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Top Rezension
Alice im Ginsterland
Unkommentierte Düfte No. 186
Nachdem ich hier über die erweiterte Suche auf Düfte mit Ginster stieß (Vgl. Marterosso Eau de Toilette und meine letzte Rezension dazu), fand ich natürlich recht schnell auch Gorseland, der ja den Ginster schon im Namen trägt (Ginsterland) und dazu noch einen Haufen unfassbar seltener Inhaltsstoffe aufweist.
Strahlenlose (will heißen blütenlose) Kamille dominierte den hervorragenden Hylnds - Spirit of the Glen, Balkan-Storchschnabel (eine Geranienart / Storchschnabelart mit Geraniol, auch als Heilpflanze bekannt) findet sich im schönen Pear + Olive, Stachelbeere ist signifikanter Teil des majestätischen Land of Warriors: gute Voraussetzungen für einen spannenden Duft, zumal man in Gorseland alle drei wirklich wahrnehmen kann. Dazu kommen so seltene Duftnoten wie Holzapfel, Tragant, Holunderblüte, Prachtspiere und Waldmeister, die man zwar in gutsortierten Parks schon mal finden mag, hier aber vorsichtshalber nur ganz allgemein von einem Cuvée grüner Noten gesprochen werden sollte. Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die kurzerhand (fast) alle Inhaltsstoffe abschreiben und behaupten, die dann auch noch zu riechen, lassen wir das mal so stehen. Beschweren Sie sich unten, wenn Sie wollen.
Neben den drei oben genannten duftbestimmenden Noten lässt sich auch ein schüchterner Lavendel und die ordinäre (nicht strahlenlose) Kamille gut riechen. Ein bisschen Mühe sollten Sie sich dabei allerdings schon geben!
Die Analyse, ob man hier Cannabis erkennen könnte, überlasse ich den erfahreneren Konsumenten: Ich mag den Geruch nicht und rieche hier, glaube ich, zum Glück eher nichts.
Sie könnten jetzt natürlich auf die Idee kommen, dass Jorum mit Gorseland einen Gag landen wollte und möglichst viele exotische grüne Noten zu einem Duft zusammengemischt haben könnte, aber Euan McCall weiß eigentlich immer, was er tut, und er hat tatsächliche eine Neigung zur Kombination eigenwilliger, seltener und dennoch olfaktorisch ästhetischer Noten (man vergleiche seine anderen Düfte) - und ich schwöre Ihnen: die o.g. Kombination ist ausgesprochen schön! Man muss allerdings Kamille und Ginster mögen. Dann passt das ganz prima.
Nachdem ich hier über die erweiterte Suche auf Düfte mit Ginster stieß (Vgl. Marterosso Eau de Toilette und meine letzte Rezension dazu), fand ich natürlich recht schnell auch Gorseland, der ja den Ginster schon im Namen trägt (Ginsterland) und dazu noch einen Haufen unfassbar seltener Inhaltsstoffe aufweist.
Strahlenlose (will heißen blütenlose) Kamille dominierte den hervorragenden Hylnds - Spirit of the Glen, Balkan-Storchschnabel (eine Geranienart / Storchschnabelart mit Geraniol, auch als Heilpflanze bekannt) findet sich im schönen Pear + Olive, Stachelbeere ist signifikanter Teil des majestätischen Land of Warriors: gute Voraussetzungen für einen spannenden Duft, zumal man in Gorseland alle drei wirklich wahrnehmen kann. Dazu kommen so seltene Duftnoten wie Holzapfel, Tragant, Holunderblüte, Prachtspiere und Waldmeister, die man zwar in gutsortierten Parks schon mal finden mag, hier aber vorsichtshalber nur ganz allgemein von einem Cuvée grüner Noten gesprochen werden sollte. Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die kurzerhand (fast) alle Inhaltsstoffe abschreiben und behaupten, die dann auch noch zu riechen, lassen wir das mal so stehen. Beschweren Sie sich unten, wenn Sie wollen.
Neben den drei oben genannten duftbestimmenden Noten lässt sich auch ein schüchterner Lavendel und die ordinäre (nicht strahlenlose) Kamille gut riechen. Ein bisschen Mühe sollten Sie sich dabei allerdings schon geben!
Die Analyse, ob man hier Cannabis erkennen könnte, überlasse ich den erfahreneren Konsumenten: Ich mag den Geruch nicht und rieche hier, glaube ich, zum Glück eher nichts.
Sie könnten jetzt natürlich auf die Idee kommen, dass Jorum mit Gorseland einen Gag landen wollte und möglichst viele exotische grüne Noten zu einem Duft zusammengemischt haben könnte, aber Euan McCall weiß eigentlich immer, was er tut, und er hat tatsächliche eine Neigung zur Kombination eigenwilliger, seltener und dennoch olfaktorisch ästhetischer Noten (man vergleiche seine anderen Düfte) - und ich schwöre Ihnen: die o.g. Kombination ist ausgesprochen schön! Man muss allerdings Kamille und Ginster mögen. Dann passt das ganz prima.
68 Antworten


Etwas Feigiges hatte ich zwischen dem wunderbaren Grünzeug, der Kamille und dem Waldmeister, alles andere konnte ich nicht erstorchschnabeln.
Kamille und Ginster empfinde ich in der Natur eher als schwierig... daher würde ich denke Duft wahrscheinlich nicht so mögen. But you never know...
Bei Ginster denke ich sofort an L'Orée du Bois von Fath. Wobei der für mich eine nicht zu unterschätzende Liaison mit Honig und Safran eingeht. Da dürfte mir dieser Jorom wohl besser gefallen.
Der Duft gehört offenbar zu den spannenden Kreationen, aber für jeden Tag erscheint mir das alles etwas zu speziell.
Den Duft der strahlenlosen Kamille habe ich gut im Gedächtnis. Als Kind habe ich die immer abgepflückt. Riecht wie Kamille, aber irgendwie auch nicht.
Spannender Tip!
Und ich befürchte, ich habe noch eine Ginster-Duftlücke zu schließen.
P.S. Gibt nix zu beschweren 😄
Freut mich, wenn es etwas neugierig macht. 😅
Im Ernst: Ich wäre gespannt und nicht sicher, wie er dir gefällt. 🙏
Unser Gartenginster riecht übrigens unangenehm muffelig, die südliche Sorte duftet raumfüllend nach Honig und 4711. Welcher ist's denn?
Freue mich immer wieder 💯
Storchenschnabel verjagt angeblich sogar Hunde: das ätherische Öl riecht aber glücklicherweise nach Geraniol. 😅
Aber Ginster leider nicht. Es gab in den 60ern, ich meine von Roger Gallet, ein sehr authentisches Ginsteröl. Das ich sogar besaß. Sie hatten eine Kollektion von guten Blütenölen. Jedoch war die Zeit noch nicht reif für so etwas. Der Balkanstorchschnabel duftet wunderbar und hat eine zarte Andeutung zu dem was sie heute Geraniol nennen.
Gerade Ginster wird ja nur selten eingesetzt.
Tolle Marke!