
Pollita
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Pollita
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Da sind sie. Meine Neunziger Jahre
Die Endneunziger. Eine schrille bunte Welt im Umbruch. Aus den Lautsprechern erklingen DJ Bobo und Snap, genauso wie Nirvana oder Cypress Hill. Ein paar Helden der Achtziger Jahre, wie Tears for Fears oder die Sisters of Mercy, sind auch wieder da mit neuem Material. Es entstehen aber auch Musikrichtungen wie Gothic Metal, geprägt etwa durch Bands wie beispielsweise Secret Discovery.
Auch die Duftwelt wartet mit neuen Eindrücken auf. Unisex-Düfte, allen voran CK One, stehen plötzlich in den Regalen. Männer mögen es plötzlich frischer und nicht mehr so markant wie ein Jahrzehnt zuvor und tragen Cool Water, Chopard Heaven oder Joop Nighflight. Gleichzeitig wird die Parfumwelt süßer, sowohl bei den Mädels als auch bei den Jungs. Ich denke da an Joop Homme oder den heute eingestellten und oftmals schwer vermissten Nuit d’Été, der ebenfalls dem Hamburger Modehaus entstammte.
Eine Zeit, die viele charakteristische Düfte und Duftrichtungen prägte. Und so unterschiedlich die Parfums dieser Zeit auch daherkamen, mir gefielen viele. Die Kräftigeren, die etwas Würzigeren und Frischen, genauso wie die Süßen, wenngleich ich mir mit dem Riechstoff Ethylmaltol, der in den Neunzigern hier und da auch schonmal grüßte, man denke beispielsweise an Muglers Angel, schon immer etwas schwergetan habe.
Moschus prägte diese Duftära in nahezu jedem Genre. Vielleicht ein Grund, weshalb ich noch einige Vintage-Schätze aus dieser Zeit hüte. Mit Beginn der Zweitausender kamen andere olfaktorische Trends und so mancher für damals typische Riechstoff fiel den IFRA-Regularien zum Opfer. Dennoch ist meine persönliche Kollektion bis heute geprägt von Neunziger-Jahre-Düften. Es kann passieren, dass ich unfassbar viel Geld ausgebe für ein streng limitiertes Luxusparfum, das duftet wie ein Drogerieparfum der Neunziger. Anyone else? Ja, das macht es nicht immer so leicht für mich, Neues zu finden, denn meine bevorzugten Duftschätze sind heute sowas von out und gelten teilweise als altmodisch. Bei den Designern, ein paar wenige behutsam reformulierte Klassiker mal ausgenommen, so gut wie nicht mehr zu finden.
Aber es gibt so schöne Überraschungen. Gestern ist es wieder einmal passiert. Eine liebe Parfuma drückt mir einen kleinen Flakon in die Hand. Schon der erste Sprüher entzückt mich. Da sind sie, meine Neunziger Jahre. Ein baumwollweicher Moschus, ein Hauch Frische und Kühle, bei dem ich entfernt an Chopard Heaven denken muss und nicht zuletzt eine sanfte Blütennote, die nahezu jeden Duft meiner Sammlung prägt. Ja, Früchte schnuppere ich auch, eine Himbeere, und die mag ich witzigerweise sogar. Schließlich hatte ich schon Parfums wie Molinards Musc et Fruits, der diesem hier sehr ähnelt sowie Bond No. 9 Bryant Park vom wunderbaren Michel Almairac.
Und dieser hier? Ein Dalì-Duft mit dem Namen DaliA. Von keinem Geringeren als Fabrice Pellegrin. Parfumo-Bewertungen zum Teil vernichtend schlecht, aber hey, sowas hält mich nicht ab. Die liebe Parfuma sieht meine strahlenden Augen und schenkt mir den kleinen Schatz, in den ich mich beim Tragen mehr und mehr verliebe. Ja, das duftet nach 1996. Nach Abitur, nach Tennisverein, nach einer sternenklaren Nacht auf der Schwäbischen Alb, nach Gothic Metal und so vielem mehr aus meiner Jugend. Und das Beste: Den Duft gibt es für kleines Geld, es ist kein teures Luxusparfum. Und eingestellt ist er auch nicht. Danke, liebe Paloma58.
Auch die Duftwelt wartet mit neuen Eindrücken auf. Unisex-Düfte, allen voran CK One, stehen plötzlich in den Regalen. Männer mögen es plötzlich frischer und nicht mehr so markant wie ein Jahrzehnt zuvor und tragen Cool Water, Chopard Heaven oder Joop Nighflight. Gleichzeitig wird die Parfumwelt süßer, sowohl bei den Mädels als auch bei den Jungs. Ich denke da an Joop Homme oder den heute eingestellten und oftmals schwer vermissten Nuit d’Été, der ebenfalls dem Hamburger Modehaus entstammte.
Eine Zeit, die viele charakteristische Düfte und Duftrichtungen prägte. Und so unterschiedlich die Parfums dieser Zeit auch daherkamen, mir gefielen viele. Die Kräftigeren, die etwas Würzigeren und Frischen, genauso wie die Süßen, wenngleich ich mir mit dem Riechstoff Ethylmaltol, der in den Neunzigern hier und da auch schonmal grüßte, man denke beispielsweise an Muglers Angel, schon immer etwas schwergetan habe.
Moschus prägte diese Duftära in nahezu jedem Genre. Vielleicht ein Grund, weshalb ich noch einige Vintage-Schätze aus dieser Zeit hüte. Mit Beginn der Zweitausender kamen andere olfaktorische Trends und so mancher für damals typische Riechstoff fiel den IFRA-Regularien zum Opfer. Dennoch ist meine persönliche Kollektion bis heute geprägt von Neunziger-Jahre-Düften. Es kann passieren, dass ich unfassbar viel Geld ausgebe für ein streng limitiertes Luxusparfum, das duftet wie ein Drogerieparfum der Neunziger. Anyone else? Ja, das macht es nicht immer so leicht für mich, Neues zu finden, denn meine bevorzugten Duftschätze sind heute sowas von out und gelten teilweise als altmodisch. Bei den Designern, ein paar wenige behutsam reformulierte Klassiker mal ausgenommen, so gut wie nicht mehr zu finden.
Aber es gibt so schöne Überraschungen. Gestern ist es wieder einmal passiert. Eine liebe Parfuma drückt mir einen kleinen Flakon in die Hand. Schon der erste Sprüher entzückt mich. Da sind sie, meine Neunziger Jahre. Ein baumwollweicher Moschus, ein Hauch Frische und Kühle, bei dem ich entfernt an Chopard Heaven denken muss und nicht zuletzt eine sanfte Blütennote, die nahezu jeden Duft meiner Sammlung prägt. Ja, Früchte schnuppere ich auch, eine Himbeere, und die mag ich witzigerweise sogar. Schließlich hatte ich schon Parfums wie Molinards Musc et Fruits, der diesem hier sehr ähnelt sowie Bond No. 9 Bryant Park vom wunderbaren Michel Almairac.
Und dieser hier? Ein Dalì-Duft mit dem Namen DaliA. Von keinem Geringeren als Fabrice Pellegrin. Parfumo-Bewertungen zum Teil vernichtend schlecht, aber hey, sowas hält mich nicht ab. Die liebe Parfuma sieht meine strahlenden Augen und schenkt mir den kleinen Schatz, in den ich mich beim Tragen mehr und mehr verliebe. Ja, das duftet nach 1996. Nach Abitur, nach Tennisverein, nach einer sternenklaren Nacht auf der Schwäbischen Alb, nach Gothic Metal und so vielem mehr aus meiner Jugend. Und das Beste: Den Duft gibt es für kleines Geld, es ist kein teures Luxusparfum. Und eingestellt ist er auch nicht. Danke, liebe Paloma58.
Aktualisiert am 12.07.2026, 03:20 Uhr
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Granatapfel
Himbeere
Kumquat
Pfeifenstrauch
Pfingstrose
grüner Tee
weißer Moschus
Rosenholz
Zeder

Axiomatic
Paloma58
Hasiputz80
Ergreifend






























