15.08.2020 - 12:25 Uhr

Jazzbob
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Jazzbob
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14
Klassisch, aber nicht altmodisch
Vetiver würden wohl die Wenigsten mit Sinnlichkeit assoziieren, sondern eher mit Sachlichkeit. Natürlich gibt es viele verschiedene Varianten des Süßgrases – von grün bis erdig-rauchig – aber in den meisten klassischen Parfums wird die Mitte dazwischen angestrebt. Ähnlich wie wohl auch Montale mit Vetiver Patchouli hat Mancera einen etwas an Orage angelehnten Duft kreiiert; allerdings nehme ich den Louis Vuitton als zurückhaltender, pudriger und auch grauer war.
Als die sinnliche Seite von Vetiver Sensuel könnte man die leicht frische Wirkung zu Beginn interpretieren, die für mich hauptsächlich durch Bergamotte und Orchidee entsteht. Hierbei sehe ich weder die zitrische, noch die hell-florale Qualität als wirklich dominant an, weil beide gut ausbalanciert sind und sich schon eine grüne Facette bemerkbar macht. Die Minze ist meiner Meinung nach nur hintergründig zu erahnen, während der Pfeffer ein bisschen Würze hinzufügt. Die ersten Eindrücke resultieren also aus einer Mischung von maskulinen und femininen Noten, von klassischen und modernen Elementen. Nach und nach verschieben sich diese Grenzen jedoch, denn die dezent trocken-holzige Komponente und das übliche Verfliegen der Kopfnoten sorgen dafür, dass Vetiver Sensuel nun schon ein wenig 'oldschool' wirkt. Amber/Süßes spielt hier jedenfalls keine Rolle, eher noch Patchouli und Eichenmoos in unterstützender Weise. Der Duft bleibt aber relativ hell ausgerichtet und wird zum Glück nicht pudrig, was sonst für mich in Verbindung mit Vetiver und/oder einer gewissen Seifigkeit viele als sehr altmodisch wahrgenommenen Parfums ausmacht.
Fazit: Mancera hat einen angenehmen, natürlich wirkenden Vetiver-Duft geschaffen, der zwar keine richtige Erfrischung bietet, aber zu allen Jahreszeiten als angemessen erscheint. Wie zu erwarten war, ist er schon eher für reifere Menschen geeignet, wird seinem Namen letztendlich nicht ganz gerecht und ist mir persönlich am Ende zu klassisch. (Ich bin auch nicht unbedingt der größte Fan von Vetiver-dominierten Düften.) Doch wem diese Richtung grundsätzlich gefällt, sollte bei dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis einen Test in Erwägung ziehen.
Als die sinnliche Seite von Vetiver Sensuel könnte man die leicht frische Wirkung zu Beginn interpretieren, die für mich hauptsächlich durch Bergamotte und Orchidee entsteht. Hierbei sehe ich weder die zitrische, noch die hell-florale Qualität als wirklich dominant an, weil beide gut ausbalanciert sind und sich schon eine grüne Facette bemerkbar macht. Die Minze ist meiner Meinung nach nur hintergründig zu erahnen, während der Pfeffer ein bisschen Würze hinzufügt. Die ersten Eindrücke resultieren also aus einer Mischung von maskulinen und femininen Noten, von klassischen und modernen Elementen. Nach und nach verschieben sich diese Grenzen jedoch, denn die dezent trocken-holzige Komponente und das übliche Verfliegen der Kopfnoten sorgen dafür, dass Vetiver Sensuel nun schon ein wenig 'oldschool' wirkt. Amber/Süßes spielt hier jedenfalls keine Rolle, eher noch Patchouli und Eichenmoos in unterstützender Weise. Der Duft bleibt aber relativ hell ausgerichtet und wird zum Glück nicht pudrig, was sonst für mich in Verbindung mit Vetiver und/oder einer gewissen Seifigkeit viele als sehr altmodisch wahrgenommenen Parfums ausmacht.
Fazit: Mancera hat einen angenehmen, natürlich wirkenden Vetiver-Duft geschaffen, der zwar keine richtige Erfrischung bietet, aber zu allen Jahreszeiten als angemessen erscheint. Wie zu erwarten war, ist er schon eher für reifere Menschen geeignet, wird seinem Namen letztendlich nicht ganz gerecht und ist mir persönlich am Ende zu klassisch. (Ich bin auch nicht unbedingt der größte Fan von Vetiver-dominierten Düften.) Doch wem diese Richtung grundsätzlich gefällt, sollte bei dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis einen Test in Erwägung ziehen.
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