Eau de Narcisse Bleu 2013

7.5 / 10 220 Bewertungen
Ein Parfum von Hermès für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2013. Der Duft ist blumig-frisch. Die Produktion wurde offenbar eingestellt. Der Name bedeutet „Wasser von der blauen Narzisse”.
Aussprache

Duftrichtung

Blumig
Frisch
Grün
Holzig
Pudrig

Duftnoten

NarzisseNarzisse BergamotteBergamotte OrangenblüteOrangenblüte

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.5220 Bewertungen
Haltbarkeit
5.9160 Bewertungen
Sillage
5.5167 Bewertungen
Flakon
7.6178 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.435 Bewertungen
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 21.03.2024.

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Rezensionen

11 ausführliche Duftbeschreibungen
9.5
Duft
Susan

139 Rezensionen
Susan
Susan
Top Rezension 30  
Eine Wohltat für die Sinne......
In einer zunehmend „lauter“ werdenden Duftwelt wächst meine Sehnsucht nach olfaktorischen „Oasen der Stille“......nach Düften, die nicht „getragen“ werden müssen......die nicht „maskieren“......nach Düften, die den Träger „sichtbar“ lassen........die seine Persönlichkeit nicht verschleiern oder gar erdrücken, sondern vielmehr seinen innersten Wesenskern zum leuchten bringen....

Auch wenn nicht allzu viele Ellena-Düfte meinen persönlichen Geschmack treffen, so sind sie doch allesamt solche „Oasen der Ruhe“.......niemals laut, niemals anbiedernd oder aufmerksamkeitsheischend........sie sind das zart-diffuse Licht eines beginnenden Tages......im Gegensatz zum grell-künstlichen Scheinwerferlicht, das sich so viele andere Düfte zu eigen machen und das eher blendet als erhellt.....

Narcisse Bleu ist einer dieser sanft subtilen Düfte, die ihren Träger in eine nahezu engelsgleiche Duftaura hüllen......die ihm ein Gefühl des Getragenseins, des Schwebens, ja fast der Schwerelosigkeit vermitteln.....

In den ersten Sekunden nach dem Auftragen nehme ich eine meeresähnliche Frische wahr.......keine zitrische oder aquatische Frische.......es ist eine Frische, die eher milchig-grün und sehr klar und rein anmutet.....

Dieser kurze - für manche Nasen vielleicht leicht spitz anmutende Moment - ist allerdings nur von kurzer Dauer.....innerhalb weniger Sekunden wird der Duft runder, weicher und milder..... alles ordnet sich.....findet seinen Platz.....verschmilzt zu einem transparenten Nebel.....

Narcisse Bleu wohnt eine wohlig umhüllende Sanftheit inne.....filigran-pudrige Blüten schweben leise und ruhig durch hellgrünes Licht auf sonnenwarme Hölzer nieder.....die Welt ruht.....

Dieser Duft ist Balsam für die Seele.....unbeschreiblich schön......
19 Antworten
7.5
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
8
Duft
loewenherz

887 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 22  
Persephone
In den Hymnen des Homer wird von einem Mädchen mit Namen Persephone erzählt, das dereinst auf einer Wiese Blumen pflückte. Eine der Blumen, heißt es nun, war die Blume Narkissos - gesandt von Hades, dem Herrn der Unterwelt. Das Mädchen war bezaubert von ihrer Schönheit und von ihrem Duft und beugte sich zu ihr hinab. Da tat sich die Erde auf, und Hades zog sie hinunter in sein ewigdunkles Reich. Ihre Mutter - Demeter, die Göttin der Ernte - geriet über den Verlust der geliebten Tochter in so große Verzweiflung, dass sie das Land und die Feldfrüchte verheerte - und Hades dem Mädchen die Rückkehr in die Oberwelt schließlich gewähren musste. Vorher jedoch gab er ihr einige Granatapfelkerne zu essen - und wer jemals eine Speise angenommen hat im Reich des Hades, kann dauerhaft nicht im Tageslicht verweilen. So wurde es Persephone gestattet, jedes Jahr acht Monate bei ihrer Mutter auf der Erde zu verbringen - die übrigen vier lebt sie an Hades' Seite in der Unterwelt. Dies sind jene Monate, die wir Winter nennen, und in denen Demeter aus Gram und Kummer den Feldern keine Früchte gibt.

Die Narzisse - hierzulande einer der ersten Frühlingsboten und als solcher eindeutig positiv besetzt - ist mythologisch also eine Blume von mindestens ernster, wenn nicht gar bedrohlicher Konnotation. So auch bei Narziss, dem Sohn des Flussgottes Kephissos und der Nymphe Leiriope - einst ein schöner Jüngling, der voll Hochmut Nemesis gegen sich aufbrachte, die Rachegöttin, die ihn daraufhin mit unerfüllter Liebe zu seiner eigenen Erscheinung strafte. Wo er sich am Ufer eines Sees über sein eigenes Spiegelbild im Wasser hingebeugt darin verlor, fand man am nächsten Morgen eine Blume, die man nach ihm Narzisse nannte.

Hermès' bzw. Ellenas Eau de Narcisse Bleu stellt diese ernste und dramatische Narzisse in den Mittelpunkt, nicht die heitere Frühlingsbotin. Ähnlich wie Eau de Gentiane Blanche, der dem weißen Enzian gewidmet ist, ist dies ein stiller, überaus kontrollierter Duft voll Kühle und fast chirurgisch anmutender Akkuratesse. Der Narzisse beigefügt sind eine Frische, die zu matt und zu diffus ist, um zitrisch zu erscheinen, und eine feine Irisnote, die dem Metallischen der Blume einen sachten Puderakkord entgegenstellt. Dennoch ist dies ein beinahe schneidend kühler Duft voll fremder, surrealer Schönheit - wie die Umarmung kalter, bleicher Arme aus Hades' ewigdunklem Reich.

Ein optisches Phänomen, das sich in Fotografien, Gemälden und mit den eigenen Augen gleichermaßen nachvollziehen lässt, ist jenes, dass Objekte uns mit wachsender Entfernung blau erscheinen. Sie verschwimmen, werden unschärfer und eben bläulich - bis sie zum Horizont hin schließlich in einem weichen und diffusen Blau zerfließen. 'Verblauung' heißt dieses Phänomen oder 'Sfumato', was auf italienisch 'verraucht' bedeutet oder 'verschwommen'. So ist auch Eau de Narcisse Bleu (es muss schließlich einen Grund dafür geben, dass Jean-Claude Ellena seiner Narzisse das Attribut 'blau' beistellte) ein distanzierter, beinahe nur vager Duft. Kühl ist er und dabei ein wenig trübe - wie etwas, das man nur in der Entfernung bläulich grau erahnen, jedoch niemals erreichen kann - und ein Duft, der in seiner Reduziertheit und jenseits jeder Zärtlichkeit abgründig ist, aber nicht dunkel. Der keine Nähe anbietet und doch einlädt, sich mit ihm zu beschäftigen - kühl und sachlich und sehr schön.

Fazit: Narzissen - so lernt man früher oder später - produzieren einen Saft, der jede andere Blume, die man mit ihnen in dieselbe Vase stellt, binnen weniger Stunden welken lässt. Er setzt sich in den Fasern ihrer Stiele fest und verhindert, dass sie Wasser aufnehmen können, so dass sie letztlich gleichsam ersticken wie verdursten müssen. So bleibt bei aller Frühlingsschönheit, die wir in den freundlich weißen oder gelben Köpfchen der Narzissen sehen, doch ein Rest von ihrer Abgründigkeit erhalten - und in diesem reduzierten, stillen Duft.
3 Antworten
10
Flakon
2.5
Sillage
5
Haltbarkeit
8
Duft
Matvey

7 Rezensionen
Matvey
Matvey
Top Rezension 17  
Das Lächeln eines Magiers
Ich würde mir einen Magier in der heutigen Zeit etwa wie folgt vorstellen: Ein unauffälliger Mensch inmitten einer Menschenmasse, die sich hektisch bewegt. Ohne Mühe und völlig entspannt schält sich der Magier durch die Menge und keiner nimmt ihn wahr. Dennoch ist er irgendwie präsent und die Menschen lassen ihn - wie durch Zauberhand - stets vorbei, wenn sie ihm begegnen. Nur hin und wieder streift ein Passant den Ärmel dieses Magiers - dann runzelt der- oder diejenige vielleicht kurz die Stirn, hält inne, sucht erstaunt nach Hinweisen im Eindruck einer Erinnerung. Bald geht diese Person aber weiter, längst wieder vergessen im Sog der Masse. Und unser Magier ist längst woanders. Verlassen wir ihn für einen Moment.

Diese in sich selbst ruhende Unauffälligkeit verströmt Eau de Narcisse Bleu für mich. Es ist nicht mal ein markantes Understatement. Der Duft ist gleichsam präsent und unsichtbar. Eine genaue Duftbeschreibung kann ich leider nicht vorlegen - natürlich, die blumige Note ist unverkennbar. Sie verleiht dem Duft ein Selbstbewusstsein ohne jegliche Penetranz. Es ist nicht der Blumenstrauß, den viele Damenparfums einem ins Gesicht pfeffern. Überhaupt verwehrt sich der Duft einer geschlechtlichen Zuordnung. Er ist nicht feminin noch maskulin, und ebensowenig lässt er sich mit einem urban-demonstrativen Adjektiv wie "metrosexuell" umfassen. Nein, Eau de Narcisse bleu ist wieder mal einfach nur da und lächelt leise.

Ich entdeckte ihn vor einiger Zeit in Berlin, als ich mit Freunden im Urlaub war. Keine Parfümerie ist vor mir sicher, und im KaDeWe hätte ich ebenso gut eine Woche verbringen können. Doch um meine Freunde nicht ihrer Geduld zu berauben, hielten sich meine Tests in Grenzen und bis auf das endgültige Ende meiner diplomatischen Beziehungen zur A*men-Reihe ergab der Urlaub keine neuen olfaktorischen Erkenntnisse.

Bis zum letzten Tag, bis auf die letzte halbe Stunde in der Hauptstadt. Im blauen Geschäft am Hauptbahnhof schlenderte ich am Regal entlang, bis der Zug kam. Zugegeben, ich bin durchaus ein Freund des Ellena-Hausstils, deswegen griff ich relativ zielsicher nach den Hermès-Düften. Alle gefielen mir irgendwie, also schnell zwei auf die Arme - Concentrée d'Orange verte und Eau de Narcisse bleu. Letzteres beeindruckte mich erst mal wenig im Vergleich zur sonnengereiften Orange im Concentrée. Im Zug las ich mir dann noch zur Entspannung ein paar Reviews zu beiden durch. Hier begann es allmählich, dass mich eine undefinierbare Stimmung ergriff, wenn ich das Narzissenwasser roch. Ich konnte den Arm in den wenigen Stunden der Haltbarkeit kaum von der Nase trennen. Als ich zu Hause ankam, war der Duft verflogen und ich betrat den heimischen Boden mit dem Gefühl einer Offenbarung ohne Inhalt. Der Blick ins Internet verriet mir einen Preis, der meinen von alltäglichen Nudeln mit Tomatensoße gequälten Studentenmagen zusammenzog - und so vergaß ich das Wässerchen für eine Weile fast.

Heute war in einer Parfümerie, die diesen Duft vorrätig hat. Seitdem trage ich ihn wieder auf dem Arm - oder trug, denn auf meiner gefräßigen Haut hält sich so ein Duft kaum drei Stunden. Ich weiß immer noch nicht, ob ich ihn mir kaufen würde. Es ist kein Duft zum Präsentieren. Er ist so still, rein, nachdenklich, weise, und irgendwie lächelnd. Aber vielleicht macht das seinen Zauber aus. Die wenigen, die das Eau an mir wahrnehmen würden, hätten mit Sicherheit einen anderen Eindruck als mit Bleu de Chanel oder generell markanteren Düften. Wie steht unser Magier eigentlich im Vergleich zu den anderen da?

Nun. Meine zweite Impression ist ein Schlachtfeld. Auf der einen Seite steht ein One Million mit einem verchromten gewaltigen Maschinengewehr und ballert wild um sich. Im Gebüsch liegt Eau Sauvage und zielt ruhig, aber tödlich mit seiner Armbrust. Irgendwo explodiert eine Spicebomb und überzieht alles mit Splittern. Inmitten dieser Turbulenz spaziert in tiefer Muße der erwähnte Magier über die Wiese. Er schaut sich entspannt um - sieht, dass Le Male mit einem ABC-Angriff naht und alle ihre Gasmasken aufsetzen. Doch der Magier lächelt wieder nur. Dann pflückt er eine kleine Blume von der Wiese und geht unbehelligt nach Hause. Die Kontrahenten werden von alldem nicht viel mitbekommen und wahrscheinlich nicht einmal bemerken, dass ein Blümchen fehlt.

Und so ist dieser Duft auch nichts für Narzissten, wenn man mich fragt. Narzissten sehen die Narzissen am Wegesrand nicht. Wer nur auf sich achtet, würde den Duft wahrscheinlich nicht einmal an der eigenen Haut wahrnehmen. Nein, Eau de Narcisse bleu ist irgendwie über alles erhaben. Fassen lässt es sich kaum. Es ist einer der ersten Düfte, die mich emotional ansprechen, obwohl ich schon einige besitze. Daher ist das nun auch mein erster Kommentar. Doch ich bin fasziniert wie Narzissus von seinem eigenen Spiegelbild.
4 Antworten
7.5
Flakon
7.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
10
Duft
Düftler

1 Rezension
Düftler
Düftler
Top Rezension 18  
First Contact - Würde die Welt so duften, würde sie wohl kein Außerirdischer je mehr verlassen wollen...
Ein außergewöhnlicher Duft von Ellena. Fliederfarbene, türkisgrüne, pinkpinke und sonnenuntergangsorange Parfumketten streiten sich über dessen Einordnung. Der M war meines Glückes Schmied, besaß er doch den Mut ihn bei den Herrenparfums auf- und anzurichten.
Erstkontakt: Der erste Sprüher und man weiß als Mann, dass man sich bei diesem Duft im klaren sein muss zu den wahrgenommenen zu gehören. Eine reale, blumige Narzissenfrische, keinesfalls rosahemdig, sondern klar, bewusst und bestimmt. Eine leicht herbe Note fliegt in der Herznote mit, diese macht den Duft erwachsener, aber er strotzt immer noch vor Freiheit und Lebensfreude. In der Basis angelangt (bei mir nach etwa einer Stunde) wird und bleibt der Duft dann weicher, die Narzisse steht in der Blumenvase, erfüllt den Raum, macht aufmerksam, bleibt geheimnisvoll, aber drängt sich dabei niemals auf.

Seine Sillage ist für mich im oberen Durchschnitt, der Duft erreicht sie zu einem merkbaren Teil durch seine Interessantheit und Einzigartigkeit. In meiner Atmosphäre (Wien - Klassenzimmer - 24 smoothe, angehende Elektrotechniker) wird er angenehm wahrgenommen. Eine noch zuordenbare Wahrnehmung gibt es bis etwa drei Sitzplätze weiter mit 1x Sprüher auf Haut und 1x auf Kleidung.

Die Haltbarkeit am Streifen hat mich für ein Cologne mehr als positiv überrascht, jeden Tag am Morgen macht der Streifen "Freude aufs Aufstehen und den ersten Schnupperer" auch noch nach drei Tagen. Auf der Haut ist er nach 12 Stunden im Bett und Umgebung noch merklich aber nur für einen selbst vorhanden.

Hermes Düfte sind in höheren preislichen Hemisphären anzutreffen, was vor allem bei EdNB merklich der hohen Qualität verwendeter Rohstoffe zuzuschreiben ist. Daher kann ich den Duft jedem der ihn sich leisten WILL, uneingeschränkt empfehlen.

Die einzige Schwäche die ich dem Duft unterstellen muss: Meine Freundin mag ihn nicht. Aber dieses Phänomen ist gut vergleichbar mit der Imkerei: In China hätten sie gerne Bienen zum Bestäuben ihrer Felder, Wir haben dieses wunderbare Geschöpf in sich glücklich schätzender Weise und ausreichendem Ausmaß auf unseren Wiesen, dafür wird man es bei uns auch merken, dass es Menschen mit Bienenallergie gibt - in China nicht. - Da dies jedoch ein sehr subjektiver Makel ist bleibe ich für diesen Duft guten Gewissens bei meinen 100 von 100 Punkten.

P.S.: Dieser wundervolle Duft macht mich fast so glücklich, wie das Gefühl, meine Dufterfahrungen erstmals in niedergeschriebener Form mit anderen Liebhabern dieser hohen Kunst geteilt zu haben.
2 Antworten
7.5
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
9
Duft
DonJuanDeCat

2037 Rezensionen
DonJuanDeCat
DonJuanDeCat
Hilfreiche Rezension 10  
Kater rennt nicht weg
Ja ja, wer die meisten meiner Kommentare gelesen hat, der weiß, dass mein Kater äußerst empfindlich gegenüber zitrischen Noten ist. Und in letzter Zeit hatte ich viele frische Hermès Düfte dieser Reihe von Hermès in den tollen, bunten, schmalen Flakons ausprobiert, welche allesamt absolut fantastische Düfte sind (mit sehr wenigen Ausnahmen), aber für meinen Zeckenschleuder eher ein Eau de géhenne (Höllenqual) darstellen. Wie auch immer, mit Narcisse Bleu schreibe ich wieder mal einen Kommentar zu einem Hermès-Duft, welches ebenfalls absolut fantastisch ist, aber mehr blumige und holzige Noten ausstrahlt, so dass sogar der Kater an Ort und Stelle stehenbleibt und nicht sofort abhaut.
Begeistert ist er aber dennoch nicht so wie ich, denn der Duft ist ihm gleichgültig (dieser Banause!), so dass er sich einfach auf meinem mit dem Duft eingesprühten Arm hingelegt und den Duft nicht weiter beachtet hat.
Aber mal ernsthaft, Narcisse Bleu ist ein ganz toller, holziger-blumiger Duft, bei der ich mir sicher bin, dass er auf jeden Fall in meine Sammlung wandern wird.

Was riecht man?
Um ehrlich gesagt nicht sehr viel, da der Duft aus sehr wenigen Komponenten besteht, diese aber dafür sehr gut riechen. Zu Beginn riecht man die namensgebende Narzisse sehr deutlich und sehr stark. Sie ist zwar frisch, aber vor allem natürlich blumig. Einige Minuten später kommen Hölzer dazu (die aber etwas schwächer als die blumigen Noten sind), wo ich aber nicht sagen kann, was für Holznoten man genau wahrnimmt. Aber die Hölzer harmonieren so gut mit der Narzisse, dass alles zusammen kombiniert einen sehr tollen Duft ergibt. Es riecht fortan blumig-herb, frisch, holzig und auch stellenweise grün, wie man das hier so schön sagt. Und so bleibt es auch bis zum Ende, ich denke es wird sogar etwas pudrig und weich. Außerdem wirkt der Duft auch etwas kühl beim riechen.
Alles in allem ein unheimlich guter Duft!

Die Haltbarkeit ist vergleichbar mit allen anderen Hermès Cologne-Düften und bewegt sich in einem Zeitrahmen von 3-6 Stunden. Die Sillage ist mittelmäßig, es kann an einem wahrgenommen werden, hinterlässt aber nicht gerade eine große Duftwolke. Diesen Duft müsst ihr allerdings auf der Haut testen, da er zwar auf dem Papierstreifen ähnlich riecht, aber seltsamerweise auf der Haut länger hält als eben auf dem Streifen, war jedenfalls bei mir so.

Der Flakon ist wie immer toll. Er ist rechteckig und wird in der Höhe leicht breiter. Die blaue Farbe sieht gut aus und der schwarze Deckel passt perfekt drauf. Und wie bei allen anderen Flakons der Cologne-Reihe ist auch hier der Name etwas lieblos am unteren Ende des Flakons angebracht. Dafür liegt das Fläschchen sehr gut in der Hand.

Mir gefallen die ganzen Hermès Cologne-Düfte immer mehr. Die Flakons sind toll, und wenn man einige davon hat, erfreut man sich nicht nur an den tollen Düften, sondern auch an den Flakons, da sie so kontrastreiche, satte Farben haben und einfach nur toll aussehen. So gehört auch Narcisse Bleu zu Hermès besten Düften. Er kommt jetzt definitiv in meine Sammlung.

Obwohl eine Narzisse weiblich anmuten könnte, machen die Hölzer den Duft eben Unisex, so dass er von jedem gut getragen werden kann. Er passt gut in den Frühling und Sommer, doch ich finde, auch zu kälteren Jahreszeiten wirkt er ganz nett (sollte aber nicht gerade eisig sein).

Und beim Tragen kann ich auch noch meinen Kater in den Armen halten, der dann aber anfängt, mich zu kratzen, weil er mich wegen den holzigen Noten für einen Baum hält!

*kratz kratz*
*aua*
*blödes Pelzvieh…*
2 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

39 kurze Meinungen zum Parfum
LicoriceLicorice vor 3 Jahren
8
Duft
Diese Narzisse

ist zuallererst
‘ne 1a Zitro-Puder-Iris

nach dem
beliebtbekannten Schema.

Schön, aber viele lassen grüßen…
18 Antworten
SchatzSucherSchatzSucher vor 4 Jahren
5
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Voll erblühte Narzisse ohne die sonstige zickige Strenge. Nach einer Weile gibt Galbanum die schöne sattgrüne Note. Klingt pudrig-weich aus.
11 Antworten
ChizzaChizza vor 4 Jahren
7
Flakon
7
Duft
Tatsächlich ein frisch-herber Narzissenduft, dank der Orangenblüte vielseitiger und tragbar. Wird später erdig, ich denke an den Garten.
12 Antworten
YataganYatagan vor 6 Jahren
9
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Wenn schon Bleu, dann bitte nicht Chanel, sondern lieber das hier: Narzisse in herber und der typischen etwas strengen Form: Klarheit!
5 Antworten
StanzeStanze vor 4 Jahren
8
Flakon
6
Sillage
9
Duft
Wenn man am Abend fotografiert, ist das Licht auf dem Foto bläulich. Dies ist also eine abendlich kühle Narzisse. Gut gemacht, Herr Ellena.
7 Antworten
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So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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