I Rigati

Patchouli Nobile 2009 Eau de Parfum

Patchouli Nobile (Eau de Parfum) von Nobile 1942
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7.8 / 10 84 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Nobile 1942 für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2009. Der Duft ist holzig-erdig. Es wird noch produziert.
Aussprache
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Duftrichtung

Holzig
Erdig
Würzig
Harzig
Rauchig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
frische Notenfrische Noten ZitroneZitrone WeihrauchWeihrauch weißer Pfefferweißer Pfeffer
Herznote Herznote
PatchouliPatchouli GuajakholzGuajakholz ZistroseZistrose JasminJasmin
Basisnote Basisnote
PatchouliPatchouli AmberAmber LabdanumLabdanum EichenmoosEichenmoos TonkabohneTonkabohne SandelholzSandelholz

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.884 Bewertungen
Haltbarkeit
7.570 Bewertungen
Sillage
6.869 Bewertungen
Flakon
7.870 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.518 Bewertungen
Eingetragen von DirkDS, letzte Aktualisierung am 12.07.2024.
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion „I Rigati”.

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Rezensionen

4 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Prokion

96 Rezensionen
Prokion
Prokion
Top Rezension 8  
Morgens beim Herrenausstatter
Neben meinem wachsenden Interesse an Düften, habe ich noch eine andere liebgewonnene Marotte. Schuhe. Ich bummle also in aller Ruhe so meine Anlaufstellen ab. Ich stehe vor einem Tisch. Darauf in Zweierreihen Schuhpaare. Eine Augenweide. Crocket&Jones, Alden, Santoni, Alt-Wien. In der Mitte des Raumes steht eine kleine Glasvitrine mit einer Auswahl an Herrenduft-Klassikern. Aus dem Augenwinkel erblicke ich einen einzelnen Flakon in der untersten Regalebene. Glas mit ovalem Metallemblem. Was meinen Blick haften lässt, ist der satt-goldene Inhalt. Einer der Verkäufer sagt leise: "Patchouli, Nobile 1942, was für den Herbst". Möchten sie mal probieren ?

Ja, möchte ich.

Auf der Haut:
Eine sehr weiche, dunkle, harzig-zitrische Note. Das Ganze deutlich auf der floralen Seite. Für einen Moment wird es etwas, ich sage mal muffig. ( Passt schön zu der Duftkulisse im Geschäft ). Stoffballen, Lederschuhe, alte Möbel, Parkett, Schuhpflege von A bis Z ect. Nach und nach schiebt sich eine ganz dezent säuerliche, helle, Sperrholznote in den Vordergrund. Nach ca. 30 Minuten öffnet sich das Duftbild, und ich empfinde eine frische minzartige Note. Dann etwas beinahe medizinisches, was ich nicht genau zuordnen kann. Der Duft wird dunkler, erdiger. Im Hintergrund flimmern leichte malzige, fermentierte Teenoten, Anklänge von Tannenhonig und immer wieder zeigen sich florale Spitzen. Zum Ausklang gesellen sich etwas angeräucherte dunkle Holztöne zusammen mit Honig und einer für mich beinahe mokkaartigen Spitze, zu einem sehr körpernahen und beruhigenden Gesamtbild.
Vielleicht durch die Schuhe inspiriert, assoziiere ich mit diesem Duftbild eine ganz bestimmte Farbe. Das rötliche Braun von frisch aus der Schale hervorgeplatzten Kastanien.

Für mich ein Herbst-/ Winterduft. Am Ende sehr weich. Haltbarkeit bei mir 6 bis 7 Stunden. Eindeutig eher für die "fortgeschrittenen Semester" geeignet. Ich möchte jetzt nicht das Wort Nischenduft verwenden, aber dieser Patchouli ist eher was für Liebhaber. Er hat schon so seine Eigenheiten. Durchaus edel. Dagegen wirkt der Patchouly von Etro beinahe krawallig.
1 Antwort
7.5
Flakon
2.5
Sillage
5
Haltbarkeit
6
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Sehr hilfreiche Rezension 10  
Terra incognita
Der Mann von der Agentur hatte alles genau beschrieben. Zum Schluss hatte er mit geschlossenen Augen die Hände zur Nase gehoben und die Finger aneinander gerieben. Ganz so, als würde er den Duft bröckelnder Erde genießen. Da hatten sie sich angeblickt und gewusst, dass die Entscheidung gefallen war.

Was hätten sie sonst gehabt? Ein Dasein im Takt der Fabrik, Arbeit bis zur Erschöpfung, zum Lohn eben das Nötigste. Auch das neue Leben versprach wenig. Aber harte Arbeit schreckte sie nicht; es wäre doch schließlich für sie allein, für ihren eigenen Platz zum Leben. Und mit ein bisschen Glück würde, musste es besser werden.

Seither hatte er den Geruch von Erde in der Nase, den er indes kaum kannte. Erde, erstmals angetastet von menschlicher Hand, seiner Hand. Bislang hatte er nur hier und dort die ausgelaugten und verschmutzten Überbleibsel berührt, welche die Stadt an Natur noch duldete. Das war Dreck, keine Erde. Er wusste genau, wie es riechen würde: Würzig, fast rauchig, leicht säuerlich; auf unbeschreibliche Weise alt und jung zugleich. Fruchtbar und frisch würde ihr Duft emporsteigen, wenn er das erste Mal auf seinem - ihrem - Boden etwas davon in Händen hielt.

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Die ersten Monate waren eine Entbehrung jenseits ihrer Vorstellungskraft gewesen. Von der versprochenen Unterstützung der Agentur war wenig eingetroffen. Dann waren sie noch Eltern geworden; bereits kurz nach dem Aufbruch hatte seine Frau bemerkt, dass ein Kind unterwegs war. Dennoch hatte sie sich abgemüht, bis es gar nicht mehr ging, denn die Reise hatte zu lange gedauert, zu knapp bemessen gewesen war die Zeit bis zum Winter. Aber nun musste sie sich schonen und er würde den Gürtel noch etwas enger binden.

Seine Erde war bloße Idee gewesen. Das Betörende, das ihn gelockt hatte, das Harzig-Rauchige aus seiner Phantasie war rasch verflogen. Lebendig und fruchtbar rochen die Krümel in seiner Hand, gewiss, doch die Erde der Wirklichkeit war nicht willig. Allzu oft hatte sich ihr Geruch nüchtern und kühl mit dem seiner Anstrengung gemischt, bis er ihr den Acker abgerungen hatte. Jetzt war an Ernte eingebracht, was der Boden hatte hergeben mögen. Sie konnten nicht mehr tun als zu hoffen, dass es genügen würde.

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Der Winter war schon vor Wochen gewichen, Frost würde nicht mehr kommen. Die Vorräte hatten knapp gereicht. Hand in Hand standen sie vor der Hütte, das Kind schlief auf dem Arm. Überall blühte es und die Saat war gut aufgegangen. Die Luft war erfüllt vom üppigen, süßlichen Geruch von Wachstum und Leben. Ein Windhauch mischte den Duft mit dem der Erde und des Waldes und strich dann zu ihnen herüber. Diese Ernte würde besser werden.

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Nach dieser kleinen Geschichte fehlen noch ein paar nüchternere Zeilen:

Bei all meiner Begeisterung für den Geruch frischer, phantasie-angereicherter Erde besteht PN doch nicht allein daraus. Besonders deutlich neben dem Patchouli werden Weihrauch, Pfeffer, Holz und Ambra. Gleichwohl taugt Erde durchaus als Leitmotiv für den Duftverlauf, wenn man denn der Geschichte folgen mag. Die geschilderte kleine Familie bringt überdies deutlich mehr Kraft und Durchhaltevermögen auf als der Duft. Der bleibt dezent und ist nach kaum sechs Stunden lediglich noch Basis mit Ambra, ein wenig Holz und den Resten des Patchouli. Erdig ist er dann nicht mehr. Ich mag mir PN eher an Herren vorstellen, aber das ist selbstverständlich rein subjektiv. Einfach ausprobieren; ist mit der genannten Einschränkung ein guter Duft für viele Gelegenheiten.
5 Antworten
5
Haltbarkeit
6
Duft
ExOmega

27 Rezensionen
ExOmega
ExOmega
Sehr hilfreiche Rezension 3  
Bitte halten sie Abstand!
Auf meiner Suche nach einem angenehmen aber besonderem Patchouli-dominierten Duft bin ich, neben "Patchouli Antique" von Les Néréides als sehr heftigem Genrevertreter, auf Patchouli Nobile gestoßen. In der Tat handelt es sich hierbei um einen eher dezent-"leichten" Duft - sofern man soetwas überhaupt von Patchouli behaupten kann. Dennoch kommt der Duft erstaunlich ungruftig und wenig muffig rüber, dürfte also nichts für Krematorium-Fans und Frieshofsschänder sein. ;-)

Die Kopfnote beginnt zunächst sehr angenehm weich, wobei die ständig präsente Patchouli-Note durch Zitronen- und Jasminnuancen abgemildert wird. Von der Zitrone bekomme ich jedoch nur sehr wenig mit, vom Weihrauch gar nichts. Allerdings fängt der weiße Pfeffer sehr schnell an, dem ganzen einen etwas unangenehm-müffelnden Einschlag zu verpassen. Kein "typischer Patchouli-Muff", sondern eher ein leichter Anflug von vergammelten Eiern. (tatsächlich riecht der Weiße Pfeffer aus meinem Gewürzregal ganz ähnlich...) Dieser ist jedoch nur direkt auf der Haut wahrzunehmen, wohingegen mit etwas Abstand wiederum hauptsächlich die angenehme Patchouli-Note Präsent ist. Dennoch stört es mich ungemein.
Allzu lange kann sich der Pfeffer jedoch nicht halten und wird nach und nach von Zedern- und Sandelholz-Noten verdrängt - beide natürlich nach wie vor im Patchouli-Mäntelchen. Ähnlich klingt der Duft dann auch aus. Von den anderen Komponenten bekomme ich wenig bis gar nichts mit.

Leider hat "Patchouli Nobile" nur eine mittelprächtige Halbwertszeit und Intensität (anders als die eingangs genannte Patchouli-Bombe von Les Néréides), weswegen man schon kräftig auftragen muss, um etwas davon zu haben. Leider sorgt dies dann wiederum auch dafür, dass der weiße Pfeffer umso präsenter ist und den ganzen Duft irgendwie versaut. Schade, denn ansich mag ich ihn. Angenehm, dezent und durchaus gesellschaftstauglich - mal ein etwas anderer Patchouli-Duft eben, auch aufgrund des Fehlens von Vanillenoten und sonstigem Süßkram. Für den Sommer erachte ich ihn trotzdem als unpassend, daher eher eine Empfehlung für Frühling/Herbst, dann aber auch gerne im Alltag oder auf Arbeit. Im Winter darfs dann auch die kräftigere, jedoch ungleich ungeselligere Version von Les Néréides sein - wer drauf steht.
3 Antworten
7.5
Flakon
7.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
9
Duft
Igraine

45 Rezensionen
Igraine
Igraine
Top Rezension 4  
Ungruftiger Herren-Patchouli gefällig?
Gemessen an der Anzahl der Reviews, die man so im Netz findet, scheint dieses Kleinod ein ziemlich unbeachtetes Dasein zu fristen. Völlig zu Unrecht meiner Meinung nach, denn Patchouli Nobile ist der ultimative Patchouli-Duft für den patchouli-affinen Mann, der nicht unbedingt gothicmäßig muffig riechen möchte. Patchouli Nobile kommt ganz ohne Vanille, Honig oder anderen Süßkram aus und ist trotzdem angenehm weich, unaufdringlich, un-gruftig und ziemlich sexy. Er ähnelt von der Art ein bißchen Real Patchouly von Bois 1920, hat aber auch nicht dessen likörmäßige schwere Süße von Davana und Vanillesirup.

Die Zitrone zu Beginn wirkt schön natürlich und hält auch recht lange. Leichter Weihrauch und Patchouli sind von Anfang an präsent und werden schnell maskuliner durch viel trockene herbe Zeder. Jasmin oder irgendetwas anderes Florales kann ich in diesem Duft überhaupt nicht identifizieren. Das trockene Holz und der erdige Patchouli werden umfangen von einer wunderbaren ambrierten Basis, die den ganzen Duft sehr weich, aber keinesfalls süßlich macht. Das ist ein fast eleganter Patchouli, der jederzeit tragbar ist, auch im Büro, ohne jemanden zu belästigen.

Patchouli Nobile ist auf jeden Fall unisex, und zu meinem Leidwesen riecht er an meiner besseren Hälfte viel schöner als an mir, weshalb ich ihn nur selten benutze. Unbedingt eine Testempfehlung, wenn man[n] einen relativ leichten, unsüßen und nicht muffigen Patchouli-Duft sucht und die Vanille-Honig-Schokoladen-Patchoulis der Damenwelt überlassen möchte.
0 Antworten

Statements

17 kurze Meinungen zum Parfum
FrauKirscheFrauKirsche vor 3 Monaten
7
Sillage
7
Haltbarkeit
7.5
Duft
Zitrus blitzt
durch Sandel
Gewürze wie Puder
schälen sich aus Weihrauch
Patchouli wärmt
in amberklaren Nächten
kühles Moos ...
38 Antworten
FloydFloyd vor 22 Tagen
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
In klammen Gewölben
Mit durchwurzelten Wänden
Zistrosengestrüpp wächst
Aus Holz von Regalen
Bernstein kondensiert
An feuchten Moosen
35 Antworten
MarieposaMarieposa vor 8 Monaten
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Patchoulidunkle Sandeldielen
Hinter Pemberleys Moos bewachsenen Mauern
Mr Darcys Tweedjacket
He's a gentleman
and I'm a gentleman’s daughter
39 Antworten
MourantMourant vor 1 Jahr
9
Duft
Erdedelstein, geschliffen
in Harzlikör getaucht
mit Eichenmoos umwickelt
auf Sandelsamt gebettet
in Holztruhe gehüllt

Verlorener Patschatzy
27 Antworten
PlutoPluto vor 3 Jahren
6
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Patchouli mit einer warmen Würze, die mich an Eau des Baux erinnert. Der bringt Kätzchen zum Schnurren...
6 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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