
Nst85
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Nst85
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2
Ein grün-balsamisches Träumchen
Tolu ist für mich ein Beweis dafür, wie selbstverständlich Unisex-Düfte funktionieren können – auch wenn dieser – wie alle "älteren" OJ-Düfte im Marketing noch einem Geschlecht zugeordnet wird. Er verbindet kühle, grüne Frische mit warmem, vanillig-balsamischem Amber so ausgewogen, dass er weder in eine explizit „feminine“ noch „maskuline“ Richtung kippt, sondern einfach elegant wirkt.
Der Auftakt erinnert deutlich an Ormonde Man: ein grün-harziger Akkord mit Bergamotte und kühlen Kräutern, der klar, leicht herb und sehr gepflegt wirkt. Diese Frische bleibt jedoch nicht statisch, sondern gleitet nach und nach in eine weichere, wärmere Phase. Florale Noten kommen hinzu, eine tolle Rose, jedoch ohne laut zu werden – eher ein feiner Schleier als ein Blütenbouquet.
Im Herzen und Drydown tritt der Tolubalsam in den Vordergrund: vanillig, leicht zimtig, mit dieser typischen balsamischen Tiefe, mit zurückhaltenderem Blumenanteil. Hier entsteht für mich die eigentliche Magie des Duftes: Die ambrierte Wärme wird immer wieder von grünen Akzenten und der Erinnerung an die Kräuterfrische gebrochen, sodass Tolu nicht ins Klebrige oder Überladene kippt. Die Balance zwischen Amber und frischen, grünen Noten bleibt über weite Strecken erhalten und macht den Duft so tragbar.
In der Basis wird Tolu ruhig, fast meditativ und glättet sich zu einem sanften Amber-Vanille-Balsam. Manche mögen diesen letzten Abschnitt als etwas „langweiliger“ empfinden, für mich ist er eher der entspannte Ausklang eines sehr gelungenen Spannungsbogens. Gerade hier zeigt sich, wie selbstverständlich der Duft an allen Geschlechtern funktioniert – kein Zucker-Overkill, kein harsches Holz, sondern eine elegante, warme Komfortzone.
Mit einer persönlichen Bewertung von 9/10 ist Tolu für mich einer der reifsten und am besten ausbalancierten Düfte im Ormonde-Jayne-Kosmos. Unisex im besten Sinne, grün und balsamisch zugleich, großartig geeignet für kühle Tage, formelle Anlässe und alle Momente, in denen man leise, aber souveräne Präsenz ausstrahlen möchte.
Der Auftakt erinnert deutlich an Ormonde Man: ein grün-harziger Akkord mit Bergamotte und kühlen Kräutern, der klar, leicht herb und sehr gepflegt wirkt. Diese Frische bleibt jedoch nicht statisch, sondern gleitet nach und nach in eine weichere, wärmere Phase. Florale Noten kommen hinzu, eine tolle Rose, jedoch ohne laut zu werden – eher ein feiner Schleier als ein Blütenbouquet.
Im Herzen und Drydown tritt der Tolubalsam in den Vordergrund: vanillig, leicht zimtig, mit dieser typischen balsamischen Tiefe, mit zurückhaltenderem Blumenanteil. Hier entsteht für mich die eigentliche Magie des Duftes: Die ambrierte Wärme wird immer wieder von grünen Akzenten und der Erinnerung an die Kräuterfrische gebrochen, sodass Tolu nicht ins Klebrige oder Überladene kippt. Die Balance zwischen Amber und frischen, grünen Noten bleibt über weite Strecken erhalten und macht den Duft so tragbar.
In der Basis wird Tolu ruhig, fast meditativ und glättet sich zu einem sanften Amber-Vanille-Balsam. Manche mögen diesen letzten Abschnitt als etwas „langweiliger“ empfinden, für mich ist er eher der entspannte Ausklang eines sehr gelungenen Spannungsbogens. Gerade hier zeigt sich, wie selbstverständlich der Duft an allen Geschlechtern funktioniert – kein Zucker-Overkill, kein harsches Holz, sondern eine elegante, warme Komfortzone.
Mit einer persönlichen Bewertung von 9/10 ist Tolu für mich einer der reifsten und am besten ausbalancierten Düfte im Ormonde-Jayne-Kosmos. Unisex im besten Sinne, grün und balsamisch zugleich, großartig geeignet für kühle Tage, formelle Anlässe und alle Momente, in denen man leise, aber souveräne Präsenz ausstrahlen möchte.
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Kopfnote
Muskatellersalbei
Orangenblüte
Wacholderbeere
Herznote
marokkanische Rose
ägyptische Rosengeranie
Maiglöckchen
Orchidee
Basisnote
Tolubalsam
Amber
Tonkabohne
Weihrauch











































