckschwärze duftet. Oh nein, wir stehen mitten in einer ägyptischen Grabkammer. Die Feuchtigkeit perlt von den Steinen der Wände ab, von draußen weht ein trockener Wüstensandelholzwind, irgendwo in der Ecke wächst ein Büschel Koriander. Grabbeigaben sind uralte Papyri und Pfefferkörner. Tabak und Leder geben Tiefe, während die Tonkabohne einen leicht süßlich-modrigen Kontrast setzt.
Im Drydown verfliegt der Muff ein wenig, der Duft wird trockener und klarer, mehr Sand(elholz) und etwas weniger Würze. Und dann ist es ganz plötzlich vorbei. Wir treten aus der Grabkammer ins Licht und irgendwie ist der ganze Geruch einfach weg. Vielleicht noch ein Hauch Sand, ein leichtes Kratzen im Hals und Papyrus Moléculaire hat sich verflüchtigt wie eine Erinnerung an längst vergangene Kultur.
2 Antworten
8Duft 6Haltbarkeit 6Sillage
Connie

337 Rezensionen
Connie
Connie
Hilfreiche Rezension 6  
Pure Natur..
Sehr spezieller Duft der mit Sicherheit super nischig ist.

Der fängt mit sehr viel Sandelholz an und eine sehr deutliche Papyrus Note. Genau wie ein neuen Buch riecht, beim Blättern . Allgemein ist der Duft trocken, holzig und würzig, mit eine leicht pfeffrige Note. Wie so oft vermittelt das Sandelholz eine Dill Assoziation bei mir. Koriander sorgen im Drydown für eine grüne und recht würzige Note. Was aber die ganze Zeit am meisten zu riechen ist, ist Papyrus und Sandelholz .. Hier rieche Ich vor allem Natur. Alles ist grün, würzig und holzig ..Sehr große Ähnlichkeit mit Santal 33 Eau de Parfum . Wobei der Crivelli deutlich grüner ist auch in den drydown .

Bestimmt nicht jedermanns Sache aber der riecht sehr sehr edel. Der Duft ist halt sehr sehr grün .

Ich mag den Duft tatsächlich sehr aber nur für gewisse Anlässe und mit passende Kleidung . Es ist kein No Brainer oder „ Ich mache es mir gemütlich auf dem
Sofa in Jogging Hose“ Duft. Ich wurde den Duft nur tragen bei formelle Anlässen oder bei einen Besuch in ein nobleren restaurant . Edle Hosen und einen cashmere Pulli , passt irgendwie wie Faust aufs Auge zu den Duft.

Ich hätte nie gedacht das ein so grüner Duft, der wirklich sehr speziell riecht, mich so begeistern würde.
H+S konnte besser sein ..
Aktualisiert am 07.03.2025 - 10:28 Uhr
0 Antworten
8Duft 7Haltbarkeit 7Sillage
Genoveva

50 Rezensionen
Genoveva
Genoveva
6  
Herbe Erfrischung...
Ich fliehe aus der Sommerhitze und stehe plötzlich in einem kühlen Gemäuer, vielleicht eine alte Kirche. Ich lasse mich in einer der Bänke nieder und schließe kurz die Augen. Im Kirchgarten rauschen die Bäume, ich höre knackendes Holz. Ich trete zwischen die alten Kastanien und Buchen, die Stämme sind trocken und warm. Überall wächst und gedeiht das Grün. Ein würziger, leicht scharfer Geruch steigt mir in die Nase, den ich in seiner Herbheit aber als sehr erfrischend wahrnehme. Von Ferne ist die Ahnung eines nahenden Gewitters zu spüren, die Luft flirrt, der Wind nimmt langsam zu. Ich kann den Regen riechen, noch bevor ich ihn spüre. Ich trete den Heimweg an, ich rieche Kräuter, Farne und weichen Waldboden. Die ersten Tropfen fallen auf meine sommerwarme Haut, ich schließe die Augen und breite meine Arme aus...

Aktualisiert am 10.07.2023 - 12:49 Uhr
4 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

86 kurze Meinungen zum Parfum
30
25
Meine Zigarre ist mit Papyrus gerollt
karottenförmig, zitrusfrisch
mit Irispuder und Eherweniharz
glimmt süßlich aus
25 Antworten
22
19
Wunderbar Hellgrün...
Trocken-holziger Pflanzensaft
m. Tonka
doch leider entwickelt sich mal wieder eine
Sandelholzfeige auf meiner Haut!
19 Antworten
22
14
Bücher der Weisheit,
gebunden in zärtliches Leder,
erzählen sandelträumende Liebesgeschichten
von Tabak und Tonka.
Pfeffer lauscht gebannt.
14 Antworten
18
8
An sich ein guter Konzeptduft: grün, würzig, pudrig, rauchig, trocken, hesperidisch und trotz allem ist mir das zu konstruiert artifiziell.
8 Antworten
16
22
Papyrus erwartet
Und voll das Sandelholz bekommen
Von Anfang bis Ende
Andere Noten zu erahnen
Koriander am Ende
Frischt auf#
22 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Bilder

3 Parfumfotos der Community

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