28.08.2025 - 12:43 Uhr

Puderperle
47 Rezensionen

Puderperle
Top Rezension
11
Zuhause
Ich hatte es nicht kommen sehen. Vielleicht wollte ich es auch nicht sehen. Die Wunschvorstellung war manchmal schöner als die nackte Realität. Nackt und verletzlich. So fühlte ich mich gerade. Die Tränen schmeckten salzig, als ich in meine Einfahrt bog. Minuten verstrichen, bis sich meine Beine in Bewegung setzten und aus dem Autositz hievten. Wie Bleiklumpen.
Teile meines Herzens betäubt, durcheinander, in alle Himmelsrichtungen verstreut. Die bunt gemalte Zukunft löste sich plötzlich auf, wie ein gewaltiger Sandsturm. Nichts ließ sich mehr greifen. Nichts wirklich erkennen, orientierungslos.
Wie ein angeschossenes Reh sank ich in die Wanne. Den emotionalen Schmutz der Seele abspülen. Alles, was nicht zu mir gehörte. Im heißen Dampf beruhigte sich der innere Strom ein wenig.
Der Körper bitzelte und mechanisch verstrichen die Fingerkuppen eine dicke, weiche Creme auf der durstigen Haut. Ich stellte mir vor, helle Tauben würden mich mit ihrem Flügelschlag streicheln. Im Hintergrund sang die sanfte Stimme meiner Babuschka ein Wiegenlied. Wie sehr waren die Erinnerungen an sie bereits verblasst, aber jetzt schienen sie klar wie nie zuvor. Sie hatte mich wirklich geliebt. Ich war immer ihr Mädchen gewesen.
Auf nackten Füßen wanderte ich ins Bett. Nur bekleidet mit zarter Creme. Der sanfte Duft der weißen Baumwolllaken umarmte mich. So sauber, so rein. Kein Schmutz und kein Lärm. Einfach die müden Glieder fallen lassen und getragen werden.
Mit geschlossenen Augen vergrub ich das Gesicht im weichen Nest, zwischen leise knisternden Daunenfedern.
„Hier bist du sicher.
Hier darfst du sein.
Hier bist du zuhause“,
flüsterten sie mir zu. Zuhause! Hier war ich wirklich zuhause. Das Glück was ich im Außen gesucht hatte, lag doch so nah. Ein Pflaster aus Spitze legte sich um mein trauriges Herz.
„Zeit heilt alle Wunden. Trust the Process“ stand auf einem kleinen Zettel, den ich unter dem Kopfkissen fand. Getröstet konnte ich wieder lächeln, während sich meine Seele in den Schlaf wiegte.
————————————————-
Takhail heißt aus dem arabischen übersetzt „Vorstellungskraft“.
Der Duft lässt jedoch nur einen begrenzten Rahmen für innere Bilder zu, da die Assoziation zur reichhaltigen Dove oder Nivea Körpercreme bereits vorgegeben zu sein scheint. Frisch geduscht, Sauberkeit und weiße Bettwäsche schenken das Gefühl von Geborgenheit und Angekommen sein. Einfach wohlfühlen. Eine liebevolle Person, die es aufrichtig gut meint und gestärkte Laken bis zur Nasenspitze hochzieht, um sicher zu gehen, dass die Kälte keinen Schlupfwinkel findet.
Im „sauberen“ Cotton-Rahmen sind der Vorstellungskraft dann keine Grenzen mehr gesetzt.
Takhail ist nicht altmodisch, auch wenn die Babushka Erwähnung fand. Eher vertraut. Trotz leicht süßer Anklänge könnten auch Herren an ihm Gefallen finden. Nichts sticht, nichts stört. Keine synthetischen Nadeln, wie sie zur Zeit öfters in arabischen Parfums zu finden sind. Dem Statement von Smellnice zu urteilen, soll der Duft alkoholfrei sein, weshalb die Dosierung auf Textilien eher zu bedenken ist.
Takhail würde ich nicht als Waschmittelduft bezeichnen, eher als eingecremter Hautduft ohne Vanille und anderen überflüssigen Blüten.
Der Flakon lässt weiterträumen, wenn man es sich bereits gemütlich gemacht hat. Gefrostetes, durchsichtiges Glas mit hübschem, orientalischen Muster. Das Schleifchen verleiht eine romantische Note. Auch die milchig weiße Flüssigkeit ist im Gesamtbild stimmig. Insgesamt eine Veredelung für jeden Schminktisch, schön drapiert neben Perlenketten und Puderdosen.
Als Büroduft oder im Kunden-/ Patientenkontakt kann ich mir Takhail durchaus auch vorstellen.
Die Haltbarkeit bewegt sich im moderaten Bereich, die Sillage ist erstaunlich dicht für einen sauberen Cremeduft. Ein bis zwei Sprüher reichen, um ihn sehr gut wahrzunehmen. Nivea hingegen verhält sich wie ein wässriges Schlückchen.
Der erste Test löste eine Schockliebe aus, die mich alle Sandstürme vergessen ließen.
Danke Duftwolke77, dass du mir die Möglichkeit gegeben hast, Takhail kennenzulernen. Seit dem ist er bei mir eingezogen. Manchmal weiß man es sofort, wenn man sein zuhause gefunden hat. Er ist unfassbar schön.
Teile meines Herzens betäubt, durcheinander, in alle Himmelsrichtungen verstreut. Die bunt gemalte Zukunft löste sich plötzlich auf, wie ein gewaltiger Sandsturm. Nichts ließ sich mehr greifen. Nichts wirklich erkennen, orientierungslos.
Wie ein angeschossenes Reh sank ich in die Wanne. Den emotionalen Schmutz der Seele abspülen. Alles, was nicht zu mir gehörte. Im heißen Dampf beruhigte sich der innere Strom ein wenig.
Der Körper bitzelte und mechanisch verstrichen die Fingerkuppen eine dicke, weiche Creme auf der durstigen Haut. Ich stellte mir vor, helle Tauben würden mich mit ihrem Flügelschlag streicheln. Im Hintergrund sang die sanfte Stimme meiner Babuschka ein Wiegenlied. Wie sehr waren die Erinnerungen an sie bereits verblasst, aber jetzt schienen sie klar wie nie zuvor. Sie hatte mich wirklich geliebt. Ich war immer ihr Mädchen gewesen.
Auf nackten Füßen wanderte ich ins Bett. Nur bekleidet mit zarter Creme. Der sanfte Duft der weißen Baumwolllaken umarmte mich. So sauber, so rein. Kein Schmutz und kein Lärm. Einfach die müden Glieder fallen lassen und getragen werden.
Mit geschlossenen Augen vergrub ich das Gesicht im weichen Nest, zwischen leise knisternden Daunenfedern.
„Hier bist du sicher.
Hier darfst du sein.
Hier bist du zuhause“,
flüsterten sie mir zu. Zuhause! Hier war ich wirklich zuhause. Das Glück was ich im Außen gesucht hatte, lag doch so nah. Ein Pflaster aus Spitze legte sich um mein trauriges Herz.
„Zeit heilt alle Wunden. Trust the Process“ stand auf einem kleinen Zettel, den ich unter dem Kopfkissen fand. Getröstet konnte ich wieder lächeln, während sich meine Seele in den Schlaf wiegte.
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Takhail heißt aus dem arabischen übersetzt „Vorstellungskraft“.
Der Duft lässt jedoch nur einen begrenzten Rahmen für innere Bilder zu, da die Assoziation zur reichhaltigen Dove oder Nivea Körpercreme bereits vorgegeben zu sein scheint. Frisch geduscht, Sauberkeit und weiße Bettwäsche schenken das Gefühl von Geborgenheit und Angekommen sein. Einfach wohlfühlen. Eine liebevolle Person, die es aufrichtig gut meint und gestärkte Laken bis zur Nasenspitze hochzieht, um sicher zu gehen, dass die Kälte keinen Schlupfwinkel findet.
Im „sauberen“ Cotton-Rahmen sind der Vorstellungskraft dann keine Grenzen mehr gesetzt.
Takhail ist nicht altmodisch, auch wenn die Babushka Erwähnung fand. Eher vertraut. Trotz leicht süßer Anklänge könnten auch Herren an ihm Gefallen finden. Nichts sticht, nichts stört. Keine synthetischen Nadeln, wie sie zur Zeit öfters in arabischen Parfums zu finden sind. Dem Statement von Smellnice zu urteilen, soll der Duft alkoholfrei sein, weshalb die Dosierung auf Textilien eher zu bedenken ist.
Takhail würde ich nicht als Waschmittelduft bezeichnen, eher als eingecremter Hautduft ohne Vanille und anderen überflüssigen Blüten.
Der Flakon lässt weiterträumen, wenn man es sich bereits gemütlich gemacht hat. Gefrostetes, durchsichtiges Glas mit hübschem, orientalischen Muster. Das Schleifchen verleiht eine romantische Note. Auch die milchig weiße Flüssigkeit ist im Gesamtbild stimmig. Insgesamt eine Veredelung für jeden Schminktisch, schön drapiert neben Perlenketten und Puderdosen.
Als Büroduft oder im Kunden-/ Patientenkontakt kann ich mir Takhail durchaus auch vorstellen.
Die Haltbarkeit bewegt sich im moderaten Bereich, die Sillage ist erstaunlich dicht für einen sauberen Cremeduft. Ein bis zwei Sprüher reichen, um ihn sehr gut wahrzunehmen. Nivea hingegen verhält sich wie ein wässriges Schlückchen.
Der erste Test löste eine Schockliebe aus, die mich alle Sandstürme vergessen ließen.
Danke Duftwolke77, dass du mir die Möglichkeit gegeben hast, Takhail kennenzulernen. Seit dem ist er bei mir eingezogen. Manchmal weiß man es sofort, wenn man sein zuhause gefunden hat. Er ist unfassbar schön.
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