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White Smoke von Perfumer H
Flakondesign:
Michael Ruh Studio
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White Smoke 2019

7.9 / 10 130 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Perfumer H für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2019. Der Duft ist rauchig-würzig. Es wird noch produziert.
Aussprache Vergleich
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Duftrichtung

Rauchig
Würzig
Holzig
Harzig
Süß

Duftnoten

AmberAmber Römische KamilleRömische Kamille Siam-BenzoeSiam-Benzoe Zistrose AbsolueZistrose Absolue indonesisches Patchouliindonesisches Patchouli Mysore-SandelholzMysore-Sandelholz ZimtblattZimtblatt Iris AbsolueIris Absolue italienische Bergamotteitalienische Bergamotte OudOud türkischer Tabaktürkischer Tabak VanilleVanille weißer Moschusweißer Moschus RosengeranieRosengeranie

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.9130 Bewertungen
Haltbarkeit
7.8109 Bewertungen
Sillage
7.1110 Bewertungen
Flakon
8.383 Bewertungen
Preis-Leistung
6.440 Bewertungen
Eingetragen von Birdee · letzte Aktualisierung am 25.01.2026.
Quellenbasiert & geprüft

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9.5Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Midnights

30 Rezensionen
Midnights
Midnights
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Out of the woods
"She's addicted to nicotine patches
She's addicted to nicotine patches
She's afraid of the light in the dark
6:58, are you sure where my spark is?
Here, here, here..."
("Spark", Tori Amos)

Wann genau war es dunkel geworden?
Sie sass gerade noch auf dem alten Holzstuhl in ihrer Küche, die Sitzfläche auf geflochtener Papierkordel, und hatte sich einen Kamillentee gekocht. Halbwegs zufrieden betrachtete sie ihr Tageswerk. Allerlei Wurzeln, zermahlene Blüten, getrocknete Tabakblätter, Gefässe gefüllt mit allem, was die Flora hergibt, Hydrolate, Mörser, Stabmixer... Zu jedem Zeitpunkt hatte sie den Überblick, welche Rohstoffe wofür bestimmt waren, sie brauchte keine Gedächtnisstützen. Meistens arbeitete sie an allem gleichzeitig: hier ein ätherisches Öl, da ein Blütenbalsam, dort eine Teemischung... Heute wollte sich aber keine Ruhe nach getaner Arbeit einstellen. Sie dachte an die Schwertlilien am unweit entfernten Waldrand. Der Zeitpunkt war gut, um die Wurzeln auszugraben. Daraus würde irgendwann mal ein Iris-Absolue oder Irisbutter entstehen, viellecht ein ätherisches Öl. Vorrat für die eine oder andere verlorene Seele, die wie zufällig zu ihr finden würde.
Sie hatte das kleine Steinhaus noch vor Sonnenuntergang verlassen. In einer Stunde würde sie spätestens wieder da sein. Es würde kühl, sobald die Herbstsonne hinter dem Gebirgszug verschwinden würde, aber eine Strickjacke aus Wolle sollte reichen, dachte sie. Normalerweise hätte sie den Weg mit verbundenen Augen ablaufen können. War es der sich anbahnende Leermond? Waren es ihre Gedanken, die heute einfach nicht aufhören wollten, Achterbahn zu fahren? Sie wusste es nicht. Sie hatte den Eindruck, durch einen Tunnel gelaufen zu sein, und als sie am anderen Ende herauskam und die Augen öffnete, war es um sie herum dunkel geworden. Sie zog die Strickjacke etwas enger an den Körper, um Fassung und Orientierung ringend. Sie klaubte am Nikotinpflaster am rechten Oberarm, daran zweifelnd, ob mit dem Rauchen aufzuhören wirklich eine gute Entscheidung war. Was hätte sie für den Duft verbrannter Tabakblätter gegeben. Ihr kleiner Zeh zuckte, sowie er es immer tat, wenn sich Unruhe den Weg durch ihren Körper bahnen wollte. Sie kannte die Reihenfolge: aus Unruhe würde Angst. Und Angst war ein mieser Berater, im Leben wie in der Dunkelheit. Sie zwang sich die Augen zu schliessen und kurz innezuhalten, innerlich stehen zu bleiben. Es dauerte eine Weile, aber langsam spürte sie, wie sich die Spannung in ihren Schultern löste. Sie neigte den Kopf nach links und nach rechts, auf der rechten Seite knackte es leise in die stille Dunkelheit. Mit jedem Herzschlag wurde sie ruhiger, ihre Sinne schärfer. Wäre sie sich dabei nicht lächerlich vorgekommen, hätte sie gerne das innere Selbstbild einer Wölfin gezeichnet. Sie verwarf den Gedanken, sowie wie sie ihre Schwäche für Zigaretten vor einiger Zeit verworfen hatte. Sie hielt die Nase in den Wind. Der Geruch einer unlängst erloschenen Feuerstelle war förmlich auf ihrer Zunge zu schmecken. Das ist die Richtung, die alte Feuerstelle, sie nahm die Witterung auf. Sie hatte sich in den letzten Jahren immer wieder über die Stadt-Hipster geärgert, welche an Wochenenden in ihr Territorium eindrangen. Mit bedruckten Emaille-Tassen sassen sie in ihren Patagonia-Fleecejacken um das Feuer, grillierten Würste aus Fleischersatzprodukten und spielten Wildnis. Heute war sie dankbar dafür, dass sie da waren und Feuer gemacht hatten. Sie folgte dem Duft erloschener Flammen für eine Weile und dachte leise schmunzelnd erneut an das Bild der Wölfin. In ihrer Entschlossenheit, mit flinken Bewegungen sich durch Gebüsch schlängelnd und Hänge hinabgleitend, verlor sie jedes Zeitgefühl. Wie lange war sie schon unterwegs? Erst als sie den Duft von Vanilleschoten, die sie am Nachmittag auf dem Küchentisch aufgeschnitten hatte, und eine leise Brise verbrannten Oudholzes vernahm, wusste sie: sie war zu Hause. Sie ging ins Haus, zog die Strickjacke nicht aus, sie musste ein Feuer machen. Zuerst jedoch legte sie eine Handvoll Iriswurzeln auf den Küchentisch.
Aktualisiert am 30.09.2023 - 17:29 Uhr
18 Antworten
10Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Jeob

6 Rezensionen
Jeob
Jeob
Sehr hilfreiche Rezension 22  
Von der Kunst Welten zu flüstern
“This is the way the world ends
Not with a bang but a whimper.”

Diese letzten Zeilen aus T.S. Eliots “The Hollow Men“ waren was ich assoziierte, als ich vor einigen Tagen zum ersten Mal Lyn Harris‘ White Smoke begegnete.
Ich stolperte, sehr früh am Morgen, der Sinnhaftigkeit dieser Assoziation hinterher, die Nase an den Handrücken gedrückt, in der anderen Hand eine Tasse Kaffee balancierend. Zu dramatisch schien sie mir um näherer Inspektion standzuhalten. Mag sein, dass sie einfach Sinnbild ist für die kleine seismische Verschiebung im Inneren, die dieser leise aber mächtige Duft in mir ausgelöst hat. Im Fall von White Smoke mag der letzte Satz vielleicht lauten:
„not with a bang but a mighty whisper“. Das Weltende streichen wir.

White Smoke verläuft in fein austarierten Stadien. Besonders im ersten Drittel sind Weihrauch und Kamille deutlich auszumachen, eine Kombination von Noten, die mich schon bei Series 3: Incense - Avignon verzaubert hat. Doch während Avignon die ersten Stunden in angestrengter Ehrfurcht verharren lässt, bevor er dank Kamille so etwas wie stillen Trost spendet, ist White Smoke zugewandter, wärmer und gleichsam wesentlich dynamischer. Ohnehin erzeugen die Düfte, die ich bisher von Perfumer H gerochen habe, in mir ein Bild von Bewegung.

Im Fall von White Smoke entsprechen die ersten Minuten mit ihm dem Bild einer stillen Explosion. Ich sehe - so als fehlte dem Film der Ton - eine geräuschlose Entladung, rieche eine Hauch Schießpulver und dann einen sich in Zeitlupe auf mich zubewegenden Rauch: zarte, fast zärtliche Rauchschlieren, die nicht als Fläche wandern, sondern sich filigran ihren Weg durch den Raum bahnen bis sie umhüllen, vereinnahmen.
Am Ende dieser Zeitlupensequenz entsteht ein fast sakraler Raum.
Einer, in dem ich unbesehen niederknien würde.
Später, sich fast unmerklich dazu schleichend und gleichzeitig den Duftcharakter maßgeblich ändernd kommt die Wärme der Harze, des Ambers dazu, die sehr subtile Pudrigkeit der Iris und - fast versteckt unter allem und doch die perfekte Tonart treffend - das sanfte Schnurren des Ouds, einen Hauch Animalik verleihend.

Ich beginne zu glauben, Lyn Harris könnte ein Ei auf einer Rasierklinge tanzen lassen. So gekonnt schafft sie es Balance zu kreieren, die manchmal (wie im Fall von Dust ) aus größtmöglicher Spannung zwischen gegensätzlichen Polen besteht, manchmal aus der perfekten Choreografie des immer in Bewegung scheinenden Zusammenspiels von Noten.
Nichts an White Smoke ist laut, nichts brennt oder qualmt, nichts driftet ab in ambriert-holzig-vanillierten olfaktorischen Wohlfühlsalat. Stattdessen gleicht er einem introspektiven Kunstwerk, dem ich hoffe, noch sehr viel öfter beim Flüstern zuhören zu dürfen.

Aktualisiert am 06.07.2023 - 13:47 Uhr
15 Antworten
8.5Duft 6Haltbarkeit 6Sillage
Genoveva

50 Rezensionen
Genoveva
Genoveva
Sehr hilfreiche Rezension 20  
Tiefe
Sie stehen erschöpft am Rand des Vulkans. Starren in die graue Tiefe, die seltsam an ihnen zieht. Suchen Rotes, ersehnen ein Grollen, blicken sich in die Augen, die in Erwartung von Angst schon fiebrig werden. Halten sich an den Händen, atmen staubige Luft, rauchig, mineralisch, treten einen Schritt zurück, schauen sich um, ob da wer kommt, ob da wer spricht, sind schließlich allein mit der Tiefe, die so tröstlich scheint und es ist so still um sie, dort, wo gerade noch ein Sturm in ihnen aufzog, wollen sie der Angst entgegentreten, etwas überwinden, von dem sie nicht wissen, was es eigentlich ist. Der Augenblick muss bedeutungsschwer sein, etwas in ihnen aufreissen und dann heilen, ja danach suchen sie, dass ihnen wer sagt, dass sie hier sind und dass es gut werden kann, sie warten darauf wie Kinder. Der Wind nimmt zu, rüttelt an Beinen, der Abgrund will sie nicht, stößt sie zurück und sie sagen erleichtert, dass es Zeit für den Abstieg ist.
Aktualisiert am 21.03.2024 - 13:21 Uhr
25 Antworten
8Duft 7Haltbarkeit 7Sillage
NuiWhakakore

107 Rezensionen
NuiWhakakore
NuiWhakakore
Sehr hilfreiche Rezension 18  
grüner Rauch
Ein Konklave ist spannend, dabei zu sein ist etwas Besonderes, eine große Verantwortung, und es ist auch ganz einfach, Fläschchen A in den Ofen gibt schwarzen Rauch, Fläschchen B in den Ofen gibt weißen Rauch. Ich war voll konzentriert dabei.

Ein Konklave ist spannend, aber es ist jetzt schon der Dritte in diesem Jahr und es ist erst September, was ja auch kein großes Wunder ist, wenn man sich die Greise anschaut, die gewählt werden. Wobei beim letzten als Todesursache von einem delikaten Unfall gemunkelt, offiziell aber von Herzversagen gesprochen wird. Egal, ich war abgelenkt, das will ich gar nicht entschuldigen, aber bei 19 erfolglosen Wahlgängen habe ich immer das richtige Fläschchen genommen und immer schön schwarzen Rauch produziert. Nur beim letzten, erfolgreichen Wahlgang halt nicht, da war ich aber abgelenkt, vor Sorge, denn gewählt wurde der Portugiese, wieder so ein Greis, und die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht bis zum Jahresende durchhält, ist durchaus gegeben. Also habe ich versehentlich das falsche Fläschchen genommen.

Ein Konklave ist spannend, prinzipiell, aber im Detail wahnsinnig öde. Da habe ich mir mein neues Parfum mitgenommen, um es mal ausgiebig zu testen, ich muss ja nicht immer aufpassen, bin nur für den Rauch zuständig. Es ist hier ja nicht gerne gesehen, wenn man ein Parfum verwendet, dass nicht von Herr S. ist und Weihrauch sollte auch enthalten sein. Ich hatte daher auch etwas Bedenken, ob ich das tragen könnte, weil es ja nicht nur nicht von Herr S. ist, sondern auch noch von einer Frau und auch kein Weihrauch drin ist. Ist aber nicht so schlimm, es raucht auch so sehr schön. Nach dem Schrecken der erfolgreichen Wahl habe ich jedenfalls aus Versehen den Flakon in den Ofen gegeben. Unverzeihlich und vor allem auch teuer.

Ein Konklave endet mit der Wahl eines Papstes und den Menschen auf dem Petersplatz und in der ganzen Welt wird das mit weißem Rauch signalisiert. Wenn grüner Rauch aus dem Schornstein kommt, ist das zunächst einmal irritierend. Viele haben aber gesagt, dass es sehr gut gerochen hat, was mich freut. Über den weißen Rauch hat das noch keiner gesagt. Die ganz Konservativen schäumten natürlich offiziell vor Empörung, auch wenn manche mich hinterher gefragt haben, was das denn für ein Parfum war.

Ich gehe jetzt jedenfalls beten. Für ein langes Leben des Portugiesen, mindestens länger als 3 Monate. Noch ein Konklave heuer überstehe ich nicht.

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White Smoke startet mit einer dichten Mischung aus süßlich-harzigen und grün-würzigen Noten mit einem Hauch Rauch. Das Ganze ist relativ sanft und kommt bekannt vor, dazu aber später mehr. Bald kommt Kamille in den Vordergrund: intensiv, würzig-grün, leicht frisch und auch etwas medizinisch. So ganz klar ist mir nicht, woher der Rauch kommt, ohne einen Blick auf die Pyramide hätte ich auf einen nicht-kirchlichen, leicht dreckigen Weihrauch getippt. Langsam macht sich das Oud bemerkbar, holzig, ein klein wenig dschungelesk (Erde, Lehm, Mulch), dampfend, auch medizinisch. Das Oud wird zur Basis hin bestimmender, dabei trockener, der Rauch nun eher wie von einem Holzfeuer und ich meine mir sogar minimal ledrig-animalische Noten einzubilden. Ein paar Blümchen und Tabak sind erkennbar, aber eher als Beigabe zu betrachten. In der Basis dann auch besänftigende Vanille, die zunächst sehr gut ins Gesamtbild passt, mir persönlich später aber etwas zu süßlich-dominant wird. Zu diesem Zeitpunkt ist der Duft aber nur noch hautnah wahrnehmbar. Abgesehen davon, dass er eigentlich Green Smoke heißen müsste, gibt es also nichts zu meckern: grün-würziger Rauch mit einem Oud-Twist zur Basis hin, dabei immer sanft und zurückhaltend.

Gerade der Start kommt dem geneigten Lyn Harris Fan bekannt vor, erinnert er doch stark an Le Fumée Intense (Miller Harris). Le Fumée Intense ist dabei aber viel intensiver und harscher, man könnte fast sagen, ungestüm. Unterschiede ergeben sich vor allem in der Basis, hier das Oud und auch die Vanille ist im Intense nicht zu finden. Ähnlichkeiten finden sich auch im Tison (À Paris chez Antoinette Poisson, ebenfalls von Lyn Harris), der jedoch die grün-medizinischen Aspekte mehr in den Vordergrund stellt. Mir persönlich liegt Le Fumée Intense noch etwas mehr, da dieser allerdings eingestellt wurde und nur noch schwer zu finden ist, ist White Smoke eine adäquate Alternative.

Dank an Spatzl für den Einblick in die Abläufe einer Papstwahl, hätte ich mir so auch nicht gedacht…
32 Antworten
8.5Duft 9Haltbarkeit 6Sillage
Flioline

14 Rezensionen
Flioline
Flioline
Sehr hilfreiche Rezension 14  
Sanfte Rauchkräusel mit Albatross Landung
Heute kamen die wirklich schönen Taschenzerstäuber aus den Perfumer H Sharings an, danke ThanosKon!

Ich geh gleich direkt rein...

Es fängt an mit einer wirklich feinen Weihrauch Note,
schon bald unterlegt oder umschmeichelt mit einem leisen Hauch Vanille. Wie ein introvertierter Avignon.
White Smoke ist kein Rüpel. Er kommt elegant daher. Auch kein Schreihals. Wer ihn riechen will muss lauschen. Das tue ich gerne.

Am Anfang passiert relativ schnell relativ viel, alles fein, alles sehr geschmeidig. Auf den edlen Weihrauch und jener ersten Ahnung von Vanilligem kommt nach einigen sehr leisen Anwehungen mir unklarer Art und kleinen Irispuderwölkchen als nächste deutliche Note: Rauch.

Aber hallo! Es qualmt! Auch wieder mit dieser gewissen Dezenz des Hauses geht das los. (Ich habe zwar erst zwei Düfte von Perfumer H getestet, aber ich würde fast meinen Bowmaker wetten, dass die alle so daherkommen. Hier wird nicht dick aufgetragen.) Dennoch... es qualmt. Und zwar lange und stetig. Die immer mal wieder verwendete Formulierung „wie wenn man am Lagerfeuer stand“... absolut. Eindeutig. Und pur steht man da drinnen. Eine Zeitlang rieche ich nichts anderes, bin überrascht, aber: doch, das hat was.

Zuerst meinte ich mich daran gewöhnen zu müssen, dann bin ich fast wehmütig, als diese reinen Lagerfeuer-Vibes Begleitung bekommen. Nun kommt wieder das Vanillige. Vanille, Benzoe, ... Durchaus schön, aber ein bisschen profan halt, denke ich.

Doch wo man meinte hier könnte schon das Ende sein, kommt, wie schön, nochmal Bewegung ins Spiel. Etwas Kühleres, etwas Frischeres, und ich freue mich (die ich oft genervt bin von immer wieder so ähnlichen Vanille oder Amber Ausklängen). Vielleicht ein bisschen Kamille, die wehen lässt, vielleicht ein bisschen ent-süßendes Oud? (Ich kann so einiges aus der Pyramide nicht klar zuordnen, man und H verzeihe mir.) Hübsch. Elegant. Fein fein.

Einen (doch ein bisschen herunterholenden) Knallereffekt habe ich dann da, wo wohl wirklich Ende Gelände der Weißen Rauch-Wolke ist. Plumps.
Weil ich beide Düfte zusammen bekam und neugierig parallel teste, einen rechts einen links, habe ich den unmittelbaren Vergleich mit Rain Cloud, einem doch durchaus (außer dieser von mir behauptet spezifischen Eleganz und feinen Zurückhaltung) sehr anderen Duft. Und? . . .
Das Ende, die Basis der Basis ist exakt gleich!

Alle Wege führen nach Rom. (Oder Athen?) (London.)
ISO-E-Super? (Oder Ähnliches aus dem Kleinen Chemielaboranten Koffer)
Ich bin kein Profi, aber das ist mein Tip. Wetten werden angenommen.

Die Haltbarkeit ist gut, viel länger als ich anfangs dem feingeistigen Sensibelchen zugetraut hätte. Und da er so gestüm (wie man Tigger aus Poo the Bear einmal erfolglos machen wollte) daherkommt, bin ich damit auch durchaus einverstanden. Trotz dem musikalisch gesehen ein wenig uninspirierten Ausklang.

Ich freu mich diesen Rauch im Fläschchen zu haben.

(Ja! Der Englische Albatros war übertrieben; aber als Titel einfach zu verlockend ;) )
Aktualisiert am 12.09.2020 - 19:56 Uhr
7 Antworten
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