Édition Rare - Ambrarem 2011

Édition Rare - Ambrarem von Histoires de Parfums
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7.3 / 10 99 Bewertungen
Ein Parfum von Histoires de Parfums für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2011. Der Duft ist animalisch-rauchig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.
Aussprache
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Duftrichtung

Animalisch
Rauchig
Harzig
Würzig
Holzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
ElemiharzElemiharz rosa Pfefferrosa Pfeffer
Herznote Herznote
Iris AbsolueIris Absolue OudOud SafranSafran
Basisnote Basisnote
AmberAmber Bourbon-VanilleBourbon-Vanille Bibergeil AbsolueBibergeil Absolue SandelholzSandelholz

Parfümeur & kreative Köpfe

Bewertungen
Duft
7.399 Bewertungen
Haltbarkeit
8.579 Bewertungen
Sillage
7.681 Bewertungen
Flakon
7.372 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.410 Bewertungen
Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 11.04.2024.

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Rezensionen

5 ausführliche Duftbeschreibungen
9
Flakon
6
Sillage
7.5
Haltbarkeit
8.5
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 27  
Den eigenen Test überholt
Nachdem mich in den letzten Wochen sowohl Agonists ‚Black Amber‘ als auch Byredos ‚1996 - Inez & Vinoodh‘ jeweils in den ersten Stunden begeistert, doch mit der zunehmend süßlichen Schlusshälfte dann ein bisschen enttäuscht hatten, suche ich weiterhin einen dunklen, rauchigen Amber, der mich nicht zum Ende hin mit kariesmäßiger Vanillecreme à la Dr. Oetker anno 1975 oder vergleichbarem Pamps zuschmiert. Einige tolle Tipps zu diesem Thema habe ich von unserer lieben 0815abc bereits erhalten – vielen Dank dafür! Mein Ohren bleiben offen.

Ambrarem indes wurde mir neulich während einer Beratung vorgeführt, für’s ausführliche Probieren gab es sogar ein Schlückchen zum Mitnehmen. Direkt nach dem Aufsprühen der geradezu öligen Flüssigkeit fühlte ich mich spontan an Ambra Nera von Farmacia SS. Annunziata erinnert (wegen des Viehzeugs) und beschloss mithin, die beiden gegenüberzustellen. Nicht als Schau-Kampf wie bei Ambra ‚Das heimliche Tier‘ Nera gegen Ambre ‚Wladimir, der Zar‘ Russe, sondern diesmal völlig gewaltfrei.

Aber trotzdem mit (Fast-wie)-Live-Berichterstattung, denn ohnehin hatte ich am Parallel-Test-Tag einen anscheinend unstillbar amber-dürstenden Parfumo-Kollegen auf dem Laufenden gehalten. Die Live-Berichterstattung via Pinnwand (angeblich bin ich ihm damit wirklich nicht auf die McNuggets gegangen) gebe ich im Folgenden wortgetreu wieder:

7 Uhr: Meine Erinnerung war unscharf, die beiden haben weniger gemein, als ich gedacht hatte. Nera ist wesentlich süßer, Ambrarem nimmt direkt eine harzige, aber keineswegs klebrige Richtung. Einfach total herb. Geilomat.

9 Uhr: Nach zwei Stunden sind die beiden einander näher gekommen und lassen die Assoziation nicht mehr als Lapsus erscheinen. Das liegt daran, dass Ambrarem nun um eine stockdunkel-rauchige Vanillenote ergänzt ist, während sich die Vanille in Ambra Nera ein wenig abgedimmt hat. Im Direktvergleich wirkt Ambra Nera eine Spur synthetischer und ist definitiv der lautere. Der Geilomat läuft noch.

11 Uhr: Ambrarem legt in puncto Unsüße noch einen drauf: Eine dumpf-furztrockene Note wie von echtem Kakao, doch ohne das spezielle Aroma und vor allem ohne jede Süße. Ich schätze, das ist der Safran. Das Viehzeugs macht sich sachte bemerkbar, Castoreum geht in Ordnung. Kollege Nera hat sich kaum verändert, abgesehen von der etwas intensivierten, doch keineswegs übertriebenen Zibet-Note, die in diesem Kontext einfach genial ist.

13 Uhr: Während Ambra Nera unverdrossen - sprich: nahezu unverändert - weiterballert, wird Ambrarem allmählich ruhiger. Zunächst geht es bloß näher an die Haut, später verschmelzen allerdings auch seine Noten ein wenig mehr ineinander und das Oudig-Harzige, das den Anfang so besonders machte, zieht sich noch weiter zurück. Vor allem letzteres macht ihn schließlich auch charakterlich deutlich sanfter. Für ein EdP geschieht dies doch vergleichsweise rasch. Nicht zu leugnen, dass der Geilomat leicht ins Stocken gerät.

15 Uhr: Nach einer kurzen Beratung mit CPC (Chief Perfume Consultant) 0815abc sind wir beide zu der Auffassung gelangt, dass Ambra ‚Das Tier‘ Nera den guten Ambrarem wohl einfach plattmacht. Das können wir so nicht stehen lassen. Und nach einer kräftigen Portion Kaffee-Geruch für die inzwischen überforderte Nase zeigt sich tatsächlich, dass Ambrarem – obschon tatsächlich milder – womöglich mehr von seinen ursprünglichen Qualitäten bewahrt hat, als es mein Eindruck von vor zwei Stunden war. Der Herr muss daher nochmal zu einem Einzeltest ran. Der Geilomat bleibt auf Standby.



Tja, und lange bevor der nächste Test-Tag verstrichen war, habe ich mich sozusagen selbst überholt: Ich stand am vergangenen Samstag mit Ambrarem am Hals ohne jede Kaufabsicht wieder bei Herrn Lubner im Laden und hatte just berichtet, wie sehr mir die ersten Stunden Ambrarem gefallen hatten. Da hat die gute Frau Wahl listigerweise flugs erneut einen Test-Streifen damit besprüht. Das war es dann, er musste mit. Eine richtige Entscheidung, denn zwar ist Vanille an Bord, zudem gegen Ende nicht gerade wenig, gleichwohl bleibt sie durchweg rauchig, leicht ange-tabak-dreckt und damit besonders. Ambrarem kann kuscheln, kann fauchen und kann kratzen. All dies laut oder leise. Ganz nach Gusto. Klasse.
16 Antworten
4
Flakon
4
Sillage
4
Haltbarkeit
5
Duft
Spiess

18 Rezensionen
Spiess
Spiess
8  
Kindergarten
Kindergarten

Die Gruppe ist klein und fein, folgende Kinder
aus gutem Hause sind da.
Elemiharz, Leder, Rauch, Oud, Iris,
Die Erzieherinnen Frau Vanille.

Elemi rennt an allen vorbei als gäbe es keinen Morgen mehr hat halt gut geschlafen.
Die drei Jungs Leder, Rauch und Oud spielen eine Weile friedlich miteinander. Geraten in Streit wer bei Wicki der Anführer sein sollte, Iris möchte gerne mitmachen doch wird sie kaum beachtet. Nach einer gewissen Zeit scheinen sich die Jungs gefunden zu haben. Irrtum den es war klar Oud kann sich nicht zufrieden geben versuchte erneut Streit zu stiften doch Leder und Rauch waren helle zeigten beide die rote Kelle. Erzieherin Vanille dachte genug von der selbstbestimmtheit. Das war ein Segen ihre warme Liebevolle Art vermochte eine Brücke zur versöhnung bauen.

Ein Parfum was weder Baum noch Borke ist.
Keinesfalls ein schlechtes Parfum, es wird sicher ab und getragen werden.
3 Antworten
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Taurus

1057 Rezensionen
Taurus
Taurus
Sehr hilfreiche Rezension 8  
Animalisch verräucherte Vanille
Das Konzept von Édition Rare symbolisiert olfaktorisch das Spiel mit dem Oud in den Facetten Mineralien (Petroleum), Pflanzenwelt (Rosam) und eben Tierreich wie hier bei Ambrarem.

Dabei geht es gerade zu Beginn wie in einer evolutionierenden Ursuppe recht konfus zu. Ambrarem entwickelt sich erst langsam von einer Mischung aus scheinbar strengen harzigen Noten bis hin zu fruchtigen (man meint ein wenig Birne heraus zu schnuppern) und floralen (da kommt wohl die Iris ins Spiel) um dann für einige Zeit das Tier im stalligen Sinne raushängen zu lassen. Wobei das auf dem Papier stärker in Erscheinung tritt, als auf der Haut. Dort wird Ambrarem zumindest bei mir eher rauchig und driftet zum Teil ins Guajakholzige ab.

Daran klebt scheinbar eine grünliche Komponente, die mir persönlich weniger behagt.

Macht aber nichts, denn das Highlight ist m. E. der lang anhaltende sanfte Drydown mit weicher Vanille, welche eine ansprechende Symbiose mit harzig-holzigen und rauchigen Noten eingeht.

Alles in allem hochwertig umgesetzt, wobei sich für mich das Konzept nicht konsequent erschließt, zumal der namensgebende Ambra nicht unbedingt so vordergründig seinen zugedachten Platz einnimmt. Im Gegenteil: wer auf Ambra fixiert ist, wird hier nur bedingt glücklich werden.

Wer mehr auf harzig, holziges, rauchiges in Verbindung mit Vanille steht kommt eher auf seine Kosten, auch wenn Ambrarem kein Duft für jeden Tag ist.

Für den Herbst sowie für den Winter kommt er ideal. Und wer gern extravagante Ausstellungen oder Vernissagen besucht, kann hier ein wenig sein Umfeld beeindrucken – andernfalls auch markieren.
5 Antworten
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
FabianO

1005 Rezensionen
FabianO
FabianO
Sehr hilfreiche Rezension 7  
Rauchiger Traubenzucker meets vanilliertes Bibergeil
Mal wieder so ein stilistisch überraschender Sonderling, der mich zwischen Faszination und Irritation schwingen lässt.

Meggi, dem ich die Probe verdanke, warnte mich vor. Ich muss aber sagen: Zu Unrecht.
Alles, was Bibergeil enthält, findet eigentlich immer mein Interesse und meine anschließende Freude.

Zunächst mal ist da überbordend viel Traubenzucker, rauchig unterlegt. Vielleicht Geschmacksrichtung Brombeere? Pfeffer mischt sich dazwischen, ein Hauch medizinischer Ansätze (das Oud?) baut einen Kontrast zum Traubenzucker auf.

Das ist alles schon mal sehr interessant gemacht, vielleicht nichts für ein erstes Date, aber beachtenswert.
Nach einer Viertelstunde drängt sich das etwas wildledrig-animalische Bibergeil dazu, umschmeichelt von - und das macht es wieder sehr originell und riechenswert- einigen kräftigen Vanilleschoten.

Im Verlauf tendiert "Ambrarem" in Richtung recht dunkler Waldbeeren, medizinisch im Unterton, vordergründig von vanilliertem Leder umspielt.

Hat was, kann ich nicht anders sagen. Nichts für jede Tag, aber das ist der "Kinski" von Geza Schön genausowenig und doch immer mal wieder ein nettes Dufterlebnis.
2 Antworten
5
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
7
Duft
Tarata

131 Rezensionen
Tarata
Tarata
Top Rezension 6  
Exotisch und animalisch
HdP's Edition Rare dreht sich rund um das momentan so angesagte Thema Oud und so ist auch das 'rare' im Namen, wie mir scheint, eine Anspielung darauf, dass Oud ein besonders wertvoller und seltener Naturstoff ist.

Ambrarem ist so ziemlich einer der animalischsten Düfte, die mir je unter die Nase gekommen ist, ohne dabei unangenehm zu riechen (ich denke hier an diverse Puma-Käfige *ähem*). Dieser Duft erinnert mich sehr stark an Südostasien, an nahezu unerträglich schwüle Abende, wenn die Erde vor den Augen nur noch flimmert und die exotische Flora (und Fauna?) ihre aufregenden Düfte verströmt.

Die holzigen Noten sind dominant und die balsamische Ambernote ist sehr deutlich wahrnehmbar. Doch trotz der Vanillenote, die sich ebenfalls wahrnehmen lässt, ist Ambrarem nicht wirklich süß. Dennoch hat dieses Parfum für mich einen gewissen Gourmandtouch. Ich erkläre mir das so, dass der Duft mich an ein hochprozentiges, lange gereiftes und sehr teures alkoholisches Getränk erinnern. Vielleicht ist es Cognac oder Rum -- jedenfalls etwas, das auch diese leicht balsamischen Untertöne hat.

Wie mein Vorgänger schon kann ich hier auch eine Ledernote erkennen, ein kräftig mit schwarzer Pflege eingecremtes Leder.
Das Oud ist hier sehr stark medizinisch duftend, aber nicht unangenehm, vielmehr verleiht dieses medizinisch-ätherische dem Duft eine gewisse Mehrdimensionalität.

Sowohl Sillage als auch Haltbarkeit empfinde ich hier im Übrigen als sehr stark, weshalb ein einzelner Sprüher vor dem Weggehen eigentlich wirklich ausreichen sollte.
0 Antworten

Statements

26 kurze Meinungen zum Parfum
ErgoproxyErgoproxy vor 3 Monaten
7.5
Sillage
10
Haltbarkeit
9.5
Duft
Hier braucht es eine Vorliebe für Elemi, Amber, Vanille und Animalik. Zudem hat der Duft noch eine leicht rauchige Anmutung.
56 Antworten
AxiomaticAxiomatic vor 1 Jahr
7
Sillage
8
Haltbarkeit
6.5
Duft
Brachiale Eröffnung an Harz und Safran.
Gleitet über zum Amber, leichtes Iris-Puder.
Riecht mal verbrannt, mal nach süßem Amber.
Schwer *
22 Antworten
R3mt9R3mt9 vor 2 Jahren
7
Sillage
8
Haltbarkeit
7
Duft
Hyperaktives Harz, vanillsüßliches Rauchbrausepulver, Salatgurke unklarer Herkunft im Vierbeinerfell. Nicht unangenehm seltsam.
25 Antworten
ChizzaChizza vor 2 Jahren
7
Flakon
7
Duft
Erkennbar gute Idee, für mich selbst zu amberharzig, zu wenig geräucherte Vanille. Somit subjektiv zu süß-würzig, lederne Noten hintergründ.
15 Antworten
FloydFloyd vor 4 Jahren
6
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Magst Du Traubenzuckerstücke?
Die Holzfrucht gepudert
All die bibergeilen Blicke
Mit Amberaugen erwidert
Menschelnde Idylle
Popcorn Vanille
12 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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