He Wood Rocky Mountain Wood 2009

He Wood Rocky Mountain Wood von Dsquared²
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7.6 / 10 385 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Dsquared² für Herren, erschienen im Jahr 2009. Der Duft ist holzig-würzig. Es wurde zuletzt von Angelini Beauty vermarktet.
Aussprache
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Duftrichtung

Holzig
Würzig
Rauchig
Erdig
Frisch

Duftnoten

VetiverVetiver ZedernholzZedernholz WeihrauchWeihrauch weißer Pfefferweißer Pfeffer VeilchenVeilchen Kanada-Lilie mineralischer Ambermineralischer Amber MoschusMoschus

Parfümeur

Bewertungen
Duft
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Haltbarkeit
7.0288 Bewertungen
Sillage
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Flakon
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Preis-Leistungs-Verhältnis
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Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 14.04.2024.

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Rezensionen

29 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
MelBushman

3 Rezensionen
MelBushman
MelBushman
Top Rezension 65  
Der Initiationsritus
Faul lümmle ich mit Zeitung, Laptop und Fernseher am Frühstückstisch als mich mein Hund Manfred mit Dauergenöle zum Gassigehen nötigt.
Im heimischen Forst beobachte ich neidisch, wie Manfred verzückt an jedem Baum sein Bein hebt und genieße die würzige feuchte Stille, die uns einhüllt. Dieser Duft nach Holz und Erde, Freiheit und Kameradschaft - könnte diese Erfahrung nicht in einem Duft synthetisiert werden? Nachdenklich gehe ich mit Manfred nach Hause.

Beim Durchwühlen von Parfumo werde ich fündig und notiere mir Diverses.
Es wird Zeit, dass ich mich als würdiges Mitglied diesen illustren Kreises erweise, den Initiationsritus des echten Parfumos durchschreite, mein erlerntes Wissen anwende. Muss ich noch ein paar Katzenbilder auf meine Seite laden?

Nachts wälze ich mich unruhig hin und her. Ich träume, dass der zylindertragende Seitenbetreiber von Parfumo mich mit einer riesigen Flasche 4711 durch ein dunkles Labyrinth jagt .
Als ich schweißgebadet erwache steht mein Entschluss fest: Ich werde heute bei Douglas einen Abstecher machen, der Tag meiner Eignungsprüfung ist gekommen.

Sorgfältig wähle ich mein Outfit für diesen Anlass um mein Anliegen einer maskulinen Walderfahrung beim Personal zu visualisieren. Aus dem Spiegel blickt mich ein Hybrid von Reinhold Messner und Bobby Ewing an, Perfekt! Lächelnd werfe ich meinem Spiegelbild ein Kusshändchen zu.
Meinen Spickzettel , den ich mir gestern bei Parfumorecherchen zusammenschrieben habe, stecke ich in die Jackentasche. Ich möchte ungern als unwissender Dufteumel von den Damen eingestuft werden-.

Schwungvoll betrete ich die Douglasfiliale und ein bezauberndes Wesen mit Glitzerohrringen schwebt verbindlich lächelnd auf mich zu. Ich schildere ihr mein Anliegen: feuchte Erde, hohe Tannen, viel Holz und einen Schuss Melancholie. Ich strahle sie an und fühle mich als echter Parfumo, eingeweiht in die Mysterien der Kopf-Herz-und Basisnoten.
"Ich bin ein Parfumo!" schiebe ich nach und fühle mich wie weiland John F. Kennedy.
Sie sieht mich bewundernd an, führt mich wortlos an den Tisch mit den Neuerscheinungen und fängt an, mir wahllos Düfte auf Papierstreifen aufzusprühen mit ganz uninspirierten Kommentaren, wie: "Grade neu reingekommen", "Wird gern gekauft", "Kommt gut bei Männern an".
Nein, sie hat mich nicht verstanden. Als ich erneut zum Erklärungsversuch ansetze wird ihr Lächeln etwas bröselig und ich werde an die Männerregale verwiesen "Sie können sich gern selbst umsehen".
Oh , Servicewüste Deutschland...

Ich schnappe mir einen Berg Papierstreifen, zücke unauffällig mein Spickzettelchen und fange an, mich wild durch die Regale zu testen, zeige mich kompetent indem ich den Streifen unter meiner Nase hin-und herwedle und markiere die Streifen sorgfältig mit dem jeweiligen Namen .

Inzwischen hat Glitzerohrring scheinbar Verstärkung angefordert und nun stehen da 3 hübsche Douglasien und beäugen mich von weitem.
Ich winke ihnen fröhlich mit tränenden Augen durch den Alkoholnebel zu und teste fleißig weiter. Offengestanden habe ich mich schon längst entschieden und rieche auch schon längst nichts mehr , aber ich will auf keinen Fall den Eindruck der Anspruchslosigkeit erwecken.

Die Geschäftsführerin, deren faltiges Gesicht aussieht wie ein Experiment von Bob Ross für
"Malen-nach-Zahlen" , stellt sich neben mich und fragt streng: "Haben Sie sich schon entschieden?"
"Nein!", kontere ich und blicke ebenso streng zurück.
Ihr Gesicht fällt zusammen wie ein bunter Luftballon und beleidigt gibt sie auf .

Nach einem ausführlichen Niesanfall flüchte ich aus der nun bestialisch stinkenden Männerecke , schiebe die unzähligen Papierstreifen in meine Jackentasche und schnappe mir im Vorbeigehen noch eine Fältchencreme, um einen guten Eindruck bei Glitzerohrring zu hinterlassen.

Als ich an der Kasse zahle bemerke ich eine gewisse Verunsicherung, verängstig drängen sich die Mitarbeiterinnen aneinander : Halten die mich für einen Parfum-Terroristen?
Ich schenke Glitzerohrring ein lässiges Lächeln voll männlicher Überlegenheit und beruhige sie: "Sobald ich eine Auswahl getroffen habe , komme ich wieder vorbei!".
Die aufkeimende Panik in ihren Augen interpretiere ich als Abschiedsschmerz.

Zuhause hole ich die unzähligen, sorgfältig beschrifteten Papierstreifen aus meiner Jacke und breite sie auf dem Couchtisch aus. 32 Stück!
Innerhalb weniger Minuten riecht mein Wohnzimmer unerträglich. Bis auf einen Streifen versiegle ich den Rest in einer Frischhaltetüte, Die bringe ich meinem Freund Karl mit, seine Junggesellenbude kann eine Duftdusche ertragen.

Diesen einen Papierstreifen halte ich genüsslich unter meine verätzten Nasenschleimhäute: Hier ist er, mein Wald, feucht und erdig, dunstig und melancholisch. Schon der Name: Rocky Mountain Wood, genau das richtige für einen urbanen Paul Bunyan wie mich!

Zufrieden räkle ich mich auf dem Sofa mit einem Eisbeutel auf meinen verquollenen Augen: Meinen Initiationsritus habe ich mit Bravour bestanden! Jetzt erst bin ich ein echter Parfumo! Don kann stolz auf mich sein!

Ich denke an Glitzerohrring. und bekomme unbändige Lust auf einen erneuten Besuch bei Douglas! Am Besten gleich morgen!
18 Antworten
9
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
10
Duft
Stoffl

1 Rezension
Stoffl
Stoffl
Top Rezension 20  
Heimat
Was für ein seltsam ambivalenter Begriff das doch ist. Fragt man 3 verschiedene Menschen nach ihrem Verständnis von Heimat, so bekommt man mit relativer Sicherheit 3 vollkommen unterschiedliche Erläuterungen. Die einen verstehen unter Heimat etwas Greifbares, quasi ein Besitztum. Sei es das Haus, die Wohnung, das buchstäbliche Dach über dem Kopf, das man sich mühevoll erarbeitet hat. Andere verbinden damit ganze Orte. Das Dorf oder die Stadt in der man seine Kindheit oder aber die meiste Zeit seines Lebens verbracht hat, oder manchmal auch gerade erst hingezogen ist. Sogar ganze Länder oder Kontinente werden mit dem Begriff in Verbindung gebracht, bis hin zur Ablehnung jeglicher Grenzen selbiger - der holistische Ansatz, man sei lediglich Erdenbürger und grundsätzlich überall zuhause.
Wieder andere verbinden damit ein abstrakteres Gefühl von Geborgenheit, Zugehörigkeit oder Zusammenhalt. Nicht selten spricht man vom sogenannten verwurzelt sein.

Besser als durch letztgenannten Ausdruck ist dieser tolle Flanker von Dsquared für mich nicht zu beschreiben. Der Duft erinnert mich zwar weniger an die Rocky Mountains, dafür umso mehr an Heimat, an die sprichwörtlichen Wurzeln. Nicht an meinen Wohnort, sondern vielmehr den kleinen, knapp 3000 Seelen Ort in den östlichen Alpen, in dem ich so viele wunderschöne Sommer als Kind verbracht habe. Jenen Ort, indem schon mein Vater als kleiner Bub über grüne Almwiesen und durch die Wälder gelaufen ist. Den ehemaligen Wohnort meiner Großeltern, wo die Zeit vermeintlich still steht und wo alles so bleibt wie es schon immer war. Wo gefühlt jeder den anderen namentlich kennt und beim selben auch nennt. Wo die Luft noch richtig sauber ist und wo man sich nach nächtlichem Regen, beim Öffnen des Fensters am Morgen wie in eine andere Welt versetzt fühlt. Besonders dann, wenn sich leichter Nebel über die Wiesen und die smaragdgrünen Wälder gelegt hat.

Rocky Mountain Wood ist wie ein Urlaub an besagtem Ort. Ein Spaziergang durch den Wald erfrischt den Geist, man saugt in aller Ruhe die Atmosphäre auf und der angenehme Duft von Nadelholz und würzigem Moos liegt in der Luft. Die Stimmung ist friedlich, beruhigend. Irgendwo hört man in der Ferne einen kleinen Gebirgsbach plätschern, der sich seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden unverändert und stetig seinen Weg durch den Fels bahnt. Im Gegensatz zum laliqueschen Pendant, ist das dsquaredesque Dickicht keinesfalls bedrohlich. Angst sich im Dunklen zu verirren, vom Weg abzukommen oder beim Sturm durch schwere, umknickende Bäume erschlagen zu werden braucht man hier nicht haben. Ich kenne diesen Wald hinter dem Haus und auf der Anhöhe gegenüber wie meine Westentasche. Die Bäume und Pflanzen die hier wachsen, die Vögel welche hier leben und fröhlich zwitschern aber sich selten innerhalb des Waldes, sondern meist nur am Vogelhäuschen vorm Küchenfenster näher beobachten lassen, die Rehe und Hirsche deren Bestand Opa in der wärmeren Jahreszeit kontrolliert und die er im Winter gefüttert hat. Ebenso die Lichtung, etwas weiter oben am Berg, mit ihren zarten, kleinen, lila Blümchen, von denen ich bis heute nicht weiß wie sie tatsächlich heißen. Und dennoch, obwohl du mir so vertraut bist, obwohl ich dich so gut kenne, kann ich in dir bei jedem Spaziergang etwas Neues entdecken und dir abgewinnen.

Opa hat dein Holz im Schuppen hinterm Haus meistens zu Brennholz verarbeitet. Ganz gleich ob Scheite oder Spreißel, derartige Virtuosen mit der Axt findet man hierzulande kaum mehr. So manch einer gleitet mit dem heißen Messer durch die Butter nicht so geschmeidig wie du mit der Axt durchs Holz. Und überhaupt, geschnitzt wird nicht mit dem Messer sondern dem Beil.
Meinen Lieblingsbaum im Garten hast du auch auf dem Gewissen. Da klettert man einmal als Kind zu hoch auf den Hollerbaum wo einen die Äste nicht mehr tragen und dann sowas. Wegen eines durchgebrochenen Asts hättest du mich ja nicht gleich am ganzen Baum rächen müssen. Immerhin warst du ja eigentlich ein sehr ausgeglichener, friedlicher, ruhiger, wenn auch zutiefst emotionaler und leicht gerührter Mensch. Aber gut, deine Kinder, Enkelkinder und insbesondere deren Wohlergehen waren dir neben der fast ausschließlich körperlichen, harten Arbeit eben immer schon das Wichtigste. Die Höhenangst aufgrund dieses Vorfalls - oder besser gesagt die Angst irgendwo durchzubrechen - ist mir übrigens bis heute geblieben.

Als ich letztens nach langer Zeit die Türe zu deinem Schuppen an einem verhältnismäßig warmen Wintertag wieder einmal aufschloss und einen kurzen Rundgang durch deine Werkstatt tätigte, hatte das etwas Magisches. Diesmal waren es jedoch nicht die Späne die mir Tränen in die Augen trieben, wenngleich ich hätte schwören können, dass der Holzstaub samt seinem unvergleichlichen Duft nach wie vor durch die Luft flog so wie er es immer getan hat. Die Holzscheite ordentlich und sauber gestapelt an der Wand, dein Werkzeug nach wie vor korrekt an seinem Platz und die Holzfiguren, die an der Wand hängen zeugen von deinem Schaffen. Hier warst du in deinem Element - und es fühlt sich so an als wärst du es auf die eine oder andere Weise noch immer.

Heute erinnert mich deine Uhr, die ich mir am Arbeitsplatz an die Pinnwand gehängt habe an dich und all die schönen, gemeinsamen Erlebnisse. Ich empfinde sie als ein passendes Symbol. Einerseits, dass die Zeit vor uns allen nicht Halt macht und wir sie deshalb auf angemessene Weise mit denen verbringen sollten, die uns am wichtigsten sind. Andererseits, dass es diese Orte, an denen die Zeit vermeintlich still steht immer noch gibt. Man sollte sich nur genug Zeit nehmen sie hin und wieder zu besuchen. Und für die Momente in denen das gerade tatsächlich nicht möglich ist gibt es diesen wundervollen Duft. Quasi als kleinen, zirka 7 bis 8 stündigen Ausflug für das geistige Auge dorthin wo man sich daheim fühlt.
Danke Opa, danke Dsquared.
3 Antworten
10
Flakon
10
Duft
Alex0792

5 Rezensionen
Alex0792
Alex0792
Top Rezension 19  
Geerdet
Nach fast einem Jahr bei Parfumo habe ich mich endlich dazu entschlossen einen Kommentar zu verfassen und zwar nicht zu einem der "Partydüfte" aus meiner Sammlung, wie Fierce oder Bentley for Men Intense, sondern einen für mich sehr wichtigen Duft aus meiner Sammlung, nämlich He Wood Rocky Mountain Wood von Dsquared.

Tja, wo soll ich anfangen, angefangen beim minimalistisch gehaltenen Flakon aus dunklem Holz, der im "Mainstreambereich" seinesgleichen sucht, bis hin zu diesem grandiosen Duftauftakt, bei dem ich finde viel besser kann man das Thema Holz nicht aufgreifen. Als Vergleich ziehe ich Encre Noire, dass ich auch besitze, mir beileibe aber nicht so gut gefällt, wie der Dsquared. Ich weiß nicht an was es bei Encre Noire liegt, aber dort finde ich das dunkle Holzthema nicht so gut aufgegriffen, irgendwie für mich zu dunkel und zu schwer. Im Gegensatz dazu finde ich den Rocky Mountain Wood perfekt ausbalanciert und es wird geschafft, das Holzthema ausgewogen zu präsentieren, indem es nicht zu schwer und dunkel, aber gegen Ende des Duftverlaufs auch nicht zu süß wird.

Was macht aber diesen Duft jetzt so besonders für mich, warum mein erster Kommentar gerade hier ?

Es ist dieses Gefühl an einem Sonntag nach einer Partynacht, man hat in der Früh noch irgendeinen viel zu süßen Duft in den Klamotten hängen, den man am Abend zuvor aufgetragen hat, obendrein noch fürchterliche Kopfschmerzen und einen viel zu leeren Geldbeutel .. Aber das alles ist vergessen, wenn ich nach einer ausgiebigen Dusche und einem guten Frühstück, ein-zwei Spritzer vom Rocky Mountain Wood auftrage und danach einen Spaziergang durch den Wald unternehme, dieses Gefühl von Freiheit und den Kopf-frei-kriegen lässt sich eigentlich nicht beschreiben.

Es ist dieses Gefühl von geerdet sein, nach einer viel zu langen Partynacht und einem matschigen Burger, irgendwann um halb 5 in der Früh, und dann am nächsten Tag einfach mal der Welt entfliehen. Bis man dann merkt, dass die Welt sich weiter dreht.
4 Antworten
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
DonJuanDeCat

2035 Rezensionen
DonJuanDeCat
DonJuanDeCat
Top Rezension 12  
Waldspaziergang im Herbst
Ich mag Wälder. Schon als Kind habe ich gerne Waldmotive gezeichnet, zwar hauptsächlich mit Tannen, da die gezackten (Weihnachtsbäume) einfacher zu zeichnen waren, aber schon damals war mir die Natur wichtig, so dass ich bis heute Wälder ziemlich mag. Deswegen gefallen mir holzige Düfte sehr, vor allem wenn sie (natürlich) gut gemacht sind und schöne grüne und erdige Noten ausstrahlen, so wie hier bei Rocky Mountains.

Der Duft:
Nach einer zunächst nicht weiter definierbaren, grün-waldigen Note machen alsbald der Vetiver und die Zeder den Anfang, dazu gesellt sich schnell der Pfeffer dazu. Der Holzduft ist sehr authentisch und duftet frisch, die grünen Noten, zusammen mit dem erwähnten Vetiver, lassen den Duft wie ein Wald wirken.
Ab der Herznote kommt der Weihrauch hoch und vermittelt den Eindruck eines feuchten und dunstigen Waldes. Einige leichte, blumige Noten könnten die am Rand der Wanderpfade blühenden Blumen sein. Amber und Moschus sind kaum zu riechen, der Duft ist auch nicht süßlich.
In der Basis bleibt der Duft schön holzig-grün mit leichten pfeffrigen und natürlich auch erdigen Noten, die pfeffrigen Töne klingen mit der Zeit aus.

Die Haltbarkeit und Sillage:
Die Haltbarkeit beträgt etwa acht bis zehn Stunden, eigentlich sogar etwas mehr.
Die Sillage ist ganz okay und der Duft ist gut an einem wahrzunehmen. Eine große Duftfahne wird er nicht hinter sich lassen, aber die Ausstrahlung ist dennoch gut und steigt immer wieder auf. Bei einem Waldspaziergang, wo es vor allem noch geregnet hat und der Wald auch etwas feucht riecht, wird der Duft aber wohl sich mit der Waldatmosphäre vermischen.

Der Flakon:
Eigentlich ist der Flakon simpel. Der Duft ist in einen rechteckigen und durchsichtigen Flakon gefüllt worden, ist aber dafür von einem schönen, dunkelbraunen Holzrahmen umgeben. Auf der Vorderseite steht die Duftreihe, auf dem Holzrahmen der Name des Duftes. Der Deckel ist quadratisch und schwarz. Er passt zwar, ist aber leider aus Plastik. Wenn er auch aus Holz gewesen wäre, würde der Flakon um einiges edler und besser aussehen, dennoch ist der Flakon aber gut gemacht worden. Nur liegt er nicht gerade sehr bequem in der Hand.

Rocky Mountains erinnert mich an, naja wie eben erwähnt, an die Natur. An Waldspaziergänge, nicht unbedingt im Hochsommer, aber im Frühling und Herbst. Er gibt einem ein schönes und befriedigendes Gefühl des Wohlbefindens. Einzig der Pfeffer könnte einige zunächst nerven, er ist zwar nicht sonderlich stark, aber verschwindet erst in der Basis so langsam und man hätte auch gänzlich auf ihn verzichten können.

Im Prinzip ist Rocky Mountains ein Allrounder, benutzbar in jeder Jahreszeit. Verwendbar als Tagesduft, sowohl auf der Arbeit, aber mehr sogar in der Freizeit, aber vielleicht weniger geeignet als Ausgehduft.

Ich würde den Duft auf jeden Fall mal testen, ich finde, dass er zu den guten Holzdüften gehört.
2 Antworten
5
Haltbarkeit
8
Duft
Apicius

1106 Rezensionen
Apicius
Apicius
Top Rezension 21  
Rauchig, aber dezent
Nach dem Riesenerfolg von Terre d‘Hermès wird die Kombination von Zedernholz und Vetiver als Basisnote auch von anderen gerne aufgegriffen. Zurecht, denn das sind gute Voraussetzungen für prägnanten, bitteren und trockenen Charakter eines Parfums. Und schön finde ich es, wenn diese Kombination nicht einfach nur kopiert wird, sondern wenn sich die Parfumeurin, wie hier Daphné Bugey, erfolgreich um eine eigenständige Variante bemüht hat.

Die Ähnlichkeit zur Terre d‘Hermès Familie erschließt sich indes erst auf den zweiten oder dritten Blick, denn diese Kombination wird stark abgewandelt. Der Duft beginnt mit dunkler Holzigkeit, in die das Vetiver erst sehr zaghaft hineinspielt. Stattdessen wird die Holzigkeit mit rauchigen Noten verstärkt. Das ist noch nicht der in den Angaben erwähnte Weihrauch, sondern eher eine leichte Lagerfeuer-Rauchigkeit.

Diese Form von Rauch ist immer etwas problematisch, aber hier wird nichts übertrieben. Der Duft startet nach dem Aufsprühen durchaus kräftig. Doch schon nach kurzer Zeit zieht er sich gewissermaßen in sich zurück. Die Intensität halbiert sich geradezu und man erkennt, dass nach fulminantem Auftakt der Duft eine ganz dezente Richtung einschlägt. Jetzt haben wir es mit zurückhaltender Holzigkeit zu tun. Der Lagerfeuerrauch macht nun doch dem tiefdunklen Weihrauch Platz. Das ist wirklich gut - eine ausgesprochen prägnante und charakterstarke Holzigkeit, die zum Ausgleich sehr dezent ausgeführt wird. Die angegeben Lilie ist in diesem hölzernen Umfeld nur mit viel Phantasie auszumachen. Blumig ist hier nichts.

Im Drydown schließlich meldet sich Vetiver stärker zu Wort. Da weder zitrische, noch florale oder gar frische Noten erkennbar sind, bekommt auch der Vetiver eine sehr dunkle Tönung. Ich fühle mich an das wunderbare, aber sehr intensive und eindeutige Vetiver Extraordinaire von Frédéric Malle erinnert. Doch He Wood Rocky Mountain Wood bleibt viel dezenter und ist damit viel tragbarer.

Dieses Parfum ist in mehrerer Hinsicht erfreulich. Zum einen sind Parfums, die dunkle Hölzer in den Vordergrund stellen, im Mittelpreissegment tatsächlich ziemlich selten. Wenn vorhanden, werden sie meist von anderem dominiert. Während bei vielen betont holzigen teuren Nischendüften die Holzigkeit ins extrem getrieben wird, wird hier sehr auf dezente Art geachtet. Man riecht hiermit weder nach antikem Möbelstück, noch nach rohem Bauholz. Und die Qualität stimmt.

Ich finde diesen Duft kann man eigentlich immer tragen - in der kälteren Jahreszeit. Denn der dunkle Charakter passt für mich gut zu kürzer werdenden Tagen und gedeckter Kleidung in Erdfarben.

Fazit: ein hochwertiger, dunkler, holziger Duft, ausgefallen und trotzdem gut tragbar mit dezenter Art.
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Weitere Rezensionen

Statements

38 kurze Meinungen zum Parfum
NuiWhakakoreNuiWhakakore vor 3 Jahren
6
Sillage
7
Haltbarkeit
7
Duft
Boreale Blütenwälder
wiegen sanft in hellstem Rauch
der See strahlt Türkis
frisch geduscht liegst du in weichem Gras
18 Antworten
ShaunBakerShaunBaker vor 5 Jahren
8
Flakon
3
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Bist gerade mal 10 Jahre alt geworden. RIP mein holziger Freund. Schade um diesen Duft, einer der schönsten mit dem Thema Holz.
2 Antworten
GusteauGusteau vor 7 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
10
Duft
Ich...schnupper..komm...schnupper...von meinem Handgelenk...schnupper schnupper...nicht mehr los...ALTER!!!
0 Antworten
TurbobeanTurbobean vor 3 Jahren
5
Flakon
7
Sillage
5
Haltbarkeit
8.5
Duft
Typisch: Wenn es ihn nicht mehr gibt, mag ich ihn umso mehr.
Wunderschöner, zartgrüner, eleganter, feiner Waldduft.
6 Antworten
ParmaParma vor 6 Jahren
6
Sillage
10
Haltbarkeit
7.5
Duft
Holziger Vetiverduft. Mit dabei: erst sehr herbe Gewürze, später runde, saftige Vetiverbasis. Verschmilzt toll mit der Haut. Sehr anziehend!
3 Antworten
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