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Eau de Cartier von Cartier

Flakon-Design: Thierry de Baschmakoff

Eau de Cartier

von Cartier (2001)  
69%
15 Bewertungen

Details

Verfügbarkeit: Im Jahr 2001 erschienen, wird noch produziert.

Duftnoten

Kopfnote: Bergamotte, Yuzu
Herznote: Blätter, Blumen, Lavendel, Moschus
Basisnote: Amber, Patchouli, Zedernholz

7 Kommentare zu Eau de Cartier

Bee - Sonntag, 05. September 2010
80%
Cartier – der Hauch von Nichts
3 Kommentar-Auszeichnungen
Vorgestern war ein klarer Spätsommermorgen, sonnig, aber noch kalt. Da erschien es mir passend, etwas Frisches aufzulegen. Ohne dass ich Eau de Cartier kannte, weil ich das Probefläschchen bisher noch nicht angebrochen hatte, entschied ich mich intuitiv dafür. Und ich muss sagen, es passte zu diesem Tag. Eau de Cartier war genau so frisch wie dieser Morgen. Es hätte noch besser gepasst, wenn ich einen Spaziergang durch den Park hätte unternehmen können, statt in meinem etwas muffigen Büro zu sitzen. Die Tautropfen glitzerten noch auf den Blättern und mein Duft hätte sich wunderbar in die Landschaft eingefügt.

Der Auftakt ist recht grün, doch sehr flüchtig. Yuzu und Bergamotte, die leicht zitrische Noten bringen sollen, sind wohl nur eine Sekunde im Raum, denn ich nehme sie nicht wahr. Der Duft der Blätter umschwebt mich vage. Enttäuschung macht sich breit – ist Eau de Cartier schon wieder weg? Ich sprühe vorsichtshalber noch einmal.

Eine Stunde später hellt der Duft meine Stimmung immer noch auf, obwohl der eigentlich gar nicht da ist - wie eine Fatamorgana. Er verbindet sich mit dem Geruch meines Shampoos, das auch nur in der Atmosphäre herumschwebt.

Cartier vermittelt mit diesem Duft einen Hauch von Luxus mit sehr großem Understatement. Man fühlt sich von einem Nichts geschmeichelt. Ich denke, dieser Duft ist für einen selbst. Andere werden davon nichts wahrnehmen, was ich sehr schade finde, weil es ein schöner Duft ist. Mal ehrlich, es ist doch wirklich Luxus, für Nichts Geld auszugeben. Ich bin hin- und hergerissen, ob ich mir diesen gönnen soll. Vielleicht bietet das Eau Concentrée etwas mehr für die Nase?
2 Antworten
Ja leider, ein scheues Düftchen aber ein toller Sommerkandidat.
Ich habe es mir jetzt doch zugelegt :-)
Deep666 - Montag, 09. August 2010
70%
Neutral ,frisch
Ein Alltagsduft elegant für mich zu feminin.
Lietsche - Freitag, 11. Juni 2010
80%
Daseinsberechtigung
5 Kommentar-Auszeichnungen
Ich kann der super Duftbeschreibung von Apicius nichts mehr hinzufügen.
Klar, ist der Duft an sich richtig schwach auf der Brust. Wenn ich was davon haben will, muss ich schon mittags und kurz vor Feierabend noch mal nachsprühen.

Das Wässerchen ist für mich aber alles andere als belanglos. Zum einen gibt´s keinen (mir bekannten) Duft, der vergleichbar ist und außerdem brauche ich es mittlerweile zwingend in den folgenden Situationen:

1) zum "Neutralisieren":
Wenn ich mal ein sehr starkes Parfum (z.B. Coco) benutzt oder mich im Pröbchenwahn eingedieselt habe, ist Eau de Cartier am nächsten Tag eine richtige Wohltat. Es hilft, das Geruchsempfinden wieder auf normales Niveau zu bringen.

2) als Tarnkappe im Büro:
Wenn ich mal in Ruhe arbeiten will ( nicht verdrossen, sondern so tüdülüt - tüdülüt :-) ), dem Chef und Kollegen mit nervigen zeitfressenden Fragen aus dem Weg gehen und mal nen Tag im Schneckenhäuschen verbringen möchte,

3) als Medizin:
am day 1 after Tristano Onofori- Attacke der Schwiegermutter. Eau de Cartier hilft in gezielter Überdosis gegen olfaktorische Traumata.

Mein Pröbchen geht nun langsam zu Ende, und ich werde mir das Eau mal zulegen. Evtl. in der Concentree-Variante, muss ich noch testen..
2 Antworten
Neutralisieren habe ich noch nicht ausprobiert. Gibt das nicht unkalkulierbare Überlagerungen?
Neenee, ich layer nicht mit Cartier zum "neutralisieren". Ich nehme es am nächsten Tag oder nach dem Duschen. Es ist ein Reset-Schalter für meine Nase.
TVC15 - Mittwoch, 05. Mai 2010
50%
Ruhe im Karton!
5 Kommentar-Auszeichnungen
Tja, was soll man dazu noch groß sagen, wenn man als Vorredner einen Apicius hatte, der die allgemeine Schwächlichkeit dieses hauchzarten Wassers schon ganz treffend schilderte? Natürlich bin ich mit ihm nicht ganz einer Meinung, dass sich richtige Parfümliebhaber vorrangig mit expressiven Parfums beschäftigen, aber von einem Duft mit einem wichtigmachenden Namensteil wie "Eau de [Firma XY]" hätte ich mir durchaus auch einen Tick mehr Präsenz erwünscht. Ähnliches bemerkte ich übrigens gerade neulich auch bei Bulgari Pour Homme - außen Klotz, innen Hyperflüchtiges.

Bei Eau de Cartier hatte ich - sicherlich mit dem freudigen Gedanken an das großartige Eau de Guerlain - eigentlich ein klassisches Cologne erwartet. Ist es aber nicht. So wie auch das - wie ich finde - sehr eng verwandte Mugler Cologne kein Cologne ist. Zu schlappe Zitrusnoten, zuviel selbstverliebtes, aber uneffektives Kunstschaffen, Rasenschach sagt man beim Fußball. Und auch zuviel Blümchen, so dass ich diesem Duft ohne größere Bedenken eine Überweisung in die Damenabteilung ausstellen würde.
1 Antwort
Stell es doch einfach bei Deinem nächsten Parfumeriebesuch mal um ;)
Apicius - Samstag, 01. Mai 2010
50%
Ramadan im Flakon!
11 Kommentar-Auszeichnungen
Eau de Cartier ist wieder so ein Duft, der niemals wirklich da ist. Kaum aufgesprüht – und zwar reichlich – verblasst die schwächliche Zitrusnte auch schon. Was nach einigen Minuten übrig bleibt, ist ein trockener, kühler, pudrig-floraler, kaum wahrnehmbarer Schatten, um den herum dünne Schlieren von Neroli und Lavendel ziehen. Bin wirklich ich das, der das trägt? Oder kommt das von irgendwoher?

In seiner dezenten Art ist Eau de Cartier einfach nicht zu fassen. Er ist immer nur Hintergrund – angenehm, aber belanglos.

Amber? Zedernholz? Patchouli? Die Noten der Duftpyramide wirken an sich respektabel und viel zu ausdrucksstark für dieses Parfum. Wer Eau de Cartier trägt, der trägt schon was, aber was genau, weiß man nicht. Und was könnten das für Leute sein, die das tragen? Bestimmt weniger die Parfumverrückten von Parfumo, die es lieben, sich mit unterschiedlichsten und oft sehr expressiven Düften auseinander zu setzen. Ich denke, Eau de Cartier ist etwas für Leute, die es so genau gar nicht wissen wollen. Die sich vielleicht nur deshalb ansprühen, weil man das eben gelegentlich so macht. Es gehört halt dazu, aber bitte – stören soll es nicht! Eau de Cartier ist das richtige Parfum für verkniffene Arbeitsbienen, denen man mit Freude an Düften oder auch anderen sinnlichen Genüssen gar nicht erst zu kommen braucht.

In seiner Dürftigkeit kann ich mir nur eine wirklich passende Saison für Eau de Cartier vorstellen: die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern!
4 Antworten
Schön geschrieben. Hast du schon die Concentrée-Variante getestet?
Nein, noch nicht. Könnte mir abe vorstellen, dass ich damit mehr anfangen könnte.
2 weitere Antworten
DeGe53 - Samstag, 15. August 2009
90%
Gentle people...Landadel
1 Kommentar-Auszeichnung
Sehr schön zurückhaltend vornehmer Duft. Frisch, moosig und doch nicht krautig, sondern warm. Wie ein Sommermorgen im Herbst, man steht früh auf, ruft die Hunde herbei, sattelt den großen Braunen (nicht dass ich je reiten gelernt habe!) und macht sich auf den Weg zum Morgenritt durch den Wald.
DonVanVliet - Sonntag, 01. März 2009
90%
Toller Unisex-Duft!
Sehr angenehmer Duft, überhaupt nicht aufdringlich. Exgtrem dezent und zurückhaltend! Kann ich nur empfehlen.




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