Viking 2017

Viking von Creed
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Platz 97 in Parfums für Herren
7.8 / 10 1404 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Creed für Herren, erschienen im Jahr 2017. Der Duft ist würzig-frisch. Es wird noch produziert. Der Name bedeutet „Wikinger”.
Aussprache
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Duftrichtung

Würzig
Frisch
Holzig
Zitrus
Grün

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
PfefferminzePfefferminze sizilianische Zitronesizilianische Zitrone kalabrische Bergamottekalabrische Bergamotte AbsinthAbsinth OrangeOrange rosa Pfefferrosa Pfeffer
Herznote Herznote
bulgarische Rosebulgarische Rose GewürznelkeGewürznelke PimentPiment IrisbutterIrisbutter JasminJasmin LavendelLavendel
Basisnote Basisnote
indisches Sandelholzindisches Sandelholz TonkabohneTonkabohne weißer Moschusweißer Moschus haitianisches Vetiverhaitianisches Vetiver ZedernholzZedernholz
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Bewertungen
Duft
7.81404 Bewertungen
Haltbarkeit
7.51301 Bewertungen
Sillage
7.21293 Bewertungen
Flakon
7.91256 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
5.8698 Bewertungen
Eingetragen von Michael, letzte Aktualisierung am 15.06.2024.

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Rezensionen

70 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Flakon
4
Sillage
5
Haltbarkeit
6
Duft
Chnokfir

198 Rezensionen
Chnokfir
Chnokfir
Top Rezension 54  
Kein Faxen
Da hält man ihn endlich in Hände, dem Gral gleich, und wartet, dass ein silberner Lichtschein von oben herab auf den Flakon fällt und aus dem Off ein Chor der Engel sphärisch jubiliert. Doch da kommt - mal wieder - nichts, obwohl ich katholisch bin und seit über 25 Jahren ununterbrochen brav meine Kirchensteuer vom Gehalt einziehen lasse. Wahrscheinlich hatten Monty Python's einen etwas zu prägenden Einfluss auf mich. Na, jedenfalls stehe ich so in der Nischenparfumerie meines Vertrauens, recke den Flakon halbwegs gen Himmel und bin etwas unschlüssig, was ich denn jetzt tun soll. Auch zwei Parfumeriefachverkäuferinnen schauen mich - mal wieder - ein wenig schal, befremdlich und unschlüssig an, wohl abwägend, ob sie mir zur Hilfe kommen sollen oder ob sie das nicht besser dem Wachpersonal oder gar den Leuten mit den weissen Turnschuhen überlassen. Wie auch immer, am Ende musste ich da - mal wieder - alleine durch.

Gefühlte zwei Jahre haben wir auf diesen Duft gewartet, diskutiert und gemutmasst, wie er denn nun sein wird. Vor allem, was denn an einem Duft so lange dauern kann vom ersten Marketing-Ballon bis er denn endlich im Laden steht. Ich für meinen Teil schwanke noch von Namensrechtstreitigkeiten über diverse Umformulierungen des Duftes von Cologne über Oud nach Synthetik bis hin zu nicht bestandenen Hautverträglichkeitstests. (Ich wache manchmal von dem Traum auf, wie - anstatt Karnickeln - durchgefallenen DSDS-Kandidaten mit Hipsterbärten Viking in die Augen gesprüht wird.) Aber ich schweife - mal wieder- ab.

Der Karton entspricht ganz Creed-Standard, allerdings macht das Rot schon kräftig Alarm in dem ansonsten eher gedeckten Creed-Regal. Demnach ist auch der Flakon wieder dem Bestand entnommen, doch auch hier weiss die rote Bauchbinde zu gefallen. Ja, ich mag das Rot. Statt dem Aventus-Ritter hat man hier ein Wikinger-Drachenboot gezeichnet. Passt zum Namen, aber glasige Augen muss der Freund des guten Designs deswegen jetzt nicht bekommen.

Apropos Namen: War bei der ersten Nennung dieses neuen Duftes nicht auch der Zusatz "Aventus" mit im Spiel? Ich dachte, da wäre mal sowas gewesen und so mancher Mit-Forist stöhnte schon laut ob der Aussicht auf ein ganzes Potpourrie von Abentus-Flankern, wie wir sie von Boss oder YSL alle Jahre wieder vorgesetzt bekommen. Aber ich schweife - mal wieder- ab.

Irgendwann habe ich dann auch ganz ohne fremde Hilfe und weiteres Zeremoniell den Flakondeckel abbekommen und ohne weitere Zwischenfälle den Teststreifen benetzt. Ich rieche Zitrone und andere zitrische Noten, ein klein wenig grün und dabei etwas Schärfe, die sich mit Abklingen der Zitrus-Noten manifestiert. Für mich ist es Ingwer und Pfeffer, der dann aber recht schnell süsslich weich und vanillig und mit Tonkabohne unterfüttert wird. Hinzu kommen leicht würzige Noten.
Liesst sich jetzt nicht so schlecht, doch über allem hängt eine leicht synthetische Anmutung. Nicht nur leichter Bodennebel, der sich im August schnell verzieht, aber auch kein satter Peking-Smog, sondern eine Dunstglocke, die das Tageslicht bis zum Abend hin eintrübt. Rieche ich einen Duft von Comme des Garçons, dann gehört das für mich dazu, weil gewollt und es bekommt so eine gewisse Wertigkeit. Hier jedoch, in Anbetracht der anderen Creed-Düfte, wertet diese Künstlichkeit den Duft in Richtung günstiges Drogerie-Eigenmarken-Deo oderDuschgel ab.

Auf meiner zugegebenermassen sehr trockenen Winterhaut vermag der Wikinger keinen sonderlich langen Eindruck zu hinterlassen. Die Zitronen sind nach nicht mal einer halben Stunde ausgelutscht, der Pfeffer und der Ingwer kitzeln auch kein zwei Stunden und nach nicht mal fünf bis sechs Stunden konnte ich noch nicht mal mehr die Stelle erschnüffeln, auf der ich den Duft zuvor recht grosszügig aufgetragen hatte. Überhaupt muss der Arm beständig zur Nase geführt werden, damit man ihn überhaupt wahrnimmt.

Ob des aufgerufenen Preises - bitte langweilt mich jetzt nicht mit eurer Armut - frage ich mich jetzt, welchen Wikinger man jetzt für sein lange vom Mund abgespartes Geld bekommt? Da ist für mich keine Abenteuerlust, kein Entdeckergeist, keine kalte Nordsee, kein, Blut, keine Gewalt, keine abgefackelten Dörfer und Abteien, kein Leder, Stahl, Holz oder schon gar kein von kaltem Männerschweiss getränkter und seit Geburt noch nie gewaschener Vollbart. Da ist noch nicht einmal die liebenswerte Kinderserie von Wickie und seinen starken Männern aus den 1970er Jahren. Da ist allenthalben die gleichnamige, weichgespülte und rundgelutschte Mainstream-Animationsserie aus den 2000er Jahren, bei dem selbst jedes dreijährige Kind trotz Cola-Infusion ins Wachkoma wegdämmert. Aber ich schweife - mal wieder- ab und bin versucht, mich in Rage zu tippen.

Nein, der vorliegende Duft ist nicht schlecht. Er macht aber auch keine Faxen. Er ist handwerklich gut gemacht, er obliegt dem aktuellen Zeitgeist, setzt dabei aber leider keinen Trend. Kein Duft, auf den es sich so lange zu warten gelohnt hätte. Auch kein Duft, der einem lange in der Nase umgeht und den man nicht mehr aus dem Kopf bekäme. Und - Bei Odin! - für den abverlangten Preis bekommt man ein paar andere, richtig geile Düfte mit deutlicher stärkerer Abstrahlung und besserer Haltbarkeit.
13 Antworten
3
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
5
Duft
Jazzbob

119 Rezensionen
Jazzbob
Jazzbob
Top Rezension 45  
Ich wäre ooch gerne ä Wikingor...
... abor mir durfdn ni so weid reisn in dor DDR. Immor bloß an de Ostsee im Sommor odor ma zu de Tscheschn. So enne Scheiße! Da war nüschd mit Welln und Abendeuorn, sondorn nur ä laues Lüfdschn. Dor Ronny hadde abor Beziehungn übor'n VEB Kombinat Weixdorf und konnde mir meisdens zwee, drei Brühn Radebergor mitbringn, die mir dann in eener viehschen Dämmse genascht hamm, bis ich weggeradzd bin. Da habsch mir dann vorgestelld, ich wäre so ä Winkingor! So risch offn Schiff mit emm Bard bis zur Plaudze! Ebn so'n Kerl, der vor nüscht Angst had und wenn ihm so ä Voochl bleede kommt, ihm ma so übelst Een off'n Nüschl ziehd! Eenor, der üborn Adlandik seeschld und saufn kann wie kee Zweedor!
Nuu bin ich abor offgewachd, weil'sch mir'n Ranzn verkohld hab...
Da had mich de Realidäd wiedor eingehold und ich war ni mehr in dor großn weidn Weld, sondorn nur bei de Fischköbbe in Megg-Bomm. Es is ä Jammor!

(Eine Hommage an meine Heimat Sachsen, insbesondere an die Dresdner Mund- und Denkart.)

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Creeds neuer Duft wäre gerne ein Wikinger. Maximal für ein paar Minuten hält er diesen Schein aufrecht durch einen frischen Akkord aus zitrischen Noten, rosa Pfeffer und Minze. Leider dauert es nicht lange und das Wikingerschiff wird zum Tretboot auf einem kleinen Tümpel, an dessen gepflegtem Wiesenrand ältere Herren in beigen Jacken Enten mit Brotkrümeln füttern. Eine äußerst seifige Rose verschafft „Viking“ einen sehr altmodischen Charakter, der noch durch den klassischen Fougère-Akkord unterstützt wird. Das Ganze driftet zwar nicht allzu sehr in süßliche Gefilde ab, hat aber so rein gar nichts Neues zu bieten. Die pfeffrige Würze bleibt lange erhalten und durch die etwas trocken geratene, holzige Basis wird der Eindruck verstärkt, dass es sich hierbei gut und gerne um einen Duft aus den 80er Jahren handeln könnte.

Wenn Positives über diese Neuerscheinung zu sagen ist, dann, dass der Gesamteindruck gar nicht so mies ist. „Viking“ ist tragbar (für die Camp David-Kleidung tragende Ü40-Generation) und wirkt durchaus natürlich. Wenn eine Marke wie Creed jedoch solch einen Duft mit großer Werbung und einem Namen, den man schon als klare Ansage verstehen kann, lanciert und ihn übertrieben teuer verkauft, finde ich das genauso peinlich, wie sich ein nicht gerade unerheblicher Bevölkerungsteil meiner Heimatregion momentan verhält... Zum Glück gilt das nicht für die Mehrheit und zum Glück kann ich - im Gegensatz zu so einigen Idioten unserer Zeit - diesen Duft einfach ignorieren.
13 Antworten
8
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
7.5
Duft
Leimbacher

2782 Rezensionen
Leimbacher
Leimbacher
Top Rezension 26  
Das Lied von Feuer und Eis
Nie zuvor bekam ich derart viele Anfragen und Bitten einen Duft zu testen und zu kommentieren. Von Parfumos, von Parfümerien, von Freunden. Nach dem Aventus-Hype waren alle Augen auf den neuen Herrencreed gerichtet. Bei mir war der Drang, wie man an den ins Land gezogenen Monaten unschwer erkennt, nicht derart groß. Nun habe ich mit dem nordischen Eroberer aber ein paar Runden gedreht und muss sagen... ich mag ihn. Keiner, der das Duftherz springen lässt vor Freude, keiner den es ohne Umwege in meine Sammlung drängt, doch wem der Großteil der anderen, älteren Creeds zusagt, der wird "Viking" mit Sicherheit nicht nicht mögen.

"Viking" ist kein Aventus-Nachfolger. Will, kann, muss er gar nicht. Ohne den Megahit als Vorläufer und ohne den "umstrittenen" Ruf der Marke, würden einige Meinungen sicher nicht derart harsch ausfallen. "Viking" macht es der jüngeren Generation nicht leicht und hat eindeutig einen maskulinen Vibe vergangener Tage. Ein unterkühlter, herber und frischer Duft, der ebenso an eisige Berge wie feurige Hünen erinnert. Ob er bei Walküren wohl landet? Kein Macho, kein Powerhouse und kein "Stinker". Nichtmal wirklich Aquate. Eher ein zeitloser, schmuckloser und stattlicher Immergeher. Er zielt darauf, ein Signaturduft sein zu wollen. Nicht meiner. Aber vielleicht von irgendwem da draußen. Das Gegenteil eines Crowdpleasers - muss man sich nach dem großen A erstmal trauen. "Viking" ist heisskalt und durchaus elegant. Nur muss man ihm viele Chancen geben und seine harte Schale umschiffen. Die Minze ist aggressiv, der Patchouli belanglos, der Rest geht immer auf Abstand und bleibt etwas schnarchig. Daher wundert mich die eher negative Stimmung nicht. Außerdem verursachte er in manchen Momenten bei mir leichte Kopfschmerzen. Insgesamt jedoch kein schlechter Duft - unverschämter Preis außer Acht gelassen.

Flakon: ein bisschen bunt und kitschig, aber kein modischer Totalfehlgriff. Kann aber verstehen warum ihn einige zuerst für einen Fake hielten...
Sillage: eher Oldschool-Creed und entgegen dem Aventus-Trend nicht aufdringlich oder weitreichend.
Haltbarkeit: da hätte mehr drin sein müssen - 5-7 Stunden

Fazit: Ragnar Lodbrok gefällt das - vielen Parfumos nicht. Ich mag "Viking" - ein Ausnahmeduft riecht aber natürlich anders. Er befindet sich zwischen den Stühlen, zwischen Genres und Generationen, macht keinen so richtig glücklich. Solide tragbar. Herzen wird er aber kaum welche erobern.
4 Antworten
7
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
3.5
Duft
FabianO

1005 Rezensionen
FabianO
FabianO
Sehr hilfreiche Rezension 29  
Asterix´ 2.0-Wikinger in karibischen Fahrwässern - eigenartig gestaltetes Zitrus-Pfeffer-Stumpfholz-Werk
Ja, die vielfach unten formulierten Enttäuschungsergüsse möchte ich nahtlos fortsetzen - allerdings bin ich bei Creed auch mittlerweile seit einigen Jahren vor zu großen Erwartungshaltungen gefeit.

100 ml = 280 Euro- langsam werden sie wirklich unverschämt. Und wofür? Nein, wenngleich ich von "Viking" trotz des Hypes qualitativ nicht viel im Vorfeld erwartet hatte - zumindest stilistisch dachte ich in eine ganz andere Richtung.

Vielleicht etwas, das eine nordisch noble (um Grönemeyers wunderbare Sprachkreation mal wieder hochzuhalten) Gesinnung hätte haben können. Kühl, vielleicht leicht animalisch im besten Fell-Met-Hörner-Suff-Sinne.

Hier nun hat sich das Wikingerschiff verirrt. Sicher, sie kreuzten mal in zumindest spanischen oder italienischen Gefilden. Aber das hier riecht nach schlecht abgemischter Karibik. Man muss schon an die wirklich miserabel gewordenen Asterix-Comics denken, die in den letzten Jahren immer mehr seelenlosen Mummenschanz verbreiten oder halbgare Stories servieren. Da wären wohl mittlerweile auch Wikinger blumenbekränzt und aloha-summend denkbar.

Nein, das hier geht gar nicht. Eine eher stechend geratene Zitrone eröffnet "Viking", einem kreuzenden Schwert gleich (immerhin das....) drischt ein komplett unausgewogener, fast scharfer Pfeffer auf die Zitrone ein.
Eine unsauber geschnittene, unecht wirkende Minze komlettiert diesen Schmu-Reigen. Riecht nach Labor, leider - und das für diesen monströsen Preis!

Die Basis bietet einem leider auch nichts Besseres. Recht kakophon durchdringt diese auslandend zitrisch-säuerlich-stechpfeffrig-synthiminzige Auftaktmischung eine herb-stumpfe Sandelholznote, begleitet von einer verkratzten Patchouligrundierung.

Ganz, ganz minderwertige Konstruktion, ähnlich enttäuscht hat mich zuletzt in dieser Audi-A8-Preisklasse der Düfte Amouage mit seiner verrottenden, muffig-schweißigen Strandhütte "Beacht Hut Man". Kaum zu sagen, was schlimmer ist. Hätte Creed wenigstens die armen, wilden Wikinger namentlich verschont. "Carribean Nightmare" könnte man eher dafür verbraten..
7 Antworten
7
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
DaveGahan101

535 Rezensionen
DaveGahan101
DaveGahan101
Top Rezension 32  
Creed im Wandel ala Amouage?
Lange hat es ja gedauert bis der, von vielen heißersehnte, neue Creed-Duft zu haben war. Natürlich begleitet von diversen Threads ala Aventus 2.0, kostet der Flakon nun 500€(oder Dollar oder gar Pfund) oder doch 1.000€ und überhaupt ist ja ne Preiserhöhung unverschämt oder gar unmenschlich, bis hin zu Flakondiskussionen ob Orange auf dem Pafumregal schick aussieht, obwohl doch die Wikinger gar nie nicht orange getragen haben..wenn man von der Inhaltsleere absieht, könnte man schon meinen, es wäre ein Gesprächsprotokoll aus der örtlichen Irrenanstalt.
Egal..aber eines haben die wirren Diskussionen erreicht, die Erwartungshaltung und das damit verbundene Preisempfinden( durch falsche Aussagen oder überzogene Preise aus den USA), schossen durch die Decke, bei gleichzeitig wachsender Empörung..dafür kann aber weder die Marke noch der Duft etwas dafür.
Ich hatte nullkommanix Erwartungen an den Duft, war offen auf hoffentlich neue Eindrücke und habe mich einfach gefreut, dass nach 8 Jahren mal wieder eine neue Creed-Duft auf den Markt kommt, die Neuauflage von Royal Mayfair ausgenommen.
Nach dem ersten Sprüher musste ich erst mal den Duschgel-Zahnpasta-Schock verdauen. Minze in Düften immer schwierig, da ich oft Zahnpasta, Kaugummi oder Cocktails damit verbinde, gerade hier zeigt Himalaya seine Qualitäten. Das roch nicht besonders wertig, aber recht zugänglich und angenehm.
Komischerweise verschwand die Duschgelfrische bei den zweiten und dritten Tests. Diese Mainstreamfrische verschwindet aber relativ schnell und hinterlässt eine unbeschwerte Duftphase, wo ich zuerst dachte, Mensch..so schlecht ist der gar nicht, vielleicht anders als erwartet bei den Duftnoten, aber durchaus tragbar, was für mich das herausragende Merkmal vieler Creed-Düfte ist, diese immer und überall tragen können und das jederzeit stilvoll.
Leider kommt aber nach wenigen Minuten eine Gewürzsäckchen- und patchoulivolle Note, mit sehr unsüßem Zimt. Ich fühlte mich sofort an Monsieur von Frederic Malle erinnert, ebenso leider an Big Red-Kaufgummi und noch schlimmer..an das rote Tigerbalm aus der Apotheke. Patchouli mag ich nicht, wenn Hauptbestandteil, Big Red nur als Kind, Tiger Balm mag ich gar nie( schon gar nicht wenn mans ins Auge bekommt), aber hilft gegen meine Nackenschmerzen. Mit dieser Assoziation(en) hat es der Duft bei mir natürlich schwer. In der Basis erkenne ich die typische klassische Note vieler Creed-Düfte(mag ich), leider auch etwas rasierwasserähnliches. Die nette Basis kann den Duft aber nicht mehr rumreissen. Auch wenn die orientalische Richtung Neuland für Creed ist( wie im Gegensatz Amouage immer europäischer wird bzw. sich von orientalischen Wurzeln und Attar-Zeiten entfernt) und sie wohl versucht haben, mal etwas anderes zu machen(löblich) zündet diese Idee bei mir nicht so richtig und (emp)finde ihn im oberen Mittelmaß, sehe ihn aktuell auch als recht fair bewertet und wird über die Zeit, wenn die Aventusnachfolgerenttäuchten weniger werden, sicher bei 7,5 bis 7,7 landen.
Die Haltbarkeit ist bei mir sehr gut( bei Patchouli leider immer), die Sillage ist sehr ordentlich. Ich vermute aber er wird auch nicht so einfach und unbeschwert tragen lassen wie die vielen Klassiker innerhalb der Marke. Kritiker werden wohl sagen, endlich ein Creed mit Tiefgang und für Männer, die Fans der Marke(damit meine ich nicht die Aventus-Fans!) werden wohl nur die Schultern zucken und sich auf den nächsten neuen Creed freuen und/oder weiter testen, so mach ich es auf jeden Fall mit meinen 10ml:-)! Aber ein Kaufkandiat ist er derzeit nicht.

Edit 06.11.17
Warum rieche ich jetzt erst bei weiteren Tests die tolle Orangen-Note raus? Die Zahnpasta ist auch weg..der Duft scheint facettenreicher zu sein, als ich anfans geglaubt habe. Den Schlusssatz in meinem ursprünglichen Kommentar kann ich wohl auch bald streichen und erhöhe auf 8,0;-)!

Edit 15.11.17

Inzwischen auf 8,5 erhöht und garantiert mein nächster Kauf! Ist jeden Tag schöner geworden..klasse Duft!
9 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

389 kurze Meinungen zum Parfum
ElComandanteElComandante vor 7 Jahren
Läppische 4,95$ pro ml.
Wer bei diesem Schnapper nicht zuschlägt ist selber schuld.
Ich bin mir sicher,dass er das wert ist.
*Ironie aus*
4 Antworten
SnifffSnifff vor 7 Jahren
Ich bin auf die Treibholzduft-Note gespannt. Bei dem Preis erwarte ich bitte mind. das dafür Treppenstufen der Titanic genommen werden:))))
2 Antworten
FloydFloyd vor 3 Jahren
6
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
5
Duft
Erik der Wikinger
Folgt einer Sommerduftspur
Kapert ein Drogeriemarktschiff
Verhehlt die Parfüms als Nobelduft
Behält die Planken aus Sandel
29 Antworten
YataganYatagan vor 7 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
6
Duft
Warum mag keiner den Wikinger? Der will doch nur morden, brandschatzen und belanglos nach Minze, Lavendel, Zitrone, Blüten und Holz duften.
15 Antworten
FlaconesseFlaconesse vor 4 Jahren
Hier dropped höchstens die Kinnlade vor lauter Schrecken. Ich kenne Mundspülungen die besser riechen!
10 Antworten
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Diskussionen

Themen zum Parfum im Forum
DuftHerr98DuftHerr98 vor 3 Jahren
Herren-Parfum
Creed viking
MrWhiteDuftHerr98Hey Servus wurde der Creed Viking reformiert ?Hi, ich wusste gar nicht, dass...
N471v3N471v3 vor 6 Jahren
Herren-Parfum
Viking - Neuer Creed Aventus Flanker für 360€ kommt!
Also schaun wir mal:Es handelt sich weder um einen Aventus-Flanker, noch um einen Joop pour Homme - Dupe.Und der Preis pendelt sich bei 200,- Euro für 100ml ein.Peter Zwegat kann seinen Flipchart...

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