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Elsewhere
Sindbad
2025

7.9 155 Bewertungen
Ein neues Parfum von Amouage für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2025. Der Duft ist würzig-süß. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird von Sabco Group / Oman Perfumery vermarktet.
Vergleich
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Duftrichtung

Würzig
Süß
Fruchtig
Orientalisch
Gourmand

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
HonigHonig AprikoseAprikose KardamomKardamom MangoMango GranatapfelGranatapfel GrapefruitGrapefruit IngwerIngwer rosa Pfefferrosa Pfeffer TangerineTangerine
Herznote Herznote
DavanaDavana schwarzer Teeschwarzer Tee CappuccinoCappuccino
Basisnote Basisnote
TonkabohneTonkabohne LabdanumLabdanum VanilleVanille CypriolCypriol PatchouliPatchouli VetiverVetiver ZedernholzZedernholz

Parfümeur

Videos
Bewertungen
Duft 7.9
155 Bewertungen
010
Haltbarkeit 8.5
134 Bewertungen
010
Sillage 8.2
133 Bewertungen
010
Flakon 8.3
141 Bewertungen
010
Preis-Leistung 5.7
123 Bewertungen
010
Eingetragen von Duftpfote, aktualisiert am 22.10.2026
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion The Essences.

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Rezensionen

9 ausführliche Duftbeschreibungen
10Duft 9Haltbarkeit 9Sillage
Davescents

24 Rezensionen
Davescents
Davescents
Top Rezension 52
„Wenn Wellen Geschichten erzählen – Sindbad von Amouage“
Als wir zu unserer Reise in den Oman aufgebrochen sind, war klar, dass wir die Factory von Amouage in Muscat besuchen werden. Die Vorfreude meinerseits riesig, wie ein kleines Kind, das sich auf Weihnachten freut, fieberte ich dem Tag entgegen. Vielleicht gäbe es ja die Möglichkeit, an diesen exklusiven Duft "Sindbad | Amouage" heranzukommen oder ihn wenigstens mal riechen zu können.

Schon die Tage zuvor war ich mit meiner Freundin in der Mall of Oman um verschiedene Marken und Düfte hier aus dem Mittleren Osten zu testen. Unter anderem natürlich der Shop von Amouage. Der junge Herr welcher uns einmal durch das Sortiment testen ließ war warmherzig, freundlich, immer am Lächeln und zu so manchem Spaß aufgelegt. Nach einiger Zeit fragte ich ihn nach dem Sindbad. Er grinste und antwortete: „Hast du ihn noch gar nicht riechen können? Mir gefällt er nicht.“ Ich war überrascht von der Antwort. Was er mir glaube ich auch angesehen haben muss. Er kam etwas näher zu mir und sagte leise: „Ich hole dir kurz etwas!“, und verschwand in einer Hintertür in der kleinen Filiale.
Er kam mit einem Teststreifen in den Händen wieder heraus. Meine Augen strahlten. Er gab ihn mir und sagte: „Da, das kann ich dir anbieten.“ Bei genauerem Betrachten war es ein ganz schön mitgenommener Teststeifen, welcher sicher schon länger gelegen hatte und äußerlich nicht mehr so ansprechend aussah.
Also wagte ich es. Der erste Atemzug, es war süß, irgendwie besonders und etwas cremig, dunkle Noten, schwer einzuordnen und diese Empfindungen in Worte zu fassen. Ich hatte auch keine Ahnung, wie lange der "Sindbad | Amouage" schon auf diesem Teststreifen geruht hatte. Das Herausriechen einer Kopfnote war unmöglich. Daher musste es die Basisnote sein welche sich hier meiner Nase präsentierte. Diese war wohlgefällig und ich habe so etwas für meinen Teil noch nie gerochen. Aussagekräftig war es leider trotzdem nicht. Wir bedankten uns für die Bemühungen des jungen Herrn und machten uns mit dem Teststreifen zusammen auf den Weg zum Hotel.

Dann war es endlich soweit: nach zwei Tagen Warten und immer wieder den Teststreifen unter die Nase Halten, machten wir uns auf zur Amouage Factory.

Dort angekommen war es elegant, schlicht irgendwie eindrucksvoll majestätisch — der Eingangsbereich sowie die Ausstellungsräume der Amouage Factory sind einfach beeindruckend. Das Gebäude strahlte in einem hellen Weiß mit den schwarzen Buchstaben Amouage gekrönt. Es war edel, was, wenn man die Hintergründe und Entstehung der Marke kennt, nur logisch ist.
Die Führung durch die Factory war informativ und wurde von einem auffällig netten Herrn durchgeführt, welcher jedes kleine Detail der Marke erklären konnte und uns die Geschichte näher brachte. Besonders beeindruckend war für mich die Namensgebung von Amouage. Dieser Name setzt sich nämlich aus dem französischen „amour“ (Liebe/Emotion) und dem arabischen „amwaj“ (Welle) zusammen.
Amouage steht also für „Wellen der Emotion“.
Aber warum die Namensgebung mit einer Inspiration aus dem Französischen? Dies ist einem Teil der Produktion geschuldet: Da die Amouage Factory im Oman im Vergleich zu anderen Produktionsstätten großer Parfümerien eher klein ist, werden nach der Kreation eines neues Duftes in der Factory, die Rohstoffe für die weitere Produktion von einer großen Firma in Frankreich gekauft, verarbeitet und wieder zurück an die Factory im Oman gesendet. „Thats were the magic happens“, sagte unser Guide und zeigte stolz auf die Räumlichkeiten vor uns, welche alle durch eine Glaswand zu sehen waren.
Alles was hier vor Ort passiert, ist Handarbeit und in seiner Art und Weise ein Unikat.
Ebenso faszinierend waren für mich die Hintergründe über die Form der Kappe der Flakons. So sind die Kappen der männlichen Düfte in ihrer Form an den Griff eines traditionellen Dolches angelehnt, während die Kappen der weibliche Düften die Form der Kuppel einer Moschee abbilden sollen. Ihr merkt schon, ich schweife etwas ab, eigentlich soll es ja um den "Sindbad | Amouage" gehen. Meine Begeisterung für diese Marke ist nach diesem Besuch allerdings einfach sehr stark gestiegen!

Nach diesen ganzen vielen Eindrücken hatte ich die Gelegenheit, noch ein paar Worte mit unserem Guide zu sprechen und siehe da: ich musste einfach nur nachfragen.
Nach kurzem Smalltalk fragte ich ihn, ob es möglich wäre, den "Sindbad | Amouage" zu testen. Ein verschmitztes Lächeln überzog sein Gesicht. Er nickte und meinte nur: „you wanna try it on your skin, or paper?“
„On the skin“, sagte ich direkt, diese Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen. Und so holte er einen Flakon des streng limitierten "Sindbad | Amouage" aus dem Tresen hervor.

Der Flakon — was mir häufig egal ist weil mich primär der Duft interessiert — ist mMn wunderschön. Es trifft genau meinen Geschmack und alleine der Ersteindruck war sehr schön für mich. Ebenso ist es der gelungene Versuch des Dufthauses, den „unschönsten“ Teil des Flakons, den Boden der Flasche, besonders in den Fokus zu rücken und ihn zum „schönsten“ zu machen.

Er sprühte zweimal auf meinen linken Unterarm und sofort umgab mich eine honigsüße Kopfnote des "Sindbad | Amouage". Ingwer, Mango etwas Kardamom waren für mich zu erkennen. Die Aprikose und Tangerine waren eher stille Protagonisten im Hintergrund.
Das Opening hatte mich; ein toller Duft und in dieser Art und Weise auch nicht bekannt für meine Nase. Meine nächste Frage war: „Is it possible to get that fragrance today?“
Er musste lachen...

Aber die viel wichtigere Frage: wie hat sich dieser Duft entwickelt?

Wir blieben noch eine ganze Weile in der Factory und testeten uns gefühlt einmal durch das gesamte Sortiment von Amouage. Immer wieder wurde kurz pausiert und geschnüffelt.
Die in der Herznote beschriebenen Duftnoten von schwarzem Tee und Cappuccino konnte man deutlich wahrnehmen. Dieser Duft wurde cremig, er war noch immer leicht, etwas herb, angenehm, ausbalanciert. Für mich sehr schön! Allerdings hatte ich das Gefühl, ich rieche deutlich einen hellen Pfeiffentabak heraus. Einen, der sofort Erinnerungen an meine Kindheit weckte. Er roch edel, selbstbewusst, aber nicht zu aufdringlich. Ich wurde immer mehr in den Bann des "Sindbad | Amouage" gezogen.
Der Duft bekommt durch seine Basisnoten — unter anderem von Zedernholz, Labdanum, Tonkabohne etc. — einen cremigen Twist, welcher für mich nicht störend oder unangenehm war. Auch wenn ich persönlich nicht der größte Fan davon bin.
Alles in allem bin ich verliebt. Ich finde den Duft wunderschön und er hat einfach diese Emotionen in mir erweckt, für die Amouage nun mal ganz besonders mit seinem Namen steht!
Ich konnte den Duft bei angenehmen 33 Grad im Oman tragen und fand es nicht störend, ebensowenig wie meine Freundin, die hier eher die höhere Hürde der Kritik von uns beiden ist.
Zu guter Letzt habe ich noch eine interessante Info direkt aus dem Oman und der Factory von Amouage an euch:
Es scheint geplant zu sein, diesen tollen Duft unter einem anderen Namen und nicht in limitierter Stückzahl im kommenden Jahr auf den Markt zu bringen. (Angaben ohne Gewähr). Dies hat mir der nette Herr noch mit auf den Weg gegeben. Ich dachte, dies sei vielleicht ein versöhnlicher Abschluss einer langen Rezension, die euch mein Erlebnis und meine Verbundenheit zum Oman sowie die Zuneigung zu dem "Sindbad | Amouage" näher bringen sollte.
Aktualisiert am 23.11.2025, 12:47 Uhr
17 Antworten
10Duft 10Haltbarkeit 10Sillage
fragranceflo

187 Rezensionen
fragranceflo
fragranceflo
9
Ein Flakon voller Kindheitserinnerung
Oh, wie sehnsüchtig habe ich auf Elsewhere gewartet. Direkt am ersten verfügbaren Tag über die Website von Amouage bestellt - und erst mal gefühlt ewig gewartet. Versand aus Dubai, tagelange Zollabfertigung wegen angeblich unvollständiger Papiere. Und dann endlich in den Händen gehalten und auf Haut und Hemd gesprüht. Und das Warten hat sich gelohnt und wie!

Der Duft eines frisch gestopften Pfeifentabaks steigt mir sofort in die Nase – genau der Geruch, den ich noch von meinem Papa kenne, wenn er seine Mahagoni-Pfeife von Dunhill neu befüllt hat. Dieser erste Moment, bevor überhaupt geraucht wird, nur der rohe, süßliche Tabak in der Dose - daran erinnert mich der Auftakt von Elsewhere.

Der erste Eindruck ist also warm und balsamisch. Honig und Aprikose eröffnen süß, aber nie klebrig. Ingwer und Kardamom bringen eine würzige Frische rein, Mango, Granatapfel und die Zitrusnoten (Grapefruit, Tangerine, rosa Pfeffer) sorgen für einen fruchtigen Auftakt, der das Ganze nie zu schwer werden lässt.

Im Herzen wird's dann interessant: Davana gibt diesen typisch fruchtig-holzigen, fast harzigen Touch, schwarzer Tee macht alles trockener und herber. Die aufgeführte Cappuccino-Note kann ich nicht wahrnehmen, vielleicht soll sie das Cremige, leicht Röstige abbilden. Genau hier zeigt sich der Unterschied zu vielen anderen Parfüms mit ähnlichen Duftnoten. Elsewhere ist für mich alles andere als ein Gourmand-Duft. Denn die Süße bleibt trocken und balsamisch und wird nie sirupartig oder aufdringlich.

Die Basis trägt den Duft dann sicher nach Hause: Tonkabohne und Vanille geben die cremig-süße Tiefe, aber Cypriol, Labdanum, Zedernholz, Patchouli und Vetiver sorgen für Harz, Trockenheit und einen leicht ledrigen Unterton. Genau der Effekt, den ich meinte. Honig ja, aber nicht so klebrigsüß wie zum Beispiel bei Xerjoff. Alles bleibt geerdet, würzig, fast rauchig.

Ein Duft mit Tiefe und Charakter, sehr, sehr schön komponiert. Für mich fast schon Poesie im Flakon, der mich ganz wunderbar an meinen Papa erinnert. Danke dafür Amouage.
Aktualisiert am 28.07.2026, 18:37 Uhr
5 Antworten
9Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
JMJ99

141 Rezensionen
JMJ99
JMJ99
4
Ein berauschendes Brett zwischen tropischer Exotik und reifer Geborgenheit
Junge, war ich gehyped auf diesen Duft! Wer mich kennt, weiß: Amouage gehört ohne Wenn und Aber zu meinen Lieblingshäusern. Ich liebe dieses Label für seine Ecken, seine Kanten und diese unverkennbare, fast schon sakrale DNA. Entsprechend war ich voller Vorfreude, als ich die Probe von Sindbad, der im Zuge des neuen Releases jetzt unter dem Namen Elsewhere läuft, endlich in den Händen hielt.

Schon der Name triggert sofort das Kopfkino. „Sindbad“ stammt aus dem Arabischen und Persischen, bedeutet übersetzt so viel wie „Wind des Sindh“ oder „Herr des Indischen Ozeans“. Man denkt sofort an die weltberühmte Sagengestalt aus Tausendundeine Nacht: Ein reicher Kaufmann, ein Abenteurer, der auf seinen sieben Reisen die Meere bezwingt, Seeungeheuer überlebt und magische Inseln entdeckt. Ein Name, der für Entdeckergeist, Abenteuerlust und unermesslichen Reichtum steht.

Und genau diesen Anspruch spürt man hier schon, bevor der erste Sprüher überhaupt die Haut berührt. Allein die Verpackung der Probe verströmt einen Geruch, der mir die Sinne vernebelt: Es steigt mir etwas Würziges, Rauchiges und leicht Geröstetes in die Nase, gepaart mit einer fruchtig-süßen, fast schon gourmandigen Facette. So vielschichtig, dass ich es kaum in Worte fassen kann, aber verdammt gut.

Doch machen wir Schluss mit dem Vorgeplänkel. Der Duft kommt direkt auf die Haut.

Beim Aufsprühen explodiert der Duft förmlich. Sofort schießt mir eine dichte Aprikose und ein extrem präsenter, schwerer Honig in die Nase. Mein allererster Gedanke: Wenn man zu später Stunde in die Sauna geht und der Saunameister den berüchtigten „Gute Nacht Aufguss“ vorbereitet, der oft mit Honig verfeinert wird. Es ist diese tiefe, einnehmende Wärme, die einen augenblicklich beruhigt und umhüllt. Aber versteht mich nicht falsch: Das hier ist nicht im klassischen Sinne „lecker-gourmandig“, als hätte man sich ein Dessert bestellt. Es ist vielmehr so, als würde man in flüssigem, warmem Honig baden.

Um in der Bildsprache des Seefahrers vom Anfang zu bleiben:

Für mich ist dieser Duft wie der Moment, in dem man die hölzerne Kajüte eines alten Segelschiffs bei Sonnenuntergang betritt. Ein flirrender, fast schon berauschender Mix aus klebrig süßen, honiggetränkten Früchten schlägt einem entgegen, der durch etwas Zitrik und die scharfe Frische von Ingwer und Kardamom regelrecht vibriert. Doch statt im reinen Frucht Koma zu enden, macht man es sich in einem Sessel gemütlich, mit einer Tasse herb-würzigem schwarzen Tee und einem cremig-nussigen Cappuccino in der Hand, umhüllt von einer tiefen Davana Note.
Alles an diesem Abenteuer ruht schließlich auf den schweren, sonnengewärmten Planken des Schiffes, deren Duft nach Zedernholz und erdigem Patchouli von einer dicken, balsamisch-süßen Decke aus Labdanum, Vanille und Tonkabohne warm weichgezeichnet wird.

In den ersten Minuten dominiert dieser fruchtig-süße, tiefe Honig. Wenn ich ganz ehrlich bin, könnte der Honig für mein persönliches Empfinden anfangs sogar einen Tick leiser sein. Doch genau hier zeigt sich die Genialität des Duftes, denn nach ein paar Minuten verfliegt diese erste Honig Gewalt. Die Früchte emanzipieren sich, werden klarer greifbar und trennen sich langsam vom Honig. Gleichzeitig schiebt sich etwas herrlich „Geröstetes“ in den Vordergrund, eine Melange aus der nussigen Cappuccino Note und der rauchigen Bitterkeit des schwarzen Tees.

Und dann passiert die Magie in der Luft. Die Sillage, die dich umgibt, ist eben nicht erschlagend oder penetrant. Sie pendelt sich auf eine wunderschöne, süßlich-warme und herbe Aura ein. Jedes Mal, wenn ich an meinem Handrücken rieche, denke ich mir nur: Was für ein brutales Brett.

Was diesen Duft so unendlich rund macht, ist, dass er eben nie in eine banale Frucht-Süße abdriftet. Im Hintergrund schwingt immer diese röstig-rauchige, maskuline Note mit.
Wie schon von Fragranceflo vorher sehr passend beschrieben, riecht es im weiteren Verlauf unverkennbar nach edlem, feuchtem Pfeifentabak.

Trotz aller Begeisterung ist dieser Duft verdammt schwer einzuordnen. Wann trägt man so ein Kaliber? Ich habe ihn an einem Sommerabend getestet. Das war zwar nicht deplatziert und hat auch nicht gestört, aber ich würde seine wahre Heimat eher in den goldenen Herbst einordnen.

Durch diesen sehr markanten Pfeifentabak Vibe und die mitschwingende, reife Rauchigkeit sehe ich den Duft auch eher an einem gestandenen, charakterstarken Mann ab 40+. Er braucht eine gewisse Reife, um getragen zu werden.

Im Drydown, wenn der Duft in seine Basis übergeht, wird es noch mal spürbar harziger und trockener. Der Cappuccino bleibt für meine Nase im Hintergrund aktiv, während Vanille und schwere Balsame dem Duft eine ultra-maskuline, warme Tiefe verleihen. Die Performance ist dabei, wie von Amouage gewohnt ist, sehr solide. Mit nur vier Sprühern bist du für viele Stunden sehr präsent, edel und unüberriechbar eingehüllt.

Fassen wir dieses komplexe Abenteuer zusammen: Auf der einen Seite steht diese saftig-tropische Fruchtsüße aus Mango, Aprikose und Honig. Auf der anderen Seite die dunkle, gemütliche Tee-Kaffee Rauchigkeit, getragen von einem tiefen, harzig-holzigen Amouage Fundament.

Ist dieser Duft besonders? Absolut. Riecht er gut? Für mich absolut. Blind Buy? Bloß nicht. Ihr müsst ihn zwingend testen. Ist er seinen astronomischen Preis wert? Rational betrachtet: Nein, natürlich nicht.

Aber aus meiner Sicht ist es extrem wichtig, eine Duft DNA völlig unabhängig vom Preis-Leistungs-Verhältnis zu bewerten. Ich bin absolut kein Freund davon, wenn Leute ein solches Kunstwerk in Foren schlecht bewerten, nur weil sie sich über den Preis ärgern. Handwerklich ist das hier allerhöchste Liga.

Ob ich bereit bin, diese Summe für einen ganzen Flakon hinzublättern? Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht. Aber so ging es mir anfangs mit Outlands auch und nach ein paar Mal Tragen hat mich die DNA komplett süchtig gemacht. Die gewohnte, kompromisslose Amouage Qualität ist jedenfalls in jedem Molekül spürbar.

Wer also einen wirklich besonderen, charakterstarken Duft sucht, der die perfekte Brücke zwischen abenteuerlicher Exotik und der wohligen Wärme eines Kaminabends schlägt, der muss sich auf diese Reise begeben. Sindbad wartet auf euch.
1 Antwort
10Duft 9Haltbarkeit 10Sillage
Meinsks

1 Rezension
Meinsks
Meinsks
2
Honig-Tabak-Holz-Traum von Amouage
Für mich der bessere Honey Tobacco, da der Honig im Verlauf zurücktritt und dann eher süssfruchtiger Tabak, Hölzer und Schwarztee in den Vordergrund rücken. Für mich kommen da auch Assoziationen zur geöffneten Saunatür, aber sehr sehr Angenehme.

Ein träumchen aus 1000 und einer Nacht, der beste Amouage zur Zeit!

Meine Frau sagt, sie folgt mir wie ein Bienchen wenn ich diesen Duft trage.
Aktualisiert am 15.08.2026, 17:11 Uhr
0 Antworten
8.5Duft 10Haltbarkeit 10Sillage
Miele

4 Rezensionen
Miele
Miele
2
der Tee, der Hustensaft, der Magenbitter
Dieser Duft hat mich direkt vom ersten Test schon umgehauen, und nicht weil Ich mir gedacht habe "oh wie schön".

Die Sillage ist nuklear. Hier überwiegt vor allem Honig, getragen von Ingwer.
Das Gefühl, was diese Honignote bei mir auslöst, ist zu vergleichen mit etwas wie Baz.
Dick, schwer, bei Baz etwas aufgehellt durch Blüten, hier durch Früchte, kann aber die Tiefe und "Dreckigkeit" des Dufts nicht ganz verstecken.

Je näher man an Teststreifen oder Haut geht, desto würziger, bitterer, erdiger wird er. Kardamon war für mich hart an der Grenze zum nervig sein, aber noch ok. Tawakkul war mir z.B. viel zu viel davon, auch wenn andere das mögen.

Ich finde diesen Duft unglaublich einzigartig - und die Noten sind so gut miteinander vermischt, dass hier nichts wirklich heraus sticht.
Also hätte Ich die Duftpyramide nicht gehabt, wäre mir vielleicht noch "Honig" eingefallen, aber darüber hinaus nur Sachen wie "Dunkle Basis".

Eben weil die Pyramide so vogelwild ist, möchte Ich eher die Gefühle beschreiben die Ich hier spüre.

In einer Welt voller Super-Amber verseuchter Fußgängerzonen durch die Ich durch muss um mir in der Apotheke noch mehr Ibuprofen gegen die Amberwoods-Migränen zu holen ist dieser Duft wie...
Medizin.

Ein Tee mit einem Schuss bitterem Kastanienhonig um mich zu wärmen und mir meine Stimme zurück zu geben.
Ein Hustensaft gegen den Dupes-Reizhusten.
Ein Magenbitter damit mir von den Ethylmaltol-Duftspuren überall nicht mehr so schlecht ist.
Mit jedem Atemzug wird es schon ein bisschen besser.

Pierre Negrin hat gezaubert.
Der Duft wird bei weitem nicht jedem gefallen, aber hat absolutes Signatur-Potential.
Aktualisiert am 17.09.2026, 06:16 Uhr
2 Antworten
4 weitere Rezensionen

Statements

34 kurze Meinungen zum Parfum
Wo schw. Tee dampft
Fließt Honig golden
Zwischen Aprikosenbäumen
Das Leuchten der Davana
Lässt das Herz
Von Harzen höher schlagen
37 29
29 Antworten
vor 10 Monaten
Wassermusik von T.C Boyle als Flakon. Fiebertraumhafter Kaffee, Honig, Tee Mix. Im Hintergrund ein farbiges Fruchtbouquet. Wertung unmöglich
10
0 Antworten
Authentischer Honig und schwarzer Tee wird abwechselnd begleitet von fruchtigen Noten und Cappuccino
7 1
1 Antwort
vor 8 Monaten
Willkommen in der "Honig-Wüste". Riecht komplex und interessant, aber ich wüsste keinen Anlass, bei dem man den Duft tragen kann.
7
0 Antworten
Honig und Früchte.
Wärme der Heimat.
Schwarztee Wolken am Horizont.
Begleiten Sindbad bei seiner Reise zwischen Aufbruch und Heimkehr.
7
0 Antworten
29 weitere Statements

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