Marc Jacobs Men 2002

Marc Jacobs Men von Marc Jacobs
Flakondesign Chad Lavigne
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6.5 / 10 112 Bewertungen
Ein Parfum von Marc Jacobs für Herren, erschienen im Jahr 2002. Der Duft ist frisch-grün. Es wurde zuletzt von Coty vermarktet.
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Duftrichtung

Frisch
Grün
Würzig
Fruchtig
Synthetisch

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
BergamotteBergamotte IngwerIngwer KardamomKardamom ZypresseZypresse KreuzkümmelKreuzkümmel
Herznote Herznote
FeigenblattFeigenblatt AlpenveilchenAlpenveilchen aquatische Notenaquatische Noten RoseRose
Basisnote Basisnote
ZedernholzZedernholz MoosMoos PatchouliPatchouli TonkabohneTonkabohne

Parfümeur

Bewertungen
Duft
6.5112 Bewertungen
Haltbarkeit
6.178 Bewertungen
Sillage
5.873 Bewertungen
Flakon
6.583 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.819 Bewertungen
Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 09.05.2024.

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Rezensionen

13 ausführliche Duftbeschreibungen
9
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Parma

260 Rezensionen
Parma
Parma
Top Rezension 18  
Unterschätzte Feige
Ich mag Feigendüfte - vor allem wenn sie grün und wenig süß ausgerichtet sind und somit stärker das Feigenblatt sowie die unreife Frucht betonen - kann sie aber nur sporadisch tragen, weil sie mir vom Duftcharakter her etwas zu speziell sind. Dieser hier ist bisher die einzige Ausnahme.

„Marc Jacobs Men“ ist grasig-frisch mit einem weichen Würzton, leicht holzig und zart kokoscremig-süß. Clean, linear und zurückhaltend. Mit großer Ähnlichkeit zu Diptyques „Philosykos EdT“. Jedoch ohne dessen moderate Fruchtsüße. Wie seine Casual-Variante. Etwas reduzierter. Glatter. Ein Tick mehr funktionales Parfum als naturalistische Nachbildung.

Thema hier ist das Feigenblatt. Ein Duftbestandteil, der in den Jahren um die Jahrtausendwende - ausgelöst durch die ersten Feigendüfte überhaupt, Giacobettis „Premier Figuier“ (1994) und „Philosykos“ (1996) - eine zaghafte Blüte erlebte (Marc Jacobs Men, 2002). Normalerweise zeichnet sich dieser Bestandteil durch eine Kombination von frisch-grünblättrigen Eindrücken (üblicherweise durch das Givaudan-Molekül ‚Stemone‘ oder auch durch das nach frisch geschnittenem Gras riechende Molekül ‚Hexenol‘) und laktotischen Eindrücken, die u.a. an Kokosnuss, Creme, Milch etc. erinnern (v.a. durch das Molekül ‚Gamma-Octalactone‘), aus. Genau diese Kombination nutzt Marc Jacobs Men, mit dem Zusatz einer zarten Kardamomwürze und trockenen Holznuance. Somit wird der Geruch von Feigenblättern fast realistisch nachgebildet. Ich sage fast, da ich durch die Abstimmung das Gefühl habe, dass es eine etwas bereinigte, sanftere Nachbildung ist. Der Gras-Blatteindruck ist z.B. nicht so herb und scharf wie im Philosykos und der Kokosvibe nicht so intensiv.

Im Vergleich zu anderen feigenblattzentrierten Düften aus jener Zeit ist er mit Sicherheit der sauberste. Zum Vergleich sind zwei bekanntere, Diors „Dune pour Homme“ (1997) und der sehr ähnliche - bis auf die Basis - „Good Life for Men“ von Davidoff (1998, Pierre Bourdon), deutlich herber und „männlicher“ angelegt. Sie gehen in eine zwar ebenfalls grüne, dabei jedoch mehr sandig-erdige, teilweise dunstig-heuartige und etwas wärmere Richtung. Nuancen davon erscheinen auch im Jacobs durch den Zusatz von Kardamom, aber deutlich zurückgenommener. Insofern würde ich ihn als einen geglätteten Feigenblattduft bezeichnen. Was ihm zu einem reifen Feigenduft fehlt, ist die Fruchtsüße, die in der Regel über das Aroma von Trockenpflaumen erzeugt wird (z.B. sehr deutlich in Lubins „L‘Eau Neuve – Figaro“ zu erkennen). Es gibt in der Duftcharakteristik von Feigenblättern aber auch noch die leicht bittere Ausrichtung, die an die Schale von unreifen Früchten erinnert und z.B. prominent in Profumum Romas „Ichnusa“ (2000) in Szene gesetzt ist. Dieses Merkmal tritt im Jacobs-Duft jedoch nicht auf.

Auf dem Teststreifen ist der Eindruck noch nuancierter: Dort habe ich das Geruchsbild eines Schilfgrases (die leichte Wassernähe wird evtl. durch die auf meiner Haut nicht wahrnehmbare aquatische Nuance suggeriert, die in der Pyramide aufgeführt ist), welches mit einem hauchzarten Film weißer Hautpflegecreme überzogen ist. Wodurch die - wie schon angedeutet - eher herbe Grascharakteristik wunderbar abgefedert wird. Dadurch erscheint der Graston weicher und gepflegter, ohne allerdings seine eigenständige Charakteristik aufzugeben. Er vermeidet dabei auch das Abdriften in Pflegeprodukt-Gefilde. Ich erwähne das, weil an manchen Stellen diese Assoziation aufkommt - so wie bei mir auch (mit Sicherheit hervorgerufen durch Gamma Octalactone) -, allerdings ist dieser Eindruck sowohl auf dem Papier wie auch auf meiner Haut nie duftbestimmend. Das bleibt eindeutig der frische Graston.

Diese Kombination sorgt auch dafür, dass Marc Jacobs Men - trotz seines Namens - für mein Empfinden ein Unisex-Duft ist, da er weder traditionell dominant weibliche noch männliche Merkmale aufweist (wobei man Kokos eher mit weiblichen Parfums in Verbindung bringt). Holz und Kardamom gleichen dabei etwas zur männlichen Seite aus.

Die Wahl eines solchen Duftcharakters - Feigen(blatt)düfte sind eine absolute Randgruppe in der Parfumwelt - war für ein Designerhaus in dem Preissegment und zudem für dessen ersten Herrenduft überhaupt (von nur vier in 20 Jahren!) eine absolut ungewöhnliche und sicher mutige Entscheidung. Eventuell vergleichbar mit der Diors für Dune pour Homme als neuen Herrenduft nach neun Jahren Pause, der auf den sehr erfolgreichen „Fahrenheit“ folgte (die Entscheidung für jenen war sicherlich ebenso mutig durch die starke Akzentuierung des Veilchenblatts – und später die für die Irisnote in „Dior Homme“). Vom Duftprofil her deshalb mit klarem Nischencharakter, der sich auch in einer eher designeruntypischen Qualität widerspiegelt (bis auf die leicht generische Holznote). Ohne die den späteren Jacobs-Düften inne wohnende deutliche Synthetikanmutung. Für mich ein mindestens gleichwertiger Philosykos-Ersatz. Auch in Punkto Haltbarkeit und Sillage. Unaufdringlich, aber in den ersten zwei bis drei Stunden für die nähere Umgebung gut wahrnehmbar. Persönlich finde ich ihn zudem tragbarer, da er etwas straighter sowie eine Nuance weniger komplex und photorealistisch ist als der Diptyque. Näher am Menschen. Eine geglättete, „attraktive“ grüne Feige. Frisch-gepflegt. Mit einer unangestrengten Eleganz. Dadurch folgt er der Tradition der Marke, überwiegend sehr cleane, unprätentiöse Düfte zu entwerfen, die sich meist auf einen oder wenige Duftbestandteile konzentrieren, sehr schlank komponiert sind und immer wieder eine merkbare Eigenständigkeit aufweisen ohne anzuecken (ich denke z.B. an den Pfeffer-Duft „Bang“ und die Splash-Reihe mit Düften wie „Rain“, „Pomegranate“ etc.). Man könnte vielleicht sagen: Es ist die Bauhaus-Ausgabe des Diptyque (gemeint ist der Design-Stil). Ein Duft für jeden Tag. Unkompliziert im Duftbild und trotzdem besonders. Keiner, der meine Seele berührt - dazu ist er zu sauber und funktional angelegt - aber er geht etwas unter die Haut. Ein richtig gut gemachtes und ausgewogen abgestimmtes Parfum (Ralf Schwieger; sein drittes, u.a. nach Malles "Lipstick Rose").

Für alle Feigenliebhaber*innen aus meiner Sicht ein lohnenswerter Test. Allerdings wird der Duft nicht mehr produziert, ist jedoch online immer wieder mal zu noch verträglichen Preisen zu finden.

Anmerkung:
Ein anderer in meinen Augen gelungener Feigenblattduft aus der damaligen Hochzeit ist Hermès‘ „Un Jardin en Méditerranée“ (2003). Er verbindet die frisch-grünen und sandig-herben Aspekte der Duftnote.
Testenswerte Vertreter aus jüngerer Zeit sind aus meiner Sicht v.a. Arte Profumis „Figo Moro“ (2017), der ebenfalls beide Merkmale betont und vom Gras-Blatteindruck her zwischen dem Premier Figuier und Philosykos anzusiedeln ist, sowie eine ganz dezente Kokoscremigkeit aufweist, und Armanis „Figuier Eden“ (2012, Christine Nagel), bei dem zwar kein Feigenblatt als Bestandteil aufgelistet ist, dafür grüne Feige und Gras, was den gleichen Effekt hervorruft. Wer es bitterer mag, wird vielleicht bei Heeleys „Athenean“ (2021) fündig, der mir persönlich erst etwas zu dumpf und terpentinartig angelegt ist (Galbanum), bevor er später eine leichte Nussigkeit und dezent cremige Kokossüße entwickelt.

Abschließend noch zwei Hinweise:
Zum einen auf das sehenswerte Video von Siebter zu diesem Duft weiter unten und zum anderen auf den interessanten Blog „Reise durch den Feigenhain“ von Andin, in dem viele Feigendüfte in einer persönlichen Betrachtung beschrieben werden.
15 Antworten
Siebter

49 Rezensionen
Siebter
Siebter
Top Rezension 17  
Ich hab keine Lust, stundenlang nach einem passenden Titel zu suchen (ich hoffe, das ist okay)
Bei diesem Duft wundert mich wirklich das dünne feedback, immerhin hat Marc Jacobs Men runde zehn Jahre auf dem Buckel, vier Kommentare scheinen da etwas mager, zumal diese ja nun nicht gerade überschwänglich loben.

Für mich ist Marc Jacobs Men dagegen nicht nur ein verdammt guter Duft, sondern auch ein ziemlich interessanter.

Da ist zum Beispiel die Kokosnuss. Jeder, der diesem Duft zum ersten mal begegnet, wird ohne Zweifel dieses Aroma riechen - bei mir gehen die Assoziationen aber meilenweit an Bounty, Batida de Coco oder ähnlichen Amateurkokosnüssen vorbei, es scheint mir eher eine frisch aufgeschnittene, holzig-wässrige und zudem überaus zarte Kokosnuss inklusive Nussschale zu sein. Sie ist deutlich erkennbar, aber nur in der Eröffnung wirklich vordergründig.

Vor allem aber: die Duftpyramide beinhaltet keine Kokosnuss, und die meisten werden angesichts dieser Behauptung wohl recht skeptisch die Stirne runzeln - nach einigen Tagen glaube ich, sie "aufschlüsseln" zu können: bemerkenswert ist zum Beispiel die Zypresse als Kopfnote, von der ich mir absolut sicher bin, dass sie an diesem Kokos-fake beteiligt ist, ebenso die Tonkabohne. Als eventuell Tatbeteiligte sehe ich zudem die etwas ominösen "wässrigen Noten" sowie die Zeder, beide müssten aber noch mal gesondert befragt werden. [Edit: Inzwischen weiß ich, dass das Feigenblatt der Dreh- und Angelpunkt dieser Kokos-Show ist.]

Zwei Absätze zur Kokosnuss, das ist eigentlich zu viel der Ehre, denn dieser Duft hat noch mehr zu bieten, insbesondere eine ziemlich ungewöhnliche Anmutung von Sonnenlotion. Abgesehen vom Moschus kann ich diese lotionartige Note aber nicht aus der Pyramide ableiten; dieser Duft möchte sich nicht in die Karten sehen lassen, und das macht Spaß. Dieser Baustein jedenfalls stellt sich bei näherer Betrachtung als Variation heraus, denn trotz der deutlichen Assoziation wirkt er nicht ölig oder verschmiert, sondern klar und transparent, frisch sogar.

Wenn ich hier also so eingehend eine Kombination aus Kokosnuss und Sonnenlotion beschreibe, so wird mich im Grunde keiner missverstehen (denn so riecht Marc Jacobs Men in meiner Nase), ich befürchte aber, dass man sich dann irgendwelche Gigolos mit Kokosfett im Haar vorstellt, und das ist wiederum weit weg von diesem Duft. Wie gesagt: ein recht frischer Duft ist das, klar, leicht, kaum süß, aber auch nicht besonders maskulin. Das wäre meiner Meinung nach ein ziemlicher unisex-Renner, zumal sich im späteren Verlauf sogar eine in der Welt der Männerdüfte ja nun doch höchst seltene Rose zeigt. Die floralen Noten sind ein fester Bestandteil dieses Dufts, aber nie ein vordergründiger wie etwa bei manchen Düften von Kenzo.

Das Thema dieses Dufts ist dennoch klar: der Strand, insofern sich Marc Jacobs Men natürlich als Sommerduft empfiehlt. Ich wohne in Berlin, der nächste echte Strand ist recht weit weg, und deshalb liebe ich diesen Duft sehr: die Assoziationsketten sind nicht sehr komplex, aber wirksam. Man sprüht sich mehr auf als einen Duft, das ist wirklich ein *feeling*. Das ist Sommer, Strand und bunte Verlockung! Dabei ist dieser Duft aber alles andere als plakativ, er ist ausgewogen und trotz aller Verwirrspiele nicht mal im entferntesten synthetisch. Er schafft es sogar, eine gewisse lockere Eleganz aufzubauen.

Ein schöner, sympathischer und ungewöhnlicher Duft, der beim näheren hinriechen spannend bleibt - einen Wermutstropfen hat Marc Jacobs Men aber leider doch: die Haltbarkeit ist unterdurchschnittlich: zwei Stunden bei mittlerem Duftwolkenumfang, anschließend zieht sich er stark zurück, als "skin-scent" kann man ihn dann immerhin noch weitere zwei oder drei Stunden wahrnehmen. Das ist allerdings eine Erfahrung, die ich mit vielen transparenten und eher komplexen Düften gemacht habe. Ich wünschte, es gäbe ein EdP dieses Dufts, andererseits frage ich mich, ob eine feine Duftlinienführung überhaupt möglich ist, wenn man die selben Noten einfach in stärkerer Konzentration mischt.

Ich nehme Marc Jacobs Men gerne so, wie er ist. Zumal ihn ja kaum ein anderer zu nehmen wollen scheint. :D

[Nachtrag 27.06.12] Bonuskurzkritik zum "Hair and Body Shampoo" von Marc Jacobs Men!

Aufgrund spontaner Begeisterung schiebe ich einen kurzen Bericht zu o.g. Waschzeug nach. Grundsätzlich gibt sich die Duftpyramide beim Hair and Body Shampoo gleich wie beim EdT, allerdings ist sie stark verschoben: das als Kokosnuss getarnte Konglomerat findet sich weit im Hintergrund, während die Lotion-artigen Akkorde extrem dominant und vordergründig sind; diese steigern sich sogar ins butterige und popcornartige - ich muss schon sagen, unter einem brausendem Duschkopf stehend ist das ein höchst interessantes Aroma. Der insgesamt transparente Charakter des EdT bleibt dabei erhalten, und damit auch der interessante Gegensatz von MJM. Teures Vergnügen, aber eine schöne Ergänzung zum EdT.
6 Antworten
7.5
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
7
Duft
IrisMann

78 Rezensionen
IrisMann
IrisMann
Sehr hilfreiche Rezension 8  
Ich habe ein Herz für diesen Außenseiter!
Dieser Duft scheint zur Kategorie "love it or hate it" zu gehören

Je öfter ich ihn rieche desto mehr verschiebt sich mein Gefühl zu "i love it"!

Ich empfinde diesen Sommerduft doch als außergewöhnlich. Eine Mischung aus grünen, gourmandigen, süßen und cremig-pudrigen Duftnoten. Zwar könnte die Haltbarkeit wirklich länger sein, aber es handelt sich hierbei nicht um langweilige Drogerie-Ware.

Bei mir auf der Haut ergibt sich ein changieren zwischen dem Aroma grüner gehäckselter Blätter und süßer feuchter quietschiger Kokosnuss. Letzteres erinnert mich manchmal an Kokosnussstücke von der Kirmes oder sonstige Kokosnussaromen von Jahrmärkten. Das könnte auch ein Problem bei diesem Eau de Toilette sein. Die Duftrichtung ist nicht eindeutig. Sie kann wechseln und sich verändern. Das ganze geht dann in eine sanfte pudrige Cremigkeit über.

Die Komposition ist gewagt und genau das Gegenteil vom späteren Erfolgsprodukt dieser Marke, "Bang".

Der Flakon ist wirklich puristisch. Er erinnert mich stark an den Bauhaus-Stil und dessen Auswirkungen auf das Design damaliger Gebrauchsgüter. Die Form unterstüzte die Funktionalität oder ordnete sich ihr unter. Der Flakon enspricht auch der selben Formensprache wie der Flakon des ein Jahr früher lancierten Dufts für Frauen.

Das Produkt scheint wohl kein so großer Erfolg zu sein. Es wundert mich, dass es nicht längst schon wieder vom Markt verschwunden ist.

Ich habe mir erst einmal einen "Quader" davon gesichert. Der Sommer kann dann jetzt mal kommen.
5 Antworten
7
Flakon
6
Sillage
5
Haltbarkeit
6
Duft
Taurus

1059 Rezensionen
Taurus
Taurus
Sehr hilfreiche Rezension 8  
Ordentlich am Ohrfeigenbaum gerüttelt
Nach langer Zeit haben wir mal wieder das Thema „Feigenduft“. An sich keine schlechte Sache, wenn ich beispielsweise an Coros von Acqua di Sardegna oder Phylisokos von Diptyque denke. Beides hochangenehme Kreationen, die relativ authentisch nach der Frucht oder dem Blatt des Maulbeergewächs schnuppern.

Doch wie ich im Laufe einiger Tests erfahren durfte, tummeln sich leider etliche Blender und Schummler unter den Feigendüften. Dazu muss ich seit heute ebenfalls Marc Jacobs Men zählen.

Grund dafür, ist diese exorbitant dominante, jedoch sehr künstlich wirkende Feigenimitation, die eher unangenehm durchdringend scheint, als das sie die Nase mit naturidentischen frisch-fruchtigen Aromen umschmeicheln würde.

Selbst das ganze Beiwerk wirkt dagegen fahl und kommt nicht gegen das plastikhafte Eigengewächs an. Hier vielleicht ein bisschen Zitrusfrucht, dort ein Hauch blumige Noten – und drumherum eine leicht penetrant wirkende billige Seifenlaugenstruktur. Kann man im Notfall tragen, doch ich hoffe, dass dieser niemals eintreffen wird.

Das einzige, was ich dem Duft lassen muss – und seltsamerweise spiegelt das nicht ganz den Erfahrungen anderer Parfumos wider, ist der persönliche Eindruck, dass Marc Jacobs Men im Gegensatz zu üblichen missratenen Feigenwässerchen keine Kokosnussnote vermittelt. Ansonsten: es gibt soooo viele tolle Alternativen!
4 Antworten
9
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Bowlder

2 Rezensionen
Bowlder
Bowlder
Hilfreiche Rezension 5  
Unauffällig aber doch besonders
Marc Jacobs Men, ein schlichter und sehr eleganter Flankon, der neben den anderen ausgefalleneren Designs im Regal kaum auffällt.
Der Duft hingegen bleibt dafür umso mehr im Gedächtnis und hebt sich ganz klar von seinen Regalnachbarn in der Parfümerie meines Vertrauens ab.
Mir gefiel diese Kokosnote mit der zunächst unterschwelligen Seifigkeit. Eine Kombination die ich bis dahin nicht kannte und die mich sofort begeisterte.

Ach? Wie? Da ist gar kein Kokos drin? Überraschung! Nachdem ich dann hier bei Parfumo die Zutatenliste gelesen habe...soll wohl Feige sein, die hier die Konosnuss vorgaukelt. Egal, trotzdem schön.

Die Seifigkeit nimmt dann im Verlauf zu und rundet den Duft hervorragend ab. Damit ist allerdings keine Opa-Note gemeint wie sie anderen Düften häufig anhaftet....Wer will schon nach altem Mann riechen wenn man in seinen 20ern bzw. 30ern ist?
Vielmehr trifft hier die obere Kategorisierung als frisch-grün ausgezeichnet zu und das ganz ohne Vetiver.

Wie Strandpirat vor mir auch sehr treffend schrieb, sei dabei zu beachten dass Marc Jacobs Men „[...]nicht für jeden Tag[...]“ geeignet ist. Man muss schon Lust auf den Duft haben. Ist dies der Fall, kann man ihn zu jeder Jahreszeit gut tragen.
Wenn man also mal auf der Suche nach etwas anderem ist, ist man hier ganz gut beraten.
1 Antwort
Weitere Rezensionen

Statements

10 kurze Meinungen zum Parfum
MefunxMefunx vor 4 Jahren
7
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
7
Duft
Vergleichsweise transparente, schlanke Feige, wirklich eher das Blattgrün, wenn auch artifizielles, auf zart cremigem Moschusholz. Mag ich!
7 Antworten
IzecIzec vor 5 Jahren
7
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
7.5
Duft
Finde den hier eindeutig unterbewertet. Frisch, grün und holzig mit leichter Pudrigkeit. Frühlingsduft, ziemlich einzigartig im Mainstream.
0 Antworten
ParmaParma vor 2 Jahren
9
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Sehr cleane, frischgrasige Feige. Dezent kokoscremig. Leicht holzig. Philosykos‘ casual-elegante Designerversion. Jedoch ohne Fruchtsüße.
4 Antworten
VrabecVrabec vor 2 Jahren
5
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
7.5
Duft
Ein gut gemachter cleaner, transparentrt Feigenduft, ohne Süße oder Synthetik. Kann sich mit den bekannten Feigen durchaus messen.
4 Antworten
TheOne01TheOne01 vor 4 Jahren
6
Sillage
6
Haltbarkeit
5.5
Duft
Der Anfang ist für mich nur sehr Schwer zu ertragen,
im Drydown "ok" dennoch zieht sich etwas durch den Duft, was stört - Feigenblatt?
2 Antworten
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