Sunday Cologne
Fantastic Man
2009 Eau de Parfum

Sunday Cologne / Fantastic Man (Eau de Parfum) von Byredo
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7.6 / 10 217 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Byredo für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2009. Der Duft ist frisch-würzig. Es wird von Manzanita Capital vermarktet.
Aussprache
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Duftrichtung

Frisch
Würzig
Zitrus
Grün
Holzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
SternanisSternanis BergamotteBergamotte KardamomKardamom
Herznote Herznote
RosengeranieRosengeranie WeihrauchWeihrauch LavendelLavendel
Basisnote Basisnote
MoosMoos PatchouliPatchouli VetiverVetiver
Bewertungen
Duft
7.6217 Bewertungen
Haltbarkeit
6.4181 Bewertungen
Sillage
5.8174 Bewertungen
Flakon
7.6177 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
5.557 Bewertungen
Eingetragen von RENATO, letzte Aktualisierung am 04.05.2024.
Wissenswertes
2011 wurde Fantastic Man unter dem Namen Sunday Cologne neu veröffentlicht.

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Rezensionen

6 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
9.5
Duft
FvSpee

323 Rezensionen
FvSpee
FvSpee
Top Rezension 23  
Fließende Schönheit
Es ist ja nun nicht so, dass mir JEDER Duft gefällt, der mit B anfängt und mit Yredo aufhört. Mojave Ghost find ich zum Beispiel eher furchtbar, und Seven Veils tendenziell geht so. Aber generell ist das schon beängstigend, dass ich fast immer ganz entzückend finde, was die sich an Düften so ausdenken. Und es wird noch beängstigender, dem Näschen an meiner Seite geht es genauso - und wir haben leider ansonsten meist divergente Duftvorlieben.

Bei meinem letzten Parfümkauf, der mit einem längeren Beratungsgespräch mit der Verkäuferin verbunden war, setzte diese sich anscheinend in den Kopf, dass moderne zitrische Düfte das Richtige für mich seien (gegen leichten Widerstand meinerseits) und packte mir zu meinem Einkauf zielstrebig je eine Probe "Carthusia Uomo" und "Byredo Sunday Cologne" (The Eau de Parfum formerly known as Fantastic Man Eau de Toilette, nicht zu verwechseln mit Byredo Sunday Cologne - The Cologne!) dazu. Im Laden hatte sie mir auch noch Orto Parisis "Bergamask" empfohlen. Alles drei sind in gewisser Weise recht ähnliche Düfte; im Ansatz eine klassisches zitrisches Sommercologne, dann aber modern und etwas gegen den Strich gebürstet mit auf den ersten Blick dazu nicht gerade orthodox passenden Zutaten verfeinert; der Carthusia macht dabei vom Image her auf "klassisch-konservativ", die beiden anderen eher auf experimentell. Alle drei erfreuen sich hier auf Parfumo übrigens keiner Spitzenbewertungen.

Während mir der Duft von Carthusia zwar konveniert hat, deutlich besser als es der hiesigen Durchschnittsbewertung entsprach, hat er mich aber doch nicht zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Bergamask hat mir bereits sehr gut gefallen, wobei ich die von vielen Rezensenten als grenzwertig stinkig empfundene vermeintliche Schweißnote, welche die Zitrik begleitet, eher als sauber salzig-mineralisch denn als müffelig wahrgenommen habe.

Der Byredo lässt es dagegen bei mir mal wieder krachen. Und wie sollte es anders sein, auch wieder bei meiner ständigen Begleiterin. Ihr Ausruf beim Blindtest auf meiner Haut: "Kauf dir den und schmeiß all deine anderen Düfte weg, naja FAST alle!".

Wie Hibou in seiner Erstrezension völlig korrekt bemerkt hat, ist das wieder mal so ein Duft, der sich nicht nach sauber abgrenzbaren Phasen chronologisch entwickelt, wie eine klassische Sinfonie mit mehreren Sätzen, sondern bei den Duftteppiche kaum merklich in- und auseinanderfließen wie bei einer modernen Klanginstallation. Und so erscheint mir die Aufteilung in Kopf-, Herz- und Basisnoten hier eher als Spielerei. Und überhaupt, die einzelnen Noten, hier scheint es mir noch weniger als bei anderen Düften furchtbringend, sie allzusehr analytisch zu zergliedern, der harmonische, aber auch spannungsreich fließende Gesamteindruck ist es hier, der zählt.

Wenn ich, um dann doch den Versuch zu unternehmen, das Ganze deskriptiv in Worte zu fassen (statt nur eine Geschichte oder Bilder zu dem Duft zu erzählen), dann ist das selbstverständlich eine ziemlich dominante Zitrik, dominanter als es die Duftpyramide vielleicht erahnen lässt. Diese erweist sich nicht als rasch verpuffender Kopfnotenblendgranate, sondern zieht sich durch den gesamten Duftverlauf, ja ich meine gelegentlich, sie wird mit der Zeit noch stärker. Gelegentlich kommt mir das Ganze eher wie Blutorange statt wie Bergamotte vor, unglaublich saftig und fleischig, mal bitterherb, mal süß akzentuiert, das könnten vielleicht die Einflüsse von Patschuli und Rosengeranie sein, ist aber nur eine Mutmaßung. Dieser (frucht-)fleischig-zitrisch-bitter-süße Duftteppich fließt ständig in einen zweiten, den ich (so wie es eigentlich die Beschreibungen zu "Bergamask" versprechen) als etwas animalisch-dreckig, ledrig, schweißig und derb-herb beschreiben würde, aber alles noch safe, noch zwei Handbreit diesseits der Grenze zur Stinkigkeit. Wenn ich auf die Duftpyramide schaue und mir die Noten Vetiver, Eichenmoos, Weihrauch (geht bei mir immer, vielleicht trägt der dazu bei, dass ich den Duft so mag), Rosengeranie, Sternanis und Patschuli ansehe, könnte das in etwa hinkommen. Mir ist klar, dass ich dabei die Rosengeranie und das Patschuli doppelt verwertet habe, aber ich sag ja, hier fließt alles ineinander. Und um das Spiel dieser beiden Duftteppiche miteinander rieselt und sprüht ständig eine prickelnde Schärfe, die mal mit der animalischen Seite als "gefährlich und abgründig scharf" zusammengeht, und mal mit der zitrischen Seite als "erfrischend scharf", das könnte vielleicht so von Richtung Kardamom (mag ich auch eigentlich fast immer) kommen.

Mit den Augen und mit dem Tastsinn betrachtet ein sehr heller, aber nicht grell strahlender, eher pastös-sämiger Duft, cremiges mattes Orange, erdige hellbraune Farben, hin und wieder dunkles und buntes. Flüssigkeiten, die ineinanderfließen und sich wieder trennen, mal irritierendes Perlen, bestrickende Farb- und Formenspiele.

Für mich große Duftkunst, schrammt nur ganz knapp an der Zehn vorbei. Gestern waren wir aus, sie trug Sminta von Harry Lehmann, ich diesen Byredo: Ich fand, wir haben als Paar noch nie so gut zusammen geduftet.

Wermutstropfen: Wie schon von anderen korrekt bemerkt, weist der Duft eine schwache Haltbarkeit auf (bei mir trotz guter Dosierung etwa 4-5 Stunden), eher am Duftnamen "Sunday COLOGNE" orientiert als an der Konzentrationsangabe "EDP". Und nach etwa 1-2 Stunden wird der Duft sehr skinny, was, da der Duft so betörend ist, zum ständigen-Handgelenk-an-sie-Nase-drück-Syndrom führt, dem Duftliebhaber-Gegenstück zum grenzdebilen Starren aufs Smartphone beim Gang durch die Stadt. Bei einem doch recht hochpreisigem Duft etwas ärgerlich, und die Empfehlung "ständig nachsprühen" ist da vielleicht etwas dekadent. Damit vielleicht eher kein geeigneter "Arbeitsduft" für ständig. Andererseits: Wer 30, 50 oder gar 100 und mehr Düfte besitzt wie viele Parfumos und diese regelmäßig abwechselnd nutzt, der kann sogar mit einem 50-ml-Flakon und trotz großzügiger Dosierung viele Jahre auskommen.
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9
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
9
Duft
Parma

261 Rezensionen
Parma
Parma
Top Rezension 19  
Easy Sunday
Ein Sonntag Morgen: Ausgeschlafen, geduscht und den Kaffeeduft schon in der Nase, lege ich voller Vorfreude auf einen freien und entspannten Tag Sunday Cologne auf. Er vermittelt Frische, ist elegant, gepflegt, etwas ernst, modern und gleichzeitig klassischen Eau de Colognes verhaftet. Durch den schönen Kommentar von FvSpee wurde ich auf ihn aufmerksam.

Duftverlauf:
Sunday Cologne eröffnet mit einer markanten, schneidend säuerlich-zitrisch-herbwürzigen Note, die ich v.a. der Bergamotte zuschreibe, die hier recht aromachemisch wirkt. Des weiteren sind Rosengeranie und Weihrauch in zweiter Reihe tonangebend. Der Sternanis unterstützt die herbfrische Ausrichtung durch eine leicht bittere, in Ansätzen lakritzige Note. Um den Duft vor allzu großer Strenge zu schützen schwingt eine ganz dezente, unterschwellige Grundsüße mit. Aus der Basis ist sehr zurückhaltend das Vetiver auszumachen. Insgesamt neigt der Duft etwas zum Artifiziellen, aber im positiven Sinn (wertige Synthetik), und vor allem zu Beginn fast zur Überzeichnung. Die verleiht dem Duft einen klaren modernen Charakter, der an heutige aromachemisch-bergamottig-zentrierte Düfte erinnert. Diese zeichnen sich meiner Erfahrung nach durch eine intensive Säuerlichkeit bei gleichzeitiger Dichtigkeit und eher dumpfer Ausprägung aus. Durch seine Linearität bekommt man vom Anfang bis Ende das gleiche Duftempfinden.

Haltbarkeit und Sillage:
Auf meiner Haut hält der Duft etwa 3-4 Std. gut wahrnehmbar, danach nimmt er zügig ab und ist etwa nochmal so lang hautnah präsent. Für ein EdP ist das schon eine recht überschaubare Haltbarkeit. Die Sillage ist sehr zurückhaltend. Eine Überdosierung ist aus meiner Sicht nicht möglich.

Einsetzbarkeit:
Durch die oben beschriebene Duftcharakteristik wirkt der Duft eher elegant und ist zu formelleren Anlässen gut tragbar. Aufgrund seiner gedimmt zitrisch-säuerlichen Frische ist er sowohl an sehr warmen Tagen eine gute Wahl, wie durch seine markante Herbwürzigkeit auch an kühleren.

Fazit:
Mit dem Sunday Cologne ist Byredo eine sehr moderne Interpretation eines klassischen Eau de Colognes gelungen, welche Frische mit Ernsthaftigkeit verbindet. Er neigt leicht zur Überzeichnung, ist damit aber markant und hat Charakter.
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7.5
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
7
Duft
Leimbacher

2784 Rezensionen
Leimbacher
Leimbacher
Top Rezension 14  
Suboptimaler Sommer-Superheld
Das Byredos Minimalsimus gut mit klassischen Eau de Colognes oder Sommerparfums konform geht, war mir klar und ich war eher überrascht, warum die Marke nicht viel mehr Düfte dieser zitrisch-unterkühlten Richtung anbietet. Andererseits habe ich Blanche, Palermo und bis heute Sunday Cologne auch noch nicht getestet.

Sunday Cologne, ehemals Fantastic Man, startet explosiv zitrsich, dynamish, leuchtend und eiskalt. Gefühle kennt das Parfum nicht, dafür umso mehr Erfrischung. Gerade der Anis verleiht diesen ultrahohen Noten nochmal ordentlich Schwung und Likör-Geschmack. Minimale Kardamom-Süße, die dann zügig in grünes, wirklich tolles Weihrauch-Eichenmoos übergeht folgt. Dann erfrischt der Duft zwar nicht mehr so stark, ist dafür aber wunderschön frühlingsgrün und klassisch herb, um nicht zu sagen maskulin. Aber dann würden weibliche Träger verschreckt, denen diese herbe Art nicht umbedingt ein Dorn in der Nase sein sollte. Sehr hochwertig und schön alles, jedoch für mich nicht komplett den Preis wert und eine kommende EdC-Version ist etwas witzlos, da diese Version hier schon recht schwach auf der Brust ist.

Flakon: habe ich eigentlich schon gesagt, dass ich die Magnetkappen sehr mag?
Sillage: beißend zitrsich, aber doch irgendwie zahnlos.
Haltbarkeit: großer Knackpunkt, nach 5 Stunden max. ist bei mir Schluß.

Ein ultramodernes Sommerparfum, egal ob nun EdC oder EdP. Jedoch auch nicht ohne Schwächen und nichts für Sammlungen, in denen sich schon viele zitrische Sommerparfums tummeln.
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7.5
Flakon
2.5
Sillage
5
Haltbarkeit
8
Duft
FLUidENTITY

246 Rezensionen
FLUidENTITY
FLUidENTITY
Top Rezension 9  
Der nubulöse Flui vor dem Fernseher
Dienstag: Als der Flui neulich abends zum Fenster rausschaute und mit dem Wetter voll unzufrieden war, dachte er sich ein entschiedenes *Hrmpf“ und stapfte zu seinem DVD Regal. Rein mit der Skyfall-Scheibe, da schiffts auch in London am Anfang. Fehlte nur noch ein passender Duft zum abendlichen DVD Gucken. Und weil alles wie ein verregneter Sonntag im November aussah, (keine Menschen auf der Straße in Muc Downtown, obwohl Dienstag) durfte Sunday Cologne dem Flui beim DVD Gucken Gesellschaft leisten.

Donnerstag: Same here. Von 10 morgens bis durchgehend 7 abends Uni gehabt. Nach was sehnt sich der Flui hier? Richtig, nach Wochenende. Zum abendlichen gedanklichen Abschalten ein schöner Duft: Sunday Cologne. Und so lag der Flui auf seinem Bett mit dem Schlepptop auf dem Bauch (sau bequem gerade, echt) und begann an einem Kommentar zu feilen. (2ter Testlauf)

Hibous Kommentar ist großartig, und der Duftverlauf ist dabei auch super beschrieben. Wie Hibou sagt, passt der Duft in ein modern eingerichtetes Stadtapartment. Bis auf die Dachterrasse wohnt der Flui auch in einem rein schwarz weiß und dabei minimalistisch eingerichteten, aseptischen Apartment (Zen-mäßig). Da passt ein schwarz weißer Byredo Flakon auch gut rein, ziert ja schon ein Byredo mein Duftregal.

Byredo ist eine moderne Marke. Skyfall ist ein Bond, der im 21. Jhdt. angekommen ist und ein Bild der modernen Welt zeichnet. Ich finde einige Merkmale, (wie sachlich schreibe ich denn grad gerade, naja egal) passen wunderbar zu SC.

Als erstes einmal ganz grundlegend und offensichtlich: SC ist dezent und zurückhaltend, nun gut, da kriegt der Flui jetzt noch keinen Nobelpreis für Erkenntnistheorie. Ist aber wichtig um den Duft im 21. Jhdt zu situieren. Also um das alles schön positiv zu formulieren: SC setzt auf Understatement. Grob auffallen ist genauso out wie ein lauter Handy-Klingelton in der S-Bahn und schickt sich nicht.

Dies führt mich zu einem weiteren Punkt. In Skyfall ist das Londoner U-Bahn Netz der Ausdruck dessen, wie in unserer Welt operiert wird. Alles geht smart im Datengewirr- und Gewutzel von sich und bleibt dabei im Schatten. Es gibt im Vergleich zu früher weniger konkrete und traditionsbeladene Trennlinien, alles ist mehrdeutiger geworden. Nationenzugehörigkeit? Ist zweitrangig, das Individuum ist selbstständig. Grenzen auf Landkarten? Tun nichts zur Sache. Konturen und Grenzen, die mehr oder weniger nur der Tradition halber aufrecht erhalten werden, werden aufgelöst. An die Stelle der offensichtlichen Eindeutigkeit tritt etwas Nebulöses, Ungreifbares, Mehrdeutiges. (Boa, was für eine fluistische Sozialanalyse ;)

So, und jetzt kommt vielleicht des Fluis Lieblingsfigur in Skyfall: Patrice. Ein ambivalentes Sinnbild. Allein der Name, man weiß so gesehen nicht, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Er wird als Geist beschrieben, da er kein Herkunftsland und keinen offiziellen Wohnsitz hat. Dabei arbeitet er weltweit, egal wer ihn beauftragt, ob ein Kapitalist, ein Kommunist, ein Terrorist oder ein Freiheitskämpfer. Diese antiquierten Bezeichnungen/Kategorien sind nicht mehr trennscharf zu unterscheiden im 21. Jhd. Und auch bei dem Bösewicht Silva, was für ein ambivalenter Name, geht beides, ist bisexuell. Also wieder sämtliche traditionellen Kategorisierungen, auf die man früher schwor, sind verwischt. Achso, ja, Sunday Cologne.

SC ist ebenso ambivalent. Dazu zählt ganz grundlegend, dass er ein Unisex-Duft ist, also ein dezenter Unisexduft.
Vielleicht so: Die Frische stellt sich selbst in Frage, wegen der in die Frische integrierten Würzigkeit. Ja, das ist vielleicht der Clou an der Komposition und deshalb mag ich SC.
Dabei ist SC sehr weich und gleichzeitig frisch und würzig. Dabei aber so „aufgeräumt“ würzig. Die Würze hält sich ganz dezent im Hintergrund und schickt die „leere“ Frische vor. Das, was ein eindeutiges Gesicht hat, bleibt im Hintergrund, das Nebulöse, Ungreifbare, wird vorgezeigt. Die Frische ist zitrisch und einfach so wenig direkt festgelegt, sie ist einfach sehr vage gehalten, wie ich es noch nie bei einem frischen Duft gerochen habe, vielleicht ist es mit die Würzigkeit, die diese Frische so ungreifbar, ja unverfügbar macht irgendwie.
So viel Entwicklung macht sich bei mir gar nicht bemerkbar, nur dass die Würzigkeit ein wenig flackert und für ein wenig Abwechslung sorgt. Man könnte den Duft als Thema mit Variation (da muss der Flui den Musikwissenschaftler raushängen lassen ;) bezeichnen.
Die Würzigkeit nimmt der Frische eine mögliche Eindeutigkeit und lässt den gesamten Duft dadurch in der Schwebe. Frisch-würzig-weich ist es, was beim Flui unterm Strich rauskommt bei diesem tollen Duft. Zitrone und Würze verschleiern die Frische.

Die Haltbarkeit ist leider 21. Jhdts. gemäß dezent, aber ich finde zu dezent. Also es soll ja ein EdP sein, aber echte EdP Haltbarkeit ist anders. (Dämliches 21. Jhdt so gesehen).

Alle Byredo Flakons sind schwarz/weiß, für wen soll das sein? Mann oder Frau. Viele Byredo Düfte wechseln ihre Noten so schlaglichtartig, wie ein Chamäleon die Farbe. Bei M/Mink zerschmelzen viele verschiedene Künste zu einem Gesamtkunstwerk. Und nicht zuletzt hieß Sunday Cologne früher auch mal anders, nämlich Fantastic Man. So, und jetzt ist meine Phase ganz analytisch, kopflastig an Düfte heranzuschnppern zum Glück auch schon wieder vorbei.
Letzten Endes lässt sich hier noch sagen, es gibt keine trennscharfen, traditionsbeladenen Grenzen mehr, was sich auch in der Duftwelt zeigt.
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5
Flakon
5
Haltbarkeit
7
Duft
Acroflyer

1 Rezension
Acroflyer
Acroflyer
Wenig hilfreiche Rezension 2  
Position
tja, was ist es nun ?

ein Eau de Cologne, ein Eau de Toilette oder gar ein Eau de Parfum, wie auf dem Etikett steht ??

Der Hersteller trägt da nicht zur Sicherheit bei, wenn ich höre, daß der Vorgänger (bei gleicher Zusammensetzung) ein EdT war....

zweifelsfrei ein toller Sommerduft für Männer, aber die Haltbarkeit des Duftes, oder auch die Verfallszeit, Mann oh Mann.....habe ihn abends aufgesprüht, aber am nächsten Morgen riechst du nichts mehr....bei einem EdP habe ich nun mal andere Ansprüche als bei einem EdT oder EdC....

Mein "Herbst/Winterparfum" ist Invigorating von Boadicea und wollte nun auf Sommer umstellen, aber das ist nicht so einfach....

beim Duft lag ich richtig, aber -wie gesagt- die Dauer des Duftes.....

vielleicht hält er bei anderen Menschen länger....
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Weitere Rezensionen

Statements

45 kurze Meinungen zum Parfum
SalvaSalva vor 3 Jahren
4
Sillage
4
Haltbarkeit
7.5
Duft
Sonntag morgens
Sonne scheint rein
Regenbogen zeigt sich
Im Bett liegen
Herumwälzen
Mausi schlüpft hinein
Mit Zitronentee
Ich genieße
21 Antworten
FvSpeeFvSpee vor 4 Jahren
8
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
9.5
Duft
Orangene Zitrik, bald zartsüß, bald herb, wogt stundenlang im Liebesspiel mit hellbrauner Erde. Es fließt salzig und sämig.
11 Antworten
ParfümleinParfümlein vor 1 Jahr
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Eleganter Sommerduft für den schicken Herrn. Frisch, zitrisch, etwas holzig, weniger würzig und doch tiefgründig durch Weihrauch & Lavendel.
2 Antworten
FragFreak666FragFreak666 vor 2 Jahren
7
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
7.5
Duft
Sonntagmorgen. Sonnenschein. Frisch aus der Dusche. Frisch rasiert. Zitrisch wird der Tag geküsst. Im Verlauf immer tiefer und würziger.
3 Antworten
LaViolettaLaVioletta vor 3 Jahren
3
Sillage
5
Haltbarkeit
7
Duft
zitrisch-schriller Glasreiniger der die Nase streifenfrei poliert…
8 Antworten
Weitere Statements

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So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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