36
Top Rezension
Wenn der Teil zum Ganzen wird
Räucherfisch, Lakritz, Lagerfeuer, über der qualmenden Glut vergessener Lapsang Souchong… Wir können uns was aussuchen - und nehmen einfach alles. Binnen kurzer Zeit ist der Rauch derart fischig, dass ich praktisch die Gräten der Makrele im Mund spüre. Doch das geht vorbei. Schon nach einer halben Stunde wird Vi Et Armis wärmer und süßlicher. Fast zuckrig. Säuerlich-teeriges Leder. Whisky kann ich mir einbilden, üppig-säuerlichen Weihrauch ebenfalls, beides geht nur im Brand ziemlich unter. Nach zwei, drei Stunden sitze ich an einem idealisiert-würzigen Lagerfeuer…und denke an den vorderen Teil von ‚Black‘ von Comme des Garçons. Und das bis weit in den Abend hinein. Ein Gedanke an Oud etwa bleibt, frei nach Loriot, möglich, aber sinnlos. Oder allenfalls Beiwerk.
Hm. Der CdG wäre eine wesentlich günstigere Alternative, an besagte Rauch-Note zu gelangen (selbst wenn ich dafür auf den Fisch verzichten müsste). Überprüfen kann ich das nicht mehr, meine Probe von ‚Black‘ ist vor Jahren weitergezogen. Allerdings ist das Problem vielleicht durch die Assoziation bereits identifiziert: Der Beaufort verliert nach hinten raus in meinem Empfinden allzu sehr an Eigenständigkeit, sobald ihn das Marken- (wahlweise Makrelen)-Spezifische der ersten Phase verlässt.
Fazit: Die wohl typische Beaufort-Rauchigkeit wurde anscheinend hier kurzerhand zum Kern bzw. direkt zum kompletten Duft erhoben. Hm. Zwar schätze ich derlei Gequalme sehr, aber ein bisschen was extra darf es sein. Zudem steht die Individualität eben nicht wirklich durch.
Insofern sehe ich mich vor der paradoxen Situation, dass mir ein Duft eigentlich genau das anbietet, was ich am liebsten mag – bloß so konsequent und so puristisch so viel davon, dass mir das dann auch wieder nicht ganz recht ist. Ich sollte die anderen Beauforts mit ähnlichem Rauch nochmal testen.
Trotzdem: Ich mag den Duft natürlich. Ohnehin zieht eine solche Ladung Rauch (höchst subjektiv, versteht sich) eine Basis-Linie bei der Bewertung ein, die ich schlichtweg nicht unterschreiten kann.
Ich bedanke mich bei Terra für die Probe.
Hm. Der CdG wäre eine wesentlich günstigere Alternative, an besagte Rauch-Note zu gelangen (selbst wenn ich dafür auf den Fisch verzichten müsste). Überprüfen kann ich das nicht mehr, meine Probe von ‚Black‘ ist vor Jahren weitergezogen. Allerdings ist das Problem vielleicht durch die Assoziation bereits identifiziert: Der Beaufort verliert nach hinten raus in meinem Empfinden allzu sehr an Eigenständigkeit, sobald ihn das Marken- (wahlweise Makrelen)-Spezifische der ersten Phase verlässt.
Fazit: Die wohl typische Beaufort-Rauchigkeit wurde anscheinend hier kurzerhand zum Kern bzw. direkt zum kompletten Duft erhoben. Hm. Zwar schätze ich derlei Gequalme sehr, aber ein bisschen was extra darf es sein. Zudem steht die Individualität eben nicht wirklich durch.
Insofern sehe ich mich vor der paradoxen Situation, dass mir ein Duft eigentlich genau das anbietet, was ich am liebsten mag – bloß so konsequent und so puristisch so viel davon, dass mir das dann auch wieder nicht ganz recht ist. Ich sollte die anderen Beauforts mit ähnlichem Rauch nochmal testen.
Trotzdem: Ich mag den Duft natürlich. Ohnehin zieht eine solche Ladung Rauch (höchst subjektiv, versteht sich) eine Basis-Linie bei der Bewertung ein, die ich schlichtweg nicht unterschreiten kann.
Ich bedanke mich bei Terra für die Probe.
25 Antworten


Aber unsere Lieblingsbestandteile unterscheiden sich zudem...