
Michelangela
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Michelangela
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24
K - die Katze im Flakon
"K de Krizia. Se fosse un animale, sarreble una gatta"
(Wenn es ein Tier wäre, dann könnte es eine Katze sein)
~
Das las ich auf einem alten Werbeplakat dieses außergewöhnlichen Duftes.
Der Flakon wirft den Schatten einer schwarzen Katze. Ich bin fasziniert, denn genau dieses Bild vereinigt sich vor meinem olfaktorischen Auge, wenn sich der Duft auf meiner Haut und damit auch zugleich in meinem unmittelbaren Umfeld ausbreitet.
Ein lautes Fauchen begrüßt mich mit der Kopfnote, die sich voluminös und raumergreifend Platz verschafft und alles, was zuvor dagewesen schien, in die Flucht schlägt. Dabei wird es still und einen Moment lang scheint die Zeit stehenzubleiben, um atemberaubt beschnuppert und belauscht zu werden.
Die gewaltige, nicht enden wollende Duftlawine aus zitrisch-fruchtigen Komponenten und einem Füllhorn fetter, satter Blüten ist alles andere als leicht und beschwingt. Sie legt sich direkt, beschwert mit Zentnern aldehydischer Duftbausteine, auf die Haut und signalisiert, dass es kein Zurück mehr gibt. Wie schon beschrieben: Hier bin ich und hier werde ich auch bleiben.
Die Katze springt auf meinen Schoß und schubst mich bestimmt an, dass ich sie jetzt zu streicheln habe. Ich gehorche, denn jeglicher Widerstand wäre zwecklos.
Das kleine schnurrende Raubtier tritt wohlig mit den Pfoten auf der Stelle, wobei ich bei jeder Bewegung einen kurzen, aber nicht erheblichen Schmerz verspüre, den die Krallen auf meiner Haut hinterlassen. Ich nehme ihn hin, um das schmeichelde Schnurren weiter genießen zu dürfen.
Lange muss ich mich gedulden, bis sich das Herz meines kleinen Raubtiers erwärmt und die Katze sich auf meinem Schoß niederlässt, die Krallen einzieht und das Schnurren leiser und rhythmisch ausgeglichener wird.
Hier und da ein wohliges Knurren und Mauzen, während sich eine ölig-würzige Wärme um uns verbreitet und sich ein betörender florientalischer Blütenreigen über uns ergießt. Wir haben zueinander gefunden und wiegen uns in perfekter Harmonie; ich kraule die Katze zärtlich, bis sie glücklich einschläft. Mich streift ein karamelisierter Duft ; bereitet da jemand einen süßen Tee in der Küche zu?
Und nun spüre ich etwas Feuchtes, Warmes auf meinem Bein. Hat sie etwa …? Ja, sie hat wohl im Schlaf ein paar Tröpfchen verloren. Aber was soll´s, schließlich ist sie ja schon eine recht betagte Katze. Deshalb verharre ich und lasse sie weiter schlummern, bis auch ich langsam genüsslich auf meinem alten Ledersessel einnicke.
Als ich erwache, brennt das Feuer im Kamin und jemand hat mir einen feinen Vanille Rooibos Tee auf den Beistelltisch gestellt. Die Katze ist weg und die Stimme hinter mir fragt verwundert, was das für ein animalischer Duft ist, der da in der Luft schwebt.
Ich lächle, schweige… und schnurre!
~
Fazit:
K de Krizia ist ein sehr einnehmender Duft, den man folglich wieder einmal in die Kategorie 80er-Wummser stecken kann. Doch inzwischen finde ich es nicht mehr ausreichend, Düfte dieser "Machart" in eine Schublade zu werfen. Denn trotz seines lauten und zischenden Auftakts umgibt K de Krizia eine wundervolle Aura, die auf eine geheimnisvolle und exzentrische Weiblichkeit hinweist. Ein ölig-blumiger Duft mit würziger Creme für "sehr" mutige Damen, der in sparsamer Dosierung absolut tragbar ist.
Ich persönlich bin ganz hingerissen! Doch was heißt das schon, wenn man bedenkt, welche Exzentrik ich gerade beim Thema persönliche Parfumleidenschaften an den Tag lege.
Demnach kann ich nur eine Frage stellen: "Wer traut sich wohl noch, mit dieser Katze zu schmusen?
Nachtrag (5. April 2015)
Leider gilt auch hier; je älter der Duft, desto harmonischer die Komposition. Das neueste Machwerk namens K de Krizia zeigt zwar irgendwie eine gewisse Ähnlichkeit, doch leider gibt sich das Gesammtbild verzerrt und unharmonisch und die Basis wurde bis zu Unkenntlichkeit verändert.
(Wenn es ein Tier wäre, dann könnte es eine Katze sein)
~
Das las ich auf einem alten Werbeplakat dieses außergewöhnlichen Duftes.
Der Flakon wirft den Schatten einer schwarzen Katze. Ich bin fasziniert, denn genau dieses Bild vereinigt sich vor meinem olfaktorischen Auge, wenn sich der Duft auf meiner Haut und damit auch zugleich in meinem unmittelbaren Umfeld ausbreitet.
Ein lautes Fauchen begrüßt mich mit der Kopfnote, die sich voluminös und raumergreifend Platz verschafft und alles, was zuvor dagewesen schien, in die Flucht schlägt. Dabei wird es still und einen Moment lang scheint die Zeit stehenzubleiben, um atemberaubt beschnuppert und belauscht zu werden.
Die gewaltige, nicht enden wollende Duftlawine aus zitrisch-fruchtigen Komponenten und einem Füllhorn fetter, satter Blüten ist alles andere als leicht und beschwingt. Sie legt sich direkt, beschwert mit Zentnern aldehydischer Duftbausteine, auf die Haut und signalisiert, dass es kein Zurück mehr gibt. Wie schon beschrieben: Hier bin ich und hier werde ich auch bleiben.
Die Katze springt auf meinen Schoß und schubst mich bestimmt an, dass ich sie jetzt zu streicheln habe. Ich gehorche, denn jeglicher Widerstand wäre zwecklos.
Das kleine schnurrende Raubtier tritt wohlig mit den Pfoten auf der Stelle, wobei ich bei jeder Bewegung einen kurzen, aber nicht erheblichen Schmerz verspüre, den die Krallen auf meiner Haut hinterlassen. Ich nehme ihn hin, um das schmeichelde Schnurren weiter genießen zu dürfen.
Lange muss ich mich gedulden, bis sich das Herz meines kleinen Raubtiers erwärmt und die Katze sich auf meinem Schoß niederlässt, die Krallen einzieht und das Schnurren leiser und rhythmisch ausgeglichener wird.
Hier und da ein wohliges Knurren und Mauzen, während sich eine ölig-würzige Wärme um uns verbreitet und sich ein betörender florientalischer Blütenreigen über uns ergießt. Wir haben zueinander gefunden und wiegen uns in perfekter Harmonie; ich kraule die Katze zärtlich, bis sie glücklich einschläft. Mich streift ein karamelisierter Duft ; bereitet da jemand einen süßen Tee in der Küche zu?
Und nun spüre ich etwas Feuchtes, Warmes auf meinem Bein. Hat sie etwa …? Ja, sie hat wohl im Schlaf ein paar Tröpfchen verloren. Aber was soll´s, schließlich ist sie ja schon eine recht betagte Katze. Deshalb verharre ich und lasse sie weiter schlummern, bis auch ich langsam genüsslich auf meinem alten Ledersessel einnicke.
Als ich erwache, brennt das Feuer im Kamin und jemand hat mir einen feinen Vanille Rooibos Tee auf den Beistelltisch gestellt. Die Katze ist weg und die Stimme hinter mir fragt verwundert, was das für ein animalischer Duft ist, der da in der Luft schwebt.
Ich lächle, schweige… und schnurre!
~
Fazit:
K de Krizia ist ein sehr einnehmender Duft, den man folglich wieder einmal in die Kategorie 80er-Wummser stecken kann. Doch inzwischen finde ich es nicht mehr ausreichend, Düfte dieser "Machart" in eine Schublade zu werfen. Denn trotz seines lauten und zischenden Auftakts umgibt K de Krizia eine wundervolle Aura, die auf eine geheimnisvolle und exzentrische Weiblichkeit hinweist. Ein ölig-blumiger Duft mit würziger Creme für "sehr" mutige Damen, der in sparsamer Dosierung absolut tragbar ist.
Ich persönlich bin ganz hingerissen! Doch was heißt das schon, wenn man bedenkt, welche Exzentrik ich gerade beim Thema persönliche Parfumleidenschaften an den Tag lege.
Demnach kann ich nur eine Frage stellen: "Wer traut sich wohl noch, mit dieser Katze zu schmusen?
Nachtrag (5. April 2015)
Leider gilt auch hier; je älter der Duft, desto harmonischer die Komposition. Das neueste Machwerk namens K de Krizia zeigt zwar irgendwie eine gewisse Ähnlichkeit, doch leider gibt sich das Gesammtbild verzerrt und unharmonisch und die Basis wurde bis zu Unkenntlichkeit verändert.
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Kopfnote
Aldehyde
Hyazinthe
Bergamotte
Neroli
Pfirsich
Herznote
Maiglöckchen
Orangenblüte
Gartennelke
Narzisse
Iris
Jasmin
Rose
Tuberose
Orchidee
Basisnote
Zibet
Moos
Moschus
Ambra
Leder
Sandelholz
Styrax
Vanille
Vetiver








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Precious
Ottily
ExUser






























