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Encounter

von Calvin Klein (2012)  
58%
58 von 100%, 63 Bewertungen
Erschienen im Jahr 2012, wird offenbar noch produziert.
Parfümeur: Honorine Blanc, Pierre Negrin

Duftnoten

Kopfnote: Kardamom, Mandarine, Rum
Herznote: Cognac, Jasmin, Patchouli, Pfeffer
Basisnote: Moschus, Oud, Zedernholz
Duft
58% (63 Bewertungen)
Haltbarkeit
53% (37 Bewertungen)
Sillage
51% (34 Bewertungen)
Flakon
76% (46 Bewertungen)

Dieses Parfum wurde recherchiert und vorgeschlagen von Kankuro
05.06.2013 17:24 Uhr
10%
9 Kommentar-Auszeichnungen
Starke Brust auf jeden Fall - doch schwaches Herz.
Schönes , deftiges Blau, angereichert mit einem schönen Effekt - Flakon top! Doch der Duft versinkt zusehenst ins schwarze Nichts des Ozeans. Leider nicht vielsagend, jedoch für einen kleinen Moment sehr schön zu riechen. Vielmehr fehlt mir jedoch das leidenschaftliche und das animalische in diesem Duft. Das Plakat bei uns in der Städteparfümerie prangte nur so - voller männlicher Lust und Leidenschaft , einer Frau die sich ihm hingibt. Ich habe ihn genau vor Augen und die kleine Auffrischung nun im Netz .. Werbung eben. Viel Luft, aber oft oder gar nichts dahinter.

Doch welche Frau würde in meinen Lippen versinken, wenn ich zu sehr nach abgelatschter Jasmin und Pfeffer rieche?

Die Kopfnote erstmals ist sehr ansprechend und taugt auch etwas. Wobei der Cognac gezielt schon in die Kopfnote miteinfließt und es etwas lockert. Finde ich äußerst interessant. Das Kardamom und die Mandarine harmonieren perfekt und schwingen einem in Trance - doch nach einigen Minuten wirft die Mandarine ihre Schalge weg - was bleibt ist ein holziger Duft, umgeben von Jasmin, die nicht annähernd aufblühend ist. Eher tot getreten und dann mit Pfeffer überzogen. Nein - das kann nicht all zu viel . Der Moschus setzt sich dann auch zu seinen Gesellen und alles in einem wirkt eher etwas "draufsitzend" und öde.

Die Liebe ist in diesem Fall, in dem Parfum eher erloschen als erwacht. Eine Frau anheftend an mich anschmiegen zu lassen, würde nicht gelingen, denn der Duft erinnert mich an irgendwelche Billig Deos aus der Drogerie nebenan. Er zischt ab und an , wenn er einem auf der Haut sprichwörtlich sitzt, doch dies ist weder maskulin noch erwachsen.

Beim Abbauen wird der Duft holzig - muffig. Die Haltbarkeit ist wahrlich nicht die größte - nach nicht einmal drei Stunden, ist der Duft versunken und ich bin weder beflügelt noch mache ich Luftsprünge.

Ohne jemanden nahe zu treten, aber dieses Parfum ist keins, was ein Mann haben muss. Interessant am Anfang - jedoch nur für ein paar Minuten. Lieber etwas länger auf der Haut lassen und dann ein Urteil fällen. Denn oft irrt man sich gleich am Anfang, obwohl es ganz schön negativ ausfallen kann.

Ich persönlich habe mir mehr Leidenschaft und Tiefe erwartet. Ein Spiel zwischen Heiß und Kalt. Eine Erkundung des Schwarzen Meeres. Treibend und einzigartig. An der Haut untertauchen, den Duft gezielt einziehen und kurz inne halten. Das Blau führt mich zum Meer, zu frischem Wind und einem nie endenden Strand, wo sich zwei an der Hand führen und miteinander lachen. Sie versinken miteinander im Sand und erleben schöne Momente ..

Doch von Liebe keine Spur . Etwas pudriges hat er in sich - doch all zu viel Männlichkeit nicht. Er protzt am Anfang, gibt sich cool - der Flakon ist stilsicher und der Blick fällt auf ihn. Ein blauer Eisklotz - ja oft vergleichen uns die Frauen mit einem solchen, wenn wir nicht immer all zu viel Gefühle zeigen können - doch die Damen erwarten ein aufflammendes Inneres. Ein Herz, was sich gegen Böses aufrichten kann und alle negativen Aspekte im Leben überlebt. Laut pochend, pulsierend und tastbar, wenn man den Kopf auf die Brust lehnt. - bei dem Duft sucht man verzweifelt nach etwas Nähe und brennbarem. Das einzige was bei mir brennt, ist der gute Cognac, an den ich denke wenn ich den Duft in mich hineinziehe.

Starke Brust auf jeden Fall - doch schwaches Herz.
Leider nein Encounter. Du kommst nicht an bei mir . Nicht mal annähernd.

Love is dead .. I´m searching for passion but
the Sea is drunk - so i´m lost in hell.
4 Antworten
Hab den auch sehr schwach bewertet. Nichts, was die Welt braucht.
3 weitere Antworten
Außerordentlich hilfreicher Kommentar - 02.01.2013 23:37 Uhr
30%
10 Kommentar-Auszeichnungen
Speed-Dating mit einer schönen Kopfnote
Die Kopfnoten beeinflussen die Kaufentscheidung maßgeblich, denn viele Kunden fackeln nicht lange, bis sie zur Kasse gehen. Daher werden die Kopfnoten der meisten Düfte von Jahr zu Jahr besser und besser. "Encounter" hat sehr schöne Kopfnoten. Mandarine, Cognac...hmm.
Leider sind diese nach zwei Minuten verflogen und auf der Haut bleibt nach 15 Minuten ein Hauch von einem holzig-moschusmäßigem Nichts zurück. Oud? Rieche ich hier nicht!
"Encounter" ist eine Begegnung mit einem cleveren Kosmetik-Konzern, nämlich mit Coty Prestige, der außer Kopfnoten nichts in die Flakons gefüllt hat, was den Preis von circa 49.90 Euro für 50 ml dieses Herrenduftes rechtfertigen würde. Axe-Deos oder andere Drogeriemarkt-Produkte bieten sich hier als Alternative an. Für die Jahresmitte rechne ich mit "Encounter Summer", dann für 2013/14 mit "Encounter Sport" , auch an "Encounter at Night" oder "Encounter Intense" wäre als Flanker bereits zu denken. "Encounter in Bed" wäre wohl zu gewagt für Coty, doch eventuell bietet sich auch ein Cross-Over an: "Encounter Gaga – Black Liquid". Mit Oud, roter Beete, Patex-Kleber und Obertönen von Korkuma, abgerundet mit Bärlauch, Orangenblütenwasser und einem Touch Wasserstoffperoxid (für den besonderen Effekt auf der Haut!). Alles in der Kopfnote drin und nach 'ner halben Stunde weg!
4 Antworten
Klare Worte und dafür gibt's 'nen Pokal.
3 weitere Antworten
03.12.2012 15:01 Uhr
20%
1 Kommentar-Auszeichnung
Entäuscht!
Hier muss ich mich meinen Vorrednern anschließen. Hatte ihn ausgesucht wegen des Adlerhlozes in der Basis! Aber wo ist es? Er riecht anfangs wirklich noch sehr angenehm, er flacht aber sehr schnell und sehr stark ab. Adlerholz ist sehr intensiv mit einer leicht rauchigen Note. Encounter duftet nicht mal annähernd danach, finde ihn eher noch künstlich oder synthetisch. Nach einer Stunde ist er schon kaum noch wahrnehmbar. Aber wahrscheinlich verkauft er sich deswegen so gut. Obwohl er noch relativ neu ist, steht er in der Top Ten der meistverkauften Herrendüft schon auf Platz 10. So oder so Ähnliche gibt es viele. Die Duftpyramide versprach Einiges, aber nein, nichts davon wurde eingehalten. Ich war sehr enttäuscht, aber zum Glück konnte ich ihn noch umtauschen!
29.10.2012 14:43 Uhr
4 Kommentar-Auszeichnungen
Am Counter
Mir fällt es zunehmend auf: Die fast alle Städte dominierende, hellblaufarbene Parfumkette ist echt ein trauriges, fast schon gruseliges Schauspiel geworden. Der Laden ist stets voll, obwohl die Ware dort sein Geld nicht wert ist. Jedes Drogerie-Deo riecht besser als dieser prätentiöse Schrott. Bestes Beispiel: Encounter. Irgendwie glaube ich die kippen alle Parfum-Fehlproduktionen in einer streng abgeschotteteten Region in China zusammen, lassen von Billiglohnarbeitern bleiverseuchte Flacons gießen und kippen die Suppe dann in selbige, kleben den Namen eines längst zu Schleuderpreisen verramschten Designers drauf und erklären dem Mann/ der Frau, dieses hochkostbare Elixier könnte die individuelle Persönlichkeit eines jeden unterstreichen. So ein Schwachsinn. Die ganze Männerabteilung in solchen Parfumerieketten riecht, leicht variiert, gleich. Nur die Flacons sind unterschiedlich. Zudem: alles synthetisches Blubberwasser (fehlte nur noch, dass dieser BubbleTea-Trend auf die Parfums übergreift). Ich kann echt nur noch Nischenparfums kaufen, die oft vielleicht zehn Euro teurer sind, aber dafür wenigstens auch halten, was sie versprechen. Belesenes Personal gibts zudem auch in solchen kleinen inhabergeführten Parfumerien. Encounter ist eine Begegnung mit dem ewig gleichen. Leid tun mir nur die Angestellten in jenen Franchiseläden, die den Leuten den Müll verkaufen müssen, hinter dem sie vermutlich garnicht stehen.
3 Antworten
Stimmt, eine Probe ist mir heute zugesandt worden....dafür gebe ich keinen Cent aus :-(
2 weitere Antworten
28.10.2012 13:50 Uhr
50%
6 Kommentar-Auszeichnungen
Begegnung der schwachen Art
Encounter hat eigentlich alles, was ein erfolgversprechender Duft heutzutage vorweisen kann. Toller Flakon, ansprechende Duftpyramide, großer Name, aufwendige Werbung ... Ja, selbst wenn ich mir Encounter aufsprühe denke ich: „Gar nicht mal so verkehrt!“ Das gilt allerdings nur für die ersten Augenblicke.

Der Auftakt kommt recht süßlich, pudrig, mit einer gelungenen Mischung aus Würzigkeit und Fruchtigkeit. Das schmeichelt meiner Nase und hat viel Potential. Die Cognac- und Rumnote scheinen mir ein wenig zu synthetisch zu wirken, dafür verhalten sich die anderen Ingredienzien relativ harmonisch zueinander. Bis hierhin war ich positiv überrascht. Encounter hat was markantes, gourmandmäßiges offenes – maskulin aber nicht zu eindimensional.

Dafür hält dieser Zustand nur solange bis ich die Haustür verlasse – und ich wohne nicht gerade oben im Burj Khalifa und nutze nur die Treppe!

Sobald die kurzlebige Duftpyramide eingestürzt ist, wird Encounter bei mir plörrig und langweilig. Teilweise entwickelt sich eine buttrige Note, die bei mir sowohl Unbehagen als auch Unverständnis auslöst. Zum Glück bleibt das alles recht weiter runtergedimmt, aber ich frage ich mich wirklich, was man sich dabei gedacht hat.

Ergo: netter Ansatz, der ruhig intensiver und langanhaltender hätte bestehen dürfen. Danach nur noch fieser Einheitsbrei, den ich an jeder Ecke bekommen kann. Schade, aber diese Begegnung wird für mich definitiv einmalig bleiben und bedarf keiner Wiederholung.
5 Antworten
Du hast das P-Wort benutzt, auf den Benimmstuhl!!!:) Ja, ein nettes, schwachbrüstiges Wässerchen.
4 weitere Antworten
23.10.2012 00:22 Uhr
30%
2 Kommentar-Auszeichnungen
Ansprechende Werbung und wenig toller Duft
So, nun hier und jetzt mein erster Kommentar seit der Anmeldung in diesem tollen Forum.
Als Opfer der Werbung für den optisch ansprechenden Flacon musste ich ungerochen Zuschlagen und habe es bitter bereut.
Leider gehöre auch ich nicht zu den begnadeten Nasen die einzelne Bestandteile eines Duftes im Detail erkennen können, aber ................... will ich das bei diesem Duft überhaupt?

Das erste mal aufgetragen und wurde direkt von einer Wolke des unscheinbaren umhüllt von der ich dachte "und das soll es jetzt sein, der Duft der jede Begegnung unvergesslich macht und die Frauen ansprechen soll?" ( So zumindest die versteckte Aussage der Werbung).
Ein absolut nichtssagender und unaufregender Duft der mir meine Illusionen direkte raubte und nachdem meine Frau zu mir sagte das dieser Duft nach altem Schweiß riecht war die Entscheidung für mich klar! Das Zeug landet in der Tonne ...................

Vielleicht bin ich mit fast 43 Jahren auch schon zu alt für diesen Duft? Oder zu alt um noch irgendwelche Frauen beeindrucken zu können, obwohl das mit manch anderen Düften auch mir schon noch gelingen kann. ;-)

Von meiner Seite eine klare Absage an dieses unscheinbare Duftobjekt das für mich sein Geld definitiv nicht wert ist!!!
3 Antworten
Wenn du den Duft wieder aus der Tonne holst und ihn mir schickst, übernehme ich gerne die Versandkosten dafür. :)
2 weitere Antworten
15.10.2012 09:29 Uhr
70%
1 Kommentar-Auszeichnung
Das Auge riecht mit
Der neue Calvin Klein ist da! Mit einem schönen Flakon und der passenden Werbekampagne. Rein optisch kann ich wirklich Gefallen dran finden. Aber hier geht es ja in erster Linie darum, auch den Duft zu bewerten.

Ganz klar ist, dass "Encounter" seine Abnehmer finden wird. Denn schlecht ist er keinesfalls. Er beginnt mit einem fruchtigen Kardamom-Akkord. Sehr guter Mainstream würde ich an dieser Stelle behaupten. Da gibt es wahrlich schlimmeres.
Nachdem die Kopfnote etwas ausgeklungen ist, kommt ein wenig Pfeffer mit in's Spiel. Der Pfeffer paart sich noch mit einer Moschus-Note. Im Hintergrund bleibt allerdings auch noch ein wenig was fruchtiges, was zu Beginn wahrzunehmen war.

Nach 30 Minuten meine ich eine gewisse Holzigkeit rausriechen zu können. Allerdings ist es definitiv kein Oud. Und wenn doch, hat das Oud seine beste Zeit hinter sich. Alleine zu dem Preis des neuen Kleins hätte ich einfach mehr erwartet. Mir reicht das alles nicht, zu sehr ist der "Encounter" auf der Mainstream-Linie unterwegs.

Er wird auf jeden Fall seine Abnehmer finden, allein schon optisch und auch vom Duft her. Schlecht ist er keinesfalls, aber mein Fall nunmal nicht. Vor allem die jüngere Generation ab 20 wird ihn erwerben, in welche ich ihn auch ansiedeln möchte. Hierhin gehört er.

Aber unsereins mit fast 30 ist aus dem Alter einfach raus, da kann der Flakon noch so schön sein.
03.10.2012 00:00 Uhr
80%
7 Kommentar-Auszeichnungen
Nomen est Omen
Es gibt Erfreuliches zu berichten: CK hat die Welt der blässlichen Unisex-Düfte verlassen und versucht mal was Neues. Mit dem Herrenduft Encounter setzen die Parfümeure noch eine Stufe tiefer an, bei den vermuteten Moschusvarianten vieler Duschgels und Drogeriemarktparfums - nur um das Beste aus dem vermutlich bescheidenen Budget herauszuholen.

Bezüglich der Kopfnote muss ich meinem Vorredner beipflichten; sie ist sehr gelungen. Für mich hat sie eine Anmutung von Mandarine, Waldfrüchten und Gummibärchen – da sie sehr dezent ist, geht das ganz gut. Sicherlich ist sie das einzige in Encounter, was einen Bezug darstellen könnte zu den „typischen“ CK-Düften.

Danach wird es pfeffrig-würzig, vor allem direkt auf der Haut. Dort ist Encounter auch nicht wirklich schön; letztlich sind diese nach meiner Vermutung im Bereich Moschus angesiedelten Duftstoffe nur gut in etwas Entfernung von der angesprühten Stelle – aber dann sind sie wirklich attraktiv, eher rund als rau, bei leichter Süße!

So sehr diese Sorte Duft in aller Nasen ist, so schwer lässt sie sich letztlich beschreiben. Die vage Bezeichnung Moschus steht für mich dabei für eine gewisse Animalität, die die körperliche Präsenz des Trägers betont. Da die Noten dieser Art vorzugsweise in sehr preiswerten, taschengeldfreundlichen Düften vorkommen, haben wahrscheinlich viele von uns inzwischen gelernt, das mit Jugendlichkeit zu verbinden – so riechen Jungs, die gerade vom Training kommen.

Manche eifrigen Parfumtester von Parfumo werden möglicherweise nicht viel von Encounter haben. Wer seine Nase nicht von der angesprühten Stelle lassen kann, wird nach Verblassen der Kopfnote vor allem bitter-holzige Synthetik wahrnehmen und Encounter entsprechend schwach bewerten. Also raus mit den Nasen aus der Armbeuge und weg vom Handrücken! Kein vernünftiger Mensch läuft so rum! Hier gilt es, lieber etwas mehr aufzusprühen und zu warten, bis Encounter von alleine zu einem kommt.

Und er wird kommen! Nomen est Omen, Encounter gehört zu denjenigen Düften, die auf die Mitmenschen gerichtet sind, und nicht so sehr auf das Wohlbefinden des schnüffelnden Trägers. Encounter braucht die Wolke, denn nur so funktioniert er.

Mir gefällt die Idee, im Billig-Bereich anzusetzen und dann was Gutes draus zu machen. Wobei der preisliche Abstand zur Welt der Axe-Deos im Fall von Encounter jetzt auch nicht so sehr groß ist. Für Parfums, welche dieses Konzept zu verfolgen scheinen, kann man auch deutlich mehr Geld ausgeben (Bond No.9 Riverside Drive). Encounter ist ein zeitgemäßer und jugendlich wirkender Alltagsduft. Er macht Spaß, wenn man bereit ist, von Qualitätsmaßstäben der Nischenparfümerie und dem üblichen Testverhalten abzusehen.

Ach ja, und das mittlerweile bei Neuerscheinungen schon obligatorische Oud habe ich nicht wahrgenommen, und schon gar nicht als Basisnote.
3 Antworten
Dann muss ich auch nochmal in Ruhe testen. In der Parfümerie gefiel mir die Kopfnote sehr gut, aber dann wurde der Duft schlechter... aber gut. Nochmal ran. :)
2 weitere Antworten
02.10.2012 16:15 Uhr
80%
1 Kommentar-Auszeichnung
Schwer kategorierbarer Mandarinen-Oud-Blender in Edeloptik
Dieses schöne Flackschiff von CK hat sich ja schon lange angekündigt und der Flakon ist fast so schön geworden wie er sich auf Bildern abzeichnete, ein echter Blickfang jeder Sammlung, Klotzen statt Kleckern ist hier angesagt, Chapeau Calvin Klein!

Nun stand ich in der ersten Verkaufswoche in der Parfumerie und war heiß auf's Testen, im Hinterkopf auch das volle Konto, welches gut & gerne einen Spontankauf zulassen würde...und so geschah es dann auch, den diese frische, freche und trotzdem schicke Mandarinennote als Kopfnote war auffällig und hat mich mächtig angespitzt! Diese Kopfnote ist der Wahnsinn und wird viele Leute zum Kauf verführen, zusammen mit dem Flakon könnte es ein Kassenhit werden!

Aber der eigentliche Duft, der nach ca. 45 Minuten aufkommt, dann wenn die Mandarine extrem plötzlich (leider) verschwindet, ist alles andere als frisch, interessant oder neu - er ist sehr nettes Oud und ein grundsolider, männlicher Duft mit Cognac, Pfeffer und viel Oud. Alkohol, sei es Rum, Cognac, Whiskey oder Wodka scheint ja momentan sehr im Trend zu liegen, siehe z.B. den neuen Joop. Und harter Alkohol, richtig dosiert, ist ja auch männlich, sexy und verleiht jedem Duft eine Tiefe und ein mystischeren Schleier, sodass ich von diesem Trend (noch) nicht abgeneigt bin.

Die Sillage ist sowohl in dieser geilen Kopfnote als auch im bodenständigen, fast schon langweiligen Rest des Duftes sehr angenehm, fast schon etwas zu schwach, da hätte CK ruhig was mehr auf die Tube drücken können. Die Haltbarkeit ist auch Oud-typisch sehr gut und lange, leider die der Kopfnote nicht, wie das nun mal so mit Kopfnoten ist :(

Bitte testen und vielleicht nicht so extrem von der Kopfnote blenden lassen. Richtiger Weg Calvin Klein, aber bitte noch ne Schippe mehr Mut und Kreativität den ganzen Duft durch!

Test-MUSS!
28.09.2012 16:01 Uhr
80%
1 Kommentar-Auszeichnung
Knapp überm Ø
Dies wird kein besonders langer Kommi, aber ich will trotzdem mal meine Meinung zu diesem Duft kundgeben.

Durch Werbung aufmerksam gemacht worden, zack zu Pieper gehuscht und auf dem Tester geprüft:
Kurz und kanpp:Eine sehr frische, elegante, aber gleichzeitig leicht geheimnisvolle Note sticht hervor. Leicht holzig und von einer flüchtigen Süße begleitet. Hier würde ich sogar 90% geben, aber dann:
Kommt diese Blumig-Pfeffrige Note. Eigentlich gar nicht so uninteresant. Aber dennoch kommt diese leider, leider etwas zuuu gewöhnlich daher.
Die Herznote hat also Pffer, aber das wars dann schon.
Die Basis wiederum ist...überaschend
Sooo schwer, soooo bodenständig
Moschus, Oud und Zedernholz aus der Beschreibung riecht man klar heraus, und der Duft strahlt Stärke und Eleganz aus.
Er ist gut wahrnehmbar und für eine breite Zielgruppe geeignet.
22.09.2012 13:29 Uhr
60%
3 Kommentar-Auszeichnungen
Oud fürs Volk
Nun also auch ein Oud von Calvin Klein! Der Flakon ... durchaus edel, aber ich würde mich wegen der Ähnlichkeit zu M7 nicht mal über eine Patenklage von Yves Saint-Laurent wundern.

Genau so groß sind für meine Nase die olfaktorischen Ähnlichkeiten. Es gibt kaum eine Einzel-Zutat in einem Parfum, die so viel Eindruck schindet wie Oud. Da gerät die Duftkomposition drum herum leicht zur Nebensache.

In dieser Preisklasse kann man eigentlich nur zweierlei erwarten: entweder einen Duft, der unter anderem Oud enthält (da gibt es schöne Beispiele wie "Guerlain Homme Eau Boisée", "Déclaration d'un Soir" oder meinen Liebling "Eau de Cartier Essence de Bois") oder ein "reines" Oud, dessen Zutaten sich qualitativ eher auf Drogerieniveau bewegen.

Zu letzterer Kategorie gehört "Encounter"; er ist gut tragbar, hat dennoch eine stechende Note, die mich letztlich nicht richtig überzeugen kann. Wenn man sich kein Oud von Armani Privée, Tom Ford oder Maison Kurkdjian leisten kann oder will, zweifellos ein tragbarer Duft.

Letztlich hoffe ich, dass der Trend, der Oud zu einem ähnlichen Statussymbol hat werden lassen wie das iPhone, irgendwann abebbt und Oud noch mehr integraler Bestandteil wirklich interessanter Duftkompositionen wird, von denen ich oben bereits ein paar genannt habe.
5 Antworten
Von M7 hat der ja nun gar nix...
4 weitere Antworten
19.09.2012 12:52 Uhr
70%
1 Kommentar-Auszeichnung
Wie immer.
Ja, ich habe gestern auch die Chance gehabt, dass neue CK Encounter schon vor dem morgigen Verkaufsstart zu testen. Der Flakon ist meines Erachtens genial geraten und ein echter Hingucker für das Bad, wenn man den Inhalt verbraucht hat. Viel wichtiger als der Flakon ist aber der Duft, denn CK vermochte in den letzten Jahren nicht mehr durch Individualität zu überzeugen. Leeeiiiiider muss ich sagen, dass sich das mit diesem Duft nicht sonderlich ändert. CK traut sich anscheinend nicht, mal was Eigenes auf den Markt zu schießen, was polarisiert, denn hier bewegen wir uns weitestgehend im Mainstream-Bereich. Irgendwie scheint sich das ja in der letzten Zeit sehr auf den zitrischen Bereich zu stürzen- Gucci Guilty und Konsorten sind da schöne Beispiele. Hier setzt sich auch eine nicht so beißende, etwas süßere Zitrusnote durch, eigentlich sogar ganz angenhem im Auftakt. Der Duft entwickelt sich auch nicht großartig, sondern behält diese Note durchweg, auch wenn Sie nach einiger Zeit etwas in den Hintergrund rückt, da sich Patchouli und Pfeffer (sehr schwach)einmischen. Ich will das auch gar nicht großartig ausweiten, der Duft bleibt zitrisch-frisch und gefällt mir persönlich doch besser als Gucci Guilty etc., da die Zitrusnote etwas edler eingesetzt wird, als das bei oben genanten der Fall ist. Haltbarkeit ist gut (nicht so schön wie beim neuen Joop, aber ordentlich) und die Sillage auch im guten Bereich, wobei der Duft generell in normaler Dosierung nicht sooo auffällig ist. Wer also auf diese neue Art des Mainstreams steht, hat hier ein neues Parfum gefunden, wer was Extravagantes will, lässt die Finger davon- als nächstes ist Armani Code Ultimate dran, woon ich mir eigentlich viel erhoffe (nach Aussagen meines USA Korrespondenten), aber schon im Forum gelesen habe, dass die Hoffnung wohl nicht erfüllt werden wird. Naja mal schauen, viel Spaß beim Testen ;)
16.09.2012 02:54 Uhr
70%
6 Kommentar-Auszeichnungen
Vom Flanieren...
Ach wie ist das schön, wenn man nach getaner Arbeit oder in der Freizeit locker durch die Gegend flanieren kann und das Leben in vollen Zügen genießt. Hier und da einen geschmackvollen Espresso, wenn vorhanden ein paar Sonnenstrahlen aufsaugen und darüber hinaus mehr oder weniger Smalltalk. Ist das Leben nicht schön!? Vor allem wenn man dann noch als Liebhaber des guten Duftes in diversen Drogerien sein Glück versucht und ein wenig herumtestet.

Dabei führt der erste Weg bei mir eigentlich sehr selten (bis nie) direkt zu Calvin Klein Düften, zu oft entdeckt man da (wenn überhaupt) handelsübliche Durchschnittsware, die für mein Empfinden häufig einen synthetisch faden Beigeschmack haben.

Insofern wurde Encounter von mir, auch wenn das Parfüm explizit als Neuerscheinung deklariert war, eher am Rande wahrgenommen. Dabei lädt das optisch wirklich sehr ästhetische Flakon eigentlich förmlich zum Testen ein. Da kann man schon einmal hängenbleiben.

So geschah es dann auch, aber zum Auftakt wurde man wieder eines Besseren belehrt bzw. auf dem Boden der beliebigen Gleichgültigkeit zurückgeholt. Dieser auf dem Papier durchaus interessant wirkende Mix aus Kardamom, Mandarine und Rum, der ja langsam scheinbar wohl in Mainstream-Sphären salonfähig gemacht werden soll, entpuppt sich als ziemlich müder Vertreter mehr oder weniger anlockender Duftstoffe, genau genommen eher leicht zitrischer Natur, was allerdings in der Tat alles schon wesentlich gelungener in Erscheinung trat. Überhaupt motiviert die Belanglosigkeit der Kopfnote nicht zum Schärfen seiner Sinne, um die einzelnen Bestandteile dieser uninspirierten Einladung herauszufiltern.

Sukzessiv setzt sich dann allerdings eine pfeffrig Note, die durch einen süßlichen Gegenpart eine angenehme Milderung erfährt, in den Vordergrund. Hinzu gesellt sich dann eine wirklich fein dosierte Alkoholfahne, bestehend aus Rum und in weniger auffälliger Ausprägung auch Cognac, der zusätzlich, so bilde ich mir zumindest ein, für einen leicht holzigen Unterton sorgt, welcher später dann durch Zedernholz eine stärke Gewichtung erfährt.

Diese süßlich würzig und holzige Kombination wird im Laufe der Zeit immer ansprechender, im Drydown erfährt das Ganze noch eine gut tuende Milde, die Encounter wirklich gut tragbar macht, so dass man nach dem Test-Besuch bei der Drogerie nicht gleich am besten nach Hause gehen sollte und das Flanieren à la Dolce Vita ruhigen Gewissens gegenüber den Geruchsorganen der Menschheit fortsetzen kann. Da gehen locker noch ein paar Espressi und jede Menge Bekanntschaften, wenn man denn so will.

Wie dem auch sei, Encounter ist einer der besseren Repräsentanten von Calvin Klein, gleichwohl der Duft weit davon entfernt ist das Rad neu zu erfinden bzw. eine Referenz darzustellen, aber das muss ja nicht immer sein und wenn aus dem Hause des US-amerikanischen Modedesigners endlich einmal ein vernünftiger Duft kommt, ist man ja schon geneigt froh zu sein.
4 Antworten
Kenne den Duft nicht, aber guter Kommi!
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