Black Comme des Garçons 2013

Black Comme des Garçons von Comme des Garçons
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7.9 / 10 261 Bewertungen
Black Comme des Garçons ist ein beliebtes Parfum von Comme des Garçons für Damen und Herren und erschien im Jahr 2013. Der Duft ist rauchig-würzig. Es wird von Puig vermarktet.
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Duftrichtung

Rauchig
Würzig
Holzig
Harzig
Ledrig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
Somalischer WeihrauchSomalischer Weihrauch Madagaskar-PfefferMadagaskar-Pfeffer
Herznote Herznote
LakritzeLakritze Pepperwood™Pepperwood™ BirkenteerBirkenteer LederLeder
Basisnote Basisnote
ZedernholzZedernholz VetiverVetiver
Bewertungen
Duft
7.9261 Bewertungen
Haltbarkeit
7.9190 Bewertungen
Sillage
7.2191 Bewertungen
Flakon
7.2175 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.842 Bewertungen
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 05.03.2024.

Rezensionen

19 ausführliche Duftbeschreibungen
7.5
Flakon
7.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
9
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 33  
Nicht irgendein Lagerfeuer
Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um mich diesem Duft in mir angemessen erscheinender Weise zu nähern. Das liegt nicht unmittelbar am vordergründig beschreibbaren Duftgeschehen. Jenes finde ich einigermaßen rasch skizziert. Schwarzer Pfeffer ist zum Auftakt unverkennbar. Der nachfolgende Weihrauch (warum „Weih-“?) hat direkt eine Süßholz-Note dabei, anfangs ziemlich lakritzhaft, aber das verfliegt im Laufe der ersten beiden Stunden. Für mich ist Vergleichsobjekt nicht das gelegentlich genannte Interlude Man, sondern Sombre Negra, nur dass Black ohne Schinken auskommt, mithin vom Start weg besser tragbar ist. Lagerfeuer geht hingegen völlig in Ordnung, ich hatte lediglich mit den Details der Assoziation gewisse Schwierigkeiten.

Es war einmal eine Geburtstags-Fete in meinen frühen Zwanzigern. Meine Eltern hatten das Haus für eine Kurz-Reise verlassen, damit wir richtig feiern konnten. Das war ebenso anständig wie klug. Ab und zu haben mich die beiden bei aller zweifellos diagnostizierbaren Bürgerlichkeit wirklich überrascht. Zu vorgerückter Stunde suchten ein paar mächtig angeheiterte Gäste in der dörflichen Umgebung Brennbares zusammen und wir entzündeten im Garten ein Lagerfeuer. Der ungefähr quadratmetergroße und vollständig unübersehbare Brandfleck mitten auf dem Rasen wurde von meinen alten Herrschaften übrigens mit keiner Silbe kommentiert. Das hat mich dann erst recht erstaunt…. Wie ein solches Lagerfeuer in übermütiger nächtlicher Feten-Stimmung riecht Black – nicht.

Das hätte ich von diesem Anbieter auch nicht erwartet. Obwohl ich fernab davon bin, alle CdGs zu kennen, ist festzustellen, dass es jenem Hersteller stets wieder gelingt, besinnliche Stimmungen zu verduftifizieren. Nicht immer auf die gleiche Weise und mit subjektiv gleichem Erfolg, das wäre ja langweilig. Sugi oder die von mir hochgeschätzten Hinoki und Kyoto spiegelten - etwas philosophisch formuliert – auf Wunsch einen verinnerlichten Dialog von Seele und Geist wider. Blue Encens hat mich als stoffgewordenes Beinahe-Nichts demgegenüber weniger überzeugt. Black ist nun ein Duft für die Seele und vor allem das bewusst erlebende Gemüt. Lagerfeuer ja, bloß keines auf einer lärmigen Fete und schon gar kein Freiwillige-Feuerwehr-Dorffest-Besäufnis-Scheiterhaufen, vielmehr eines, in dessen Umgebung sein Knistern das lauteste Geräusch ist. Eines, in das man vielleicht, keiner Worte bedürfend, gemeinsam mit einer geliebten Person blickt.

Das Lagerfeuer riecht allerdings nicht einfach nur kokelig, es ist irgendwie substanzreicher als ein entsprechender In-natura-Geruch. Als würde ein besonderes Holz verfeuert. Dunkler, womöglich durch den Birkenteer. Erinnert mich daran, dass wir den Kamin in Betrieb nehmen könnten, den wir wegen der Kinder bislang nie benutzt haben. Wir haben nämlich von den Rodungsarbeiten vergangener Jahre einige Holz-Arten liegen: Pflaume, Ahorn, Esche, diverse Groß-Sträucher. Ich bin gespannt auf die Unterschiede!

Der Charakterschwenk in Richtung düstere Rauchigkeit vollzieht sich im Laufe der ersten Stunden und erreicht am späten Vormittag seinen Höhepunkt. Im Anschluss verlässt der Duft, nicht minder behutsam, den Schwerpunkt Rauch und entwickelt sich hin zu einer mahagoni-farbenen, verharzten Holznote, die ab dem Nachmittag den Duft dominiert. Dunkler noch ist sie als die aus dem Inneren eines Geigenkastens, uralt-museal wie in CdGs Kyoto, hier aber weniger luftig, stattdessen teeriger umgesetzt. Fraglos weiterhin leicht angeräuchert, doch mittlerweile würde ich ihn ganz klar als Holz-Duft einsortieren, die Basis-Angaben sprechen ohnehin für sich. Eine Beigabe von Patchouli ab der sechsten Stunde unterstreicht meinen Eindruck.

Tabak könnte auch dabei sein. Guter. Eher Sumatra als Brasil, würde ich meinen. Die begleitende, inzwischen kaum noch lakritzige Süßholznote lässt sogar den Gedanken an Pfeifentabak zu. Im Laufe der neunten Stunde geht der Duftverlauf schließlich in holzig-harzig-rauchig-teeriger, indes keineswegs abweisender Finsternis zu Ende. Ein tolles Zeug. Ausprobieren!
21 Antworten
FrauHolle

555 Rezensionen
FrauHolle
FrauHolle
37  
VORSICHT! Spoiler! Wegen der Lakritze!
Viele, die sich diesen Duft zulegen wollen, fragen sich wohl sicher: Riecht man eigentlich die Lakritze?
VORSEHEN! Ab HIER nicht mehr weiterlesen, weil ich Ihnen sagen werde, dass man die Lakritze riecht.
Es ist nämlich so, sagen wir mal so, die Lakritze riecht man schon, aber NUR wenn mans halt weiß.

Ihr Problem ist nun, nachdem Sie diese Zeilen gelesen haben, und das haben Sie: Ja, Lakritze riecht man, und ab sofort werden auch Sie sie riechen, neben dem Weihrauch, aber NUR SIE haben jetzt das Wissen um die Lakritze, die Leute in Ihrer Umgebung aber nicht, und sie werden sie deswegen auch nicht riechen, die Lakritze, WENN die meinen Beitrag nicht kennen.

Also schweigen Sie am Besten wenn Sie jemand fragt was Sie geraden tragen, sagen sie nix, oder: NIX!
Oder sagen Sie: NIX MIT LAKRITZE, MAN! Und sagen Sie auch nicht artverwandte, verhängnisvolle Worte, die Ihnen später leid tun werden, wie Anis, Haribo-Schnecken, oder Salmiak-Katzen. Man wird Ihnen auf die Schliche kommen, und dann haben Sie den Salat. Lakritze-Parfum lässt sich nunmal unglaublich schlecht begründen.

Und verweisen Sie nicht, NIEMALS, auf Parfumo!
Sagen Sie einfach zu diesen neugierigen Menschen (meine Güte, wo haben Sie die denn kennengelernt?)
: "Vanilla Kisses" so wie ich das immer mache, wenn mich so ein Spakko nach meinem Parfum fragt.
(fragt schon keiner mehr, weil alle ja schon wissen: Vanilla Kisses)

Alles klar? Okay, GaLiGrü!
10 Antworten
7.5
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
9
Duft
noirceur

19 Rezensionen
noirceur
noirceur
Top Rezension 17  
"Dieser hier wird Ihnen gefallen..."
Die letztwöchige Reise nach Hamburg sah unbedingt einen Besuch in der "Meister Parfumerie" vor (ganz tolles Sortiment!). Vorallem die Inscense-Reihe von Comme des Garçons wollte ich endlich kennenlernen. "Avignon" und "Kyoto" waren bereits auf Teststreifen und wussten dort sehr zu gefallen. (Randnotiz: Meine Begleitung sollte mir später attestieren Avignon rieche nach Leichenhalle - sei's drum, um "Avignon" wird es ja nun nicht gehen.)

Mein Faible für düstere, weihrauchige Düfte dürfte unschwer zu erkennen gewesen sein, und so griff die Verkäuferin zielsicher weiter oben in's Regal und zog "Black Comme des Garçons" (BCdG) heraus. "Dieser hier wird Ihnen gefallen ..." prophezeite sie vielsagend. Während ich im eher Mainstream-orientierten Fachhandel häufig das Gefühl habe, dass mit dieser Floskel die Aufmerksamkeit auf Ladenhüter oder Produkte mit besonderen Geschäftsverträgen gelenkt werden soll, war die Situation diesmal grundlegend anders. Gute Beratung ist eben wirklich etwas feines. :-) Sie sprühte den Duft auf einen Streifen und hielt ihn mir unter die Nase. Ich war fasziniert:

:: Duftbeschreibung

Die Kopfnote macht gleich deutlich, wohin die Reise gehe soll: Anstatt zunächst umsichtig einen dezent-frischen Blumen-/Zitrusteppich auszurollen, fackelt BCdG nicht lange und verzichtet selbstbewusst auf eisbrechenden Smalltalk. Ich rieche trockenes, würziges Holz und wohldosierten leckeren Pfeffer (normalerweise bin ich kein ausgesprochener Pfefferfan). Für den Eindruck von Wärme, ja geradezu lagerfeuriger, heimeliger Geborgenheit, dürfte sich wohl das angegebene Leder verantwortlich zeichnen. Volle Punktzahl für diesen grandiosen Auftakt.

Die Herznote wurde von Jpg153 sehr treffend beschrieben. Es wird nun zunehmend rauchig. Auch ich empfinde den Rauch in dieser Phase als eher kalt, womit er die von Holz, Pfeffer, Gewürzen und Leder ausgehende Wärme angenehm kontrastiert. Letztere sind nach wie vor anwesend, werden durch die Rauchschwaden aber etwas verdeckt. Gerade dank der pfeffrigen Würzigkeit ist die Barbecue-Assoziation nicht von der Hand zu weisen. Aber keine Sorge - im Gegensatz zu Amouages "Interlude Man" brennt diesmal nichts an.

Zur Basis hin wird der Rauch wieder etwas wohliger und nimmt sich zurück, ohne jedoch ganz zu verschwinden. Der "Lakritzteppich" wird bei mir nach ca. 3,5 Stunden ausgerollt. Obwohl ich den Geschmack von Lakritze nicht mag, finde ich den Drydown phänomenal: Pfeffer, Zedernholz, Weihrauch und Lakritze sind hier perfekt aufeinander abgestimmt und BCdG wäre jetzt wohl sogar bürotauglich. Den angegebenen Vetiver habe ich trotz mehrmaliger Suche übrigens auch nicht finden können.

Nachdem ich BCdG nach meinem ersten Besuch nur auf dem Arm davongetragen hatte, habe ich ihn nach gemeinsam verbrachten Abend am kommenden Tag dann sofort erstanden.

:: Querverweise

Am gleichen Tag war ich abends bei einem Lagerfeuer und konnte somit Jpg153s Theorie praxisnah überprüfen: Rauchige Klamotten in der einen Hand, BCdG auf der anderen. Die Akkorde sind - wenig überraschend - tatsächlich recht ähnlich. Jedoch - ebenfalls wenig überraschend - ist BCdG viel gefälliger. Während die Klamotten eigentlich nur rauchig und verkohlt rochen, bietet BCdG selbst zur Herzphase diese pfeffrig-würzige Wärme, die es dann doch sehr deutlich vom Klamottenmuff abhebt.

Wie oben schon angedeutet, unterschreibe ich sofort, dass Comme des Garçons Kreation Amouages "Interlude Man" aussticht. Sowohl im Preis als auch olfaktorisch. Bis bei Interlude endlich etwas blumiges auf der verkohlten Erde gedeiht, vergehen auf meiner Haut gut und gerne sechs Stunden. Auch empfinde ich den Rauch von Interlude Man als eher unangenehm, wohingegen sich BCdG auch während seiner rauchigsten Phase der Unterstützung von würzig-warmen Noten sicher sein kann.

Beim Übergang zwischen Herz und Basis fühlte ich mich außerdem entfernt an Balmains "Carbone de Balmain" erinnert. Von der gespitzten Bleistiftnote ist man nicht all zu weit entfernt, etwas Teer gibt's laut Zutatenliste auch und sowohl BCdG als auch Carbone verbindet, dass sie ein eher raues Thema schön abgerundet und zu einem gewissen Grad gefällig umsetzen.

Zu guter Letzt möchte ich mich noch Ergoproxy anschließen: Geringe Anleihen bei "Play Black" sind auch für mich erkennbar, das Gesamtkonzept geht aber - wie schon dort gesagt - in eine andere Richtung.

Haltbarkeit ist bei mir mit ganz okay (ca. 6 Stunden). Sillage ist nicht übermäßig, geht aber ebenfalls in Ordnung.

BCdG ist für mich zeitweise ein Kunstprojekt; weniger geübte Duftnasen könnten sich an der Duftentwicklung vor dem Drydown stören. Daher werde ich BCdG auch nicht mit in's Büro nehmen und deswegen ziehe ich nicht die Höchstnote. Für die Freizeit aber kann ich BCdG wirklich empfehlen. Freunde von außergewöhlich angehauchten Kompositionen und Rauch: Unbedingt antesten!

PS [@Leimbacher]: Ich bin Vegetarier. ;-)
8 Antworten
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Mourant

9 Rezensionen
Mourant
Mourant
Sehr hilfreiche Rezension 21  
Bittersüß
Der kurze und prägnante Name BLACK bringt dieses Parfüm perfekt auf den Punkt. Pfeffer, Rauch, Leder, Birkenteer, kokelndes Holz: eine schwarze Symphonie, alles von Anfang bis Ende durchzogen von der unterschwelligen, unaufdringlichen Süße der Lakritze, wodurch die gesammelte Dunkelheit einen weichen Bruch und eine wohlig-warme, beinah erotische Note erhält.
Fleischliche Grill-Assoziationen, die hier von einigen Rezensenten erwähnt wurden, kann ich zum Glück nicht riechen und bestätigen (Liebe Vegetarier/Veganer, lasst euch also nicht direkt abschrecken, ich als Veganer liebe dieses Parfüm). Vielmehr nehme ich einen radikalen, doch eleganten Duft wahr. Ein hübscher Punk in verrauchtem schwarzen Samt. Abgeblätterter Nagellack. Ambivalenz.

Ich halte BLACK nicht nur für einen einzigartigen Duft, sondern habe auch schnell eine emotionale Verknüpfung mit ihm entdeckt. Er riecht für mich genau wie ein Freund, mit dem ich viel verbinde. Mein Bruder im Herzen, mein Geliebter nur in seltenen Momenten, die flüchtig sind wie Qualm.
Gruftpunk, mager und markant, große dunkle Augen in schwarz verschmierten Höhlen, dunkle Haare, strähniger Iro, abgewetzter Ledermantel, schwere Stiefel, ganz in Schwarz. Heroinabhängig. Das Verhältnis zu ihm bittersüß, wie es mit Abhängigen eben oft ist. Ein widersprüchlicher Wellengang, einerseits Verbundenheit, Spaß, Zuneigung, Nähe, worauf leider immer wieder Enttäuschung in irgendeiner Form folgt. Hin und her geworfen innerhalb eines toxischen Verhältnisses zwischen Hoffnung, Sympathie, Desillusion, Trauer und Wut.
Jedes Mal, wenn ich nur am Flakon von BLACK rieche, durchfährt mich Euphorie und es ist, als würde der Schatten dieses Freundes mich besuchen. Ich kann ihm nicht so nah sein, wie ich es mir wünschen würde. Doch wenn ich BLACK auflege, ist sein Geist da, die erweckte Erinnerung an seinen markant-ledrigen Geruch und den süßlichen Rauch seiner Haare im Kissen, der bedauerlicherweise sehr viel schneller verfliegt und mich in Sehnsucht zurücklässt. BLACK ist mein kleines, harmloses Heroin. Es lindert den (Sehn-) Suchtdruck, hüllt mich in seine schwelende Wärme ein, bis es nach acht bis zwölf Stunden Zeit ist für... kalten Entzug oder den nächsten Schuss.

(Während ich diese Rezension schrieb, lief ganz angemessen "Black" von Bluttat in Dauerschleife, ein Lied, das ich durch ihn kennen und lieben gelernt habe.)
2 Antworten
5
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
7
Duft
loewenherz

881 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 18  
Taxi Driver
'You talkin' to me? You - talkin' to me?'

auf deutsch etwas variantenreicher: 'Redest du mit mir? Du laberst mich an?' ist eines der berühmtesten Zitate der Filmgeschichte. Erstmals gesprochen wurde es 1976 von Robert de Niro in Martin Scorseses epochalem Drama über den New Yorker Taxifahrer Travis Bickle, der - emotional vereinsamt, nachgerade depriviert, und angewidert von der physischen und moralischen Verwahrlosung seiner Umgebung - eine minderjährige Prostituierte (die 13jährige Jodie Foster in ihrer ersten Rolle) ihrem Milieu zu entreißen versucht. Das einleitende 'You talkin' to me?' markiert eine der Schlüsselszenen, in der er sein Spiegelbild mit gezücktem Revolver zum Duell auffordert - und kennzeichnet gleichzeitig einen ersten Höhepunkt im gemeinsamen Schaffen Scorseses, de Niros (und Harvey Keitels). Taxi Driver ist monumental in seiner Beschreibung von Gewalt, Verstörung und emotionaler Entwurzelung.

Diese Verstörung, Ruppigkeit und Abwesenheit jeder Sanftheit - und einen fast schmerzhaften Mangel an Zärtlichkeit und Sanftheit hat Scorseses berühmter Film gemein mit Black, einem von Comme des Garçons weniger bekannten Düften, der - der namengebenden schwarzen Farbe treu - beinahe ausschließlich aus solchen Duftingredienzen aufgebaut ist, die gemeinhin verwendet werden, um Dunkelheit oder Rauheit anzudeuten, weit jenseits jeder Gourmandigkeit. Bereits der initiale Pfeffer hat die Kraft und Rohheit eines aufheulenden Motors, Weihrauch und Birkenteer zitieren gleichsam die Versehrtheit und Verwahrlosung in den Straßen New York Citys. Und selbst die dunklen Säfte von Holz, Lorbeer und Vetiver - in vielen anderen Düften durchaus liebevoll und gütig arrangiert - geben hier kaum Versöhnliches, sondern stattdessen etwas Staubiges und Schmutziges, das in typisch Comme des Garçonsscher Manier künstlich gemacht ist, doch originell und aufregend und interessant.

Auf meinem Hals oder meinen Armen tragen wollte ich ihn nicht.

Fazit: ein ungewöhnlicher und ausdrucksstarker Duft, der von seinen Träger einfordert, das Momentum des Störenden haben und ertragen zu wollen, denn: ja, 'er redet mit uns, er labert uns an!' In seiner Laut- und Charakterstärke und der Thematisierung von roher Gewalt ähnelt er fast ein bisschen Nasomattos Black Afgano - und ist in Habitus und Duktus doch ganz anders.
5 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

54 kurze Meinungen zum Parfum
NuiWhakakoreNuiWhakakore vor 5 Monaten
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Du bist so scharf,
wenn Du Dich mit Pfeffer einreibst,
mit Grill-Rub und Lakritzstangen
durch den Rauch tanzt
wie ein frischer Schatten
33 Antworten
ErgoproxyErgoproxy vor 2 Jahren
7
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Ordentlich Pfeffer, Weih- und anderer Rauch, Lakritz und Leder auf Zedernholzbasis. Markentypisch eigenwillig aber gut tragbar.
23 Antworten
TherisTheris vor 7 Monaten
8
Sillage
8
Haltbarkeit
7
Duft
Kahle, harzige Wälder
Stark, pfeffrige Felder
Weihrauchatmung
Des Birkendämons
Vom Monolith aus Lakritz
Er das Süße stibitzt
26 Antworten
BastianBastian vor 2 Jahren
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Großartiger Raucher der durch Pfeffer und Lakritz eine ordentliche Würze bekommt
Birkenteer und Zedrrnholz qualmt hintergründig mit.
Klasse*
20 Antworten
SmoetnSmoetn vor 1 Jahr
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Ich stecke mir eine Lakritzschnecke an und rauche sie genüsslich.Der Qualm ist lieblich-süß und macht süchtig.Dann leg ich mich ins Vetiver.
10 Antworten
Weitere Statements

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So ordnet die Community den Duft ein.
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