L'Amandière 2011 Extrait de Parfum

L'Amandière (Extrait de Parfum) von Heeley
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7.4 / 10 124 Bewertungen
L'Amandière (Extrait de Parfum) ist ein Parfum von Heeley für Damen und erschien im Jahr 2011. Der Duft ist grün-blumig. Es wird noch produziert.
Aussprache
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Duftrichtung

Grün
Blumig
Frisch
Süß
Würzig

Duftnoten

LindenblüteLindenblüte grüne Mandelgrüne Mandel HasenglöckchenHasenglöckchen HyazintheHyazinthe JasminJasmin RoseRose GrasGras

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.4124 Bewertungen
Haltbarkeit
7.3102 Bewertungen
Sillage
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Flakon
7.394 Bewertungen
Eingetragen von SusiSimpel, letzte Aktualisierung am 21.02.2024.

Rezensionen

12 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Flakon
4
Sillage
5
Haltbarkeit
6.5
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 17  
Backfisch-Haselnüsse
Grüne, also unreife Mandel? Irgendwas (Bitter)-Mandelmäßiges vielleicht für eine Sekunde. Anschließend riecht es erstmal nach Benzin. Mit einer Spur Süße darin. Das Benzinartige geht sicherlich auf die Hyazinthe zurück, eine der floralen Chef-Stinkerinnen. Eine halbe Minute später bricht sich Jasmin Bahn. Sofort deutet sich auch seine aasige Seite an und mischt sich …äh… äußerst originell mit dem Benzin-Eindruck.

Lindenblüte? Die ist hier keineswegs sommerlich-freundlich, sondern bis ins Bittere überdreht. Heu – schon mehrfach erwähnt – passt gleichermaßen prima. Dennoch scheint mir vor allem der honighafte Part der Linde nach wenigen Minuten gut wahrnehmbar. Nahbarer wird es obendrein.

Zunächst dringt freilich nach zwei, drei Minuten eine grüne Note durch, die tatsächlich (ich lasse mich von der Ansage gern mitziehen!) an unreife Schalenfrucht erinnern mag. Mandeln hin oder her: Als Kinder vom Dorf sind wir im Sommer in den Knicks herumgekrochen und haben dann und wann eine Haselnuss vom Strauch gepult, ob die Dinger wohl endlich mal reif sind. Gut möglich, dass die ähnlich gerochen haben, mein Geruchs-Gedächtnis jedenfalls nickt beifällig. Vermutlich ist an dieser grün-saftig-cremigen Anmutung bereits Moschus beteiligt, der zum Abschluss den Duft dominieren wird.

Was in einer wirbelnden Kako-Osmie begann, fügt sich allmählich zusammen. Der Heu-Lindenblüten-Fasthonig schluckt den Jasmin-Stink, der Weißblüher-Rest verlegt sich stattdessen – und damit offenbart er ebenfalls eine Nähe zum Als-ob-Honig – auf’s Metallische. Die Hyazinthe geht in der grünen Nuss auf. Ein anspruchsvoller Start kommt zur Ruhe. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

In Berlin. Und zwar Unter den Linden. Binnen einer halben Stunde schält sich nämlich der Linden-Part deutlicher hervor. Ganz behutsam driftet der Duft ins Liebliche. Nicht schwülstig-süßlich, sondern im besten Sinne lieblich. Eine kokette Duftigkeit, ein romantischer Mix aus nun endgültig mehr honig- als heuhafter Lindenblüte, mittlerweile sauberem Jasmin in einer Vor-Moschus-Stufe und jenem Grün, das „Backfisch-Haselnüssen“ (bitte geruchlich nicht wörtlich nehmen!) eigen sein mag. Herr Heeley bleibt seinen Auftakt-Gedanken treu.

So viel zum Inzwischen-Geschehen auf der Haut. Aus einiger Entfernung – wenn der Duft dort überhaupt noch zu bemerken ist – dürfte das wie „Creme-Duft, die 1000ste“ wirken, zumal sich ab dem späten Vormittag mit rasch zunehmender relativer Dominanz (sprich: Das Übrige weicht zurück) besagte Moschus-Note zeigt. Mithin ein Duft für den Träger oder doch eher die Trägerin, die sich mit allenfalls einem individuellen Hauch von Extravaganz in die Umgebung einfügen möchte. Der es genügt, sich selbst, sich allein des Ungewöhnlichen bewusst zu werden. Mir ist klar, dass das recht positiv formuliert ist und sich der zügige Abschied auch in vergrätztere Worte fassen ließe.

Ohnehin scheinen mir die Heeleys – der Cardinal stellt da wohl eine Ausnahme dar – von nicht allzu üppiger Haltbarkeit zu sein, das zumindest stelle ich zum Ende meiner kleinen Vierer-Testreihe fest. Sollte das auf die, wie behauptet, hochwertigen (heißt das: nach Möglichkeit natürlichen?) Inhaltsstoffe zurückzuführen sein, fände ich das allerdings in Ordnung. Vielleicht weiß jemand Näheres.

Außerdem ließe sich als gemeinsame Linie eine gewisse Klarheit oder Transparenz festhalten. Sehr schön. Einige sympathische Düfte durfte ich kennenlernen. Macht Lust auf mehr Heeley.

Ich bedanke mich bei Gerdi für diese und die anderen Proben.
10 Antworten
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
NikEy

60 Rezensionen
NikEy
NikEy
Top Rezension 14  
...von kühlen Tautropfen und seidenen Gedankenfäden
Mit dem Bild, welches ein Parfüm in unserem Kopf erzeugt lassen wir uns treiben. Lassen die Realität hinter uns und verändern unsere Sicht darauf, wie wir den Duft einordnen, welche Noten wir am stärksten bemerken und auch darauf, in welche Situation er am besten passt. So oder so ähnlich erkläre ich es mir zumindest (abgesehen davon das man unterschiedliche Sachen auch einfach unterschiedlich stark riecht), wie hier die Einordnungen und Notenhervorhebungen mitunter zustandekommen.

Heeleys L'Amandière entführt mich an einen mogendlichen Tag im noch kühlen Frühjahr, wenn die aufgehende Sonne durch zarten Nebel scheint und die Tautropfen auf dem strahlenden Grün abtrocken lässt. An einen Tag, an dem zwar die Bäume und Sträucher ihr helles Blattwerk schon voll entfaltet haben, an dem die Blüte der Linde – deren Aroma hier völlig unsüß im Mittelpunkt steht – aber natürlicherweiße noch gar nicht an der Reihe ist. Nur in meiner Phantasie, da blüht sie schon. Verteilt ihre fluffig-leichte Duftigkeit mit dem aufsteigenden Nebel.
Die anderen Blüher, die die Pyramide ergänzen finde ich passend. Hyazinthe und Rose kann man als ehestes ausmachen, ebenso eine deutliche grüne Note, die für mich nach hellgrünem Blattwerk und weniger nach Mandel riecht. Insgesamt bleibt der Duft sauber und erfrischend. Er bedrängt nicht mit indolischen Noten, die ich zwar sonst sehr schätze, die dem ganzen hier aber seine schwebende Art nehmen würden, welche nicht zuletzt sicher auch einem gut eingesetzten Moschus zu verdanken ist.

Neben dem absolut frühlingshaften Bild, sehe ich L'Armandière aber auch als ausgezeichneten Duft für den Sommer. Wann immer man einen leisen, ruhigen, zurückgenommenen Begleiter braucht oder einfach einen Duft der entspannt. Der einem einen beginnenden Frühlingstag ins Haus zaubert, weil man eben doch nur auf dem Sofa bleiben und lesen möchte.
Eine gewisse Melancholie ist dem Duft vielleicht nicht abzusprechen, dafür ist er zu kühl, trotzdem vermag er richtig eingesetzt die Laune zu heben...
Heeleys Komposition ist zu jeder Zeit Unisex – kann wirklich ohne Bedenken von Männern getragen werden – und ist verhalten was die Projektion angeht, bleibt dafür aber lange gut für einen selbst wahrnehmbar!
7 Antworten
6
Flakon
6
Sillage
9
Haltbarkeit
7
Duft
DonJuanDeCat

2028 Rezensionen
DonJuanDeCat
DonJuanDeCat
Top Rezension 16  
Ich musste hungern…!
Parfumos (und insbesondere natürlich Parfumas) sind verrückt. Das schreibe ich jetzt nicht, weil ich euch hier mit einer witzigen Einleitung zum Lachen bringen möchte, sondern weil dies tatsächlich so ist, denn ich hab’s am eigenen Leib erfahren. Letztens war der Frankfurter Treff! Ähm, das heißt eigentlich gestern! Treffpunkt war in einem Cafe um 11 Uhr. Das heißt, eine Uhrzeit, wo schon so der richtige Hunger einsetzt, wenn man noch nicht gefrühstückt hat.
Doch was passiert? Die Damen und Herren packen natürlich erst mal lieber 279 Duftproben aus, wovon 278 davon unbedingt gleich getestet werden müssen, bevor man sich endlich etwas zum Essen bestellen darf… na klar, nachdem der arme DonJuanDeCat längst verhungert ist… verrückt… allesamt! :D Die Mitarbeiter haben während unserer Testphase sogar die Fenster aufgemacht, ich glaube wir haben alle dort total erdrückt he he he :D
Und da gelte ich als verrückter Freak oder Nerd, wenn ich beispielsweise beim Logo von Gucci an das Batman-Logo denken muss oder irgendwas mal wieder über Star Wars schreibe :D

*seufz*

Tja, aber eine gute Sache haben Treffen allemal: Man lernt tatsächlich zig neue Düfte kennen, entweder beim Proben testen während man hungert oder aber auch, weil man in viele verschiedene Dufthäuser mal reinschaut, die auch Nischendüfte und so führen. Und so komme ich zu einem Heeley Duft, den ich hier als Probe rumliegen habe und vermutlich erst viel später veröffentlicht hätte, aber wegen dem Treff gestern daran denken musste (als ich bei einer Parfumerie mir auch diverse Heeley Düfte angeschaut hatte), wie sehr mir eigentlich diese Marke doch gefällt und ich lange keinen Heeley Duft kommentiert habe. Und nun kommt auch schon mein Senf dazu…! :D

Der Duft:
Grüne Mandel trifft hier meiner Meinung nach genau zu. Denn der Duft verströmt einmal schöne und frische grüne Noten, aber auch den markanten Mandelduft, der mir ziemlich gefällt. All dies gemischt mit einer „wässrig“ riechenden Hyazinthe. Und, wie so oft sehr passend zu grünen Noten, wirkt auch die Linde sehr gut zum restlichen Duft.
Etwas später wird der Mandelduft stärker und die grünen Noten schwächer, dazu kommt eine leichte Süße. Jasmin oder Rosen kann ich allerdings nicht riechen, stattdessen rieche ich „allgemeine blumige Noten“.
An sich kein schlechter Duft, doch später, nach etwa drei oder vier Stunden, fand ich die blumigen Noten etwas zu stickig für meinen Geschmack. Eigentlich sogar eher unangenehm. Erst nach einigen weiteren Stunden verschwinden die stickigen Düfte wieder (doch es bleibt blumig), so dass der Duft dann wieder etwas angenehm und ein wenig süßlich zu duften beginnt, wobei nun aber auch die grünen Noten sowie die Mandeln ebenfalls verschwunden sind.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Wie bei den meisten grünen Düften ist der Duft eher etwas dezenter. Zwar ist er aus der Nähe riechbar, aber man sollte keinen Sillage-Kracher erwarten. Dafür ist die Haltbarkeit gut ausgefallen und man kann den Duft von morgens bis abends auf der Haut riechen, bei mir waren es etwas mehr als zehn Stunden. Ich wette er hält noch viel viel länger aus!

Der Flakon:
Der Flakon unterscheidet sich ein klein wenig von den üblichen Heeley-Flakons. Zwar ist er auch zylindrisch, aber er ist von einem schwarzen Etikett umgeben während die meisten anderen Heeley Düfte den Namen des Duftes (sowie meist noch einem Bildchen) direkt auf dem Flakon aufgedruckt haben. Der Deckel ist vieleckig, womit er rundlich wirkt und schwarz. Finde ich ganz okay, aber sehr spektakulär ist er halt nicht.

L’Amandière beginnt schön grün mit einer leichten Mandelnote, wobei dies sich aber schon bald ändert und man dann eher eine stärkere Mandelnote mit einer nur noch leichten grünen Note riecht. Ich bin mir nicht sicher, warum einige die Mandel nicht so gut riechen können, denn ich finde, dass man ihn sehr gut heraus riechen kann. Später duftet er für einige Zeit eher unangenehm für mich, was für mich daher den Duft etwas runterzieht, aber noch etwas später ist er wieder etwas besser tragbar.

Der Duft ist sommerlich, bzw. eigentlich mehr für den Frühling gedacht, da er trotz dezenter Sillage im Sommer doch etwas erdrückend wirken könnte (vor allem wenn er stickig zu duften beginnt), aber ich bin mir hier nicht sicher, dass müsste man mal testen. Ansonsten ist L’Amandière ein schöner Duft, den man wahrscheinlich am besten Tagsüber bzw. in der Freizeit verwenden könnte.

Gut, dieser Duft war jetzt keines von den Düften, die ich gestern getestet hatte. Aber zu keinem der getesteten Düfte hätte ich einen Kommentar schreiben können, nicht bei einem flüchtigen Test, zudem wir alle beim Treffen total vollgesprüht waren und regelrecht gestunken haben müssten. Einige Mädels wurden schon ganz traurig, da sie keine freie Körperstelle mehr zu weiteren Tests hatten. Auf meinen Vorschlag hin, das nächste Mal doch besonders kurze Hosen oder Röcke anzuziehen, um Düfte auch an den Beinen testen zu können, habe ich, glaube ich, fast einen Tritt kassiert :D
Ist aber dennoch immerhin besser, als sich einen Duft zur Not auf die Schulter zu sprühen, da dies beim schnüffeln so aussehen könnte, als ob man checkt, ob man aus den Achselhöhlen stinken tut :DD

Naja, um nochmal zu dem Duft hier zurück zu kehren: Wer auf mandelig-grüne Düfte steht, der oder die sollte mal hier reinschnüffeln, sofern einem die späteren stickigen Noten nichts ausmachen. Trotz schönen Anfangs hat der Duft mir nicht soo sehr gefallen… auch wenn er später die Kurve noch einigermaßen gekriegt hat.
2 Antworten
7.5
Flakon
7.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
9
Duft
Prokion

96 Rezensionen
Prokion
Prokion
Top Rezension 15  
Wie damals in der Lehre
Neulich standen in einer Parfümerie mehrere Damen neben mir und testeten L´Amandiere intensiv ( hardcore ).
Huuuuuiiiiii, strahlende Augen, lachende Gesichter. Glückliche Frauen, was wollen wir mehr ? Da ich mich als Mann nun nicht unbedingt zur Zielgruppe dieses Duftes zählen möchte, versuchte ich mich auf meine Probe zu konzentrieren ( Orto Parisi ). Was aber da von den Damen herüberwaberte ließ jeden Versuch einer Geruchsprobe im Keim ersticken. Sollte es unter Damendüften grüne Kaliber geben, dann ist L´Amandiere eines der mächtigsten.
Niemals zuvor habe ich ein so "dichtes" und "eigentümliches" Damenparfüm gerochen.

Nun das merkwürdige und aus meiner Sicht erschreckende. ( Vorab meine aufrichtige Bitte um Verzeihung ).

Dieser Duft erinnerte mich sofort an meine Lehrzeit im Labor. ( Marzipanaroma, Bittermandelöl, Styrol, ungesättigte Polyester, Schiffsspachtel ). Alles nur ein Spur süßer und floraler,

..aber ich gehöre ja auch nicht zur Zielgruppe.

Aber wenn ich berücksichtige mit welcher Freude und Begeisterung die Mädels bei der Sache waren, ist das für die ein toller Duft gewesen. Der Lautstärke nach zu urteilen mindestens 90 %. ;-))

Fünf Damen glücklich. Was wollen wir mehr ?
4 Antworten
8
Flakon
6
Sillage
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Haltbarkeit
10
Duft
IamCraving

7 Rezensionen
IamCraving
IamCraving
Hilfreiche Rezension 16  
Gestolpert und ins Gras gebissen
In einer kleinen, feinen Parfümerie in Berlin schubste man mich ins Gras.
Der Schubs war ein Lustvoller, ein Hüpfer im Bauch, ein Aufhorchen vor dem Moment des Falls, bevor die Natur ganz nah war. In einer oft eintönigen Landschaft stolpert man gerne, das verhilft zu neuen Perspektiven. Alles was das Alte, Durchschaubare bricht, verwundern und erstaunen lässt, Bewegung, Berührung und Reibung verursacht, empfinde ich als Segen, Anstoß und als Vorstufe zu Kunst.
L’Amandière hat all dies getan, erst hat es mich aus meiner Lethargie gerissen und zu Boden geworfen. Dann hat es mich empört, ja aufgeregt. Dann musste ich lachen, und schliesslich war ich sehr gerührt von dem, was sich da auf meinen Arm gelegt hatte.
Das Stolper- und frohe, freie Fallgefühl rührte von der kugelrunden, umwerfenden Duftkomposition her, mit der einen der Auftakt von L’Amandière bombardiert. Da geht es los mit einer wie zum Ball geformten Pointe, die man bei den meisten Parfums weitaus später erwartet. Eine Fülle an grüner, blühender Natur, die auf einer kühlen Waldlichtung hinter einem Mandelbaum hervorzuspringen und den Glücklichen Bedufteten zu erschrecken scheint. So viel Saftigkeit ohne verschwommene Umrissen, mit im Gegenteil geradezu emportreibender Klarheit, darauf bin ich überrascht, erregt, verdutzt ausgerutscht. Die Empörung kam nach dem Fall. Da lag ich nun und roch ein zweites Mal an dem Verursacher. Es schoss mir wiederum bis in den Kopf und ich konnte nicht glauben, was sich so plötzlich verändert hatte. Es war, als inhalierte ich einen tellergroßen See kaltgepressten, goldgrünen Olivenöls. Nichts anderes vermochte ich in dieser Sekunde wahrzunehmen und die Glattheit dieses vertrauten, intensiven Dufts hätte mich, wäre ich noch aufrecht gestanden, ein zweites Mal die Schwerkraft spüren lassen. Darüber echauffierte ich mich, ebenso über die Absurdität des edlen Olivenöls, das da auf einmal war. Dann begriff ich den Humor meines Gegenübers, dessen grünlich-gourmandige Facette sich, jubelnd ob des gelungenen Erschreckens, langsam wieder im Wald verzog und Platz für einen neuen unerwarteten Besucher machte. Er hatte mich bereits die ganze Zeit umgeben, doch ich hatte die Wiese vor lauter Grashalmen nicht gerochen. Frisch zerhäxelt, tiefgrün blutend ergoss sich der himmlische Geruch des Grases in den Moment und bereitete mir (wem nicht?!) eine herrlich schmerzende Nostalgie. Im Hintergrund versüßten die Mandel- und Lindenbäume unser gegenseitiges Erkennen, es herrschte vollkommene Harmonie auf der stillen Wiese.
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Weitere Rezensionen

Statements

30 kurze Meinungen zum Parfum
VerbenaVerbena vor 2 Jahren
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Flakon
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Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Die Blütenbraut im lichtgrünen Kleid. Ihr Schleier nebelgewoben von der Frühlingssonne. Die Linden schniefen feucht wie rührselige Tanten.
14 Antworten
YataganYatagan vor 8 Jahren
8
Flakon
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Haltbarkeit
8.5
Duft
Lindenblüte, der der süße Zahn gezogen wurde und dadurch an Ausstrahlung zunimmt. Fast grasig, grün-blütig, schön. Toller Unisex-Duft!
2 Antworten
MefunxMefunx vor 4 Jahren
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Flakon
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Haltbarkeit
8
Duft
Frühsommer, die noch kühle Luft wie aufgeladen von lindgrünen Blüten, jungem Gras & süßer Minze. Bemerkenswert naturnah. Durchatmen!
8 Antworten
JumiJumi vor 7 Jahren
6
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8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Sonne wärmt durch geschlossene Augenlieder.
Grashalm zwischen den Lippen schmeckt milchig-süsslich-grün.
Der Wind spricht Lindenblütig.
8 Antworten
R3mt9R3mt9 vor 2 Jahren
10
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Extrait = EdP vor dem Rasenmähen: kamilledominierter Wiesendschungel, frisch anisig-minzig angeblümt und mit deutlicherer Mandelsüßlichkeit.
6 Antworten
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