
ComputerMaus
271 Rezensionen

ComputerMaus
3
Plastikinsel
Die Cool Water Eau de Toilette-Flanker haben ja schon seit geraumer Zeit mit dem Original nichts mehr zu tun, dufttechnisch. Hier ist es auf die Spitze getrieben worden. Cool Water Oceanic Edition präsentiert uns ultra synthetische, frische Aquatik und kein Tropfen Dihydromyrcenol. Ich begrüße letzteres, denn mit diesem Molekül wird in aller Regel Schindluder getrieben. Die angegebenen Noten sind, wie so häufig, ziemlich absurd; Vetiver haben wir keins und "Treibholz"? Really?
Man muss auf moderne, pappige Synthetik stehen, dann findet man einen Duft wie diesen ganz toll. Es ist ein Duft für die Jugend (und für junge Erwachsene), denen diese zur Schau gestellte Unnatürlichkeit nichts ausmacht. Ich fühle mich dezent an die Le Beaus erinnert, die haben auch so eine ins Gesicht springende Bling Bling-Synthetik, dort durch die (angebliche) Kokosnuss vertreten. Neben der Plaste-Aquatik tritt eine dezente Süße zutage, die dafür sorgt, dass die Ozeanedition des kühlen Wässerchens Club-geeignet wird. Ansonsten ist das Ding recht alltagstauglich. Misslungen ist dieses Produkt insgesamt nicht. Es hat sogar etwas leicht Tropisches/Fruchtiges, das jedoch im ganzen artifiziellen Wust kaum näher zu bestimmen. Ganz leicht harmlos grün wird der Duft zudem im Verlauf, dabei aber keinesfalls herb. Die 80er sind schließlich vorbei und solche Anflüge überlässt man Papa (Opa) OG-Cool Water von 1988.
Die Präsentation ist meines Erachtens vollkommen misslungen. Der Flakon macht quasi keinen Unterschied zum alten Original, nur der aufgedruckte Name und das transparente Glas verhindern Verwechslungen. Gerade bei einem solchen Thema hätte ich mir etwas mehr Farben gewünscht, meinetwegen auch nur ein helleres Duftöl. Stattdessen sieht die Bottle aus wie von der Resterampe des (schickeren) Originals. Der Plastikdeckel tut sein Übriges und nicht mal Einkerbungen zum Einrasten hat man ihm gegönnt.
Dafür ist die Preis-Leistung, wie so oft bei der Marke, vorbildlich: 125 ml für einen mehr als akzeptablen Betrag, eine echt solide Sillage, die auch noch ungefähr 3 Stunden in voller Blüte verbleibt und insgesamt fast 7½ Stunden hält. Man kann sich nicht beschweren.
Ich denke, für die meisten ist dieser Flanker ein vergessenswerter Ausflug in die billigsten Niederungen des Künstlichen. Ihn zu limitieren war vermutlich der richtige Ansatz um dank bewusster Verknappung Nachfrage zu generieren. Obgleich er keiner Vollkatastrophe entspricht, wird er sich dennoch nicht verkaufen. Warum auch? Wer synthetische Aquatik will, geht zu Invictus Aqua (2016). Dort hat man mehr zu bieten.
Man muss auf moderne, pappige Synthetik stehen, dann findet man einen Duft wie diesen ganz toll. Es ist ein Duft für die Jugend (und für junge Erwachsene), denen diese zur Schau gestellte Unnatürlichkeit nichts ausmacht. Ich fühle mich dezent an die Le Beaus erinnert, die haben auch so eine ins Gesicht springende Bling Bling-Synthetik, dort durch die (angebliche) Kokosnuss vertreten. Neben der Plaste-Aquatik tritt eine dezente Süße zutage, die dafür sorgt, dass die Ozeanedition des kühlen Wässerchens Club-geeignet wird. Ansonsten ist das Ding recht alltagstauglich. Misslungen ist dieses Produkt insgesamt nicht. Es hat sogar etwas leicht Tropisches/Fruchtiges, das jedoch im ganzen artifiziellen Wust kaum näher zu bestimmen. Ganz leicht harmlos grün wird der Duft zudem im Verlauf, dabei aber keinesfalls herb. Die 80er sind schließlich vorbei und solche Anflüge überlässt man Papa (Opa) OG-Cool Water von 1988.
Die Präsentation ist meines Erachtens vollkommen misslungen. Der Flakon macht quasi keinen Unterschied zum alten Original, nur der aufgedruckte Name und das transparente Glas verhindern Verwechslungen. Gerade bei einem solchen Thema hätte ich mir etwas mehr Farben gewünscht, meinetwegen auch nur ein helleres Duftöl. Stattdessen sieht die Bottle aus wie von der Resterampe des (schickeren) Originals. Der Plastikdeckel tut sein Übriges und nicht mal Einkerbungen zum Einrasten hat man ihm gegönnt.
Dafür ist die Preis-Leistung, wie so oft bei der Marke, vorbildlich: 125 ml für einen mehr als akzeptablen Betrag, eine echt solide Sillage, die auch noch ungefähr 3 Stunden in voller Blüte verbleibt und insgesamt fast 7½ Stunden hält. Man kann sich nicht beschweren.
Ich denke, für die meisten ist dieser Flanker ein vergessenswerter Ausflug in die billigsten Niederungen des Künstlichen. Ihn zu limitieren war vermutlich der richtige Ansatz um dank bewusster Verknappung Nachfrage zu generieren. Obgleich er keiner Vollkatastrophe entspricht, wird er sich dennoch nicht verkaufen. Warum auch? Wer synthetische Aquatik will, geht zu Invictus Aqua (2016). Dort hat man mehr zu bieten.
4 Antworten



Kopfnote
aquatische Noten
Herznote
Vetiver
Basisnote
Treibholz


Käse
DSportello
Philipp91
AcquaFrisch
BluChallenge






























