Ô de Lancôme 1969 Eau de Toilette

Ô de Lancôme (Eau de Toilette) von Lancôme
Flakondesign Serge Mansau
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7.3 / 10 274 Bewertungen
Ein Parfum von Lancôme für Damen, erschienen im Jahr 1969. Der Duft ist zitrisch-frisch. Die Produktion wurde offenbar eingestellt.
Aussprache
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Duftrichtung

Zitrus
Frisch
Grün
Chypre
Würzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
ZitroneZitrone BergamotteBergamotte MandarineMandarine
Herznote Herznote
BasilikumBasilikum KorianderKoriander RosmarinRosmarin
Basisnote Basisnote
EichenmoosEichenmoos VetiverVetiver SandelholzSandelholz

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.3274 Bewertungen
Haltbarkeit
6.3209 Bewertungen
Sillage
5.8202 Bewertungen
Flakon
7.4209 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.335 Bewertungen
Eingetragen von Sani, letzte Aktualisierung am 18.05.2024.

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Rezensionen

18 ausführliche Duftbeschreibungen
7.5
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
7.5
Duft
loewenherz

884 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 45  
Verzauberter April
Es geschah neulich beim Aufräumen. Einmal so - na sagen wir mal: jährlich - bringe ich meine Bücher in Ordnung. Staube sie ab. Schaue, ob ich nicht vielleicht doch mal ein paar davon weggeben sollte. Mache das dann doch fast nie. In den oberen Regalen, für die ich eine Leiter brauche, stehen solche, die ich manchmal schon fast vergessen habe, unter - manchmal - zwölf Monaten Staub. (Ich bin ein guter und beherzter Wegwerfer und Aussortierer, aber nicht bei Büchern: der Respekt vor dem geschriebenen Wort - so dämlich es manchmal auch sein mag - sitzt bei mir tief.) Und dann - ganz plötzlich - hatte ich es in der Hand, zum ersten Mal seit bestimmt zwanzig Jahren: Verzauberter April, geschrieben von Elizabeth von Arnim vor fast hundert Jahren. Und dann habe ich mich mit dem staubigen Buch auf die Sofakante gesetzt und seine knapp dreihundert Seiten an einem Stück gelesen.

Verzauberter April ist das, was man gemeinhin wohl ein 'Frauenbuch' nennen würde. Na und? Von Arnim erzählt die Geschichte von vier ganz unterschiedlichen Damen - Engländerinnen wie sie und zu glücklich, um sich unglücklich nennen zu dürfen, aber zu unglücklich, um glücklich zu sein - die gemeinsam für einen Monat - eben jenen April - eine wunderbare Villa an der italienischen Küste mieten. Und wie dort jede auf ihre Art dem Glück ein bisschen näher kommt. Von Arnim schwelgt in Licht und Farben, erzählt von Sonne, Blumen, Düften - in einer Sprache, die wohl leichtfüßig und luftig ist, aber nie einfältig oder banal. Und als ich die knapp dreihundert Seiten auslesen hatte - teils an der Sofakante lehnend, irgendwann schließlich doch sitzend, während das bereits zurecht gestellte Leergut mich anklagend aus dem Flur anstarrte - waren die Villa am Meer und ihr kleines Glück ganz nah.

Dieselbe Leichtigkeit und Luftigkeit, derselbe verblichene Charme und dieselben duftigen Farben, dieselbe ein bisschen altmodische, aber liebevolle und sorgfältige Sprache - und Sonne, Blumen, Düfte, leichtfüßig erzählt, aber niemals banal - finde ich in Ô de Lancôme. Ô entstammt einer Zeit, in der es üblich war, ein Parfum eindeutig als Damen- oder Herrenduft zu verorten - nach heutiger Lesart wirkt seine Einordnung als Damenduft beinahe etwas anachronistisch - zart hesperidischer Chypre, der er ist. Nostalgisch und ein wenig altmodisch ist er - gleichwohl jugendlich und ewigjung. Von einer fast wässrigen Krautigkeit - herb, aber nicht bitter, seriös, aber nicht ernst - erinnert er an jene vier so verschiedenen Menschen, deren Seelen in der ligurischen Frühlingssonne ganz unerwartet wieder Flügel bekommen. Ganz viel Freundlichkeit und Sehnsucht - und Freude am kleinen Glück.

Fazit: Momente wie mein vertrödelter Nachmittag mit 'Verzauberter April' haben eine unaufgeregte, unerwartete und plötzliche Schönheit. Und die hat Ô de Lancôme auch. Für Frauen. Männer. Menschen.
11 Antworten
7.5
Haltbarkeit
8
Duft
Medusa00

802 Rezensionen
Medusa00
Medusa00
Top Rezension 45  
Oh mein Papa...


Oh mein Papa,

… war eine wunderbare Mensch! Oh mein Papa war eine große Künstler! Oh mein Papa war eine schöne Mann! Mein Papaaaaa...... Das Lied habe ich mir extra nochmal angehört. Es heiß eigentlich : war eine wunderbare Clown.
Mein Papa ist 2017 von uns gegangen und wir hatten ihn im offenen Sarg aufgebart. Das mache ich nie wieder, wenn ein geliebter Mensch von mir geht. Die Bilder verfolgen mich heute noch.
Den O habe ich Vati ca 2015 zum Geburtstag geschenkt, denn er war allen schönen Dingen zugetan, sehr weltoffen und ein sehr gepflegter Herr.. Deshalb liebte er auch schöne Düfte.
Heute war ich bei meiner Mutti und O steht noch immer verlassen auf dem Nachtschränkchen meines Vatis. Fast schluchzend habe ich ihn aufgeprüht und siehe da, er ist noch nicht gekippt.

Viele Liebhaber scheint O hier nicht zu haben, aber ich möchte mal eine Lanze brechen und das nicht nur wegen Papa.
Als Herrenduft deklariert steht er auch gestandenen Mädels mit einem Faible für grüne, elegante und frische Chypres. O ist unterkühlt und hat Zitrusfrüchte ohne Süße im Auftakt. Sie rauschen vorbei und kullern sozusagen über die Haut, so daß man nicht glauben mag in eine Zitronenpresse gekommen zu sein. Sanft schwingen Kräuter mit, keins dominiert. Man/frau riecht weder nach Pesto Verde oder Rosmarinkartoffeln.
Das ist das Grüne, was O eigentlich ausmacht und die zarte Würze am Kräuterbeet.

An der feuchten Kühle und der leichten Knarzigkeit im Abgang erkennt man deutlich den Chypre.

O ist elegant, frisch, erwachsen und hat ein bißchen Unnahbarkeit. Nichts für kleine Jungs, die im Sandkasten ihren Spielkameraden die Schippe über den den Kopf hauen und dann später einen Vokuhila tragen oder einen Herrendutt mit Eisenbahnerbart (Jede Station nur ein Haar!).

Die Haltbarkeit ist erstaunlich.

Leider ist es mir nicht gelungen meiner Mutti den O abzuschwatzen. Na gut, ich bin ja oft da und kann immer eine Nase voll Erinnerungen nehmen.
19 Antworten
10
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
9
Duft
Helena1411

104 Rezensionen
Helena1411
Helena1411
Top Rezension 21  
Würde-los
Was man erwarten könnte, wenn man die Duftpyramide liest und versucht, sich ein Bild zu machen, wäre
... eine zitrische Frische, die einem entgegenbranden würde, unterstützt von der herbsüßen Bergamotte,...
... eine leichte Lieblichkeit aufgrund der Mandarinen, die dem Säuerlich-Herben von Zitrone und Bergamotte entgegenwirken würde und eine gute Balance zwischen zu bitterfrisch und zu fruchtigsüß schaffen würde,...
... in der Herznote eine leichte Würzigkeit, die wunderbar zu den zitrischen Duftnoten passen würde und diese in ihrer erfrischenden Funktion noch ein wenig Esprit verschaffen würde,...
... im Drydown noch eine leichte moosige Holzigkeit, hell und klar, um der Würze des Herzstückes dieses Duftes eine balsamische Note zu verleihen.

Klingt ganz wunderbar bzw. würde doch wunderbar klingen, so im Konjunktiv (wohlgemerkt der Zweite seiner Art und damit der des Wunsches) gesprochen.

In der Realität und somit im Indikativ gesprochen entwickelt sich der Duft wie folgt:
... zu Beginn eine zitrisch-herbe Erfrischung, mit leichten Bitternoten im Hintergrund, ...
... von lieblich-süßen Mandarinen keine Spur, unsüß, fast schon säuerlich kommen sie daher und heben die Erfrischung auf eine höhere Stufe (next level sozusagen)...
... dann stoßen relativ schnell Basilikum und Rosmarin dazu, sind sehr klar zu erkennen und lassen schon zu diesem Zeitpunkt eine würzige Krautigkeit erscheinen; der Koriander dagegen hält sich sehr zurück, ...
... und auch das Eichenmoos ist nicht erst im Drydown, sondern wesentlich früher, fast schon zu Beginn der Herznote mit im Spiel, harmonisiert aber perfekt mit den Gewürzen und den herb-zitrischen Noten zu Beginn, die sich weiterhin halten können,...
... erst im zeitlich längeren Verlauf von 2-3 Stunden stoßen leichte helle Hölzer hinzu, die tatsächlich etwas Balsamisches mit sich bringen und den Duft zum Schluss sanft abrunden.

Fazit: Mir ist der Indikativ wesentlich lieber als der Konjunktiv, zumindest hier bezüglich des Duftes (und auch - ganz Lehrer-like gesprochen -, da Deutsch eine würde-lose Sprache sein sollte), denn so ist er unglaublich erfrischend, überhaupt nicht süß, vielmehr herb-bitter zitrisch mit einer tollen Würzigkeit und durch das Eichenmoos auch kühlend krautig-grün. Für einen heißen Sommertag ein ganz hervorragend geeigneter Duft.
Er wirkt ein wenig Old School, Vintage oder Retro, wie man heute so Trendsetter-gemäß sagt, aber keinesfalls alteingesessen oder gar muffig. (Wer jedoch kein Fan von Eichenmoos ist, wird hier seine Schwierigkeiten haben, schätze ich.)
Zumindest nicht für meine Nase. Auch muss ich dazu sagen, dass ich die Reformulierung getestet habe, somit keinen Vergleich zum Original ziehen kann. Nichtsdestotrotz empfinde ich den Duft immer noch ganz wunderbar tragbar, ein leichter Chypre, ein Klassiker.
Einzig die Haltbarkeit und Sillage lassen etwas zu wünschen übrig, aber lieber an einem heißen Sommertag etwas nachsprühen, als erschlagen zu werden vom eigenen Duft ;)
13 Antworten
9
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
4.5
Duft
Kaikialla

2 Rezensionen
Kaikialla
Kaikialla
Top Rezension 22  
"Zitronen sind aus..." oder: "Hilft das auch gegen Motten?"
Phu! - Aufatmen!!!
Gerade eben habe ich einen nagelneuen Flacon "Ô de Lancôme" erfolgreich bei ebay feil geboten,
und bin regelrecht erleichtert, dass dieses Wässerchen bald schon für immer aus dem Haus ist.

Der Hintergrund dieser, doch recht intensiven Gefühlsregung, ist mir inzwischen bewusst geworden.
Es ist die riesengroße, vorfreudendurchspülte und NICHT erfüllte Erwartungshaltung, die man unweigerlich an den Tag legt, wenn ein Duft in der eigenen Nase exakt das Gegenteil von dem zelebriert,
was in zahlreichen Berichten doch soooo vielversprechend-schön klang.
Und im Nachklang höre ich es immer noch: "zitrisch, frisch, Hesperidenduft, krautig, moosig",
und immer wieder SOMMER!

Selten, dass mich ein erster Sprühstoß in ein dermaßen marianengrabentiefes Frustloch befördert hat.
"Kölnisch Wasser" Der erste greifbare und zeitgleich unfassbare Gedanke!
Wo ist die Zitrone?
"Fransige Mottenkugeln in einer kleinen, Gründerjahre-grauen Pappschachtel, auf der noch in Frakturschrift draufsteht, was drin ist.
WO ist die Zitrone??
"Omi in der Klöppelkragenbluse, kredenzt Darjeeling mit Prasselkuchen und Zuckerzange."
WO ist diese gottverdammte Zitrone????
Mutmaßlich ist sie, mit der augenblicklich ebenfalls absenten Contenance durchgebrannt,
und feiert ihre geballte, sommerlich-grüne-krautige Spritzigkeit, in irgendeinem anderen Flacon :-(

Man will es bei dermaßen herben Enttäuschungen ja nicht wirklich wahrhaben, und forscht verzweifelt nach Verantwortlichkeit, in allen möglichen und unmöglichen Tatbeständen.
Nachdem ich aber nach 3 Tagen wiederholter Testläufe, sämtliche Umstände, einschließlich: "Wetter", "persönliche Verfassung", "Mondphase" und "die Form meiner Nasenlöcher" ausschließen konnte,
überrollte mich schlussendlich allein beim Gedanken an das große "Ô" .... übelster Kopfschmerz.

Dieses Erzwingen von Sympathie hat unterm Strich dazu geführt, dass ich diesen Duft nicht mehr ausstehen kann und erklärt wohl am besten meine Freude darüber, dass er aktuell in einem Päckchen liegt,
und die Reise zu einem Menschen antreten wird, der ihm hoffentlich genau das entgegenbringen kann, was die "Liaison" mit einem Duft erst so unsagbar phantastisch macht... Die Erfüllung einer heimlichen Erwartung!

Gute Reise & Au (Ô) revoir :-)

14 Antworten
7.5
Flakon
7.5
Sillage
10
Haltbarkeit
8
Duft
Seerose

682 Rezensionen
Seerose
Seerose
Top Rezension 0  
A'A'A'A' - Ô'Ô'Ô'Ô'? Ich kenn' dich nicht - ich kenn' dich doch?
Das erste Parfüm, ein für meinen damaligen Erfahrungshorizont richtiges " Parfum Haute Couture" an das ich mich erinnere war "Ô de Lancôme". Es war 1969 und meine Schwester, die Drogistin war, kam ganz begeistert damit zu mir, strahlend und stolz, mir dieses ganz neue und moderne Parfüm vorstellen zu können. Natürlich musste ich es auch haben. In unserem "Kaff" gab es Lancôme überhaupt nicht. Aber sie brachte es mir aus dem "Pott" mit. Ganz elegant war meine etwas jüngere Schwester. So kam sie mir zumindest vor. Als käme sie fast aus Paris, so schick und damenhaft erschien sie mir:
Sie hatte ein Lehre in Recklinghausen gemacht, nun, das war nicht "ganz" wie Paris. Wir waren nicht zusammen aufgewachsen, muss ich hier erklärend einschieben, ich hatte sie erst ein paar Monate vorher das erste Mal nach 17 Jahren wieder getroffen. Die Freude und Begeisterung, die Bewunderung darüber war noch groß.
Jedoch, wenn ich ehrlich bin, ich konnte damals "Ô de Lancôme" nicht wirklich lieben. Aber natürlich trug ich es, wenn sie da war. Und auch, wenn ich ausging.
Allerdings kann ich mich an Reaktionen auf dieses sensationelle Parfüm nicht erinnern.
Ich fand es sehr wohl ganz besonders und anders als Carat und Tabac-Düfte. Völlig anders als die komischen klebrig und irgendwie meiner Ansicht nach billig riechenden Düfte in für mich kitschigen Flakons mit angeblich echtem französischen Parfüm.
Wer weiß, vielleicht waren es sogar welche, aber ich war damals eine Banausin. Ein richtiges Landei! Ich konnte damit nichts anfangen, selbst wenn es Guerlain gewesen wäre.
Zwar wähnte ich bislang, ich hätte eher zu Parfüms gefunden, wenn ich wahre und gute Parfüms nur hätte riechen können. Aber mittlerweile und ganz aktuell wieder, bezweifle ich auch das, da ich nach all den Jahren bewußt wieder "Ô de Lancôme" unter die Nase bekomme in einem noch halbvollen Flakon, den mir eine sehr liebe Userin überlassen hat.
Nein, keine inneren Bilder der Verzückung von tollen Erlebnissen mit "Ô de Lancôme" stellen sich ein. Natürlich erinnere ich mich an den Duft von "Ô de Lancôme", aber ich verbinde ihn nicht mit dem Duft von damals."Ô de Lancôme" ist mir vertraut und wiederum völlig fremd.
Gewiß, dieses ist ein Duft aus dem Jahre 2009, es mag nach exakt zwanzig Jahren Neuformulierungen gegeben haben.
Aber der Charakter von "Ô de Lancôme" ist einzigartig, zumal für die damalige Zeit.
Es ist ein fougeriges Chypre - fast jedenfalls, wenn man es zuerst blind testet. Ich musste es natürlich sofort aufsprühen, als ich das Duftpäckchen öffnete.
Nachgeschaut habe ich erst vorhin nach erneutem Aufsprühen.
Es startet kräftig zitrisch, dennoch nicht wie ein Cologne, sondern herbe und doch angenehm. "Ô de Lancôme" hat einen dunkelgrünen, zuweilen leicht aquatischen Charakter und wird dann ganz leicht cremig. Und dennoch bleibt "Ô de Lancôme" ein vollkommen unblumiger Duft.
Ich hatte da etwas anderes in Erinnerung, vielleicht Tuberose.
Aber hier und jetzt ist da keine Blume, nur Grünes, Zitrisches, Herbes. Würziges, herbe Kräuter, wie Rosmarin und Basilikum es nun einmal sind.
Was ich allerdings heute sofort identifiziere ist Eichenmoos. Ich nehme es auch in "Ô de Lancôme" sofort von Beginn an wahr. Es ist Eichenmoos von der aromatischen Art, nicht so aufdringlich und animalisch auf mich wirkend wie ich es jetzt oft empfinde.
Vetiver, auch grün und eine Spur erdig, ist auch nicht zu ignorieren. Das ist mit Eichenmoos schon eine sehr herbes und maskulines Duftduo. Irgendwann nehme ich nach vielen Stunden auch eine leicht seifig-wachsige Note wahr. Ein wenig lieblich und eine Spur honigsüß wird "Ô de Lancôme", ich würde jetzt auf Labdanum tippen. Und doch ist da nach der Ouvertüre fortwährend eine mir angenehm bittere Note. Sehr interessant finde ich den Verlauf von"Ô de Lancôme".
Also wenn ich nicht gewußt hätte, dass es "Ô de Lancôme" ist, der als rein femininer Duft deklariert wird, so hätte ich es ohne Zweifel und Zögern als maskulinen Duft eingeordnet. Allerdings durchaus auch von Frauen zu tragen.
Die Haltbarkeit dieses EdT ist enorm, der erste Test erbrachte 9 Stunden, inklusive einer Dusche. Selbst danach war "Ô de Lancôme" noch von Arm in 30 cm Entfernung deutlich wahrzunehmen. Und was ich sehr positiv finde ist, dass ich keine synthetischen Reste wahrgenommen habe, sondern wirklich noch den abgeschwächten Duft von "Ô de Lancôme".
Die Sillage ist zudem überaus kräftig und hält durch über die ganze Zeit, sich nur sehr langsam abschwächend. In Kleidung, so vermute ich, wird man den Duft nur durch Waschen entfernen können.
Ich erinnere mich nicht, ob der Flakon damals schon ähnlich oder genauso aussah. Jetzt empfinde ich denn mattierten Flakon mit dem archaisch wirkenden apotropäischen Augenmuster fast magisch. Die Verschlusskappe wirkt auf mich wie ein Eulengesicht.
Für mich ist "Ô de Lancôme"immer noch ein modernes Parfüm, das in die Linie der Düfte gehört wie "Frapin's Paradis perdu" zum Beispiel. "Ô de Lancôme", diese kleine Reminiszenz an eine aufregende und schöne Zeit in meinem Leben gehört unbedingt in meine Parfümsammlung. Dank Dir meine liebe S.!
14 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

41 kurze Meinungen zum Parfum
PinseltownPinseltown vor 9 Tagen
10
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
7.5
Duft
Zitrusfrisch Bergquell
Lässt Moos chypre grün leuchten
Elfen tanzen auf Blumenaue
Vor dem Holzhain
Unberührtes Land
Im Stillstand der Zeit +
34 Antworten
AzuraAzura vor 3 Jahren
8
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
8.5
Duft
Draußen toben Irrsinn und Hitze
Hier drin: Still. Ich sitze
Im Moos, hör den Zitronenbach plätschern
Und Basilische Bachstelzen zwitschern.
18 Antworten
SalvaSalva vor 1 Monat
10
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
9
Duft
Welch herrlicher Duft!
Wunderbar frisch zitrisch
Mit grünen Akkorden
In einem strahlenden Flakon
Absolut zeitlos u. unisex
Ganz toll!
26 Antworten
MarieposaMarieposa vor 3 Jahren
10
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Die Antwort auf klebrige Sommerhitze. Zitrische Brise, Baumschatten, weiches Moos. Ooooo!
Leises Bedauern, dass man es nicht trinken kann.
16 Antworten
Can777Can777 vor 5 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Der Hauch der Leichtigkeit. Frisch-grünes Understatement. Fein würzig und sanft moosig unterlegt. Zeitloser Klassiker von Lancôme!
6 Antworten
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Diskussionen

Themen zum Parfum im Forum
IngepetraIngepetra vor 7 Jahren
Damen-Parfum
Frage zu Ô de Lancôme
Nachdem die Bilder nicht mehr zu sehen sind bin ich durch Lesen des Threads nicht wirklich schlau geworden. Ich hab nämlich ein Vintage-Ô de Lancõme aus der Bucht. Hab jetzt auch Abfüllungen in den Souk gestellt...

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