30.09.2024 - 16:32 Uhr

MoniBonboni
179 Rezensionen

MoniBonboni
8
Der Duft von Spätsommer
Fieno von Santa Maria Novella => älteste Apotheke in der Welt, Florenz 1612. Die dominikanischen Mönche haben die ersten Rezepturen dort entwickelt. Wer in Florenz ist, MUSS diese Apotheke besuchen! Unfassbar schöner Ort. Und die handgemachten Seifen, Kerzen, Öle und Düfte sind etwas ganz besonderes. Ein Museum ist ebenfalls angeschlossen und ein kleines Café ist auch da, ein traumhafter Ort. Als Katharina von Medici im 16. Jahrhundert Königin von Frankreich wurde, bekam sie von hier ihren persönlichen Duft und nannte es „Eau de la Reine“. Der Duft wird noch heute unter dem Namen „Acqua di S.M Novella“ hergestellt und ist ein Bestseller.
Ein einmaliges Einkaufserlebnis, die Produkte werden in verschiedenen Räumen ausgestellt, man bekommt eine Karte, mit der man von Theke zu Theke geht, um die Produkte zu vermerken, die man kaufen möchten. Im hinteren Teil des Ladens zeigt man die Karte, dort bekommt man die Produkte schön eingepackt. Es gibt natürlich auch einen Onlineshop und 75 Shops weltweit, ist aber keiner vergleichbar mit Florenz.
Fieno (Hay) ist seit 1886 erhältlich!
Fieno bedeutet Heu auf Italienisch, ich habe meine Schulferien bei Großeltern auf dem Bauernhof verbracht und war süchtig nach aromatischem, kräuterigem und leicht honigartigem Duft von getrocknetem Heu. Wir haben hinter den Heubällen stundenlang Versteck gespielt, erst nach dem Sonnenuntergang rief Oma nach Hause, man bekam warme Milch, Scheibe Meisbrot aus unserem Steinofen im Hof und selbstgemachte Butter. Damals selbst verständlich, heute unbezahlbar.
Edelstes, weiches Heu in klösterlicher Mittagssonne vor Myrtenhecken umzingelt. Für mich hat dieser Duft etwas warmes, nostalgisches und erinnert mich an meine Kindheit, meine Oma und sorglosen, gefühlt ewig langen Sommertage. Karamellig kräuteriger italienischer Sommer, wir riechen ohnehin nicht mit der Nase sondern mit dem Hirn. Wenn du keine emotional geladene Heu Erinnerungen hast, wird dieser Duft anders für dich riechen. Vintage Vibe, aber nicht altbacken. Gutes Heu riecht frisch und blumig / kräuterig, auf keinen Fall muffig, modrig oder säuerlich! Es riecht frisch, nach Sommer, würzig und erinnert selbst im Winter vom Geruch an eine frisch gemähte Wiese. Zugegeben viele Menschen erkennen nicht mal Heu und Stroh. Ganz einfach zu merken: Stroh = Getreide, Heu = Gras.
Neben Heu riecht man Lavendel, Myrthe, Jasmin - eine so riechende Seife bekommt man in teueren Boutique Hotels an der Amalfi Küste. Die aromatische Umarmung von zarter Süße, die weder erstickt noch überwältigt sie.
Der Weißdorn ist auch enthalten.
Von Weitem mag der Duft lieblich und dezent erscheinen. Aus nächster Nähe duftet der Weißdorn jedoch stark süßlich, für manche sogar herb bis penetrant.
Warm, kräuterig, aromatisch, aber weich und ätherisch.
Dazu gesellt sich jede Menge Myrte (ich wünsche, sie käme öfter im Duft vor!), die dem ganz subtil mit ihrer frischen, medizinischen Blüte entgegenwirkt.
Die Note von frisch gemähtem Heu ist das Herzstück („fieno“) und ich rieche eine Dosis echtes Heu-Absolue – die einzigen anderen Düfte, in denen ich es entdeckt habe, sind Serge Lutens Chergui und Lorenzo Villoresi Yerba Mate. Es erinnert keineswegs an Scheunenhöfe oder „Pferdegeruch“; nein, das ist das Heu selbst, in Ballen, unter der Sonne.
Süßlichheuige, frischcremige Seife, wie sie meine Oma immer hatte. Lavendel, Kräuter, spätsommerliche Felder. Wohlig. Ländlich, eine Kreuzung zwischen Fröhlichkeit und Melancholie. Es erinnert mich an Herbstfahrten durch die Landschaft von Toskana.
Ich liebe den Duft von Heu, weil er eine ähnliche Rolle wie der Tabak in den Düften hat, aber viel leichter, weiblicher und grasiger ist. Fieno ist außergewöhnlich und triggert so viele Bilder im Kopf, ordentliche Sillage, Haltbarkeit liegt bei 4-5 Stunden,
Fieno ist eine olfaktorische Ode an den Charme der toskanischen Landschaft. Dieser Duft zeichnet sich durch ein Bouquet aus holzigen und blumigen Noten aus und erinnert an den unwiderstehlichen Duft von frisch geschnittenem Heu.
Der Duft der frisch gemähten Wiesen, Heu, bleiernse Hitze über der Toskana; Zikaden sägen, Olivenbäume schmucken wie Wattewolkchen die Landschaft.
Ein einmaliges Einkaufserlebnis, die Produkte werden in verschiedenen Räumen ausgestellt, man bekommt eine Karte, mit der man von Theke zu Theke geht, um die Produkte zu vermerken, die man kaufen möchten. Im hinteren Teil des Ladens zeigt man die Karte, dort bekommt man die Produkte schön eingepackt. Es gibt natürlich auch einen Onlineshop und 75 Shops weltweit, ist aber keiner vergleichbar mit Florenz.
Fieno (Hay) ist seit 1886 erhältlich!
Fieno bedeutet Heu auf Italienisch, ich habe meine Schulferien bei Großeltern auf dem Bauernhof verbracht und war süchtig nach aromatischem, kräuterigem und leicht honigartigem Duft von getrocknetem Heu. Wir haben hinter den Heubällen stundenlang Versteck gespielt, erst nach dem Sonnenuntergang rief Oma nach Hause, man bekam warme Milch, Scheibe Meisbrot aus unserem Steinofen im Hof und selbstgemachte Butter. Damals selbst verständlich, heute unbezahlbar.
Edelstes, weiches Heu in klösterlicher Mittagssonne vor Myrtenhecken umzingelt. Für mich hat dieser Duft etwas warmes, nostalgisches und erinnert mich an meine Kindheit, meine Oma und sorglosen, gefühlt ewig langen Sommertage. Karamellig kräuteriger italienischer Sommer, wir riechen ohnehin nicht mit der Nase sondern mit dem Hirn. Wenn du keine emotional geladene Heu Erinnerungen hast, wird dieser Duft anders für dich riechen. Vintage Vibe, aber nicht altbacken. Gutes Heu riecht frisch und blumig / kräuterig, auf keinen Fall muffig, modrig oder säuerlich! Es riecht frisch, nach Sommer, würzig und erinnert selbst im Winter vom Geruch an eine frisch gemähte Wiese. Zugegeben viele Menschen erkennen nicht mal Heu und Stroh. Ganz einfach zu merken: Stroh = Getreide, Heu = Gras.
Neben Heu riecht man Lavendel, Myrthe, Jasmin - eine so riechende Seife bekommt man in teueren Boutique Hotels an der Amalfi Küste. Die aromatische Umarmung von zarter Süße, die weder erstickt noch überwältigt sie.
Der Weißdorn ist auch enthalten.
Von Weitem mag der Duft lieblich und dezent erscheinen. Aus nächster Nähe duftet der Weißdorn jedoch stark süßlich, für manche sogar herb bis penetrant.
Warm, kräuterig, aromatisch, aber weich und ätherisch.
Dazu gesellt sich jede Menge Myrte (ich wünsche, sie käme öfter im Duft vor!), die dem ganz subtil mit ihrer frischen, medizinischen Blüte entgegenwirkt.
Die Note von frisch gemähtem Heu ist das Herzstück („fieno“) und ich rieche eine Dosis echtes Heu-Absolue – die einzigen anderen Düfte, in denen ich es entdeckt habe, sind Serge Lutens Chergui und Lorenzo Villoresi Yerba Mate. Es erinnert keineswegs an Scheunenhöfe oder „Pferdegeruch“; nein, das ist das Heu selbst, in Ballen, unter der Sonne.
Süßlichheuige, frischcremige Seife, wie sie meine Oma immer hatte. Lavendel, Kräuter, spätsommerliche Felder. Wohlig. Ländlich, eine Kreuzung zwischen Fröhlichkeit und Melancholie. Es erinnert mich an Herbstfahrten durch die Landschaft von Toskana.
Ich liebe den Duft von Heu, weil er eine ähnliche Rolle wie der Tabak in den Düften hat, aber viel leichter, weiblicher und grasiger ist. Fieno ist außergewöhnlich und triggert so viele Bilder im Kopf, ordentliche Sillage, Haltbarkeit liegt bei 4-5 Stunden,
Fieno ist eine olfaktorische Ode an den Charme der toskanischen Landschaft. Dieser Duft zeichnet sich durch ein Bouquet aus holzigen und blumigen Noten aus und erinnert an den unwiderstehlichen Duft von frisch geschnittenem Heu.
Der Duft der frisch gemähten Wiesen, Heu, bleiernse Hitze über der Toskana; Zikaden sägen, Olivenbäume schmucken wie Wattewolkchen die Landschaft.



sizilianische Zitrusfrüchte
Myrte
Weißdorn
Rose
Benzoe
Sandelholz
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