Édition Rare - Pétroleum 2011

Édition Rare - Pétroleum von Histoires de Parfums
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7.5 / 10 80 Bewertungen
Édition Rare - Pétroleum ist ein beliebtes Parfum von Histoires de Parfums für Damen und Herren und erschien im Jahr 2011. Der Duft ist ledrig-animalisch. Es wird noch produziert.
Aussprache
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Duftrichtung

Ledrig
Animalisch
Rauchig
Würzig
Blumig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
OudOud AldehydeAldehyde OrangeOrange BergamotteBergamotte
Herznote Herznote
OudOud AmberAmber RoseRose
Basisnote Basisnote
LederLeder OudOud weißer Moschusweißer Moschus Zibet AbsolueZibet Absolue PatchouliPatchouli

Parfümeur & kreative Köpfe

Bewertungen
Duft
7.580 Bewertungen
Haltbarkeit
8.066 Bewertungen
Sillage
6.869 Bewertungen
Flakon
7.373 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.315 Bewertungen
Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 30.10.2023.

Rezensionen

8 ausführliche Duftbeschreibungen
9
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 29  
Eauvied
„Sagen des klassischen Altertums“, konkret: die Griechische Sagenwelt – präsentiert in einer Sendereihe von 80 Folgen zu je einer Viertelstunde. Das mag für die eine oder den anderen nach stunden-, tage- oder gar wochenlanger Marter klingen. Ist es jedoch mitnichten, wenn der österreichische Schriftsteller Michael Köhlmeier den Erzähler gibt (www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/mythen/index.html). Bei ihm erwachen die Gestalten gleichsam mit den Worten im Jetzt zum Leben: Es scheint, als fiele ihm, was er sagt, erst in just jenem Augenblick selbst ein – und womöglich geschieht genau das. Auf solche Weise fabulieren zu können, ist eine beeindruckende Gabe.

Nebenbei lässt sich bei ihm erlauschen, wie sich ein gepflegter Ösi-Sprech anhört (’tschuldigung…).

Nun ja, ich will eigentlich darauf hinaus, dass die Griechischen Sagen randvoll mit (aktiven oder passiven) Verwandeleien irgendwelcher Wesen sind – was überhaupt eine antike Tradition ist, die sich etwa in Ovids (für uns: Eauvieds) Metamorphosen nahtlos fortsetzt. Meist nützt den Leuten der ganze Aufwand allerdings nichts und sie werden trotzdem abgemurkst oder von Zeus gepoppt. Oder die Sache ist schlichtweg ärgerlich: Wer will schon in eine Spinne verwandelt werden oder als Sternbild bei bummelig null Grad Kelvin auf ewig im All rumhängen?

‚Pétroleum‘ führt auch eine Maskerade durch. Zunächst tarnt er sich, indem er sich einen mit ordentlich Werkstatt-Schmiere und Lösungsmitteln getränkten Lederlappen überwirft, später verbirgt er sich mehr schlecht als recht hinter einer allmählich aufkeimenden floralen Fruchtigkeit, die eher das „Prinzip Rose“ als „Rose“ verkörpert. Leder und Rose sind zuweilen dicht beieinander – insbesondere, wenn das Leder aus öliger Rose erst entsteht. Heute haben wir es indes nasenscheinlich mit zweierlei zu tun.

Jaaa, und etwas mehr aus der AmbER-Ecke ist außerdem dabei. Aber ich hab‘ einen (für mich) alten Bekannten dennoch errochen. Darunter steckt nämlich ein gutes Stück der DNS von ‚Ambrarem‘ aus demselben Hause. Unverkennbar ist die Verwandtschaft des Inneren, der Unterlage von ‚Petroleum‘ zum animalisch-cremigen, das Bananige streifenden Geschwist, das sich vermittels Castoreum ebenfalls partiell der Leder-Schiene zumindest annähert, wenngleich nicht derart krass wie vorliegend, zudem aus anderer Richtung.

Die pyramidalen Angaben legen die Beziehung zwar nicht nahe, doch ich bin mir meiner Sache sicher, schließlich besitze ich ‚Ambrarem‘ und konnte daher parallel testen. Die optische Ähnlichkeit und das gleiche Erscheinungsjahr mögen überdies kein Zufall sein. Und, was Wunder, auch ‚Petroleum‘ sagt mir zu. Der brutale Auftakt sollte nicht abschrecken, der mildert sich noch ein wenig(!) ab.

Ohnehin möchte ich das Obige nicht als Vorwurf verstanden wissen, die Histoire-Leute würden uns allzu Ähnliches quasi zweimal unterjubeln. Nein, ‚Petroleum‘ ist vor allem aufgrund seines stundenlangen Schwerpunkts „florale Ledrigkeit“ ein völlig eigenständiger Duft, der obendrein zum Ende hin nicht breitbeinig über den Vanille-Weg marschiert, wie ‚Ambrarem‘ es tut.

Fazit: Wegen solcher Dinger begeistere ich mich für das Thema Parfüm.

Ich bedanke mich bei Gerdi für die Probe.
24 Antworten
8
Duft
Profumo

284 Rezensionen
Profumo
Profumo
Top Rezension 23  
Mit Zibet getränkte Benzinschwaden... und es riecht trotzdem gut!
Nun also auch Histoires de Parfums: ohne Aoud/Oud/Adlerholz ,oder wie auch immer, geht heute scheinbar – fast – nichts mehr.
‚Ambrarem’, ‚Rosam’ und ‚Pétroleum’ heißen die Variationen des Hauses - der Tierwelt, den Pflanzen und letztere den Mineralien gewidmet. Na gut, ein Konzept mag ja vonnöten sein in unserer nach Konzepten süchtigen Welt, aber manchmal kommt´s halt arg geschwurbelt daher – so auch hier.

‚Édition Rare’ heißt das Trio, was wohl bemänteln soll, dass der typische HdP-Flakon nunmehr halbiert ist, mit exakt der Hälfte drin. Nur der Preis wurde nicht halbiert, der blieb. ‚Rare’ will uns also vermitteln, dass die ‚Édition’ besonders kostbar sei, also auch besonders kostspielig. Dazu passt ebenso der Hinweis, dass es sich um ein ‚Absolu Eau de Parfum’ handeln soll, was auch immer das ist. Haltbarkeit und Abstrahlung sind jedenfalls keineswegs besser als die der bisherigen HdP-Kreationen, eher schlechter.

Auch scheint sich Gérald Ghislain, der kreative Kopf des Unternehmens, mit einem neuen Parfumeur, bzw. Parfumeurin, zusammengetan zu haben, denn die neuen Düfte haben für Histoires de Parfums gänzlich untypische Proportionen, sind leichter, filigraner, weisen weniger Tiefe und Volumen auf, so als habe man dem großen Orchester, dessen man sich bisher bediente, eine Vielzahl Streicher genommen, einige Hörner ebenso und auch die Posaunen und Trompeten ausgedünnt. Was nun erklingt, ist eine eher schwebende Melodie, die zwar immer noch Substanz hat, aber seltsam körperlos ist.

Und wie immer wenn ein Duft-Trio auf den Markt kommt, ist einer der drei ein guter Duft, während die anderen dagegen deutlich abfallen. Hier ist meines Erachtens ‚Pétroleum’ der mit Abstand interessantere Duft, wenngleich ‚Ambrarem’ derjenige sein dürfte, der die meisten Anhänger gewinnen könnte (Amber zieht halt immer...) und ‚Rosam’ die meisten Bewunderer (Rose wird viel bewundert, aber selten getragen). Amberdüfte gibt es jedoch haufenweise bessere – man denke nur an das hauseigene ‚Ambre 114’! – und auch die Rose/Aoud-Kombination ist mit Montales ‚Black Aoud’ schon strahlender und überzeugender in Szene gesetzt worden.
Mit ‚Pétroleum’ aber verhält es sich anders: diese Duftrichtung kommt einem eher selten unter die Nase, und wenn doch, dann handelt es sich zumeist um höchst eigenwillige und mutige Kreationen, die ihresgleichen suchen. An ansatzweise ähnlichen Düfte fielen mir nur Kilians ‚Pure Oud’, oder wiederum ein Duft von Montale ein: ‚Aoud Cuir d’Arabie’. Der Duft von Kilian ist allerdings schwerer, öliger, ohne luftige Aldehyde, aber auch ohne animalische Beimischungen, während der Duft von Montale viel dunkler und ledriger ist, jedoch mit derart vielen tierischen Ausdünstungen durchsetzt, dass einem – will sagen: mir – ganz blümerant werden kann.
‚Pétroleum’ dagegen ist leichter, zeitweise fast schwebend, sieht man vom Auftaktakkord des Duftes ab, der wie ein olfaktorischer Paukenschlag auf die Sinne wirkt. Ein Paukenschlag aber, der die Testpersonen in zwei vollkommen entgegen gesetzte Lager teilen wird, denn eines wird ‚Pétroleum’ ganz sicher: es wird polarisieren. Diejenigen, die schon immer ein Faible für ‚schräge’ Düfte à la ‚Rien’ von État Libre d’Orange, ‚Volo AZ 686`von Profumum, oder ‚Tar’ von Comme des Garçons hatten, werden diesen Duft lieben, einer Vielzahl aber – ich fürchte es wird die überwiegende Mehrheit sein – wird er ein Graus sein, verknüpft mit der immer wiederkehrenden Frage, wie man so etwas denn überhaupt tragen könne.

Nun denn, ich bekenne mich als engagiertes Mitglied der ersten Kategorie und gestehe: ich finde ‚Pétroleum’ großartig. Ganz besonders diesen verwirrenden, alles andere als gefälligen Auftakt, der mich an die Kerosingeladene Luft auf dem Weg zur Gangway erinnert, an die Benzinschwaden beim Tanken und an die muffige, ölig-triefende Luft beim Autoschrauber. Dazu ein bisschen Frische und eine Ahnung von Ozon, als habe jemand kurz das Fenster geöffnet, um es gleich darauf zu schließen, doch genau in diesem Moment trottete eine ganze Herde Zibetkatzen vorbei und hinterließ ihre saftigen Duftmarken... Aus war´s mit der frischen Luft, und die Gemengelage kulminiert zu einem benzinhaltigen, ölig-animalischen Crescendo, das jedoch – der Parfumeur/die Parfumeurin hatte ein Einsehen – schnell verklingt.
Was nun folgt, ist ein versöhnlicheres Umschmeicheln der Sinne: harzig-ambrierte Töne wärmen den Duft, eine Rose steuert dezent ihren floralen Anteil bei, die ozonische Note gewinnt an Präsenz, während der anfängliche Dieselfuror zusehends einer eleganteren Note weicht, die nun tatsächlich den Namen ‚Pétroleum’ verdient und einem schicken 30er Jahre Roadster als veredeltes Gesöff gedient haben könnte. In besagtem Roadster sitzt nun ein Herr, der einen klassischen Lederduft trägt, nebst einer von einem nicht minder klassischen Zibetduft mit Patchouli-Anklängen umhüllten Dame – man braust durch die Landschaft, und Zibet, Leder und Petroleum schwirren luftig umher.

Und wo ist das Oud?

Nun, es ist da. Immer präsent und doch nie aufdringlich. Es steht durchweg in der zweiten Reihe und ist doch das tragende Element. Sein medizinisch-rauchig-holziger Anteil an diesem Gebräu ist erheblich, aber seltsamerweise nicht offensichtlich. Der oder die Kompositeur/in hat das zur Penetranz neigende Oud solcherart einzubinden vermocht, dass es zwar seine Kraft entfaltet, aber nicht vor lauter Kraftmeierei alles platt macht. Mir gefällt das, aber ich fürchte, ausgewiesenen Oud-Liebhaber/innen wird es zuwenig sein.
Zum Ende hin entwickelt der Duft sich nicht sonderlich weiter, sondern verklingt allmählich in immer sanfter werdenden Schattierungen, bis er - als Hautduft endend – seine ohnehin nicht übermäßig ausgeprägte Fähigkeit zur Abstrahlung vollends einbüßt.
‚Rosam' und ‚Ambrarem’ haben da einiges mehr zu bieten, sind aber auch die weit konventionelleren Düfte, denen ein offensiverer Auftritt – da nicht sonderlich verwirrend - durchaus zusteht.
Dass sich ‚Pétroleum’ dagegen in Zurückhaltung übt, ist nach meinem Empfinden, und obwohl ich den Duft mag, durchaus berechtigt – es verwirrt genug (Auftakt!) und wäre als überlauter Zeitgenosse in der Tat eine Zumutung.

So aber – bien fait, Monsieur Ghislain!
4 Antworten
7.5
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
7
Duft
Apicius

1106 Rezensionen
Apicius
Apicius
Top Rezension 17  
Ein Duft von hinten
Jeder kennt die klassische Pyramide: Zitrus und Frisches im Kopf, Blumen, Gewürze, Kräuter im Herz und Amber, Patchouli, Moschus, Hölzer in der Basis. Überraschenderweise geht es aber auch anders herum!

Petroleum aus der Édition Rare eröffnet mit etwas, das ich eigentlich als typische Basisnote bezeichnen möchte: etwas süß, ambriert und patchoulischwer, orientalisch und vielleicht auch vanilleartig. Ich fühlte mich sofort an Düfte erinnert wie das opulent-florientalische Anonimo Veneziano von Nobile 1942.

Da muss man erst mal durch, doch dann wechselt der Charakter: deutlich schlanker, transparenter und in der Tat schwebender geht es weiter. Bestimmend bis in den Drydown wird nun eine von mir als aquatisch empfundene moderne Ledernote, die mit trockenen Rauchnoten kombiniert wurde.

Bei dieser Form von „Aquatik“ kommt mir das als Hafenbecken gescholtene Tirrenico von Profumi del Forte in den Sinn – mit seinem Salz und dem nicht für jede Nase frischen Meerwasser-Geruch. Doch keine Angst, so schlimm wird es hier nicht. Kontrastiert wird dieses fahle, aquatische Leder durch transparente Rauchnoten. Bei der mittlerweile um sich greifenden Aufweichung des Begriffes „Oud“ mag man das hierunter fassen. Näher läge es vielleicht, von trockenem Amber bzw. Bernstein zu sprechen.

Pétroleum ist sicher kein schöner Duft im eigentlichen Sinne, aber ein interessanter: ein umgekehrter Duftverlauf, sozusagen „von hinten“, und das hat man selten. Dafür verzeihe ich auch den radikalen Wechsel des Charakters während der Entwicklung – normalerweise ein KO-Kriterium für mich.

Meerluft und trockener Rauch können bedrohliche Bilder evozieren: ein Ozeandampfer in Seenot, Flammen ergreifen das Oberdeck – die letzten Momente der Titanic? Doch so dramatisch ist Pétrolium über weite Strecken gar nicht. Der fahle, transparente Charakter der Leder-Rauch-Aquatik hat mehr zu tun mit schlichtem dänischen Design und skandinavischer Kühle als mit den expressionistischen Farben und der Hitze des Südens. Ein Duft für Volvo-Fahrer?

Wie auch immer, Nische darf sowas. Die Trägerin oder der Träger werden mit diesem Duft vielleicht etwas Distanz zwischen sich und ihre Umgebung legen, aber das kann ja auch mal gewünscht sein. Auf jeden Fall sollte man sich vor einem Kauf Zeit für einen gründlichen Test nehmen und sich vor allem kritisch selbst fragen, wie lang man diese ungewöhnliche Zusammenstellung am Stück um sich haben möchte.
3 Antworten
7
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Serenissima

1038 Rezensionen
Serenissima
Serenissima
Top Rezension 11  
kleines Katzentier im Leder-Rosenoud
Was kann man wohl nach der sinngemäßen Aussage: „animalische Rose auf Petroleum-getränktem Lederlappen“ noch schreiben?
Gut, ich habe den immer wieder lesenswerten Text zu „Pétroleum“ von Meggi auf wenige Worte reduziert, aber sie sagen eigentlich schon alles.
Aber Meggi, mein lieber Freund: Du bist ein Genie des Wortes und doch gleichzeitig ganz schön hinterhältig!
Du schickst mir Proben, weißt, dass ich sie teste und meine Meinung dazu haben werden.
Aber Du baust vorher nicht nur Hürden auf, sondern gleich Barrikaden: Wie soll ich diese nun überwinden?

Es ist sinnlos, gegen Dich anstinken zu wollen, ob mit animalischen Rosen oder ölgetränkten Lederlappen und deshalb nehme ich die Herausforderung auf meine eigene, weibliche Art an.

Ist die Probe nun gekippt oder soll das so sein?
Ich rieche erst einmal Pferdestall, statt der dem Namen nach erwarteten Boxengasse der Formel 1.
Dazu passen aber das blühende Rosengerank und die leicht angegangenen Zitrusfrüchte in der Nähe des Misthaufens sehr viel besser; sie bilden eine sehr interessante, noch nicht häufig angetroffene Harmonie.
Kein Grund zur Aufregung: Lasst ihm Zeit! Es riecht besser, als es sich vielleicht liest!
So könnte es bleiben, aber nun kommt der besagte Lederlappen ins Spiel, in dem sich wohl bereits das kleine stinkende Tierchen mehrmals wohlig herumrollte.
Und natürlich war es bereits im satten dunkelbraunen Patchouli-Modder und im weißen fluffigen Moschusschaum: Kleiner haariger Genießer!
So ist das Kerlchen von ganz eigenem Odeur bedeckt und färbt geruchlich erst einmal kräftig ab, bis sich eine wunderbare, fast luxuriös-reiche Ambernuance, quasi als Schlussstein in dieses komplexe Duftgewölbe einfügt.

Wie erwähnt: Man muss „Pétroleum“ Zeit zur Entfaltung all seiner herausfordernden Duftfacetten lassen.
Aber es lohnt sich!
Wer sich von den in der Pyramide genannten Duftnoten oder dem Auftakt abschrecken lässt, der bringt sich um ein faszinierendes Dufterlebnis.

Die Frage, wie tragbar „Pétroleum“ als Duft ist, stellt sich mir als fischblütiger älterer Blondine nicht. Aber ich genieße es (ganz ehrlich!) mich in diese Duftkomposition einzuhüllen, wie in eine weiche warme Decke.

„Pétroleum“ reizt mich und macht neugierig auf viel Außergewöhnliches, das in unserer Duftwelt noch zu entdecken ist.
Jedenfalls hat das Haus „Histoires de Parfums“ seiner „Édtion Rare“ einen interessanten Duftbaustein hinzugefügt.
9 Antworten
5
Flakon
7.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
9
Duft
Arioch

86 Rezensionen
Arioch
Arioch
8  
Industrialisierung
Mein Blut erhitzt beim Anblick der stählernen Türme,
aus dem tiefen Wasser schiess' ich hervor;
gequälte Schatten werfen sich auf die Erde,
lustvoll öffnet sich das Tor.

Wie ein Adler möcht' ich hoch zum Himmel steigen,
Blut am höchsten Gipfel lecken,
am Eisen mich labend vergiften und tief in die Sonne fallen:
aller Dämonen Schrecken!

In ihre Reigen will ich mich fügen und um die Türme schwingen.
Göttliche Luxuria beflügelt meinen Geist:
bis das Eisen in mir glüht, will ich das Blut der Götter trinken,
das die edlen Metalle zusammenschweisst.

Triumphal sich mir das Schauspiel offenbart,
wenn Dämonen am Himmel tanzen:
phallische Türme umschwärmend
einen neuen Geist beschwören
in dieser Nacht.
2 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

20 kurze Meinungen zum Parfum
Can777Can777 vor 3 Jahren
8
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Maschinenraum! Ölige Wände,Zahnräder rattern,zähe Mechanik,fauchender Dampf,Körperlichkeit im teerig-floralen Rausch. Dream....machine!
29 Antworten
R3mt9R3mt9 vor 2 Jahren
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Werkstattgehätschelter Autoreifen, der gerne ein rosenbestecktes Lederkummet wäre.
21 Antworten
LicoriceLicorice vor 2 Jahren
8
Duft
Katzen rieben sich schnurrend
an dreckigem Dunkel-Oud-Patch,

das kleine Kronen
aus Meerschaum trug.

Wunderlich, warm, sinnlich…
15 Antworten
GandixGandix vor 3 Jahren
6
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Muss es jetzt echt wieder die
Petroleum-Lampe sein
Mei, wie mich das anouded
Jetzt soll ich wieder den Lederfummel
Raus holen
Aber, wenn...
15 Antworten
ChizzaChizza vor 3 Jahren
8
Flakon
7.5
Duft
Gefällt mir recht gut, diese in Öl und Animalik getränkten Honigrosen, vollgesogen und daneben liegt ein öliger Lederlappen.
9 Antworten
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So ordnet die Community den Duft ein.
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