Eau de Rochas Homme 2015

Version von 2015
Eau de Rochas Homme (2015) von Rochas
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8.1 / 10 79 Bewertungen
Eau de Rochas Homme (2015) ist ein beliebtes Parfum von Rochas für Herren und erschien im Jahr 2015. Der Duft ist frisch-zitrisch. Es wird von Inter Parfums vermarktet.
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Duftrichtung

Frisch
Zitrus
Grün
Würzig
Holzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
BergamotteBergamotte LimetteLimette MandarineMandarine
Herznote Herznote
EisenkrautEisenkraut LavendelLavendel BeifußBeifuß
Basisnote Basisnote
VetiverVetiver ZederZeder
Bewertungen
Duft
8.179 Bewertungen
Haltbarkeit
6.574 Bewertungen
Sillage
6.275 Bewertungen
Flakon
7.676 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
8.636 Bewertungen
Eingetragen von Sniffer, letzte Aktualisierung am 18.02.2024.

Rezensionen

5 ausführliche Duftbeschreibungen
6
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
FvSpee

323 Rezensionen
FvSpee
FvSpee
Top Rezension 37  
CoViD-Kommentare, drittes Stück: Herzoperation.
Auch heute wieder willkommen zurück im Quarantäne-Unterhaltungsprogramm, in dem wir uns diesmal einem Herrenklassiker widmen werden, bei dem im Jahre 2015 (d.h. bevor alle nicht zwingend erforderlichen Operationen eingestellt wurden) eine Herztransplantation vorgenommen wurde. Sein Blumenherz wurde ihm entnommen (möglicherweise war es erkrankt, man weiß das nicht so genau), und ihm wurde ein Kräuterherz eingesetzt. Vielleicht war gerade kein Blumenspenderherz verfügbar. Wir schauen also mal gleich nach, wie es dem Patienten heuer zum fünften Jahrestag dieses schweren Eingriffs so geht.

Ich wollte heute zwar nicht mein Herz spenden gehen, das wollte ich gerne noch etwas behalten, aber Blut, dazu wird ja aufgerufen. Es hat dann doch nicht geklappt, weil man im Blutspendezentrum nur nach vorheriger telefonischer Terminabsprache reingelassen wird, damit die Abläufe schön zackzack sind und die Leute nicht im Wartezimmer dumm rumhängen. Ist ja nicht verkehrt. Ich also wieder zurück, hätte ich auch vorher recherchieren können, meine Schuld. Jetzt hab ich einen Termin für Donnerstag. Auf dem Weg zum Spendezentrum konnte ich aus dem Autofenster und auf den letzten 200 Metern dann zu Fuß ein bisschen beobachten, wie es in Berlin gerade so abgeht. Ich hatte den Eindruck, als wären die Leute ein bisschen vernünftiger geworden in den letzten 24 Stunden, aber vielleicht liegt das auch bloß an der Kälte.

Gerade wurde dann auch gemeldet: Ab heute Nacht null Uhr wird also jetzt auch in der Hauptstadt der Sitz-Bereich der Restaurants geschlossen; heute mittag tafelten da noch alle fröhlich. Und Versammlungen und Veranstaltungen sind nur noch bis zehn Personen erlaubt, nicht mehr wie momentan bis 49. Man hätte natürlich auch Versammlungen insgesamt verbieten können, aber vermutlich hatte man Sorge, das Virus könnte vor dem Bundesverfassungsgericht wegen unverhältnismäßiger Behinderung seiner persönlichen Freiheit klagen. Das hätte eine ganz peinliche Sache werden können. Es kann nicht immer so glimpflich abgehen wie 1962, wo wie durch ein Wunder kein gewiefter Rechtsanwalt der Elbe anlässlich der Sturmflut geraten hat, Verfassungsbeschwerde wegen formal unzulässiger Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit gegen Helmut Schmidt zu erheben. Schließlich waren sowohl dessen Erklärung, mit dem Chaos sei jetzt mal Schluss und er sei der Chef, als auch seine Heranziehung der Bundeswehr zum Flicken der Deiche juristisch nicht ganz koscher.

Mit dem Blutspenden wurde es also nichts, umso mehr Zeit hatte ich für meinen Duft-Test des Tages.

Eau de Rochas (für die Dame) geht mindestens auf das Jahr 1970 zurück, die Herrenversion ist allerdings gar nicht soooo klassisch, sie stammt von 1993. Sie wurde von Gilles Romey, nicht zu verwechseln mit Mitt Romney, geschaffen, der neben mehreren Düften, die kein Aas kennt, immerhin auch den Hermès-Klassiker Rocabar geschaffen hat. Diese Ur-Variante (von Eau de Rochas Homme, nicht von Rocabar) wartete mit einer Kopfnote aus einem grün-gelb-orangenen fröhlichen zitrischen Strauß auf, der von einer Schnur aus Aldehyden zusammengehalten wurde. Das Herz wurde von einem prächtigen Blumenstrauß gebildet, mit allem, wovor ein echter Mann keine Angst hat: Jasmin, Rose, Maiglöckchen, Veilchen, Gartennelke und frisch-freche Freesien. Die Basis war brutalstmöglich herrenklassisch: Vetiver, Eichenmoos, Moschus, Zeder, Amber.

Ein namentlich unbekannter Arzt (vielleicht auch ein Kollektiv) hat 2015 dann die bereits erwähnte Transplantation vorgenommen, bei der (immer unter der Annahme, dass die offiziellen Angaben nicht lügen) die klassische Herrenbasis unangetastet blieb und man im Oberteil nur die Aldehyde wegnahm (das zitrische Bukett als solches blieb unangetastet und fällt dann jetzt wohl lockerer auseinander ohne das Bändchen). Das Herz wurde allerdings komplett ausgewechselt. Vorher sechs Blumen, jetzt null. Dafür dreierlei Küchenkräuter - und "Kiefer" was immer das sein mag (Ober- und Unterkiefer? Kiefernholz? Nadeln?). Ich glaube, ich hätte die Veilchen-Maiglöcken-Nummer spannender gefunden, aber leider kenne ich sie nicht. Schade.

Das jetztige Produkt ist sehr frisch, sehr sommerlich, sehr zitrisch (im Auftakt) und wirkt sehr, sehr, sehr herrenklassisch. Muss es bei der Basis und der Kopfnote eigentlich auch. Auch sehr zeitlos. Ich bin, obwohl ich hier viel rumschreibe und schlau tue, auch kein Dufthistoriker und Chefanalytiker, aber ich hätte dem auch ein Geburtsjahr 1961 oder doch jedenfalls 1972 abgenommen. Was soll ich sonst viel darüber sagen. Dass ich geschworen hätte, escht, dass da voll krass Lavendel drin ist. Das pudert richtig. Soll aber angeblich nicht sein. Was soll ich sonst noch sagen? Mir fällt nix mehr ein, weil er mich nicht inspiriert. Schön ist er aber schon. Aber mir irgendwie zu generisch, fast schon zu langweilig. Frau von Spee sieht das anders und ist begeistert. Sie riet zum sofortigen Kauf, und da wusste sie noch gar nicht, dass der bloß 50 Ocken Listenpreis kostet. Jedenfalls solange wie nicht der ganze Alkohol der Parfümindustrie für die Herstellung von Desinfektionsmittel requiriert wird, dann wird's wieder teurer. Woran ich bei dem Duft hier übrigens sofort denken musste, war "Monsieur de Givenchy". Den hab ich vor zwei Jahren getestet und hab insoweit null konkretes Duftgedächtnis, aber den fand ich auch sehr männlich, sehr klassisch, sehr schön und sehr nichtssagend. Liegt aber sicher an mir. Und der Givenchy scheint auch anders zu funktionieren als der Rochas, wenn ich mir meinen damaligen Kommentar anschaue und die Duftpyramiden vergleiche.

Tja, was bleibt nachzutragen? Den Streit um die Haltbarkeit versuche ich salomonisch zu schlichten: Es kommt auf die Dosis an. Zurückhaltend aufgetragen sehr flüchtig, da ist nach zwei bis drei Stunden Ausgangssperre, und die wird auch eingehalten. Dieselt man aber fröhlich, also auf jede Hautstelle mindestens zwei Sprühstöße übereinander (so genanntes "Mono-Layering"), dann gibt das eine schöne satte mindestens achtstündige Persistenz. Vielleicht muss die Haut sich richtig vollsaugen mit dem Zeug.

Für den Namen gibt es vier komma fünf Punkte für die ansprechende Schlichtheit, und weil der Name ebenso klassisch ist wie der Duft. Mehr nicht, denn rein subjektiv gefällt mir der Klang des Wortes "Rochas" nicht. Und dann finde ich, dass der 2015-er sich so stark vom 1993-er unterscheidet (den Bestandteilen nach), dass man einen neuen Namen hätte nehmen sollen. Schließlich auch, weil es 1930 noch gut anging, einen Duft "Monsieur de XY" oder "Eau de XY Homme" zu nennen. Anno 1993 oder 2015 bei einem Anbieter, der auch noch mehrere andere Herrendüfte führt, ist mir das etwas zu kreativitätssparsam. Außer schon der Duft ist so hochoriginell wie "Dior Homme", dann darf der Name auch langweilig sein.

Dank an Yukiko, die sich für die Variante 2015 verbürgt hat, für die Spende.

Bleibt fröhlich!
18 Antworten
8
Preis
8
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Axiomatic

99 Rezensionen
Axiomatic
Axiomatic
Top Rezension 29  
Kollektive Erfrischung zum Zweiten
Erfrischung gefällig?
Hier gehen wir mal ein wenig auf die andere Seite des Atlantiks und pflücken uns ein paar grüne Limetten. Solche, die in Mexiko oder Peru für einen ganz besonderen Geschmack und Geruch sorgen.
Kräftiger, unvergleichlich potenter und auch säuerlicher als unsere gelben Zitronen.

Bevor ich hier aber loslege, möchte ich mich entschuldigen, im ersten Versuch fälschlicherweise die ursprüngliche Version von 1993 des Duftes beschrieben zu haben.
Vor mir liegt nun die 2015er Variante!
Und nun fügt sich, dass ich gewisse Komponenten im ersten Anlauf nicht riechen konnte.
Also, dann auf ein Neues!

Zisch!

Ja, da sind sie wieder!
Dunkelgrün die guten Limetten und einzigartig!
Die anderen Hesperiden blicken etwas neidisch auf die Exoten, fügen sich aber im Reigen der zitrischen Schönheiten ein.

Und falls es noch nicht frisch genug sein sollte, knallt doppeltgemoppelt eine Zitronenverbene die Nase hoch.
Also, wer hier noch nicht die nötige Erfrischung erfährt, der sollte seinen Geruchssinn justieren.

Plötzlich wird es lieblicher, da kommt wohl diese fruchtige Mandarine ins Spiel, typischer Hauch noch aus den 1990ern. Doch nur von kurzer Dauer, denn es folgt etwas grün Krautiges, leicht bitter.
War es früher ein Basilikum, würzt nun ein Beifuss hier dunkelgrün.

Die Zitronenverbene und Limetten halten gut durch und begleiten fast bis zur Basis.
Dazwischen kommen aber recht nette Blüten, welche so offiziell nicht mehr gelistet sind.
Aber meine Spürnase hat nicht nachgegeben. Denn auf der Verpackung ist das übliche Geraniol als Zutat deklariert. Soll heißen, dass hier auf jeden Fall eine Rosengeranie - und im Schlepptau eine Rose - mit verbaut wurde.
Klassischer Partner ist der Lavendel, verstärkt durch etwas Cumarin.
Die 1993er Version enthielt Koriandersamen, welche ich auch sehr leicht hier rieche. Die heben sehr hell die genannten Blüten.

Ganz für die Homme Richtung gedacht, pocht eine leicht bittere Basis dagegen. Vetiver hat wahrscheinlich die Nase voll vom Ringelreigen und motzt etwas säuerlich, die Zeder ist nicht minder streng.

Merkwürdigerweise hat man nun auf das Moos und den Moschus verzichtet. Und hier klärt es sich auf, warum ich beide Komponenten nicht ausmachen konnte bei der ersten Beschreibung.
Aber leicht ambriert, wirklich nur ein Hauch davon, ist der Abschluss schon.

Haltbarer ist der Saft im Vergleich zu anderen Kölnischen, der Duftteppich im Schlepptau ist auch recht gut für andere zu riechen.

Alles in allem ein recht netter Hesperiden-Duft, ausgeglichen komponiert, Chypre des Sommers ohne Moos.

Zur Flakon-Gestaltung übergebe ich gerne an Parfumo Konsalik, seine Rezension trifft das Design auf den Punkt. Im Übrigen hat er auch eine sehr ähnliche Wahrnehmung des Duftes gehabt.

Ich möchte hier eine recht witzige Erfahrung, allerdings mit der Urversion, kurz erzählen.

Die kultige Pulle hatte schon ein paar Jahre ihre Marktpräsenz bewiesen, da begab es sich, dass ich mit meiner Schwimm-Mannschaft im heißesten Sommer zu einem Wettkampf in einer fremden Stadt am Rhein eingeladen wurde. Düsseldorf.

So, unser Trainer bewies Mut, als er der Deutschen Bahn vertraute, uns ohne jeglichen Stress an die Perle des Rheins heil zu bringen.

Ja, ja, wenn es in unseren Breitengraden zwei oder drei Grad mehr angezeigt werden, entsteht so eine Art Gleichschaltung der Dysfunktion.

Völlig touri-tauglich, klapperten wir noch unbescholten die Idylle zwischen Rüdesheim und Koblenz den Rhein hoch.
Nichts, was sich nicht jeder an Postkartenromantik wünschte, wurde ausgelassen. Ehrwürdige Burgen, schöne Weinberge.

Die Katastrophe begann schleichend hinter Bonn.

Das Wort Überbuchung bekommt bei 34°C im Schatten eine völlig neue Bedeutung, Dante Alighieri wüßte genau die Höllenzahl dafür.
Denn der Zug füllte sich immer mehr, die Sitzplätze reichten nicht aus und etliche Schwitzende wichen auf den Boden aus.

Dass Köln nicht gerade Blutsfreundschaft mit der Landeshaupteleganz bis heute schließen kann, konnten wir nach Verlassen des Dom-Bahnhofs erleben.

Irgendein Defekt in der Leitung, Stellwerk-Muffel in Kölschlaune, unsichtbare Zollgrenze rheinsicher „Gelassenheit“ oder die jecke Erdkrümmung brachten unseren Zug zwischen den Rivalinnen zum Stehen.

Die Sonne stand hoch, sehr hoch, genau wie die überhitzten Gemüter in der dicht gedrängten Blechbüchse.

Kinder weinten, grausige Musik klang aus irgendeiner Minibox (für Kenner des Genres, es klang wie Blümchens Boomerang), der Schweißgeruch nahm überirdische Dimensionen an.

Mein innerer zivilisatorischer Mahner erinnerte mich an meine Pulle Rochas.

Aaaber, ich hatte mich wohl zu früh gefreut.

Unser Trainer, und ich entschuldige mich für das Schubladendenken im Voraus, denn er ist ein herzensguter Kerl gewesen, beäugte mich mit Argusaugen.

Was ich da vorhätte, hier im stickigen Wagon. Und überhaupt, seit wann bräuchte man xxx-Diesel!
Ich weiß um die Zensur…

Unser Trainer, ein Mann, ein Wort.
An seine Haut ließ er nur Wasser und Ziegelsteine dran, denn diese wirken Wunder beim Schrubben!
Ruck zuck hat man sich nicht nur rasiert, so ganz ohne Rasierschaum, sondern sich auch noch ein porentiefes Peeling gegönnt.
Und wo käme man hin, wenn da noch in Alkohol gelöste Duftstoffe seinen Stallgeruch verändern würden?

Unsere Staffel sah dagegen die Pulle wie ein Geschenk des Himmels inmitten der Wüste an, das erhoffte Zeichen.
Es wurde um die Wette gezischt, gesprüht, gedonnert!

Ein kollektives Astralaura hebendes Ooooohhhhmmm konnte wohl unseren Golem etwas erweichen.

Ganz sachte zischte er sich auch etwas drauf.

„Männer, ich will keine dummen Sprüche hören, von wegen Oma mit 4711 und so!
Das bleibt unter uns!
Ich komme mir richtig blöde vor!“

Heute muss ich über die Semantik schmunzeln. Oma mit 4711, fast fünf Jahrtausende alt.
Ich mal wieder…

Na ja, so schlimm muss die Äquatortaufe nicht gewesen sein, denn irgendwie fand sich auch so etwas wie ein Anwinkeln der Lippen zu einem Grinsen in seinem Gesicht wieder.

Um irdisch zu bleiben, der Zug fuhr natürlich nicht auf Anhieb weiter, Rochas ist auch kein Zaubermeister.
Moment, oder doch?
Denn meine Pulle wurde merklich leerer, je länger wir standen.
Soll heißen, dass Nachschub fällig wurde.
Und so etwas freut natürlich die Buchhaltung des französischen Duftmischers.

Ich fasse mal kurz, was danach folge.

Die Düsseldorfer schlugen uns so in etwa 2 zu 1 beim Einzelkampf.
Na klar, ich meine, Düsseldorf.
Sie trugen, so weit ich es verklären kann, garantiert Armani Badehosen mit Seiden-Bordüre, Schwimmbrillen von Oakley mit Goldkante und trockneten sich mit flauschigen Möwe-Körpertüchern ab.
Wir dagegen lächerliche Speedos, sowohl als Badehose wie Schwimmbrille. Und unsere Körpertücher waren nicht gerade die schönsten.

Aaaber, Rochas sei Dank, unser Teamgeist sorgte in der Staffel für die Ehrenwahrung!
Wir siegten ganz knapp, wir olle hessische Limetten!

Und ich durfte unserem Trainer zeigen, wo es Nachschub an Rochas gab. Die Pulle packte er, ohne Witz, wie ein Schmuddeleinkauf eines „Erotik-Ladens“ ganz nervös in seine Sporttasche ein.

Es wird wohl sein einziger Duft geblieben sein, denke ich mir.

Heute kann ich wieder herzlich lachen über diese nette Zeit in den 1990ern, denn ich bekam neulich eine Pulle der aktuellen Version überreicht.
Natürlich habe ich auch noch andere schönen Erinnerungen daran, aber die hier war die beste.

Danke Coach!

Danke Kokusai!

Und danke fürs Nachsehen, nun stimmt die Version!
26 Antworten
4
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Konsalik

86 Rezensionen
Konsalik
Konsalik
Top Rezension 17  
Stilleben mit Basilikum und Limonade
Herrje, fand ich den Flakon scheußlich! Vieles von dem, was die neunziger Jahre zum gestalterisch zweifelhaftesten Jahrzehnt gemacht hat, findet sich hier wieder: Die frivole Unentschlossenheit, geometrische Linien gerade so weit abzurunden, dass es geschmacklos wird; gleichzeitig diese pseudo-natürliche Reliefstruktur auf der Rückseite, welche die in den achtzigern verloren gegangene Haptik per Dekret zurückbringen sollte; der blutarme, möchtegern-schlichte Kitsch der Schriftart; die potthässliche, mattsilberne Kappe in der Form einer beschnittenen Ellipse: Was sollte all das?!
Weder auf den Parfumo-Fotos, noch im örtlichen Müller-Regal konnte mich dieses Ding zum Test verführen. Einmal nahm ich ihn dann doch in die Hand und musste zugeben, dass der Flakon verdammt gut in der selbigen liegt. Und ich sprühte. Es war das bislang einzige Mal, dass mich das haptische Erlebnis eines Parfum-Flakons zum testen bewegt hätte.

Was ich roch, gefiel mir sehr: Sehr exakt in der Schnittmenge vieler klassischer, zitronig-hellgrün-würziger Herrendüfte für die wärmeren Tage des Jahres, ziemlich genau zwischen Diors "Eau Sauvage", Armanis "Eau pour homme" oder auch Chanels "Pour monsieur". Die strahlende, aber nie pieksige, sondern vielmehr leicht angesüßte Zitrone der Kopfnote verfliegt niemals wirklich, sondern legt sich wie ein dünner Sirupmantel um die durchaus kräftigen, frisch-grünen Noten, die das eigentliche Herz dieses Duftes bilden, wobei für meine Nase der Basilikum deutlich dominiert und alle anderen holzigen, krautigen oder moosigen Kollegen unter seinen wulstigen Blättern versammelt und beschirmt. Das alles aber in einer hellen Leichtigkeit, die fast schon an Minze denken lässt (wobei: Wer ein Minzblatt ohne Wrigley's Spearmint-Vorurteil im Kopf zerkaut, fühlt sich umgekehrt ebenso leicht an Basilikum, Thymian oder Salbei erinnert) und angenehm ruhig und gleichmäßig vor sich her strahlt.

Im Gegensatz zu seinen genannten Vorbildern ist die Haltbarkeit zumindest auf meiner Haut überraschend groß und wird von den mickrigen 6 Punkten im Parfumo-Durchschnitt für mein Empfinden nicht korrekt abgebildet. Bei aller Leichtigkeit also ausdauernder als "Pour Monsieur", dichter als "Eau pour homme" und ähnlich gefällig wie "Eau Sauvage" - zum Schleuderpreis. 18 Euro hat es mich gekostet, dieses hässliche Entlein in mein Regal zu holen. Tolle Sache!
8 Antworten
7
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Taurus

1050 Rezensionen
Taurus
Taurus
Sehr hilfreiche Rezension 13  
Zischer für den kultivierten Sparfuchs
Wenn ich diesen Duft als Flakon nicht vor einiger Zeit von einer netten Parfumo überlassen bekommen hätte, wäre Eau de Rochas Homme glatt an mir vorbei gegangen. Mittlerweile ist Rochas in den Parfümerien auch nicht mehr so verbreitet, wie ich es von früher in Erinnerung habe.

Dabei hat Eau de Rochas Homme alles, was ein guter Erfrischer braucht: er überzeugt mit saftigen Zitrusnoten sowie mit weiterem erquickenden Beiwerk wie Lavendel, Eisenkraut und etwas Beifuß.
Auch wenn die Kreation anfangs ein wenig säuerlich rüberkommt, balanciert sich der Duft schnell aus und entwickelt sich nicht so monoton wie so manche andere aus diesem Segment.

Ein paar Spritzerchen Vetiver und Zeder runden den hochsommerlichen Eindruck ab. Typischerweise ist dieser Zitrusduft begrenzt haltbar, ist aber nicht gravierend, da Eau de Rochas eh günstig angeboten wird und das Nachsprühen kein finanzielles Thema sein sollte.

Das mit dem niedrigen Preis hat andererseits zur Folge, dass Rochas vom Image her mit den großen angesagten Marken nicht mithalten kann. Wer darauf keinen gehobenen Wert legt, einen soliden schnörkelosen Zitronenerfrischer (Kurzform Zischer) akzeptiert, welcher wahrscheinlich nicht dafür sorgt, dass man darauf angesprochen wird und sich zugleich über einen ansprechenden Flakon freuen kann, ist her mit Eau de Rochas Homme bestens bedient.
19 Antworten
9
Preis
7
Flakon
6
Sillage
5
Haltbarkeit
7.5
Duft
BornToBlock

14 Rezensionen
BornToBlock
BornToBlock
2  
Nimm 2 oder auch mehr
Ich habe diesen Duft für knapp unter 40€ a 200ml bei Notino erstehen können was in meinen Augen ein wirklich guter Preis ist.

Flakon: Es ist natürlich Geschmackssache, mir gefällt er bis auf den Deckel welcher recht billig wirkt sehr gut und massiv. Das Muster soll wie ich gelesen habe den Linien in der Hand nachempfunden sein.

Duft: Der Duft hat einen leicht grün-holzigen Unterton und eine gewisse Frische. Vor allem aber kommt eine unglaublich saftige nicht stechende Zitrone hervor welche wie hier schon ein paar Leute geschrieben haben stark an den Nimm2 Geruch erinnert gemischt mit frisch gepresstem Zitronensaft. Die meisten anderen Düfte mit Zitrone wirken oft stechend und synthetisch was ich hier gar nicht empfinde. Es ist traumhaft und erfrischen für den Sommer.

Haltbarkeit/Sillage: Ich nehme den Duft nur leider nicht sehr lange wahr, was für mich der einzige Nachteil des Parfüms ist. Während er noch da ist hat er eine moderate Ausstrahlung. Für den Preis bei 200ml, wo man auch bei anderen frisch, zitrischen Düften schnell nachsprühen muss ist das absolut vertretbar.
0 Antworten

Statements

20 kurze Meinungen zum Parfum
Camey5000Camey5000 vor 4 Jahren
7
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
6.5
Duft
In Streifen geschnittener Eissalat,
1 Kaffeelöffel Kräuterbalsam,
1 Tropfen Zitrone,
aufgefüllt mit Quellwasser.
Passt.
12 Antworten
MefunxMefunx vor 5 Jahren
7
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Bergamotte & Holz, das helle Kraut teils schon getrocknet, ebenso ein Tabakblatt. Duschgel? Die Idee ist da. Unaufgeregt, vertraut, stimmig.
7 Antworten
FittleworthFittleworth vor 4 Jahren
8
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
7
Duft
Wurde 2015 reformuliert, seitdem nicht mehr so spritzig zitrisch frisch. Deutlich weniger haltbar als der Ursprunsgduft von 1993. Schade!
5 Antworten
Zauber600Zauber600 vor 5 Jahren
7
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
8.5
Duft
Frische fernab von 4711
zitrisch-krautig-würzig auf Herrencolognenoten
Refo gelungen .. der ist so gut wie die ursprüngliche Version
1 Antwort
GoldGold vor 4 Jahren
7
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
6
Duft
Mit dem kann man nicht viel falsch machen. Zitrisch, holzig, allerdings stark reformuliert, mainstreamiger. (Achtung: kein "panty dropper".)
7 Antworten
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