Psychédélique 2011

Psychédélique von Jovoy
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7.9 / 10 511 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Jovoy für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2011. Der Duft ist erdig-würzig. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.
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Duftrichtung

Erdig
Würzig
Harzig
Holzig
Orientalisch

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
ZitrusfrüchteZitrusfrüchte
Herznote Herznote
indonesisches Patchouliindonesisches Patchouli RosengeranieRosengeranie RoseRose ZistroseZistrose
Basisnote Basisnote
AmberAmber VanilleVanille MoschusMoschus

Parfümeure

Bewertungen
Duft
7.9511 Bewertungen
Haltbarkeit
8.5431 Bewertungen
Sillage
8.0434 Bewertungen
Flakon
8.0394 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.8166 Bewertungen
Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 23.07.2024.

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Rezensionen

25 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 35  
Wenigstens kein Katzen-Pipi…
Meine Frau hat ein Patchouli-Problem. Hatte ich ja auch mal, im Rahmen meiner mehr oder minder öffentlichen Parfumo-Schularbeiten habe ich aber natürlich festgestellt, dass es Patchouli und Patchouli gibt. Und Patchouli und Patchouli. Wohl eine der wandelbarsten Zutaten überhaupt.

Und manche Varianten habe ich zu schätzen gelernt. Eigentlich wollte ich mir Monsieur. von Malle sogar zulegen. Leider meinte meine Frau: „Was riecht denn hier nach Katzenpisse?" Der zweite und dritte Versuch (insgeheim aufgetragen!) dieses im Verlauf durchaus mehr-gesichtigen Duftes zeigten dasselbe Ergebnis. Mit Tränen in den Augen habe ich meine Rest-Abfüllung verschenkt – lieber MisterE, ich wünsche Dir meine Freude damit!

Dann ist unsere Angelliese mit einer Probe der Mazzolari-Version in die Bresche gesprungen. Ein sehr feines Stöffchen – ein Ersatz-Kaufkandidat? Das familiäre Resultat angeriechts des (doch ziemlich facettenreichen) Werkes hingegen: „Ist das wieder diese Katzenpisse?“

Schließlich habe ich den vorliegenden Psychedelique versucht, mein Dank für die Möglichkeit dazu gilt ebenfalls Angelliese. Wiederum ein Duft, der geradezu lustvoll mit Variationen spielt, hier bloß weniger aus dem Gewächs selbst heraus, sondern mehr den individuellen, teils eigen-verschrobenen Begleitern geschuldet.

Nach dem kompromisslos rauen Auftakt – das Thema will offenbar, ähnlich wie in der Symphonik, einmal klar skizziert sein – kaspern in der Ferne einige angeschiggerte Zitrusfrüchte herum. Holla, das Obst ist zwar zurückhaltend, kommt aber dafür ganz schön besoffen daher. Das liegt sicherlich auch am säuerlichen Unterton des Patchouli. Der Duft bleibt gleichwohl insgesamt erdig-kratzig.

Der Suff gibt freilich nicht auf. An manchen Tagen früher (nach ein paar Minuten), an anderen später (Stunden!), rieche ich eine behutsam eingesetzte, doch charakterlich kräftig-säuerliche, beschwipste Rose. Aha, der Kelch zieht weiter. Die Zitrusfrüchte sind irgendwann folglich ausgenüchtert und bieten nunmehr eine Spur Frische. Aus der zitrischen Ecke, versteht sich, allerdings spielt was Luftigeres, Ätherischeres mit. Zitronenminze? Nicht pointiert genug. Eukalyptus wurde schon vorgeschlagen - gute Idee!

Der Duft ist in seinem Wesenskern angelangt: Ein apartes Wechselspiel zwischen dem Erdigen und einer Sauber-Note, die sich aus besagter Frische und dem Aroma der Rose speist. Ein gepflegter Duft für den Herrn von Format; dieses Patchouli weiß sich zu benehmen. Wer mag, darf in der Rose einen eingedickt-öligen Dreh erkennen, der im Verein mit dem Patchouli sogar an Leder denken lässt. Eine dezente Vanille-Süße schleicht in der zweiten Stunde heran und liefert einen wohltuenden Schwenk für den Duft, indem sie in der Wahrnehmung die erdig-floral-ledrigen Aspekte zusammenrücken lässt und ihrerseits die neuen Freunde sacht umgibt.

Wo wir beim Zusammenrücken sind - einer fehlt noch: Angedeutet hatte sich eine schokoladige Beigabe im Patchouli bereits viel früher, sie wurde bloß vom Erdigen überlagert. Erst gegen Mittag fasst sie Mut und wagt sich hervor. Im Fortgang, über den Nachmittag hinweg, sind dann erdige und schokoladige Anteile im Patchouli fast ausgeglichen, vielleicht mit einem kleinen Übergewicht des Erdigen. Die Rose setzt nur noch einen fruchtig-öligen, mittlerweile deutlich das Ledrige streifenden Akzent, in diesen Einzelheiten spürbar lediglich in der unmittelbaren Umgebung der Haut. Mit etwas Abstand zeigt sich allein eine diffuse herbe Note, die das Gentlemanmäßige unterstreicht. Ein seifiger Tupfer am späten Nachmittag dürfte im Wesentlichen auf eine Sauber-Moschus-Note zurückgehen.

Abends bietet Psychédelique eine milde Patchouli-Vanille-Kombi. Vorher wurde ich daheim aber sozusagen abgefangen und begrüßt mit: „Was ist das denn? Riechst Du hier so muffig?“

Na ja, wenigstens kein Katzen-Pipi…
24 Antworten
10
Flakon
7.5
Sillage
9
Haltbarkeit
10
Duft
Zauber600

49 Rezensionen
Zauber600
Zauber600
Top Rezension 30  
Patchouli for Gentleman or Gentlewoman
"Gentleman" von Givenchy war viele Jahre einer meiner Lieblingsdüfte, nach der mißglückten Reformulierung habe ich einen Nachfolger gesucht.

Getestet habe ich:

"Patchouly Indonesiano" von Farmacia SS. Annunziata:
Ein Solopatchouli der trockenen Art ohne jede Verfeinerung durch andere Duftstoffe. Bei mir 60%.

"Classic Patchouli" von Von Eusersdorff:
Frische Kopfnote .. dann erst intensiver schwarzer Patchouly später weiche Basis Vanille/Tonka/Sandelholz .. irgendwie langweilig. Bei mir 70%.

"Essence de Patchouli" von Perris Monte Carlo:
Dunkel, blumig, Vanille, Hölzer .. Kopfnote ähnlich Givenchy Gentleman aus den 70ern vor der Reformulierung aber dann sehr heftig in der Basis. Bei mir 80%.

"Patchouly Bohème" von LM Parfums:
KonzeptPatchouli. Total abgedreht! Testen!! Bei mir 80%.

"Patchouli" von Lorenzo Villoresi:
Lavendel-Patchouli mit schöner runder Basis aus Sandelholz, Vetiver, Zedernholz, Eichenmoos, Moschus, Benzoeharz . Bei mir 80%

"Patchouly" von Profumum Roma
Patchouli in süß! Amber, Patchouli, Sandelholz, Weihrauch
40%er Parfümanteil .. sehr ölig, eigentlich zu ölig! Vorsicht mit der Kleidung! Bei mir 70%.

"Patchouli Nobile" von Nobile 1942
unsüßer, eher maskuliner 'Leicht'-Patchouli mit Zitron/Pfeffer, Incense, Zistrose/Jasmin auf ambrierten Holzakkord mit Tonkabohne/Eichenmoos. Bei mir 70%.

Und dann nach langen Studieren der Beschreibungen blind bestellt (und deswegen wieder beruhigt von Bernstein, DANKE!) PSYCHEDÉLIQUE:

Speziell dieser Artikel
http://www.kafkaesqueblog.com/2013/12/29/jovoy-paris-psychedelique-a-fantastic-trip/
hat mich doch sehr verwundert, steht er doch in ziemlichen Gegensatz zu den bisherigen Parfumo-Kommentaren.

Jetzt werde ich mal meine Eindrücke wiedergeben:

P startet mit einem ganz kurzen Aufflackern von Hesperiden um dann ziemlich übergangslos schwarz-dunklen Patchouli der noch angenehm riechbaren Art nachzulegen. Rauchig, dunkel und jetzt, wenn er in die Herznote wechselt, ambriert mit kleinen Einsprengseln von Schokolade und Karamell. Der Duft oszilliert mit der dazugekommenen frisch-grünen Note von Labdanum, der dann sanft die Blumen (Rose und Geranie) folgen. Jetzt wird P relativ grün aber riecht trotzdem nach Patchouli, eine Art Patchouli light mit Blumen- und Eukalyptusnoten. Diese grüne Phase ist ziemlich kurz. Die Basis unterfüttert die Herznote dann mit warmer Vanille, noch mehr Amber und klaren Moschus. Dies ergibt eine leicht holzige Melange die dann sanft ausklingt.

Tolle Interpretation .. dieser hier kommt für meine Nase am ehesten an das alte Gentleman ran, allerdings fehlt P der Honig der mit dem Patchouli die Grundnote von GG war.
Das ist allerdings auch irgendwie ein Vorteil, denn diese 'Hippie"-Düfte aus den 70ern sind heute nicht mehr zeitgemäß. Wer GG mochte, sollte Psychedelique unbedingt mal testen.

Noch ein Wort zum Benutzen dieses wunderschönen Duftes: Nicht zuviel verwenden, maximal insgesamt 2-4 Sprühstöße verteilt an den bekannten Stellen, sonst droht Duftblindheit. Ich habe ihn in meiner Euphorie in gewohnter Manier (Sprühstöße im untersten zweistelligen Bereich) aufgetragen und ihn nach 2,5 Stunden nicht mehr wahrgenommen. Den Arm meiner Kollegin hingehalten, deren Kommentar: Riecht immer noch stark, aber angenehm und war sicher teuer. A la gut, dann wäre das auch geklärt, mit verminderter Auftragsmenge im 2. Anlauf hats dann geklappt mit der Wahrnehmung über den ganzen Verlauf hinweg.

Genre: Patchouliduft, Gourmet und nicht Gourmand ;)

Für: Unisex, Freizeit und Business (dann aber den Duft eine Stunde vorher auftragen)

Silage und Haltbarkeit: Stark und 7 - 8 Stunden

Alternativen: Siehe oben

Anmerkung: Nach "Private Label", "L'Art de la Guerre" und "L'Enfant Terrible" der vierte Duft von Jovoy bei mir im Test. Alle ungewöhnlich, trotz der manchmal feminin wirkenden Zutatenliste immer auch von Männern tragbar. M. François Hénin hat ein gutes Händchen bei der Konzeption und Umsetzung seiner Düfte.

Status: Klare Kaufempfehlung, allerdings sollte Patchouli nicht gerade der Angstgegner bei den Ingredienzien sein.
Ein weiteres Kaufargument ist natürlich auch die geringe Verbreitung der Jovoy-Düfte.
6 Antworten
10
Flakon
7.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
9
Duft
MarkusH

102 Rezensionen
MarkusH
MarkusH
Top Rezension 30  
Ja,..ich bin süchtig und das ist auch gut so....!
Ja, ich bin überführt und gebe es schon zu.... Ich bin ein Patchouli Junkie! Beschimpft mich, steinigt mich, aber ich kann es nun mal nicht ändern, dass diese Pflanze einen für mich faszinierenden Duft in sich trägt und mich süchtig macht. Leider ist es als bekennender Patchouli Süchtel nicht so einfach einen Duft zu finden, bei dem die Mitmenschen in seinem Umfeld nicht gleich kreischend davon laufen. Teilweise ist man als Träger eines solchen Duftes schon fast so geächtet, wie jemand, der seine Knobi-Standarte stolz und voll geflaggt vor sich her trägt. Man bekommt als Patchouli Untertan genau die gleichen verachtungsvoll gerümpfte Nasen zu Gesicht, wie bei einer Knobi- Standarte. Diese Banausen mit den rümpf Nasen wechseln schon beim Erwähnen des Namens ihre Gesichtsfarbe und geben unmissverständlich zu verstehen, verschwinde lieber.
Aber so ist es, die einen lieben ihn und die anderen halt nicht, jedem das seine.

Also mache ich mich des Öfteren auf, um im Patchouli Untergrund nach meinen Stoff zu suchen und gegebenenfalls auch zu testen zu können. Aber was soll ich sagen? Nix ist mit schwarz-gekleideten Menschen, blass mit Blutunterlaufenden Augen, nee, da sind ganz normale Leute aus sämtlichen sozialen Schichten die nur eins wollen, nen gescheiten Patchouliduft.

Dank eines guten Dealers habe ich eine Psychédelique Probe unter der Hand bekommen, um meiner Entzugserscheinung vorzubeugen. Sollte die gegen Fraktion nur schon den Namen lesen, werden sie verachtungsvoll nicken, als wenn sie sagen wollten, passt ja.
Nun denn, man sollte sich nicht von dem Namen des Duftes abschrecken lassen, da er mit ihm sehr wenig gemeinsam hat.

So, einmal links gucken, einmal rechts gucken, keiner da und teuer frei. Als Erstes tönt mir ein Aroma von diesen Rumkugeln mit Schokoladenstreusel entgegen, geil, das fängt schon richtig gut an. Manchmal fällt einem erst auf was man mal wieder Essen könnte, wenn man etwas in dieser Art riecht. Also beim nächsten Einkaufszettel schreiben nicht vergessen "Rumkugeln".
Nach diesem Rumkugeln Start setzt sich aber recht schnell dieser lieb gewonnene, erdige Duft durch, der mich mit den Augen klimpern lässt. Ganz zart und kaum spürbar, werden kleine zitrische-Aromapfeile auf den Patchouli abgeschossen und lassen ihn etwas leichter und frischer erstrahlen. Zart balsamischer Labdanum sorgt mit Amber für ein weiches und wärmendes Bett für unseren Hauptakteur und tackert die floralen Nuancen an den Hintergrund fest und lässt sie dort leise spielen. Schön eingebettet zwischen den einzelnen Ingredienzien hinterlässt der Patchouli sein sanftes Wesen, welches durch eine cremige Moschus Decke zart und anschmiegsam wird.
Vanille setzt die Kirsche auf die Sahnetorte und rundet Dank ihres Aromas den sanften Riesen namens Psychédelique ab.

Cremig fein mit weich abgebundenen erdigen Aromen und Vanille als krönenden Abschluss.
Wunderbar anschmiegsam, dezent und wahnsinnig lecker das in mir schon Assoziationen von Schokolade hervorgerufen werden.
Kaaaaahwumm, das war ein Volltreffer mitten in mein olfaktorische Suchtzentrum. Ein sehr schöner unisex Duft voller Gutmütigkeit und feiner Silage. Zur Haltbarkeit kann ich nur sagen, ich hoffe ein Leben lang. Ein wahnsinnig schöner Patchouli ohne Ecken und Kanten, getragen von Ausgewogenheit und Harmonie .

Einmal noch zur Klarstellung , vieles in diesem Kommentar ist überzogen und Spass!!! Also nicht angegriffen fühlen.:-)
16 Antworten
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Serenissima

1076 Rezensionen
Serenissima
Serenissima
Top Rezension 23  
sattes goldenes Strahlen vs. Herbstblues
Der Boden ist feucht und schwer, die Nebel schweben wie graue Wattewölkchen darüber und bedecken Bucheckern und Eicheln, deren herber kräftiger Duft sich unter dieser schützenden Decke genussvoll ausbreiten kann.
Das den Boden bedeckende Laub raschelt nicht mehr; seine Rot-, Gold- und Brauntöne sind einer dunklen matschigen Masse gewichen.
Verwesung und Endlichkeit heben ihre Häupter - diese besondere Art des Momento Mori bietet die Natur jedes Jahr wieder aufs Neue und jedes Jahr stimmt uns diese Zeit melancholisch.
Aber der Connaisseur wittert versteckte Köstlichkeiten: Pilze, sogar edle dunkle Trüffel!
Welch intensiv-würzige Düfte schwängern diese Luft.

So ähnlich wälzt sich in Jovoys "Psychédelique" ein träger goldbrauner Patchouli-Strom erdenschwer durch die Dufteröffnung.
Von Natur aus schon etwas herbe Geranien sondern ein strenges herbstliches Aroma ab. Die stolzen Rosen, nach ihrer Bekanntschaft mit dem ersten Frost, schleudern schwere, edle Düfte großzügig in diese dunkle Melange: nichts soll verschwendet werden, alle verbliebene Kraft wird in diese letzten Blütenstunden gelegt: das bezaubernde Aroma sterbender Schönheit!
Aber dieses stark duftende Dunkel ist nicht unendlich: ein helles, fruchtig-frisches Flimmern verkündet plötzlich die Anwesenheit von Zitrone und Bergamotte: munter flackernde Lichtakzente spielen mit den Sinnen!
Labdanum glimmt harzig-rauchig und bildet die Vorhut für strahlende und glitzernde Amberwirbel: wie ein reicher Sternschnuppenregen durchziehen diese nun die bisherigen Kreation!
Schönheit kann wehtun!
Ehe dieses Duftmonster aus patchouli-triefender Erdenschwere und rauchig-goldenem Amber zu gewaltig wird, senken sich reichhaltige Gaben von Moschus und Vanille als wärmender Abschluss darüber.
Sie schenken die Illusion eines flackernden Feuers, das wärmt und behütet.

Diese Urgewalt eines Patchouliduftes kann sicherlich verstören und abstoßen.
Für einen Patchouli-"Junkie" wie mich, ist diese Duftkomposition ein faszinierendes Stück Natur aus Hell und Dunkel, Licht und Schatten, Tod und Leben!
Sillage und Haltbarkeit sind enorm; der schon machtvolle Duftfluss scheint sich im Laufe der Zeit noch zu verdichten; wobei das goldene Strahlen schließlich gewinnt.

So erinnert mich "Psychédelique" in seiner duftintensiven Schwere daran, dass auf November immer ein Mai folgt; so sicher, wie der Tag der Nacht!
Wie heißt es schon in Wolfgang Amadeus Mozarts "Zauberflöte"?
"Die Strahlen der Sonne vertreiben die Nacht!"
12 Antworten
9
Preis
9
Flakon
9
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
MCPS

15 Rezensionen
MCPS
MCPS
Top Rezension 24  
Olfaktorischer Boho-Glam, Nostalgie mit Weichzeichner
In heiterer Ferienlaune habe ich das erlesene Geschäft von Jovoy beim eleganten Place Vendôme betreten, und war überwältigt von der Auswahl. Deswegen habe ich mich auf die raren, schwer erhältlichen Marken konzentriert, und da besonders auf die hauseigene Marke.

JOVOY Paris wurde 1923 durch Blanche d’Arvoy gegründet. Deren Spitzname Jo und die zweite Hälfte des Namens ihres britischen Ehemanns waren Inspiration für den Firmennamen. JOVOY geriet dann aber in Vergessenheit. 2006 hat der Globetrotter François Hénin, der als adretter Student sein Herz an Vietnam verloren hatte, der Marke neues Leben eingehaucht.

Francois Hénin wollte jedoch nicht die Parfüms der goldenen zwanziger Jahre wieder auflegen und als Pseudo-Vintage verkaufen. Stattdessen sind JOVOYs Kreationen modern, wecken Erinnerungen und Assoziationen, mit höchsten Ansprüchen an die Ingredienzien.

Der provokative Name fällt auf: Psychédelique. Peace and love forever…

Psychédelique ist eine moderne Interpretation von Patchouli. Hier empfinde ich Patchouli nicht als erdig, roh oder muffig, sondern weich und gekonnt eingebettet in Zitrusfrüchte, Rosen und Vanille. Boho-Glam sagt die Marke, und das trifft durchaus zu. Nicole Richie oder Kate Moss, nicht Janis Joplin oder Joan Baez.

Nostalgie mit Weichzeichnereffekt, ein Duft für einen entspannten Spaziergang ebenso wie zum Ausgehen, meines Erachtens absolut unisex (auch wenn auf Parfumo nicht mal 30% der Besitzer:innen weiblich sind). H/S hervorragend.

Unbedingt empfehlenswert, nicht nur für Patchouli-Liebhaber.
11 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

128 kurze Meinungen zum Parfum
MarieposaMarieposa vor 8 Monaten
8
Sillage
9
Haltbarkeit
5
Duft
Schwarz blühen die letzten Rosen
Dornen durchringen
feucht-warme Erdkrumen
im psychedelischen Moschusnebel
schokoladensüßer Vanillebeete
56 Antworten
JonasP1JonasP1 vor 2 Jahren
7
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Wenn
Die kleinen Rosen verblühen
Dann
Umfängt
Patchouli-Dunst
Erdig-warme Wege
Vanille-Wolken
Am goldenen Horizont
Wo würzig Harz tropft
43 Antworten
FrauKirscheFrauKirsche vor 3 Jahren
9
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Dunkelfeuchte Erde
Zitrussprenkel
Sinnlich rote Rosenlippen
Weicher Moschuskuss
Warme Vanilledecke.
"Because the night
belongs to lovers"
28 Antworten
LicoriceLicorice vor 2 Jahren
8
Duft
Zitrussterne lassen die dunkle Ganache glänzen, Blüten runden feinweich ab, Zistrose verführt, Vanille verleiht zarten Schmelz.
Würzwonnig
46 Antworten
MrtangiersMrtangiers vor 8 Tagen
8
Sillage
9
Haltbarkeit
7
Duft
Woodstock, Paris
in französischen
Kellergewölben
Bernsteinlikör trinken
& schwarze Rosen suchen*
40 Antworten
Weitere Statements

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Torten Radar

Diskussionen

Themen zum Parfum im Forum
Xenia007Xenia007 vor 8 Jahren
Beratung
Patchouli gesucht, nicht zu streng....
Wenn Du noch einen zweiten, eher zarten, Patchouli-Duft brauchen solltest, kann ich Dir "Bleu" von Paul & Jo empfehlen. Die ersten 5 Sekunden erinnern ein wenig an die Kopfnote von Shalimar. Die Ähnlichkeit verfliegt...

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