Per Fumum: A Sanctified Rose (2016)

Per Fumum: A Sanctified Rose von Annette Neuffer
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8.5 / 10     31 BewertungenBewertungenBewertungen
Per Fumum: A Sanctified Rose ist ein neues Parfum von Annette Neuffer für Damen und Herren und erschien im Jahr 2016. Der Duft ist harzig-orientalisch. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.

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Parfümeur

Annette Neuffer

Duftnoten

Kopfnote KopfnoteElemiharz, Weihrauch, indisches Lorbeerblatt, schwarzer Pfeffer
Herznote HerznoteLabdanum, persische Rose, türkische Rose, Iriswurzel
Basisnote BasisnoteLabdanum, Zistrose, indisches Sandelholz, Atlaszeder, Bourbon-Vanille, Benzoe, Perubalsam, Tonkabohne, Bienenwachs, Opoponax, Oud, fossiler Amber

Bewertungen

Duft

8.5 (31 Bewertungen)

Haltbarkeit

8.5 (28 Bewertungen)

Sillage

7.4 (27 Bewertungen)

Flakon

8.6 (25 Bewertungen)
Eingetragen von Zionist, letzte Aktualisierung am 30.05.2017
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Kommentare

Sillage 7.0/10 Haltbarkeit 9.0/10 Duft 8.5/10
Erstklassiger Kommentar   
Wo ist nur die Rose?
als ich A Sanctified Rose aufsprühte, war ich kurz etwas enttäuscht. Wo ist die Rose? Unverkennbar ein Neuffer, das wird sofort klar. Aber Rose? Vielleicht. Eine helle Blütennote glaubte ich wahrzunehmen. Aber ob ich wirklich die Rose gerochen habe, oder ob es eine Variation des Weihrauch war? Die Rose ist auf jeden Fall für mich leider nicht deutlich herauszuriechen, doch die Enttäuschung ist schnell verflogen.

Denn dafür bekomme ich hier endlich ne ordentliche Schippe Weihrauch. Ich weiß nicht so richtig, wie Elemi riecht, aber Labdanum kann ich halbwegs einordnen und den nehme ich hier gar nicht so dominant wahr, wie es die Duftpyramide erahnen lässt. Es ist für mein Empfinden vor allem ein heller, leicht sakraler, minimal fruchtig-knisternder Weihrauch.

Der Weihrauch ist eingebettet in die typische Neuffer-DNA. Also in einen würzig-ambrierten Orientalen, schwer zu beschreiben.

Im Verlauf wird A Sanctified Rose weicher und balsamischer, weniger würzig und in sich geschlossener. Die Harze übernehmen eindeutig die Vorherrschaft. Zu dem immer noch dominanten Weihrauch kommt eine süßliche Harzigkeit, die ich vor allem Bienenwachs und Opoponax zuschreibe, auch Oud und den fossilen Amber kann ich hier nicht wirklich riechen (ich wüsste ohnehin gerne, wie fossiler Amber riecht).

Für mich ist A Sanctified Rose trotz der so vielen, vielversprechenden Noten, von denen ich leider nix bemerke einer der bisher schönsten Neuffer-Düfte. Man sollte ihn als Harzduft ansehen, und bewusst auch als Naturduft. Denn die Düfte haben alle einen ganz anderen Charakter als normale, moderne Parfums und wirken im Vergleich ein wenig wie die edlen Essenzen in einem Bisamapfel des Mittelalters. Das hat viel Charakter, ist hochwertig und angenehm, aber es muss passen.

Ein deutlicher Minuspunkt für mich ist, dass der Duft klebt wie sonstwas. Ich habe kein Problem mit öligen Konsistenzen, denn verreiben lässt auch solche Düfte meist schnell einziehen. Aber A Sanctified Rose fühlt sich wie Baumharz auf der Haut an, was wohl auch wirklich an den vielen natürlichen Harzen im Duft liegt. Doch hier steige ich beim Naturduft dann langsam aus. Kleben darf er wirklich nicht!
4 Antworten
Flakon 8.0/10 Sillage 6.0/10 Haltbarkeit 7.0/10 Duft 7.5/10
Erstklassiger Kommentar    33
In Bernstein eingeschlossen
Cremegelbes Elemi wird kontrastiert mit Lorbeer und Pfeffer. Letztere übernehmen bald zunächst die Regie und dunkeln den Duft binnen Sekunden mächtig ein. Ich bilde mir ein, schon die ersten Anklänge von Rose wahrzunehmen. Wenig später schleicht sich eine würzige Süße in den Duft, für die ich Tabak vermutet hätte. Dazu eine anmutige Tee-Duftigkeit, für die ich keine konkrete Erklärung habe. Lustigerweise bölkte ein ...äh… auch verbal etwas unsensibler Kollege was von „Weihnachtstee…“. Außerdem rieche ich einen Anflug der Pfifferlings-Schaumsüppchen-Note, für die ich bislang Ambrette im Verdacht hatte. Das vergeht allerdings rasch.

Nach einer Viertelstunde breitet sich eine honighaft-warme Amber-Note aus, zuckrig und kristallin, ergänzt um eine weiche Orangeat-Fruchtigkeit. Eine elegante Edelrosen-Zartfrische verlässt die Sphäre des Vagen. Sehr geschmackvoll finde ich, dass das Lorbeerblatt inzwischen gleichermaßen still ist. Es hätte wohl nicht gutgetan, wären die beiden nebeneinander lauter gedreht. Stattdessen rätsele ich an der Gewürz-Front über eine undefinierbare zimtig-cumarinige Süße.

Doch vorherrschend ist mittlerweile – und wir reden immer noch von der ersten Stunde - kandishafter Amber, apart besäuert. Als sei die Rose in Bernstein eingeschlossen. Ihr Geruch ist zur Ahnung, zur Erinnerung geworden. Sanctified. Petrified? Der Duft ist mithin während der Auftakt-Stunde im Kern zu einem Amber-Duft geworden. Ich vermeine sogar, das Adjektiv „fossil“ zu erriechen. Einen „steinigen“ Anklang bilde ich mir nämlich ein. Irre.

Allmählich dringt das Balsamische durch und die Süße wird stärker. Die Rose versucht sich tapfer, es gelingt ihr aber kaum, neben dem zunehmend cremigen Gesamt-Eindruck eigene Akzente zu setzen. Spontan hätte ich übrigens auf einen Beitrag von Guajak spekuliert, wenngleich es keineswegs enervierend H-sahnig wird, so wie ich etwa manche Evodys empfinde (*schüttel*). Freilich ist gemäß Herstellerin kein Guajak enthalten. Es werden dann wahrscheinlich Sandel und Labdanum sein.

Um das klarzustellen: Der Duft gleitet dennoch nie in jene Klebstoff-Pamps-Konsistenz, die mir viele, selbst vornean als schön empfundene Düfte nach hinten raus verleidet. Stets sind luftigere Bestandteile wie Amber-Staub und Zeder beteiligt, überdies changieren die beiden Fraktionen hin und her. Nur hat’s die Rose nicht wirklich bis hierhin geschafft. Lediglich ein das Beerige streifender Hauch ist nahe der Haut verblieben. Womöglich war sie letztlich zu fein-aromatisch, um sich behaupten zu können.

Nach gut sieben Stunden lässt sich ‚A Sanctified Rose’ als luftig-holzig-hellrauchig-vanillig bezeichnen. Phasenweise wittere ich eine Waldmeister-Vanille-Brise, die auf Tonka zurückgehen dürfte. Das hätte meines Erachtens dezenter ausfallen dürfen.

Trotzdem nervt nichts, der ganze Duft ist vielschichtig und abwechslungsreich. Die Linie – von amberhaft zu balsamisch – ist zwar abgesteckt, gleichwohl zeigten sich an den einzelnen Testtagen durchaus unterschiedliche Nuancen. Langweilig wurde es jedenfalls nicht. Überhaupt schält sich das als ein allgemeines Charakteristikum der Neuffer-Düfte heraus.

Fazit: Ein Kuschelduft von jahreszeitlich passender Gestaltung. Mir ist er auf längere Sicht zu cremig-süß. Demgegenüber ist er gewiss ein Fest für alle, die es weich-balsamisch mögen, ohne am Ende dafür mit irgendeinem lieblosen Pamps büßen zu müssen.
21 Antworten

Statements

Zionist vor 12 Monaten
Weihrauch und Harze im persisch/ türkischen Rosenduett verwoben, fast nicht von dieser Welt - die Grenzen zum Paradisischen vernebelnd+22
3 Antworten
JoHannes vor 10 Monaten
Aus einem erdig-warmen, harzigen Weihrauch erblüht ein bitter-fruchtiger Rosentraum und wird mit feinem Bienenwachs beträufelt. Wunder/schön.+17
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.5
1 Antwort
Angelliese vor 8 Monaten
Warmsamtfließend verschmelzend
Rose, Weihrauch und Harz
Ein sinnlicher Mantel
Honigtaubestickt
Weichwürzwarm changierend+16
Flakon 8.0
Sillage 6.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 10.0
Ergoproxy vor 8 Monaten
Wachsig-harzig, eher schale Gewürze, da schafft es keine Blume gegen an. Der Geruch bleibt dumpf,bioladen-esoterisch und unausgewogen.+14
Sillage 8.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 5.0
1 Antwort
Yatagan vor 9 Monaten
Annete Neuffers Interpretation der Rose: balsamisch, würzig, orientalisch-rauchig, immer mit typischer Signatur und einer sanften Blüte.+14
Flakon 8.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.5
1 Antwort
0815abc vor 12 Monaten
Unfassbar komplex.Riecht nach Liebe und nach Mutter Erde.Wahrlich betörend.+13
Flakon 10.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 10.0
Lilienfeld vor 8 Monaten
Alle Gewürze die Indien hergibt, in am Holzschrank mit vieln Ladn (ein Rosenblatt + Berberitze a Hagebutte liegn dort, im säuerlich bitter- süßn Lorbeersud ) Kreuzkümmel, Kurkuma ..was kochn ma.+12
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 6.0
2 Antworten
Seerose vor 12 Monaten
Rose, Weihrauch vom Feinsten, wachsig, bitter und herbe, holzig-dezentes Oud. Wird immer balsamischer, Labdanum/Tonka/Vanille sei Dank. Erhabener wenig lieblicher Duft.+11
Sillage 5.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.0
1 Antwort
Sommer2014 vor 8 Monaten
Süßer Weihrauch-Labdanumduft mit Einem Hauch Amber und Opoponax+9
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 8.0
Sumi vor 10 Monaten
Ein sehr gut gemachter Duft, sofern man diese Richtung mag. Erinnert mich an Tauer's penetrante Kandahar Rose, die ich hasse.+6
Flakon 10.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 7.5
3 Antworten
DasguteLeben vor 106 Tagen
Wieviel Punkte ist es wert, die Augen zu schliessen, einzuatmen und Elysium zu erleben?+5
Duft 10.0
MB25 vor 120 Tagen
Unkitschige Rose; aristokratisch, aber gleichzeitig geerdet. Nimmt sich Zeit, um distinguiert-staunend der Schönheit der Natur zu huldigen.+4
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.5
2 Antworten
Juli11 vor 8 Monaten
Harziger Amber-Weihrauchduft. Andere Düfte bringen Blüten ausgewogener ein. Ich habe heute leider keine Rose für dich.+3
Sillage 5.0
Haltbarkeit 5.0
Duft 5.5
Bellemorte vor 42 Tagen
Rosenweihrauch, eine Spur Labdanum, eine Prise Tonka, ein Span Sandel und etwas Elemi... traumhaft - fast sehe ich den Rauch über der Kohle!+2
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.5
Seejungfrau vor 171 Tagen
Rose in heißes Bienenwachs getaucht!
Fließende Harze,Weihrauch,duftende Öle
umhüllen mich mit erdig balsamischer Fülle
u.Dichte+2
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0

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