Santos 1981 Eau de Toilette

Santos (Eau de Toilette) von Cartier
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7.9 / 10 337 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Cartier für Herren, erschienen im Jahr 1981. Der Duft ist würzig-holzig. Es wird noch produziert.
Aussprache
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Duftrichtung

Würzig
Holzig
Rauchig
Erdig
Ledrig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
LavendelLavendel WacholderWacholder BasilikumBasilikum ZitronenverbeneZitronenverbene BergamotteBergamotte
Herznote Herznote
MuskatMuskat PfefferPfeffer RosengeranieRosengeranie RosmarinRosmarin VetiverVetiver
Basisnote Basisnote
ZederZeder KokosnussKokosnuss PatchouliPatchouli SandelholzSandelholz AmberAmber VanilleVanille
Bewertungen
Duft
7.9337 Bewertungen
Haltbarkeit
7.9265 Bewertungen
Sillage
7.4260 Bewertungen
Flakon
7.9259 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.680 Bewertungen
Eingetragen von Sani, letzte Aktualisierung am 04.07.2024.
Wissenswertes
Der Duft "Santos" bezieht sich nicht auf die gleichnamige brasilianische Hafenstadt, sondern ist eine Hommage an den berühmten brasilianischen Piloten Santos Dumont.

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Rezensionen

25 ausführliche Duftbeschreibungen
9
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9.5
Duft
Can777

242 Rezensionen
Can777
Can777
Top Rezension 47  
Rufmord
Oder auch Assassinat de Caractère wie es der Franzose sagt. Wo wir es doch hier auch mit einem Franzosen zu tun haben. Da klingt doch dieses böse Wort fast schon wieder schön. Oder? Was hat man Santos nicht so alles nachgesagt. Schlimme Dinge! Ein Duft der im Milieu und von zwielichtigen Gestalten sehr gerne getragen wurde,so sagte man. Das kann schon sein,aber warum sollen solche Menschen oder besser gesagt Männer keinen guten und stilvollen Geschmack haben? Santos spielte schon damals in den 80ern in der Oberliga unter den Herrenparfums. Er verkörperte Luxus und Geld. An fast jeden Arm,Finger oder Hals blinkte oder funkelte damals das Haus Cartier. Sei es die Uhr,der Trinity-Ring oder der allseits beliebte goldene Panther. Was lag da nicht näher als sich nun auch noch mit einem Parfum zu vergolden. Santos war dafür auch hervorragend geeignet für den Herrn. Ebenso das unvergessliche Must de Cartier für die Damen. Beide verbindet nicht nur das Haus,der Ruf und das Geburtsjahr miteinander,sondern auch eine ganz besondere Duftnote. Die beide sagen wir mal sehr „speziell“ machte!

Santos
Santos ist ein unglaublich schöner und warm-würziger und holziger Duft. Er hat eine kühle Schale aus Stahl,aber ein Herz aus flüssigen Gold. Die Machart des damaligen Luxusflakons zeigt dies schon sehr anschaulich. Ein relativ kalter,metallischer Einstieg aus kühlen Lavendel und ebenso metallisch-kühl anmutenden Wacholderbeeren eröffnen seine Darbietung. Die Anlehnung an Stahl liegt da gar nicht so fern und ist wohl eher auch so gewollt. Nach gar nicht all zu langer Zeit bricht würzige Wärme nach und nach durch. Santos öffnet langsam sein goldenes Herz aus frisch geriebener Muskatnuss und einem trockenen warm-würzigen Zimt-Akkord. Ein Hauch Rosengeranie gibt eine leichte Krautigkeit hinzu aber keine wirkliche Blumigkeit. Was aber Santos immer schon ausmachte war das sinnlich-charmante und tiefe Timbre seiner Basis. Trockene Töne aus unsüßer Vanille mischen sich mit dem faserigen Holz der Kokosnuss und staubigen Noten von Amber zu einer wirklich verheerend schönen Basis die an den Schimmer von Gold erinnerte. Auch wurde Santos eine gewisse sehr anziehende Körperlichkeit nachgesagt. Was auch stimmt,zumindest in der ursprünglichen Version! Er enthält nämlich etwas was nie gelistet wurde als Duftnote. Nämlich Moschus! Es ist exakt der selbe Moschus der auch in völlig überbordeter und verschwenderischer Form in dem unvergesslichen,weiblichen Gegenstück Must de Cartier vorhanden war. Das ursprüngliche Santos enthält eine minimale Dosis davon. Aber genau diese minimale Dosis gab ihn diese schwüle,weich-warme und extrem anziehende Aura. Diese Note ist gänzlich aus der neuen Formulierung und Version verschwunden. Der neue Santos ist zwar noch zu erkennen,aber er ist sozusagen „entwaffnet“ worden. Sehr bedauerlich!

Fazit
Alles was man über Santos sagte stimmt größtenteils. Er war ein Macho,ein Mafioso und ein Aufreißer. Wenn auch ein charmanter und sehr galanter Vertreter dieser Spezies und ein wahres Prachtstück! Er hatte eine kultivierte Schamlosigkeit,Arroganz und Überheblichkeit die seines gleichen suchte. Santos war nie der Lauteste,aber in seiner feinen,goldene Sillage lag schon immer Luxus und fast schon unverschämte Selbstherrlichkeit. Was ihn aber nicht geschadet hatte. Eher das Gegenteil war der Fall. Es mag wohl sein,dass sein Ruf schon immer etwas zwielichtig war,aber dies machte ihn noch interessanter und anziehender für Männer und Frauen gleichermaßen und zu einer Legende. Oder wie sagt man doch so schön? Ist der Ruf erst ruiniert,lebt es sich doch ungeniert!

Und dass,....konnte Santos von Cartier schon immer in Perfektion!
31 Antworten
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
9.5
Duft
Salva

77 Rezensionen
Salva
Salva
Top Rezension 42  
Ein charismatischer Mafioso mit Herz und Seele
Santos - Woran denkt man intuitiv bei so einen Namen zuallererst? An Brasilien, Fußball, Samba, Tscha tscha tscha?!
An braun gebrannte, durchtrainierte, stets gut gelaunte Menschen?!

Nun, liegt vllt. auf der Hand, ist Santos doch eine bedeutende Hafenstadt am Zuckerhut. Und in der Tat bezieht sich der Name auf Brasilien, jedoch „nur“ auf einen brasilianischen Piloten namens Santos Dumont. Aber im Grunde genommen auf die weltweit erste Fliegeruhr mit demselben Namen, Santos Cartier, an deren Herstellung Santos Dumont mitwirkte.

[...]

Der französische Schmuck- und Uhrenhersteller, welcher bereits im Jahre 1847 von Louis-François Cartier in Paris gegründet wurde, ist neben anderen Franzosen eine meiner Lieblingsmarken. Nicht nur Düfte können sie ganz hervorragend, ihre Geschichte lässt sich auch sehen.

Die von Hand gefertigten Schmuckstücke waren zu jener Zeit bei der Bevölkerung nämlich sehr gefragt und so kam bspw. die damalige französische Kaiserin Eugénie in den Genuss, glückliche Besitzerin diverser Teile zu sein. Nach dem raschen Erfolg nahm das Unternehmen mit der Zeit Uhren in sein Sortiment auf.

Im Laufe der Jahre stiegen Cartier‘s Söhne in die Firma ein und so gelang es der Familie im Jahre 1902 ihre erste Filiale in London zu eröffnen. Es dauerte nicht allzu lange, ehe sich der gute Ruf der Firma bei den Briten herumsprach. Folglich wurde man zum Hoflieferanten des britischen Königshauses.

Zügig expandierte man in Richtung Russland sowie den USA und erlangte Anfang des 20. Jahrhunderts weltweit große Bekanntheit und Anerkennung.

Nach dem Tod Louis-François Cartier‘s und seiner Söhne zerfiel das Unternehmen und gehört seit 1997 zur Schweizer Richemont-Gruppe.

[...]

Parfumtechnisch steht das Haus für mein Dafürhalten ein wenig (zu unrecht) im Schatten von seinen französischen „Brüdern“ Dior oder Chanel, so zumindest mein Eindruck. Denn ich persönlich finde die Düfte von Cartier mind. genau so edel und klassisch schön.

Mit diesem Santos EdT habe ich neulich einen kennengelernt, von dem ich gleich beim ersten Riechen fasziniert gewesen bin. Er öffnet ultra maskulin und ist zu Beginn sehr aromatisch-würzig; die Gewürze stehen zwar hier im Vordergrund, allen voran Muskat und Pfeffer, sind jedoch mit einer gewissen Frische untermalt. Die Frische führe ich auf die hesperidischen Akkorde zurück.

Bis zur Basis behält aber diese mysteriöse frisch-würzige Aura die Oberhand. Das Aroma, welches dieses Parfum ausstrahlt, empfinde ich als unwiderstehlich und verführerisch. Und was diesen Duft für mich zusätzlich so genial macht ist sein Verlauf, denn zur Basis ändert er sich zu einem sanft-weichem und leicht holzigen Gentleman. Hier nehme ich einen Mix aus Sandelholz-Zeder wahr, welcher umrahmt ist von einem Hauch Amber-Akkord.

[...]

Mir erscheint der Duft bestens geeignet für den Herbst und etwas kühlere Frühlingstage. Mit etwa 5-6h auf meiner Haut verfügt er über eine ordentliche Ausdauer.

Verglichen zu anderen Anfang der 80er erschienen Klassikern wie bspw. YSL Kouros oder Chanel Antaeus ist der Santos EdT jedoch kein sogen. „Powerhouse-Duft“, wie ich finde (alle drei erschienen im selben Jahr). Im Gegenteil, trotz der anfänglich stark markanten Noten (oder wohl gerade deshalb) sticht er durch eine charmante und sehr charismatische Ausstrahlung hervor, die den Träger und die Umgebung (zumindest mMn) nicht abschreckt und vergrault.

[...]
Fazit:

Santos EdT wirkt zwar auf mich auf den ersten Blick (bzw. Riecher) von außen betrachtet wie ein Mafioso, doch ist er in Wahrheit im Kern ein edler, belesener und klassisch-schicker Gentleman mit Herz und Seele.

Gleich nach dem Testen ist ein Flakon eingezogen; nicht nur, weil ich Cartier an sich ungemein schätze und liebe, sondern in erster Linie, da der Duft mich sofort gepackt hat und ich sehr angetan gewesen bin.

Cartier - Allein das einfach und schlicht gehaltene Logo mit der kursiven Schrift sieht mMn sehr edel aus.

Ein äußerst berauschender und sexy-verführerischer Duft nach französischem Schick, dieser Santos EdT.

[...]
Vielen Dank für‘s Lesen!
20 Antworten
9
Preis
9
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Simi74

2 Rezensionen
Simi74
Simi74
Top Rezension 40  
Kein Feuer brennt ewig!
Dezember 1993 Tunesien.
Ein frisch verheiratetes Ehepaar in den Flitterwochen macht sich für die Disco fertig.
Er schnappt sich eine Probe die er bekommen hat als er ihr ein
Geschenk gekauft hatte.
"Hmm! Riecht nach einer guten Rasierseife" denkt er sich und verteilt
vier Tropfen auf den Hals und die Handgelenke.
Nachdem sich die Seife etwas zurück zieht erkennt er einen Duft der ihm sehr bekannt vor kommt nämlich der Geruch seines Lieblings
Drinks Gin and Tonic mit einer Scheibe Zitrone hier aber eingebettet in Lavendel. Etwas später gesellen sich noch Zeder und Sandelholz dazu
und machen aus diesem Duft eine einzigartige wärmende Umarmung.
Diese Umarmung bleibt den ganzen Abend über bestehen und selbst als er am nächsten Morgen aufwacht hat sich der Duft nur leicht abgeschwächt, hätte er damals dieses Parfum bewerten müssen, hätte er wohl in allen Punkten eine 9,5 vergeben.
Nach dem sie wieder daheim sind macht er sich sofort auf den Weg in die Parfümerie um sich einen Flacon davon zu besorgen, doch als die Verkäuferin ihm den Preis nennt ist es wie ein Schlag ins Gesicht und er verlässt die Parfümerie betrübt mit einem Flacon Joop Homme, seinem damaligen Signature.
Zwei Jahre später.
Er steht in seinem ehemaligen Jugendzimmer und packt seine paar
Habseligkeiten aus, sie war anscheinend der Meinung, dass es bessere Männer für sie gibt und hat sich von ihm getrennt, er findet das Probenröhrchen und schaut auf die Uhr. "Die Parfümerie hat noch eine halbe Stunde geöffnet und die paar Mark Schulden mehr sind jetzt auch egal" denkt er sich.
Da er fortan sehr sparsam mit diesem für ihn so wertvollen Parfum ist,
anfangs nur für sich hin und wieder einen Spritzer aufs Handgelenk um sich von ihm trösten und wärmen zu lassen und später dann nur zu ganz besonderen Anlässen zwei Spritzer auf den Hals, hält dieser Flacon satte 20 Jahre bei ihm durch.
Gegenwart.
Als er bei einem Freund die Nase an einen Flacon Joop Homme hält
und dabei an tolle Begebenheiten in der Vergangenheit denken muss,
fällt ihm wieder sein wärmender duftender Freund ein.
Abends setzt er sich an seinen Laptop um nach ihm zu suchen und findet ihn auch recht schnell zu einem deutlich günstigeren Preis als er erwartet hätte. Als endlich fast zwei Wochen später ( tolle Leistung DPD) das Päckchen vor der Tür steht als er von der Arbeit kommt kann er es kaum erwarten, er öffnet das Päckchen und findet einen neuen durchaus ansprechenden Flacon vor. "Schick! steht dir gut"
denkt er sich und springt unter die Dusche.
Danach verteilt er wie beim aller ersten mal 4 Spritzer auf den Hals und die Handgelenke.
"So seifig habe ich dich gar nicht in Erinnerung"
denkt er sich. Die Seife geht deutlich langsamer zurück und gibt nur zögerlich die anderen Duft Noten frei doch nach 30 Minuten ist er fast wieder da, nur die Holznote und damit die wärmende Umarmung bleibt nahezu aus, es ist eher nur ein Freundschaftlicher Händedruck.
Nachdem er den Duft einige Tage unter anderem auf der Arbeit getestet hat, wo er mal gar nicht hin passt aber auch schon 2 Komplimente bekommen hat, hat sich die anfängliche Enttäuschung
etwas gelegt und er setzt sich wieder vor den Laptop öffnet Parfumo.de und gibt für den Duft 8, Haltbarkeit und Sillage 8,5
und dem Flakon mit dem gut dosierbarem Sprühkopf 9 Punkte.
Während er anfängt eine Rezension zu schreiben beschließt er, während er sich sicher ist, dass dieser Duft ihn nie mehr wärmend umarmen kann,dass sie dennoch Freunde bleiben, zumal der Duft jetzt auch viel besser zu seinem Alter passt mit seinen inzwischen 47 Jahren außerdem ist der Duft immer noch einzigartig.
Ich hoffe meine erste Rezension hat euch gefallen, wenn nicht, dann bin ich immer für konstruktive Kritik offen.
12 Antworten
7
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
7.5
Duft
FabianO

1005 Rezensionen
FabianO
FabianO
Top Rezension 24  
Neblig-weiche Kokos-Gewürze-Kunst - oder: Cartiers einzig großes männliches Meisterwerk?
Mal wieder! Ich weiß nicht, zum wievielten Mal das nun passiert, aber erneut bringt mich das erstmalige Testen eines sehr alten Duftes einer Marke dazu, mein Meinungsbild zu entsprechendem Label zu korrigieren - wohlweislich nur das über längst vergangene Tage.

Anders und etwas krasser formuliert: Wieso bekommen - verdammt noch eins - Marken wie Cartier, Lacoste, Boss, Versace, Davidoff, Chanel SO ETWAS heute nicht mehr hin?!

Was läuft da schief in den Parfumhäusern?

"Santos" hat mich regelrecht positiv vom Hocker gehauen, erwartete ich von dieser schnöseligen Glitzer-Glänz-Marke eigentlich parfumtechnisch nichts mehr:

- "Declaration" : als einziger (frischer) Höhepunkt zu nennen, aber auch kein Duft für die Ewigkeit, stilistisch eher nebenbei von Ellena "erledigt".

- Die "Soir"-Variante: mithin das Ekligste, Blumig-Künstlichste, chemisch Abstoßendste, was meine Nase im Parfumbereich bisher ertragen musste.

- "Roadster": ein laues, postmodernes Wässerchen.

- "Pasha": ein kratzig-säuerlich-strenger Kräutertopf.

Und nun das! Wieder mal muss man die "gute, alte" Duftzeit der 80er loben.
Vor kurzem schüttete ich schon reichlich Lob über Versaces "L´Homme" (1984) aus, jetzt ist es schon wieder so weit.

"Santos" ist nicht anders als das absolute Prachtstück inmitten der vielen Verirrungen der Cartierschen Duftbemühungen zu nennen.
Dunkelbeeriger, basilikumbetonter Auftakt, von ein paar Sprengseln Zitrone hell und spritzig, wenngleich dezent aufgepeppt.

Alle Elemente des Duftes harmonieren perefekt miteinander. Hintergründig liefert Lavendel schmeichlerisch weiche, beruhigend-ätherische Nuancen.
Wie unten schon passend beschrieben, sind die Phasen geschickt ineinander verwoben, wobei unterschiedliche Aspekte kurz auf- oder dezent abtauchen.

Die Gewürze und Blumen der Herzphase sind schmeichlerisch aufeinander bezogen, dezent grüne Geranie trifft auf behutsam dosierten Pfeffer, Rosmarin bildet ein feinwürziges Rückgrat.

Die neblig-weiche Art des Duftes, einem milden Herbstspaziergang ähnelnd, wird wohl durch cremige Ambernoten erzeugt.
Der Dreiklang aus behutsam dosiertem, leicht süßerdigen Patchouli, fein exotisch-grasig arrangiertem Vetiver und natürlicher, gut integrierter Vanille ist schlicht als perfekt zu bezeichnen.

Das besondere i-Tüpfelchen entsteht aber durch eine hintergründige, mal mehr, mal weniger wahrnehmbare Kokosnote, die nicht süß-pappig (wie in nahezu allen aktuellen Gruselerscheinungen) auftritt, sondern eher exotisch-trocken.

Ein komplexer, durchdachter, in sich sehr stimmiger Duft, der trotz aller Vielschichtigkeit das Kunststück vollbringt, zugänglich zu sein. Chapeau!
6 Antworten
9
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8.5
Duft
Taurus

1069 Rezensionen
Taurus
Taurus
Top Rezension 18  
Abgehoben aber bodenständig
Seinerzeit hatten Santos und auch Pasha de Cartier für mich die schönsten Flakons weit und breit – zumindest was Herrendüfte betraf. Den Pasha hatte ich mir damals zugelegt, wobei ich letztendlich vom Duft doch nicht so überzeugt war, wie es mir sein apartes stilvolles Behältnis suggerierte. Santos war dagegen weniger eine Kaufoption. Wahrscheinlich war er mir doch zu schwülstig und anstrengend, schließlich wollte man in seinen jungen Jahren lieber was Frisches oder doch eher Süßliches.

Wenn der Flakon in seiner ursprünglichen Fassung weiter verwendet worden wär, hätte ich mich wohl wieder intensiver mit ihm beschäftigt. Er war in seiner Optik stark dem Uhrenmodell Santos von Cartier angelehnt, welches wiederum eine Hommage an die weltweit erste Fliegeruhr „Cartier Santos“ von 1904 war. Unter anderem war es auch die erste Armbanduhr mit einem Lederarmband und wurde von niemand geringerem als dem brasilianischem Motorflugpionier und Erfinder Alberto Santos Dumont mitentwickelt. Das Ablesen seiner Taschenuhr während des Lenkens seines Luftschiffes war halt zu schwierig, woraufhin er sich mit seinem Freund Louis-Francois Cartier Gedanken zur Verbesserung machte.

Aktuell ist der Flakon zwar immer noch chic, aber er hat nicht mehr diese außergewöhnlich mechanische Nähe zum Uhrenmodell. Das würde auch darauf schließen lassen, dass sich der Duft verändert haben könnte.

Was man bekommt, ist ein nach wie vor schwülstiger Auftakt mit reichlich dunklem Lavendel sowie muskatig-pfeffriger Würze gepaart mit Rosengeranie und Wacholder. Das ist immer noch recht anstrengend, aber im Drydown erhält Santos eine feine seifig-maskuline Note, eher herb als süßlich, samt Sandelholz, etwas Patchouli und warmen Amber. Sogar die Kokosnuss lässt sich gekonnt eingewebt ausmachen, ohne als störend empfunden zu werden. Wahrscheinlich für mich einer der ganz wenigen Düfte mit Kokosnuss die ich als äußerst angenehm empfinde.

In meiner Erinnerung ist er noch etwas wilder und dominanter gewesen, dennoch ist Santos ein maskuliner Duft mit reichlich Durchhaltevermögen, der aber von seinem Träger ordentlich Reife und wohl auch Charakter abverlangt. An den falschen Leuten könnte der Schuss ordentlich nach hinten gehen und zur Bruchlandung führen.

Schade wegen dem schönen Flakon, aber ich denke auch so hat er kaum an Strahlkraft eingebüßt und weiß zu überzeugen.
11 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

49 kurze Meinungen zum Parfum
Danny264Danny264 vor 4 Monaten
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
80er Santos Jr.
cremt sein junges Brusthaar
mit OldschoolWürzdunst
deutlich frisch cremiger
sanfte Rauch Patchille
Duft des werdenden Mannes
74 Antworten
SalvaSalva vor 2 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
9.5
Duft
Grandioser Kracher
Frisch-Würzig, Herb-Trocken,
Leicht balsamisch
Absolut edel&attraktiv
Layton Kinder können ma einpacken
Au revoir ;)
23 Antworten
AxiomaticAxiomatic vor 2 Jahren
7
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
KN: frisch würzig - edel Caballero
HN: pudrig dunkelgrün - edel Geschäftsmann
BN: Kokos-Patch-Vanille - edel Hippie
Komplex durch & durch
19 Antworten
Can777Can777 vor 5 Jahren
9
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9.5
Duft
Die wohl gekonnteste Form von Arroganz,Charme und Präsens.Mafioso im Smoking mit einer würzig-warmen,goldenen Patina aus Selbstbewusstsein!
13 Antworten
GoldGold vor 2 Jahren
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
7
Duft
So richtig begeistert er nicht. Schöne Würze, ja, aber Kokos u. Süße im Drydown stören mich, wenn "er" ihn trägt. Dann lieber Déclaration.
16 Antworten
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Diskussionen

Themen zum Parfum im Forum
Maxi3000Maxi3000 vor 5 Jahren
Herren-Parfum
Santos de Cartier - hat da jemand noch den Durchblick?
MarkCross1:M.E. gibt es keine signifikanten Unterschiede - es ist und bleibtein absolut geiler männlicher Old Schooler, der nichts anAusdruck und Eleganz...

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