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Opus XIII - Silver Oud 2021

8.0 / 10 355 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Amouage für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2021. Der Duft ist rauchig-holzig. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird von Sabco Group / Oman Perfumery vermarktet.
Vergleich
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Duftrichtung

Rauchig
Holzig
Animalisch
Orientalisch
Harzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
CypriolCypriol PatchouliPatchouli VirginiazederVirginiazeder
Herznote Herznote
Assam-OudAssam-Oud Bourbon-Vanille AbsolueBourbon-Vanille Absolue
Basisnote Basisnote
BibergeilBibergeil BirkeBirke AmbraromeAmbrarome GuajakholzGuajakholz

Parfümeur

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Bewertungen
Duft
8.0355 Bewertungen
Haltbarkeit
9.1318 Bewertungen
Sillage
8.4321 Bewertungen
Flakon
8.7313 Bewertungen
Preis-Leistung
6.3259 Bewertungen
Eingetragen von Weskamouage · letzte Aktualisierung am 09.02.2026.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion The Library Collection.

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Rezensionen

12 ausführliche Duftbeschreibungen
9Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Avantgardist

42 Rezensionen
Avantgardist
Avantgardist
Hilfreiche Rezension 16  
Mein Hund hat Angst.
Einleitung :

Ich hatte einen "großen, bösen, schwarzen Hund", so zumindest die Wahrnehmung mancher Hundehalter. Meine "Maus" spielte auf der Wiese mit einem anderen Hund, die beiden fetzten herum, es war eine Wonne!

Dann kam die Hundehalterin dazu : "Können Sie ihren Hund zurückrufen? Mein Hund hat Angst!"

... merkt man gar nicht.

Zum Silver Oud :

Anhand der Duftnoten, der Rezensionen und vielleicht auch des Preises erwartet man hier ein wildes Monster, das die Zähne fletscht, keine Gefangenen macht und unzähmbar ist. Doch dann kommt dieses muskulöse Wesen näher und offenbart eine Seele so zart, dass man zerfließen möchte und ein Herz so golden, dass man es kaum glaubt.

Die Eröffnung ist kurz ein bisschen undefinierbar, wie ein freudiges Begrüßungsritual mit viel Schwanzgewedel. Doch sobald das anfängliche Beschnuppern abgeschlossen ist, erkennt man den Duft.

Für mich : kalter Holzfeuerrauch, der vom Vorabend noch in der Kleidung hängt, altes Leder, unparfümierter Pfeifentabak, in der Ferne leicht Noten von Vanille und das Versprechen "Ich könnte schon, wenn ich müsste..." Das Oud ist kaum wahrnehmbar, versinkt eher in der hölzernen Würze und gibt eine wunderschöne seidige Note, als würde man schwarzes, kurzes Fell mit dem Strich streicheln. Castoreum (Bibergeil)? Merke ich nichts davon.

Wunderschön, stark, warm, beschützend.

Bedingt durch die ganzen Rezensionen erwartete ich Rambo - und erhielt James Bond.

Nach der Begrüßung legt sich das schwarze Monster hin und bleibt bei einem. Überraschend dezent und stets dabei. Aber nie laut, nie störend. Ist man in einem Restaurant würden die Leute am Nachbarstisch erst beim Verlassen des Tisches bemerken "Oha! Da war ja etwas, das stets in meiner Nähe lauerte". - Das ist die Sillage.

Die Haltbarkeit ist wie ein Hundeleben : wahnsinnig treu und viel zu kurz.

Danke für diese wunderschöne Enttäuschung und Erinnerung.
Aktualisiert am 30.03.2024 - 08:49 Uhr
5 Antworten
8.5Duft 10Haltbarkeit 8Sillage
Hrabanus

6 Rezensionen
Hrabanus
Hrabanus
Top Rezension 0  
Faszinierender Holzhammer für interessante Menschen
Da muss man schon wissen, was man sich antut! Aber der schwarze Flakon agiert schon irgendwie als Warnung. Opus XIII - Silver Oud kam jedoch als Probe zu mir und so war ich einfach nur neugierig, was Cécile Zarokian sich da ausgedacht hat. Oud mag ich an sich ganz gern, muss es aber nicht in jeder Kombination haben.

Einmal aufgesprüht musste ich nach dem ersten Riechen doch einmal tief Luft holen: Stechende Würze, ein bisschen wie Schwedenbitter, wo man nicht genau weiß, ob das jetzt nicht doch irgendwie lecker ist. Heftiger Rauch, wie ein etwas frischerer Single Malt von der Whisky-Insel Islay. Aber das ist nur der Auftakt, denn gleich wird es richtig holzig. Bald schon schiebt sich das Oud in den Vordergrund, aber trocken, irgendwie schlank und sehr griffig. Da ist nichts in liebliche Noten eingebettet, keine Blumen, keine Gräser, nicht einmal Weihrauch weicht die strengen Holznoten auf. Patchouli ist da, ja, aber wirkt in dieser Komposition ganz eigenartig.

Was ist diese trockene Schwedenbitter-Würzigkeit, die hier so bestimmend ist? Vielleicht ist es das Cypriol (auch in Verbindung mit Patchouli), das hier das Holz weniger kontrastiert als ihm streng zur Seite steht. Riecht das gut? Jedenfalls richtig, richtig interessant!

Nach ca. 20 Minuten dann mehrere Holznoten, jetzt geht es in die Richtung Möbelpolitur, nur nicht mehr so scharf. Süß wird für mich da noch nichts, erst Stunden später tritt eine leicht vanillige Note hervor, die den Duft aber nie aufweicht.
Nachdem sich die Holznoten etwas setzen, verleiht Castoreum dem Duft eine laaange, nicht elegante, aber aufregende Charakteristik. Hier erhält das Oud seinen zähmenden Mantel, der selbst aber nicht weniger aufdringlich ist. Es finden sich da ein paar hellere Elemente, die ich schwer auseinanderhalten kann, die aber den dünkleren Holznoten schön entgegen stehen. Vielleicht heißt der Duft deshalb "Silver Oud", auch wenn ich da nichts Metallisches erkennen kann, aber doch was Glänzendes.
Fast 24 Stunden später rieche ich ihn am Handgelenk immer noch. Puh, was war das für eine Vorstellung!

Mit Opus XIII - Silver Oud ist es wie mit einer Achterbahnfahrt. Teils ist man überfordert, Spaß macht es zwischendrin zwar schon, das Adrenalin wirkt auch noch eine Zeit nach, irgendwie hat man sich gefürchtet, dass was passiert... Und gerade als man froh ist, dass es vorbei ist, schleicht der Wunsch daher, es nochmal zu machen.

ich würde mir Opus XIII - Silver Oud wohl nicht kaufen, weil mir das Parfum einfach zu steil, zu außergewöhnlich ist. Oder es ist so: Ich fühle mich selbst nicht interessant genug dafür :-)
Andererseits ist es einer der faszinierendsten und spannendsten Düfte, die ich in letzter Zeit gerochen habe. Ich kann mir vorstellen, dass, wenn Hautchemie und Typ richtig zusammenspielen, diese Amouage-Kreation richtig geil an einem Mann (oder einer Frau?) riechen kann. Für einen Blind Buy ist das Ding sowieso zu teuer, aber wenn man die Möglichkeit hat, es mal aufzusprühen und ein paar Stunden zu verfolgen, würde ich dazu sicherlich raten!
1 Antwort
10Duft 9Haltbarkeit 5Sillage
FritzFantom

11 Rezensionen
FritzFantom
FritzFantom
Sehr hilfreiche Rezension 10  
Angewandte Psychedelik
Seit ein paar Wochen bin ich am Amouage-Trip um mich durchs komplette lineup zu testen nachdem ich den Interlude 53 unter die Nase bekam (vermutlich viele solche Fälle), deswegen habe ich knapp 30 Amouage Proben zusammengetragen, alles nur um zu sehen ob davon einer den Interlude, für mich, vom Thron kicken kann und dann in Form eines Flakons ins Vorzimmer einziehen darf.

Ich habe, bevor ich die Abfüllung hatte, schon viel über den Silver Oud in YT Reviews usw gelesen, man hört viel davon aber kaum Jubel oder Liebesbekundungen, man hört „Schrecken“, „Liebe“, „Eklig“, Meisterwerk, „Fäkal“, „nix besonderes“, „polarisierend“.

Den Noten, Flakondesign, Namen und Eindrücken nach, liegt das 100% in meinem Sweet spot und ich war SO extrem gespannt darauf dass ich ihn kaum ausprobieren wollte als ich die Probe bekam, aus Angst enttäuscht zu werden.

Zum Duft:

Die scharfe Süße (und WIE SÜß der ist wird in Reviews selten herausgehoben) die im drydown von Rauch begleitet wird, wirkt auf den ersten Blick abschreckend, darin muss wohl das begraben liegen was von anderen als barnyard-Oud beschrieben wird, davon nehme ich absolut nichts wahr.

Diese Geruchsprofil äußert sich bei mir GANZ anders.

Für mich ist das ein Zerrbild aus bleichem, verwesendem Fleisch oder zerfallender organischer Substanz die aber über feuchten Mulch hinausgeht, ein Stich von metaphorischem Leichengeruch. Süße, welche in Hautnähe stufenlos in eine künstliche, klinische, körperlose, schillernde, Porzellan-artige Schärfe führt, etwas das so scharf ist dass es nicht rational erklärbar ist. So dunkel dass es gleißend hell wirkt.

Der Duft hat eine fast meditative, hyperreflektive Wirkung auf mich und diese Plastizität die ich bei Amouage liebe. Noch abstrakter gesprochen, formt diese Süße den Duft fast zu so etwas wie einem Gefäß, der Duft erzeugt ein tiefes Tal in seiner rauchigen Süße, So dreckig, verwesend und Grotesk dass es jede Skala, im Quadrat sprengt und direkt wieder klinisch, fast schon steril sauber wirkt, weil die Wahrnehmungsfähigkeit dazu gar nicht bei Lebewesen vorgesehen ist.

Das hat mich förmlich für Sekundenbruchteile in einen Trip geholt.

Anderweltlich aber nicht künstlich, fremdartig, nicht außerirdisch, sondern außerweltlich.

So etwas wie ein Zen-Kloster aus Diamant, in einer anderen Dimension, bevölkert von unbeschreiblichen Dingen die langsam und leise umher gehen und still in ihrer Meditation liegen. Ein psychedelisches Memento mori.

Das ist auf jeden Fall ein Duft mit dem man eine Beziehung eingehen wollen muss. Von alleine kommt der nicht zu einem. „Interessant“ ist untertrieben dafür.

Er erfüllt fast nichts aus meiner Erwartungshaltung und trotzdem noch mehr. Ich habe einen dunklen, tiefen, herben, fäkalen, erdig-dreckigen Duft erwartet. Gerochen habe ich mehr und zwar um einige Stufen mehr.

Ich bin zwar noch recht neu im Dufthobby aber ein Duft der mich so subtil und extrem aus der Welt reißen kann ist mir noch nicht untergekommen. Damit kann ich mich identifizieren.

Wenn interlude der Kaiser ist,
dann ist Silver Oud der Geist von einem Papst, der vor Milliarden Jahren in einer anderen Dimension gelebt hat.

An der Außenwelt oder im Alltag, wirkt das fast wie Verschwendung, wie die Profanisierung von etwas sakralem. Ob das was fürs Büro ist muss man selber wissen, mir wärs zu schade, generell sucht sich dieser Duft seine passenden Gelegenheiten selbst.

Wenn nur die Nasenblindheit nicht wäre.

Aber, Ja, der darf im Vorzimmer, neben Interlude stehen. Meisterwerk.
Aktualisiert am 15.01.2026 - 10:34 Uhr
4 Antworten
10Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Styrax

17 Rezensionen
Styrax
Styrax
Hilfreiche Rezension 11  
Psychedelischer Umhang
Silver Oud startet mit dem Flakon: grau, rau, schwer, edel. Hält man ihn in der Hand, weiß man schon, in welche Richtung sich der neue Tag bewegen wird. Wie bei keinem anderen Duft muss ich für so einen Tag bereit sein. Setting und meine Moods müssen einfach stimmen. Jahreszeiten sind damit keinesfalls gemeint. Eher Seelenzustände. Die ich verstärken möchte. Oder um einfach nur Trost zu suchen.

Der Beginn ist stallig. Voll auf die Zwölf. Wie eine Wand aus Stallgeruch und Schwere. Irgendwo gärt nebenbei ein Maischehaufen vor sich hin, der eine angenehme, natürliche Süße in diese Kuhstall-Animalik mit hineinbringt. Der Dunggeruch ist nicht so stark, dass ich ihn sofort weg waschen möchte. Er ist interessant und warm. Einfach natürlich. Einem Lebewesen gleich.

Und er verzieht sich innerhalb der ersten 20 Minuten komplett. Es bleibt diese extrem schwere, warme, holzige, leicht rauchige Mischung, die unheimlich gut mit der Süße der Vanille verwoben wird. Die Animalik wird weiterhin transportiert. Und macht damit diesen Duft, zu dem, was er tatsächlich ist: ein Teil von mir selbst. Nicht aufgesetzt, nicht rezeptiert, nicht aus diversen Zutaten bestehend, die gefechtsmäßig zu bestimmten Zeitpunkten ihren Einsatz zu bringen haben.

Der Duft ist ein warmes, schweres, körperhaftes Gesamtgebilde, welches mit seinem Träger eine Einheit bildet. Und die heißt für mich: dunkle Intensität. Aus dem tiefen Inneren meiner Selbst. Dunkle, strahlende Materie.
0 Antworten
9.5Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
DavidKuhn

11 Rezensionen
DavidKuhn
DavidKuhn
Hilfreiche Rezension 10  
Der heftigste der Amouagedüfte
Auf dem Duftstreifen unangenehm, wird Opus XIII - Silver Oud auf der Haut zu einer brachialen Oud- Interpretation: warm, rauchig, holzig und animalisch. Keine süßliche oder sauer- "schwitzige" Animalik, sondern dunkel und elegant mit viel tiefe.
Für Liebhaber von Oud und dunklen Düften genial.
Einer meiner all- time- favourites bei jedem Wetter, beim dosieren der Sprüher etwas Rücksicht auf die Menschen um einen herum nehmen, vor allem im Sommer.

H/S sehr gut.
1 Antwort
Weitere Rezensionen

Statements

84 kurze Meinungen zum Parfum
26
19
Abgebrannter Kuhstall
Noch rauchende Fladen
Traurige Kühe
Bau ihn neu aus Birkenholz
Der Biber bringt's vorbei
19 Antworten
vor 4 Jahren
20
13
Trockenes Oud, leicht animalisch. Erst sehr bitterer Patchouli. Intensiv aber ungeschliffen. Wirkt holzig-gewollt.
13 Antworten
17
12
Biber
bewaffnet sich
mit schwarz-erdigem Vorschlaghammer
aus abgebrannten Adlerholz
Knockt mich aus*
12 Antworten
15
22
Wo ist denn der versprochene Gestank? Mild geräuchertes Birkenharz und knorriges, holzig-ledriges Oud ergeben einen gelungenen Orient-Duft.
22 Antworten
15
2
Ein Reich aus Rauch & Holz,
Zeder & Patchouli tragen königlichen Stolz. Oud erhebt sich, dunkel, schwer - mit Silver Oud, bin ich der Herr
2 Antworten
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