Sycomore (2016) (Eau de Parfum) von Chanel
Flakondesign:
Jacques Helleu

Sycomore 2016 Eau de Parfum

Version von 2016
8.3 / 10 602 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Chanel für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2016. Der Duft ist holzig-würzig. Es wird noch produziert.
Aussprache Vergleich
Ähnliche Düfte

Duftrichtung

Holzig
Würzig
Grün
Frisch
Rauchig

Duftnoten

VetiverVetiver GewürzeGewürze SandelholzSandelholz WacholderWacholder ZypresseZypresse AldehydeAldehyde rosa Pfefferrosa Pfeffer TabakTabak VeilchenVeilchen

Parfümeure

Videos
Bewertungen
Duft
8.3602 Bewertungen
Haltbarkeit
7.8525 Bewertungen
Sillage
7.1525 Bewertungen
Flakon
8.3485 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.2277 Bewertungen
Eingetragen von Kankuro · letzte Aktualisierung am 31.12.2025.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion Les Exclusifs de Chanel.
Variante der Duftkonzentration
Hierbei handelt es sich um eine Variante des Parfums Sycomore (2008) (Eau de Toilette) von Chanel, welche sich in der Duftkonzentration unterscheidet.

Duftet ähnlich

Womit der Duft vergleichbar ist
Sycomore (2008) (Eau de Toilette) von Chanel
Sycomore (2008) Eau de Toilette
Sycomore (Parfum) von Chanel
Sycomore Parfum
Sycodrome von Scentiments
Sycodrome
Encre Noire (Eau de Toilette) von Lalique
Encre Noire Eau de Toilette
Encre Noire à L'Extrême von Lalique
Encre Noire à L'Extrême
Vétiver von Dior
Vétiver

Rezensionen

17 ausführliche Duftbeschreibungen
9.5Duft 7Haltbarkeit 7Sillage
Parma

279 Rezensionen
Parma
Parma
Top Rezension 55  
An der Hand
Ein klassischer Vetiver. Würzig-grasig-holzig. Dabei weich, rund und schmeichelnd wie Pfeifentabak, der mit einer dezent süßlichen Nuance eingewoben ist. Wunderbar aromatisch. Schon abgedunkelt, aber nicht finster. Etwas Rauch. Eine fast unmerkliche Blumennote (in der Wärme), die einen Tupfer Sanftheit verleiht. Und im Herzen ein leiser Puderton. Einer der filigransten und an Chanel-Maßstäben gemessen, zurückhaltendsten, den ich kenne. Vetiver im stillen Tanz. Leichtfüßig. Erdverbunden. Gelassen.

Ein Duft, der dich an die Hand nimmt und begleitet. Der ein ganzes Leben in sich trägt. Der Milde ausstrahlt und seine Ratio behalten hat. Der beweglich geblieben ist. Sich etwas Unbeschwertes bewahrt hat. Einer, der dir verschmitzt zuzwinkert. Bei dem du dich aufgehoben und frei fühlst. Und vor dem du unheimlich Achtung hast. Mit dem du anders bist, anders sein willst. Besser. Liebevoller. Standhafter. Der dir Haltung abverlangt. Dich dabei unterstützt. Im Hintergrund, weil er sich selbst sicher ist. Und er hat eine unbeschreibliche Eleganz. So viel sanften Stolz und liebevolle Güte, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Ihm wohnt diese federleichte Chanel-Eleganz inne, die mit dezent pudrig nicht annähernd hinreichend beschrieben ist und Sycomore ein zeitloses, schwebendes Gefühl verleiht. Da ist etwas ganz Feines in ihm. Sensibel und gleichzeitig unverletzlich scheinend. Eine Perfektion in allem. Auf eine warmherzige, präzise und ganz selbstverständliche Art. Ein Duft wie ein Wunder. Trotz seiner Linearität wird er mir nie zuviel. Weil er sich bewegt. Mit mir lebt. Wie die oft beschworene zweite Haut. Und dabei diese Anmut verströmt. Sie überträgt. Dass es etwas so Schönes gibt.

# Gänsehaut (wie bei der ersten Strophe von Diana Krall‘s Version von „Califorina Dreaming“: https://www.youtube.com/watch?v=7LGVfrZqYFk)
34 Antworten
10Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Siebenkäs

63 Rezensionen
Siebenkäs
Siebenkäs
Top Rezension 46  
Das Neueste aus der Presse
Eilmeldung aus dem „Parfumboten“:
Wie wir soeben erfahren haben, ist unser Klatschreporter
7-Cheese an einem neuen heißen Ding dran… Gerüchten
zufolge soll er ein heißes Paket aus der Zentrale des Duft-
gurus J.Acko erhalten haben. Assistenten des Duftgurus
sprechen von einer „pyramidalen Auswahl erster Güte“.
Von 7-Cheese selbst erhielten wir nur via CB-Funk
die folgende Kurz-Nachricht:

„Bin im Sycomore-Rausch. Turin hat recht: If putting it on
does not make you shiver with pleasure , see a doctor…”

Mehr war bisher nicht zu erfahren, gut informierte Quellen
versichern aber, dass unser Mann hier vom EdP spricht.
Wir bleiben für euch dran!
15.20. Soeben haben wir neue Meldung unseres Klatsch-
reporters erhalten! Bitte sehr:

„…wußte noch gar nicht, dass man Vetiver schmelzen kann!
Sycomore Edp ist eine cremig-weiche Vetiver-Oase, die dich
in einen Kokong einspinnt“ (hier meint er „Kokon“, der
Depp. die Red.) „Diese unglaubliche Weichheit
erinnert an Kaschmir, aber ganz ohne Cashmeran…“
Hier bricht die Meldung leider ab.

16.23. Erneut Nachricht von 7-Cheese!

„Wie haben sie das nur gemacht? Polge und Sheldrake
wirklich allein? Oder war da noch wer vom CIA dabei?
Der Duft hat Relax-Power, mit der man Aufstände abwiegeln
könnte… habe auch eine Brise…“ (hier meint er „Prise“, der
Rechtschreib-Dilettant… die Red.) „…weißen Chanel-Pfeffer
festgestellt…und ein kühles Bouquet eleganter Blumen, das
aber nur aufhellend wirkt. Vetiver und Zypresse tanzen
Ballett… warum fällt mir plötzlich das Wort „Encre Blanche“
ein… Brauche Tee… und Anisplätzchen..sofort…

Hier leider Abbruch der Meldung…
Wir dachten schon – das war’s, als unser Praktikant uns
ein Telegramm bringt (er kam gerade vom Bier holen) –
hier, liebe Leser, der Inhalt:

„21.15. Rosamunde-Pilcher-Film mittendrin abgeschaltet.
Brauche keine heile Welt-Story, die hab‘ ich an mir!
Der Sycomore Dry-Down ist eher ein Dry-Up – up in the sky –
ab ins Duft-Nirwahna..“ (knirsch, lernt der nie, wie man was
richtig schreibt… die Red). „Wie komplex kann ein Vetiver-
Duft sein? Wie kann man Rauheit so unglaublich
geschmeidig und raffiniert verpacken? In welchen Club gehe
ich jetzt, um mich mit dem Düftchen zu…“
Leider endet die Botschaft an dieser Stelle.
Kurz nach der Mittagspause, 2 Tage später. Ein Hund steht
vor der Redaktion –Kunze von den regionalen Parfum-
nachrichten entdeckt ein Briefchen an seinem Halsband.
Unser Praktikant darf es abmachen und uns bringen.
Ihr, liebe Leser, ahnt vielleicht schon, was die an die
Hundsposttage erinnernde Botschaft enthielt…

„18.14., St.Tropez zur späten Blue Hour.
Eine Milliardärstochter, die Good Taste in puncto Parfum
besitzt – wer hätte geglaubt, dass einem armen Reporter
wie mir genau eine solche über den Weg läuft!
An der Bar der „Sansi-Bar“ hatte sie meine Witterung
aufgenommen. Später, im Lear-Jet, sprach sie von einer
„wunderbaren milden Melange aus feinstem hellen Tabak,
über der aber eine Wald-Note lag, die das scheinbar
widersprüchliche vermochte, nämlich den Topos „Wald“
mit Eleganz und Glamour zu verkuppeln… ein Wald, in dem
verwunschene Chanel-Prinzessinnen Zitronenpuder
schnupfen… zu Klängen von Lana Del Rey. ..“
Na, normalerweise kriegt man mich ja nicht so schnell rum,
aber ihr Angebot, in St. Tropez mit ihr eine Herren
Duft-Butike zu eröffnen – das konnte ich natürlich nicht
ablehnen. Schon allein, weil ich es den Lesern des
„Parfum-Boten“ schuldig bin, hier vor Ort das Neueste,
Heißeste und Angesagteste aufzuspüren wie, ja wie…

Der Rest der Botschaft war vom Hund (einem Coco-Spaniel)
angeknabbert und unleserlich. Es dauerte fast 14 Tage,
bis endlich wieder eine Nachricht kam – diesmal auf dem
Redaktions-Anrufbeantworter. Hier der genaue Wortlaut:

„Leser! Auch wenn sich meine finanziellen Mittel langsam
dem Ende zuneigen, bleibe ich voller Optimismus!
Ein paar Sprüherchen Sycomore geben mir neuen Tatkraft,
hier vor dem St-Tropezer Obdachlosenheim habe ich
in nur einer halben Stunde schon 12 neue Abonnenten
für den „Duft-Boten“ gewinnen können.
Sycomore hilft mit unendlich dabei. Lasst mich noch zwei
wichtige weitere Komponenten erwähnen, die zum
Ausnahme-Charakter dieses Parfums beitragen:
zum einen ist da das klassische Chanel-Sandelholz,
dass hier einen Teil der Vetiver-Zähmung übernimmt
mit seiner cremig-schmeichlerischen Aura.
Und zudem der freche, witzige und frisch-muntere
Wacholder, der zusammen mit versteckten zitrischen
Elementen gelb-orangene Akzente setzt, ja fast schon
aufblitzen lässt. Dazu dieser geschmolzene Butter-Vetiver…
Abgedimmte Helligkeit oder kontrollierte Dämmerung?
Auf jeden Fall ein Duft, der belebt und zugleich eine fast
schon meditative Ruhe ausstrahlt.
Im Moment genau das richtige hier für mich…
Oh, ich seh‘ grad - das Schnellboot aus Monte Carlo kommt
mit ein paar Starlets an Bord…
Leute, da muss ich hin… werde berichten…
Moment, wo ist meine Sonnenbrille…“

Schade, dass die Nachricht hier in weißem Rauschen endet…
Liebe Leser, wir bleiben aber für euch am Ball -
mit den allerheißesten News aus der Welt der Düfte.
Bleibt uns und dem „Duftboten“ auch in diesen Zeiten
gewogen und treu.
Die Redaktion
27 Antworten
9Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Mairuwa

72 Rezensionen
Mairuwa
Mairuwa
Top Rezension 46  
„Heil Dir, Sykomore der Nut, Mutter des Osiris!“
„Sycomore“ hat für Vetiver-Liebhaber den Status einer Art Heiligen Grals – und für Chanel-Aficionados ohnehin. Lange war ich auf der Suche nach einer Gelegenheit, ihn zu testen. In der kleinen Parfümerie nebenan ist er nicht im Sortiment, und nur auf Geraune und Schwärmerei hin mal eben 200 bis 300 Euro für einen Blindkauf hinblättern, das wäre mir dann doch nicht ganz geheuer. Doch leider pflegt Chanel nun mal diesen Hang zum Exklusiven und hat „Sycomore“ auch in einer gleichnamigen Reihe auf den Markt gebracht. „Les Exclusifs de Chanel“ widmen sich jeweils einem Kapitel oder einem Element aus dem Leben der Mode- und Stil-Ikone. So finden sich hier Düfte wie „31 Rue de Cambon“ – benannt nach der Adresse von Chanels Atelier und Wohnung in Paris, „Bel Respiro“ – nach ihrer gleichnamigen Frühlingsresidenz im Grünen, „Boy“ – benannt nach Chanels Gefährten Arthur „Boy“ Chapel, oder „1932“ –nach dem Jahr in dem Chanel gemeinsam mit Paul Iribe eine exklusive Schmuckkollektion kreierte. Ein ganzes Universum geheimer Botschaften für Adepten also.

Bei „Sycomore“ nun findet diese Selbstreferenzialität gewissermaßen auf einer Meta-Ebene statt, die ganz im Kosmos der Düfte bleibt. Hier hat man im Namen eine Anleihe bei einem alten Parfum des Hauses Chanel gemacht, 1930 nach Mademoiselles Vorstellungen kreiert und umgesetzt von keinem geringeren als Ernest Beaux, dem Schöpfer des legendären „No.5“.

Mit dem historischen Duft freilich hat die Neuinterpretation allenfalls indirekt zu tun. Jener wird als sehr geradliniger und edler, holzig-blumiger Duft beschrieben, damals wie vieles in Chanels Stil für Frauen mit deutlichen Anleihen aus eher männlicher Domäne – hier eben die holzigen Noten. Allerdings stand bei diesem ersten „Sycomore“ ein Zeder-Tabak Akkord im Mittelpunkt und nicht, wie bei der Neuschöpfung, Vetiver. Dennoch wirkte das damals sicher sehr androgyn – „unisex“ avant la lettre. Auch der Name „Sycomore“ verweist dabei auf Holz, und zwar vermutlich nicht auf den Bergahorn (im Französischen Èrable Sycomore), sondern auf die in der Levante und weiten Teilen Afrikas beheimatete Maulbeerfeige (Ficus Sycomorus). Der mächtige Baum galt den alten Ägyptern als heilig: die Himmelsgöttin Nut symbolisierend, ist er als Namensgeber eines Heiligen Grals durchaus würdig.

Hölzer stehen thematisch auch bei der von Jacques Polge und Christopher Sheldrake kreierten und erstmals 2008 als Eau de Toilette aufgelegten Neuinterpretation von „Sycomore“ im Mittelpunkt, hier jedoch wie gesagt mit Vetiver umgesetzt. Mir selbst liegt zum Testen die EdP-Version von 2016 vor, die ich nun endlich als Probe erstehen konnte (vielen Dank an Jolene!). Viele meinen, sie reiche nicht an die Vorgängerversion heran. Das kann ich nicht beurteilen, aber phantastisch ist sie in jedem Fall.

Oft wird „Sycomore“ (vor allem die 2008er Version) mit Nathalie Lorsons Klassiker „Encre Noire“ von 2006 verglichen. Das ist nicht ganz abwegig, weil sie beide auf einem markanten Akkord von Vetiver und Zypresse aufbauen, der den Duft jeweils bestimmt und trägt. Und auch bei der 2016er Version kann ich beim Gegentesten mit „Encre Noire“ eine gewisse Verwandtschaft nicht von der Hand weisen. Dennoch führt der Vergleich zumindest dann sicherlich in die Irre, wenn er übertrieben dargestellt wird und die beiden Düfte, wie zuweilen zu lesen, als geradezu austauschbare „Duftzwillinge“ betitelt werden. Das sind sie sicher nicht, sondern beide für sich eigenständige Meisterwerke, die abgesehen von ihrem zentralen Akkord völlig unterschiedlich strukturiert sind und einem je ganz eigenen Konzept und unterschiedlichen Absichten folgen.

Wo „Encre Noire“ schroff und kühl daherkommt, ist „Sycomore“ abgerundet und deutlich wärmer. Wo „Encre Noire“ ganz auf Zypresse in Kombination mit gleich mehreren Vetiver-Varianten und dem etwas stechenden Vetiverylacetat setzt, ist der zentrale Akkord bei „Sycomore“ um Wacholder ergänzt, was ihn weniger spitz und dafür würziger wirken lässt. Der rosa Pfeffer tut dazu sein Übriges. Zudem hat der Chanel-Duft mit Sandelholz einen sanfteren und wärmeren Gegenpol in der Basis als es das Cashmeran bei „Encre Noire“ zu leisten vermag, und auch das zunächst kontraintuitive Veilchen sowie ein sanfter Schleier von Chanel Aldehyden schaffen eine weichere Frische, während eine Tabaknote etwas süßlich-rauchiges beisteuert und die Komposition sehr schön ausbalanciert. Ohne Frage ein ganz großer Wurf im Kreise der Vetiverdüfte!

Welcher nun gelungener ist? – schwer zu sagen. Der Originalitätswert von „Encre Noire“ ist vermutlich größer. Er hat das markantere Alleinstellungsmerkmal. „Sycomore“ setzt das Vetiver-Zypressen-Thema als sehr edlen und gediegenen Wohlfühlduft um, der den Träger eher umschmeichelt, statt ihn zu fordern. Natürlich hat das nicht die Radikalität und Kompromisslosigkeit von „Encre Noire“. „Sycomore“ ist sicher das konventionellere Parfum, aber das ist ja auch wahrhaftig nichts Schlechtes. Es ist sicher vielseitiger tragbar und spricht eine breitere Schicht an, ohne dabei jemals im Geringsten gefällig zu sein.

Lalique hat bekanntlich einige Jahre später eine „à l’Extreme“ Version von „Encre Noire“ auf den Markt gebracht. Diese geht in gewisser Weise einen ähnlichen Weg und macht den Duft mit Sandelholz und in diesem Fall Iris weicher, setzt aber gleichzeitig auf Harze von Weihrauch bis Elemi, was zu einer phantastisch dunklen, rauchigen Melange führt – für mich vielleicht immer noch die Apotheose des Vetiver-Zypressenakkords.

Aber auch Chanel ist seit 2022 schon wieder einen Schritt weiter und hat „Sycomore“ als Extrait de Parfum aufgelegt. Oder ist es ein Schritt zurück? Denn einerseits wird der Duft hier noch exklusiver – man kann wählen zwischen der Standardversion zu knapp 300 Euro für 15ml und einer limitierten Auflage von 20 nummerierten Exemplaren im Kristallflakon und handgefertigten, klappaltarähnlichen Schrein, die preislich eher im fünfstelligen Bereich angesiedelt sein soll. In dieser Version dürfte er ähnlich schwer zu finden sein, wie der Originalduft von 1930 und entzieht sich damit weitgehend ins Reich der Legende. Andererseits soll der Duft sich in der Überarbeitung von Olivier Polge auch olfaktorisch wieder mehr der ursprünglichen Kreation von Ernest Beaux annähern – mit Iris, Zedernholz und Vanille. Ob er das wirklich tut oder ob es sich dabei um reines Marketing handelt, mag dahingestellt bleiben. Ob das „Sycomore“ noch einmal wirklich verbessern kann, ebenso.
10 Antworten
8Duft
Susan

138 Rezensionen
Susan
Susan
Top Rezension 33  
Androgyner Vetiver....
Nach dem traurigen Verlust von „Vetiver pour Elle“ (Guerlain) bin ich außerordentlich entzückt, auf diesen hier gestoßen zu sein....

Auch wenn die Mehrheit der Liebhaber und Besitzer männlich zu sein scheint, so ist dieser Duft dennoch als Damenduft deklariert....und ich verstehe nun auch, warum.....

Es ist ein klassischer Vetiver....soviel steht fest....grasig-holzig und mit einer Prise Pfeffer bestäubt....Vetiver muss man also definitiv mögen, sonst wird das nichts.....

Was ihn für meine Nase von typischen Herren-Vetivers unterscheidet, ist seine Weichheit.....seine Sanftheit.....

Die wunderschönen Chanel-Aldehyde sorgen für eine dezent wächserne Anmutung, die den einzelnen Komponenten, die für sie üblichen harten Kanten nimmt und geschmeidige, fließende Übergänge schafft......ein wenig süßlicher Tabakrauch verstärkt diesen Eindruck noch und kreiert eine Stimmung warm-waldig-erdiger Geborgenheit.....mit zunehmender Dominanz der holzigen Noten.....

Als Vielwanderer habe ich zwar durchaus einen liebenden Bezug zu den Gerüchen des Waldes und der Natur an sich......zu moosbedeckten Baumstämmen beispielsweise......um es aber letztendlich in mein Herz zu schaffen, hätte neben dem Veilchen, das immer mal wieder frech durchs Unterholz blitzt, durchaus noch ein, Blümchen mehr dabei sein dürfen.....aber dann wäre es eben nicht mehr dieser bezaubernd androgyne Vetiverduft....dann wäre es nicht mehr Sycomore....
20 Antworten
4Duft 8Haltbarkeit 6Sillage
Chrisone

10 Rezensionen
Chrisone
Chrisone
Top Rezension 23  
Die "Sycomore-Krise"
Lange habe ich mich mit einem Kommentar zu diesem Duft zurückgehalten, doch da ich ihn heute seit langem mal wieder trage, kocht es in mir immens und mein geballter Hass muss einfach hinaus.

Was empfinde ich bei diesem Duft? Hass. Ich schrieb es schon zu Beginn. Und warum empfinde ich so? Nicht etwa weil der Duft schlecht gemacht sei. Nein, ich hasse diesen Duft, weil er den Namen "Sycomore" trägt und eben diesen von der Bildfläche hat verschwinden lassen. Ich rede vom ECHTEN Sycomore, das Sycomore, was die Liebhaber kennen und nicht dieser billige Abklatsch mit dem selben Namen. An diesem Duft ist nichts gleich dem, was die Freunde des Originals geliebt haben. Vielmehr finden wir in dem EdP eine kastrierte, dieses Mal feminine und absolut langweilige Version Sycomore`s. Beginnend mit einer zitrischen und frühlingshaften Kopfnote. Große Langeweile, gleich zu Beginn. Weich, hellgrün, fast neonfarben - ein Vetiverstart wie jeder andere auch. Keine kratzende, erdig-nussige Komposition, die einen sofort das Bild von Wald und Lagerfeuer ins Gedächtnis ruft.

Das EdP ist in meinen Augen ein Vetiver-Duft wie jeder andere auch. Kein Individualität, Vetiver riecht hier wie bei X-anderen Düften.

Und dann? Nichts. Es passiert wahrlich nichts anderes mehr. Der Duft erstreckt sich mehrere Stunden in großer Ödnis und ich frage mich, wo die 300€ auch nur ansatzweise legitimiert sind? Wieso nur Chanel?! Wieso habt ihr einen so genialen Duft wie das Sycomore EdT der Potenz beraubt und ihn von Grund auf geändert? Alle anderen Les Exclusifs sind doch ähnlich geblieben, aber im EdP von "Sycomore", oder besser gesagt "Syco-Kastration", finde ich so gut wie kaum DNA des Ur-Werkes! Man hätte doch zumindest beide Versionen anbieten können. Ich habe nun so einige exklusive Kaufhäuser in den letzten Monaten besucht und am Chanel-Stand ist es doch immer dasselbe: Die Verkäufer sind der gleichen Meinung wie ich und hören diese Kritik sehr oft.

Danke, danke das ihr meinen Lieblingsduft so zerstört habt! :-(
13 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

147 kurze Meinungen zum Parfum
60
52
Sich biegende Zypressenkronen
Aldehyd-Grundiert
Nussbraune Hölzer
Rollen über helle Erde
Von Vetiver-Winden getrieben
Surren Tabakblätter...
52 Antworten
46
53
Unter koniferem & aldehydegewachstem Wacholderbaum
Über tabakbraun,nussig & sanftgewürztem
Vetiverylacetat-Gras
Ruhen sich die 2 Meister aus
53 Antworten
vor 4 Jahren
38
27
Und Chanel kriegt mich doch. Grün, natürlich anmutend und dabei gleichzeitig markant und elegant. Vetiver vom Feinsten. Punkt!
27 Antworten
37
23
Liebe,Mut,Hoffnung
Antreiber meines Wegs
Zu Glückseligkeit
Über sanfte Gräser
Die Vetiveraromen sprießen
Aldehyden mixen
Im Chanelland
23 Antworten
36
29
Der Vetiver ist zu Beginn nussig & rauchig und wird von einer süßen Tabakwürze gemildert mit einem erdig-krautigen, canabissigen Finish.*
29 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Bilder

20 Parfumfotos der Community
Weitere Bilder

Beliebt von Chanel

Bleu de Chanel (Eau de Parfum) von Chanel Allure Homme Sport Eau Extrême von Chanel Allure Homme Édition Blanche (Eau de Parfum) von Chanel Bleu de Chanel Parfum von Chanel Égoïste (Eau de Toilette) von Chanel Allure Homme Sport (Eau de Toilette) von Chanel Bleu de Chanel (Eau de Toilette) von Chanel Platinum Égoïste (Eau de Toilette) von Chanel Coromandel (Eau de Parfum) von Chanel Antaeus (Eau de Toilette) von Chanel Coco Mademoiselle (Eau de Parfum) von Chanel Coco (Eau de Parfum) von Chanel Allure Homme (Eau de Toilette) von Chanel Coromandel (Eau de Toilette) von Chanel Le Lion de Chanel von Chanel Pour Monsieur (Eau de Toilette) / A Gentleman's Cologne / For Men von Chanel N°5 Eau Première von Chanel Coco Mademoiselle (Eau de Parfum Intense) von Chanel Chance Eau Tendre (Eau de Toilette) von Chanel 1957 von Chanel Coco Noir (Eau de Parfum) von Chanel