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Isos Eau de Parfum

6.9 47 Bewertungen
Ein Parfum von Farmacia SS. Annunziata für Herren. Das Erscheinungsjahr ist unbekannt. Der Duft ist holzig-würzig. Es wird noch produziert.
Vergleich
Ähnliche Düfte
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Duftrichtung

Holzig
Würzig
Frisch
Harzig
Grün

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
ElemiharzElemiharz
Herznote Herznote
grüner Pfeffergrüner Pfeffer schwarzer Pfefferschwarzer Pfeffer
Basisnote Basisnote
HölzerHölzer MoschusMoschus
Bewertungen
Duft 6.9
47 Bewertungen
010
Haltbarkeit 6.2
41 Bewertungen
010
Sillage 5.5
40 Bewertungen
010
Flakon 6.6
39 Bewertungen
010
Eingetragen von Antoine · letzte Aktualisierung am 29.03.2026.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Es ist möglich, dass der Duft reformuliert wurde. Nähere Angaben finden sie bei Parfumo Research.

Duftet ähnlich

Womit der Duft vergleichbar ist
Isos (Dopobarba) von Farmacia SS. Annunziata
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Navegar
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Bollicine

Rezensionen

6 ausführliche Duftbeschreibungen
6.5Duft 8Haltbarkeit 6Sillage
Meggi

1018 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 20  
Sie schießen sich langsam ein
Ich verabscheue Dienstreisen. Meine letzte führte mich nach München und noch am selben Tag zurück. Zum Glück. Nix gegen München, aber ein anständiger Familienvater gehört abends nach Hause. Die Reisen zu unseren Messen (Jahre her), zusammen mit fast allen Kollegen, das war ein anderer Schnack. Doch allein unterwegs irgendwo da draußen… Nein, danke. Wir haben uns stattdessen vorgenommen, München mal als Familie zu bereisen.

Einige liebe Parfumas/-os hatten mir seinerzeit für die abzusehende Pause bis zum Rückflug einen Abstecher zu Brückner empfohlen. Ein schöner Laden, vernünftig testen konnte ich Isos freilich nicht mit je ein paar raschen Sprühern links und rechts und dann ab zum Flughafen. Umso mehr habe ich mich gefreut, ihn jetzt ausführlich probieren zu können – vielen Dank dafür an Tiara!

Isos ist ein seltsamer Duft und es wundert mich im Rückblick nicht, dass ich beim Schnell-Test damit nichts anfangen konnte. Er zeigt diverse Facetten, die, obwohl eng verwoben, gleichsam hin- und herwabern – und das gilt für unterschiedliche Test-Tage ebenso wie für die Eindrücke innerhalb eines Tages. Mithin sind die folgenden Ausführungen eher als tastende Darstellung von Aspekten zu verstehen denn als Chronik eines stringenten Duftverlaufs.

Den Auftakt bildet ein flinker Eindruck von Elemi, komplett aus dem Sakralen geholt durch Beigabe von Gewürzen und unterschwellig-feurigem Rauchwerk (Kokel-Myrrhe; siehe ‚Arso‘ von Profumum Roma). Der Hersteller spricht in Sachen Gewürz von Pfeffer, doch andere sind nicht minder glaubhaft, bis hin zu einer metallischen und folglich gänzlich unschwitzigen Cumin-Note. Am zweiten Test-Tag kam mir außerdem bald nach dem Auftragen ein Gedanke an wässriges Nadelholz, das mich mit seinem Anflug holziger Synthetik an ‚In the Woods‘ von eSENSielle erinnert. Von Minze habe ich kaum was bemerkt, höchstens einen frischen Hauch. Die Gewürznelke wäre auch zurückhaltend gewesen, die kann ja viel schlimmer.

Wie komme ich überhaupt auf Minze und Gewürznelke? Die standen hier in der Pyramide, laut Parfumo-Research eine direkt von der Hersteller-Seite entnommene Angabe. Dazu später mehr.

Im Untergrund bildet sich im Laufe einer halben Stunde ein Eindruck von warmer Milch mit einer Spur Honig, der sich während der ersten Stunde wieder zurückzieht. Die Milch geht, der…Dill(!?!) kommt. In der Phase gemeinsamen Wirkens grüßt ‚Nero‘ aus demselben Haus. Dill trifft es gleichwohl nicht allein. Meine Lieblingskollegin als erfahrene Köchin kam zusätzlich auf Estragon. Plausibel. Der grüne Pfeffer als Hersteller-Ansage wäre im vorliegenden Fall eher aromatisch als scharf. Parallel bildet sich zudem insgeheim unter den Gewürz-und-Küchenkräuter-Nebelkerzen sukzessive als zweites Standbein ein Holz-Rauch-Duft.

‚Nebelkerzen‘ ist nun das Stichwort. Wie bereits oben erwähnt, wurden die Duftnoten-Angaben vom Hersteller runderneuert. Die vorige Version lautete:
Kopfnote - Gewürznelke, Minze
Herznote - Myrrhe, Madagaskar-Pfeffer
Basisnote - Wacholder, Zedernholz, Vetiver
Sowohl Variante 1 wie Variante 2 verrät allenfalls einen Bruchteil des Geschehens. Offenbar schießen sich die Farmacias langsam ein und beim nächsten Pyramiden-Versuch passt es vielleicht noch etwas besser. Oder das Ganze soll als planvolle Verwirrung die Idee zum Duft unterstreichen - siehe Fazit.

Nach zwei Stunden wird das Gewürz moschus-gesalbt. Sauberer, weißer Moschus auf Dill und Estragon. Die Zeder wirkt dadurch ihrerseits geradezu cremig. Ich habe den Verdacht, dass der vermeintliche Dill-Süße-Anklang eine Laborholz-Abkunft hat. Darunter schwelt unverändert die Holz-Rauch-Note, kaum spürbar.

Darüber hinaus kommt mir Immortelle in den Sinn. Lange habe ich daran herumgerätselt und mich sogar mit Palonera als hochgeschätzter Vor-Kommentatorin beraten. Sie äußerte an der Immortelle-Theorie erhebliche Zweifel, jedenfalls im Hinblick auf eine tatsächliche Anwesenheit. Wahrscheinlich hat sie recht und ich vermute, dass ich auf eine Kombination aus Kraut bzw. Gewürz und dem sacht-bissigen Untergrund hereingefallen bin. Trotzdem halte ich am entsprechenden Duft-Bild fest – Privileg des persönlichen Empfindens. Für das Rätseln hatte ich übrigens jede Menge Zeit, weil sich besagter Dreh stundenlang hält. Der Anis-Hypothese unserer Kollegin schließe ich mich hingegen uneingeschränkt an.

In der achten Stunde verabschiedet sich Isos in einer milde moschus-umhüllten, rest-anis-gewürzten, angesüßten, dennoch kratzigen Holznote, die ich – warum auch immer – als ‚rötlich‘ bezeichnen würde, wärmer als Zeder und Wacholder allein, aber gewiss unter Beteiligung der beiden sowie unter tätiger Mitwirkung eines Chemikers entstanden.

Fazit: Es wäre übertrieben, Isos einen erratischen Gemischtwaren-Laden zu nennen. Und ungerecht wäre das obendrein, laut Hersteller sollen nämlich gerade Erinnerungen an Aromen und Gerüche aus fernen Ländern dargestellt sein. Etwas wirr finde ich den Duft allerdings schon.
13 Antworten
7Duft 5Haltbarkeit 2.5Sillage
Palonera

467 Rezensionen
Palonera
Palonera
Sehr hilfreiche Rezension 22  
das Gewand der Stille
Es sind jene Tage, an denen die Welt ein Gewand aus Stille zu tragen scheint.
An denen sich ein Vorhang aus feinsten Wasserfäden schiebt zwischen das Innen und das Außen, der Himmel hellsilbergrau, jedes Blatt, jede Blüte dem Boden nah, Tropfen für Tropfen herniedergedrückt.
Keine Biene summt, kein Schmetterling tänzelt trunken zwischen den Kelchen umher, selbst die Vögel haben Schutz gesucht vor dem unablässig nieselnden Naß, Seite an Seite an Seite hockend auf dem schmalen Vorsprung unter dem Dach.
Die Zeiger meiner Armbanduhr scheinen sich langsamer zu drehen, die Sekunden dahinzutröpfeln wie der Regen, der das Spinnennetz im Baum mit Myriaden von Perlen durchwebt.
Leise ist es in mir, sacht nur bewege ich mich umher, behutsam den Schritt setzend, um die Schultern ein leichter Schal aus zartrauchfarbenem Gespinst.
Tage wie diese legen sich kühl und sanft, zart und fragil auf meine Haut, hüllen sie in transparente, kaum spürbare Duftschleier, den Hauch eines Hauches.
Tage wie diese sind "Isos".

Kaum wahrnehmbar löst sich "Isos" von meiner benetzten Haut, unwillig fast, ungehalten ob der ihm entrissenen Schleier, die seine Blöße bedecken, jene zarten Noten von Anis und herbaromatischen Gewürzen, die ich nicht greifen, nicht bestimmen kann, nicht in diesen allerersten Augenblicken.
So sehr nah ist "Isos" meiner Haut, so sehr fest scheint er sich dort zu halten, sein Gesicht verbergend wie ein schüchternes Kind, fröstelnd in der Kühle.
Sehr sacht, sehr zögernd nur beginnt sich der Duft zu entfalten, sich verbindend, verbündend mit meiner Körperwärme, auftauend, Zutrauen fassend scheinbar, mir seine Augen zuwendend, die grün sind und wie stille Gewässer, schwach nur gekräuselt im leichten Wind.
Ein wenig Gewürznelke erscheint, wenig nur, ganz wenig, so sehr viel weniger als sonst, sich anschmiegend an den Anis, von dem ich nicht weiß, woher er kommt, ob er überhaupt da ist oder ob meine Nase mich narrt, wieder einmal.
Ich warte, leise, geduldig, Zeit gebend.
Von Augenblick zu Augenblick schwindet die Scheu, erscheinen feuchtdunkelholzige Akzente, verweben sich mit würzigen und grünwässrigen Nuancen, aquatisch scheinbar und doch scheinbar nur.
Das Bild eines Waldes entsteht, eines Frühlingswaldes, dessen Grün noch jung ist und feucht von tagelangem Regen, der die Aromen der Bäume, der Kräuter, des kleinen Sees dämpft, einfängt, festhält bis zur Wiederkehr der Sonnenstrahlen, auf die ich nicht lange warten muß.
Das Naß versiegt, blau und immer blauer wird der Himmel, seidigschimmerndflirrend blau, goldene Blitze durchzucken das Blattwerk, entschmeicheln dem feuchten Boden feinsilberweißen Dampf.
Wärme auf meiner Haut, warmwürziggrasigkrautiges Kitzeln in meiner Nase, Frühling und Sommer und hinaus aus dem Wald, hinauf in die Berge, hoch hinauf, immer höher, dorthin, wo es luftig ist und der herbe Duft des Lorbeer sich mit dem Klar-Koniferigen der hohen Nadelbäume mischt, ätherisch-eisig fast meine Lungen durchströmt.
Schritt für Schritt, einen vor dem anderen, höher und immer höher führt mich der Weg in die Stille, die Einsamkeit, in das Ganzbeimirsein, Ganzinmirsein, das so einfach ist und doch so schwer, so erhaben und doch so geerdet, so zart und rein und nah bei mir, sich nicht teilend, nicht mitteilend, nur sein.
Bei mir sein, an mir sein, in mir sein.
Isos.
12 Antworten
7.5Duft 7Haltbarkeit 6Sillage
DaveGahan101

534 Rezensionen
DaveGahan101
DaveGahan101
Top Rezension 10  
Ich bin raus!
Über Isos konnte ich leider nix finden, über Isis schon mehr und über Iso natürlich ne ganze Menge! Auf der Seite von Farmacia ist zu folgendes zu lesen: A spicy fragrance; memories of flavours and scents from distant lands.
Na dann wollen wir mal zu den distant lands aufbrechen.
Isos begrüßt einen mit einem kühlen und frischen Schwall, minimal scharf-würzig. Meine Gedanken sind sofort bei Molecule01, aber auch Ähnlichkeiten zu den Zarkos Buddha-Wood, Oud‘ish oder auch Supercharged Molecule sind zu erkennen. Nach wenigen Minuten begleitet ein Hauch Minze die wenigen, im Herbst übriggebliebenen Blumen, diese haben auch einen leichten weißen und ozonischen Touch, kann man sich als Shelter Island Light vorstellen, aber ohne Oud und Aquatik.
Teilweise verströmen sie ein scharf-stechendes Aroma, prägen den Duft aber nicht sonderlich. Das liegt vor allem an den Gewürzen und Hölzer, die bringen kann schön viel „spicy“ rein, doch liegt der Schwerpunkt auf den Hölzern, die eine schöne Trockenheit ausstrahlen, vielleicht bei 450 geklaut. Der Duft hat für mich einem nordischen Touch ala Agonist, kühl, clean, markant. Könnte aber auch sehr gut in die Reihe der Profumum Roma‘s Thundra, Olibanum, Santalum und IchNusa passen, da sie alle eine deutliche ätherische Prägung-einen gemeinsamen Nenner haben. Vielleicht stammt dieser Effekt auch von dem „frischen“, belebendem Pfeffer(Wacholder?), der Isos eine gewisse Kante verleiht und ihn dann doch ganz schön von 450 abgrenzt und unterscheidet.
Isos hat für mich eine leicht meditative Wirkung, vielleicht ist damit auch „distant lands“ gemeint, das würde somit ziemlich gut passen..wie in der Schöffel-Werbung „ich bin raus“!
Für mich bereits der 3. schöne Duft von Farmacia SS. , auch wenn mich keiner bisher vollständig juchzen lässt, so gefallen sie mir bisher alle überdurchschnittlich gut. Die Haltbarkeit ist mit 6-7 Stunden sehr gut, die Sillage bewegt sich im Mittelfeld.

Alltagstauglichkeit: 8/10
Wohlfühlfaktor: 8/10
Wow-Effekt: 7/10
Preis/Leistung: 7/10
Idee+Umsetzung: 9/10
Packaging/Bottling: 9/10
Aktualisiert am 01.10.2018 - 12:20 Uhr
3 Antworten
6Duft 5Haltbarkeit 5Sillage
Taurus

1225 Rezensionen
Taurus
Taurus
Top Rezension 9  
Dazu fällt mir nichts mehr ein – auch keine Headline …
Vielleicht kennt Ihr das auch? Hier habt einen Duft bei Euren Abfüllungen – eventuell mal als Pröbchen geschenkt bekommen – und hortet diesen dann solange, bis ihn Euch der Parfum-Berater im ParfumoAssistant aufgrund der kalendarischen und tageszeitlichen Begebenheiten empfiehlt. Da ihr schon die Duftpyramide kennt, aber vorher noch nicht „angeschnuppert“ habt, empfindet ihr so was wie Vorfreude …

So ging es mir zumindest bei Isos. Die angegeben Ingredienzien wie Minze, Myrrhe und Guaiac-Holz machten mich mehr als neugierig. Zudem scheint der Duft recht prädestiniert für einen heißen Sommertag zu sein.

Doch bereits die ersten Nanosekunden nach dem Auftragen ernüchterten mich. Denn leider halten sich gerade die o. g. Inhalte stark zurück und machen Platz für Vetiver, Zeder und Pfeffer. Das macht Isos zwar nicht zu einem schlechten Duft, jedoch war meine Enttäuschung gigantisch. Vor allem, weil Isos wie eine Light-Version von Terre d´Hermes rüberkommt – und der verfolgt mich anscheinend im gefühlten jeden dritten Duft. Natürlich ist Hermès damit ein großer Wurf gelungen und viele wollen eine ordentliche Kante vom Kuchen abhaben, aber müssen ihn dann so viele andere Hersteller nachmachen oder ihn unter dem Deckmäntelchen anderer Ingredienzien interpretieren (oder noch schlimmer: mich täuschen wollen) ?
OK – Isos ist keine 100%ige Kopie, vielleicht könnte es eher ein zahmer Ableger sein, aber dann hole ich mir doch lieber das preiswertere Original, das zudem noch intensiver rüberkommt und länger hält – sofern ich (noch) auf Terre d´Hermès stehen würde …

Nee – dazu fällt mir nichts mehr ein – auch kein gescheites Ende …
11 Antworten
6Duft 5Haltbarkeit 5Sillage
DonJuanDeCat

2060 Rezensionen
DonJuanDeCat
DonJuanDeCat
Sehr hilfreiche Rezension 5  
Wo ist der Orient?
Hallo Leute, willkommen zu einem neuen Duftkommentar. Heute geht es um eine Marke, die, wie es aussieht, schon recht lange gibt, zwar nicht unbedingt was die Düfte angeht, aber es heißt, dass Farmacia SS. Annunziata schon bereits im 16. Jahrhundert in Dokumenten erwähnt wurde. Natürlich hat sich alles bis heute stark verändert, aber was ändert sich denn nicht alles über die Zeit? Coole Autos aus den 60-90er Jahren werden zunehmend durch Eier-artig runde Gebilde ersetzt (naja, einige zumindest, immerhin sind einige Modelle noch schön eckig mit riesigen Kühlergrills, das finde ich immerhin noch gutaussehend… :D), Fernsehen und Kinos müssen Streamingdiensten weichen, Frauen werden von schönen Grazien zu heftigen Furien (oh ja, ist so! :D) und selbst Düfte sind stets im Wandel. Ob Oud-Boom, Iso-E-Super Hype oder sonst was, alles ist irgendwann mal total in.

Wie dem auch sei, ich komme jetzt zum Duft Isos, der den Duft von orientalischen Märkten versprühen soll. Und ich meine damit natürlich die Gewürze auf dem Markt, nicht die schwitzigen Marktbesucher oder kreischende Parfumas, äh, ich meinte natürlich kreischende Verkäufer, die so geschickt sein können, dass sie dir gleich einen ganzen Teppich andrehen, selbst wenn man nur eine neue Hülle für sein Smartphone kaufen möchte und noch nicht einmal Platz für einen dieser riesigen, orientalischen Teppiche hat :D

Aber gut, also dann zum Duft!

Der Duft:
Der Duft beginnt mit Pfeffer, der ein wenig grün und verwässert rüberkommt. Ich rieche jetzt schon ein wenig Moschus, der für eine kleine Süße sorgt. Etwas später rieche ich Hölzer, die den Duft ein wenig würziger gestalten.
Das Pfeffer wirkt später weniger verwässert, ist aber in seiner Intensität nicht sonderlich stark ausgefallen, hier muss also niemand befürchten, dass man niesen müsste oder so :D
Später riecht es weiterhin nach leichtem Pfeffer, harzigen Noten, süßlichen Moschus und nach Hölzern, die nicht wirklich bestimmbar sind. Alles zwar ganz okay, aber echt nicht spektakulär. Immerhin ist der verwässerte Eindruck vom Beginn später in der Basis komplett weg.
Später riecht er wie beschrieben, wird dann etwas schöner, weil es harziger wird, aber wegen seiner geringen Ausstrahlung riecht man die schönen Duftnoten eigentlich nur noch, wenn man die Nase an der gesprühten Stelle plattdrückt. Schade!

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist von Beginn an relativ schwach. Normalerweise strahlen mir Pfeffernoten deutlich stärker aus, aber der Duft hier ist wie gesagt schwach, so dass man schon näher kommen muss, um ihn bei anderen riechen zu können. Die Haltbarkeit ist auch nicht besonders lange ausgefallen, so dass der Duft schon nach wenigen Stunden, ich würde sagen so nach vier Stunden, recht abgeklungen ist.

Der Flakon:
Der Flakon ist schwarz und massiv und nicht durchsichtig. Man sieht auf der Vorderseite das aufwändig gestaltete Logo der Marke sowie den Namen des Duftes. Alles ganz okay.

Fazit:
Soo… also ich weiß nicht. Isos hat für mich mit dem Orient so rein gar nichts zu tun. Klar, es riecht ein wenig würzig, aber eben mehr nach allgemeinen Gewürzen, hauptsächlich Pfeffer, aber das war‘s eigentlich auch schon. Später wird es mit dem Moschus noch leicht süßlicher. So wie der Duft hier duftet, riecht er für mich extrem banal, richtig langweilig und es ist etwas, was man schon 1000 Mal in der Nase hatte. Es ist eines dieser Düfte, bei dem der Funke nicht nur ansatzweise, sondern gar nicht erst rüberspringt, da man innerhalb von wenigen Minuten den Duft komplett abgeschrieben hat und sich nach etwas anderem umsieht. Vor allem, da der Duft auch nicht normal schön duftet (also normal wie viele andere Düfte auch, aber eben auch angenehm), wo man sagen könnte: „Hm, ist ja ganz nett“. Schlecht ist er jetzt nicht, zumindest nicht im abstoßendem Sinne, aber wie gesagt eben total langweilig und darüber hinaus extrem schwach, was Sillage und Haltbarkeit angeht. Das ist schade, wenn man das so über einen Duft schreiben muss, aber nicht jeder Duft ist eben schön oder eben zumindest einigermaßen interessant.

Ansonsten wäre der Duft wohl für den Frühling verwendbar, da er an kalten Tagen zu schnell verfliegen würde.

Und das war‘s auch schon. Soo… seht ihr, das war ein kurzer Kommentar, ohne dass ich mich über euch Frauen lustig gemacht habe! Oder? Ich schaue mal nach… neeeein, der Satz mit den Furien zieht alles wieder runter… ich kann‘s wohl einfach nicht lassen, he he :D

Na dann, habt einen schönen Abend und bis bald :)
Ach und natürlich euch allen einen guten Rutsch! Wir „sehen“ uns ja hier auch im neuen Jahr, hoffentlich auch allesamt gesund :)
1 Antwort
Weitere Rezensionen

Statements

13 kurze Meinungen zum Parfum
7
5
Die synthetisch-wässrige Kunstholz-Pfeffer-Kombi erschließt sich mir nicht. Geht so.
5 Antworten
7
3
Vor geraumer Zeit noch besser von mir bewertet, kann ich diese moschustaubige, trockene Pfeffer-Holz-Kombination nicht mehr so gut riechen.
3 Antworten
vor 6 Jahren
6
2
Zeder, ISO und Vetiver bilden die Grundlage des pfeffergewürzten Duftes. Maskulin, holzig, waldig. Erinnerung an Isfarkand.
2 Antworten
4
2
Pfeffer & Gras → saftiger Wacholder, Anis & Minze auf Vetiver → Koniferenharz, feinwürziger Rauch, Retortenholz. Balsamischeres Navegar. OK!
2 Antworten
4
1
Ganz nettes Düftchen, aber ohne eigenständige Ecken und Kanten ... erinnert zum Teil an eine lahmere Light-Version von TdH.
1 Antwort
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.

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